Frage von Amira2013, 114

ist es ok, wenn man sich auf ein fast 2 jähriges Fohlen setzt (es liegt auf der seite und man sitzt auf der Vorderhand/Schulter) aber nicht zu lange?

Also, bei uns ist ein Trainer auf dem Hof mit seinen zwei Pferden. Er hat mir gezeigt, was er mit seinem fast 2 Jahrem alten Hengstfohlen so macht. Er hat aber mit ihm schon mehr gemacht als das. Also Spins, Jump-Longieren, Desensiebelisieren, Hinlegen, ... . Es hat sich hingelegt und er hat es auf der Vorder- und Hinterhand gestreichelt. Dann war ich dran. Ich habe das gleiche gemacht, bloß sollte ich mich dann auf ihn setzten. Ich habe mich aber nicht mit dem ganzen Gewicht drauf gesetzt. Der Trainer hat mit ihm schon seit er 5 Tage alt war mit dem trainieren anfangen und es dann langsam gesteigert. Er hat so mit Vertrauens- und Respektsübungen angefangen. Bevor mich/den Trainer alle bechimpfen: der Trainer ist proffessioneller Horseman.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WesternCalimero, 35

Ich habe das kennengelernt als Fortsetzung des "Imprinting". Die Pferde werden so bereits früh daran gewöhnt, daß sie mit Gewicht belastet werden. Das frühe desensibilisieren hilft dem Pferd später dabei unbekannte Geräusche oder Dinge nicht sofort als gefährlich einzustufen.

Das erste Auflegen des Sattels ist dann i.d.R. kein Problem mehr.

Wir haben so ausgebildete Jungpferde dann mit 41/2 Jahren angeritten - völlig problemlos -

LG Calimero

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 67

Das ist ein Westerntrainer. Die fangen doch fast alle sehr früh an. Na ja, darum kenne ich kein gesundes Quarterhorse über 8. Auf das liegende Pferd kannst du dich aber kurz draufsetzen. Das schadet nichts. Wenn es dabei bleibt...Ich weiß allerdings nicht, was solche Albernheiten sollen. Na ja, wenn es brav ist, macht man weiter, mit 2 1/2 geht es erste Spins, mit 3 den Sliding Shop und mit 7 ist es platt.

Kommentar von Amira2013 ,

Ich aber, sie ist 21 Jahre und topfit! Sie wird aber auch nicht geimpft, oder so. Zwar lebt sie bei einem Menschen, aber Gesundheitlich lebt sie wie ein Wildpferd.

Expertenantwort
von NanaHu, Community-Experte für Pferde, 15

Jedem das seine. Der Trand Pferde möglichst früh zu arbeiten (Sei es Physisch oder Psychisch) setzt sich leider immer mehr durch.

Ich bin der Meinung das man Kindern ihre Kindheit lassen sollte. Einmal Fohlen ABC bei bringen und dann ab auf die Koppel bis sie 3 1/2 oder 4 sind.
(Und dann kann mal mal gucken ob die Tiere schon weit genug sind, dass man mit ihnen arbeiten kann, oder ob sie noch Zeit brauchen.)

[Mein Pferd durfte seine Kindheit genießen und mit anderen Jungpferden über die Wiede toben. Ich hatte weder mit den ersten Führtrainings, noch mit Anbinden, Anlongieren, dem ertsen satteln, noch dem ersten Mal Reitergewicht Probleme. - Mein Hü ist kopfklar, neugierig und unerschrocken.]

Man muss nicht mit so einem jungen Pferd anfangen zu arbeiten. Es ist letzten endes egal ob du anfängst mit einem 2 jährigen zu arbeiten oder mit einem 3 1/2 jährigen. Die jungen sind meist noch gar nicht so aufnahmefähig und 5 jährig sind sie dann sowieso wieder fast alle auf dem gleichen Ausbildungsstand.

Kommentar von Amira2013 ,

Ich will wissen ob es ihm schadet, wenn man sich auf ihn setzt.

Kommentar von NanaHu ,

Wie ich in meiner Antwort bereits geschreiben habe, muss man gucken in wie weit ein junges Pferd physisch und psychisch entwickelt ist. (Die meisten Pferde sind mit 2 vom Wachstum her noch nicht so weit um Reitergewicht tragen zu können. Bevor man das erste mal Gewicht auf den Pferderücken bringt, sollte man das Pferd so weit antrainiert haben, dass es dem Reitergewicht auch gewachsen ist.

Genau festlegen ab wann man junge Pferde das erste mal belasten sollte kann man nicht, denn jedes Pferd ist individuell (individuelle Entwicklung = individuelles Lernen).

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 64

es gibt keine pferdeflüsterer.

aber es gibt welche, die zuhören können, wenn das pferd flüstert.

diese hinlegeübungen mit draufsetzen oder drauflegen macht man nur mit sehr selbstbewussten pferden. ein "normalpferd" leidet todesangst bei dieser übung.

Kommentar von Amira2013 ,

Man sieht in seinem Gesicht, dass er es nicht hasst, sondern mag! Er wird belohnt, gestreichelt und liegt dabei auch noch bequem.

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