Frage von haybae, 136

Ist es ok wenn man nicht Homosexualität/Transexualität akzeptiert?

Ich finde es völlig ok, und es ist mir egal wenn manche nicht Homosexualität/Transexualität akzeptieren, solange sie nicht gewalttätig werden. :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lestigter, 39

JA - Denn die Meinungsfreiheit funktioniert in beide Richtungen

Man muss nicht alles gut finden müssen!

Antwort
von ilknau, 37

Jedem seine Meinung!

Mir ist egal, wie jemand sexuell ausgerichtet ist, denn ich muss nur mit ihm als Mensch, nicht als Partner auskommen, zählt allein der Charakter.

Ich habe auf Job ein lesbisches Ehepaar und das sind echt liebe Damen, immer für einen Spaß zu haben, für die es reines, wunderbares Glück ist beeinander zu sein, denn sie sind gleichzeitig beide taubstumm, lG.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Sexualitaet, 39

Servus haybae,

Meiner Meinung nach ist das nicht okay, wenn jemand Homosexualität / Transsexualität nicht akzeptiert.

Akzeptieren bedeutet nicht, dass du etwas "gut" finden musst - Akzeptieren bedeutet schlicht und ergreifend, dass du es hinnimmst, dass es solche Spielarten der Sexualität gibt.

Zwischen "tolerieren" und "akzeptieren" besteht nur ein kleiner Unterschied - akzeptieren ist bewusstes tolerieren, da ich das, was ich toleriere, akzeptiert habe :D

Wenn man es nicht hinnehmen kann, dass es homosexuelle und transsexuelle Menschen gibt, dann widerspricht das unserer Grundordnung - und das ist meiner Meinung nach eine ziemlich bedenkliche Einstellung.

Ich akzeptiere selbst auch sehr Vieles, was nicht meiner Meinung entspricht, auch wenn es sich um "Minderheiten" handelt (bspw. fundamentalistische Christen oder Muslime, die AfD, ...) - das einzige, was ich nicht akzeptiere, sind Sachen, die gegen unsere Grundordnung gehen.

Die Haltung "Homosexualität ist unnatürlich" akzeptiere ich  - die Haltung "Homosexuelle sollten ihre Sexualität in Deutschland nicht ausleben dürfen!!" dagegen nicht, da es gegen unsere freiheitliche Grundordnung verstößt.

Das ist in etwa wie die Tatsache, dass man Intoleranz nicht tolerieren muss :)

Kurzum: Es gibt Homosexualität und Transsexualität einfach - wenn man das nicht akzeptieren kann (und nicht akzeptieren kann, dass es ein normaler Teil unserer Gesellscahft ist, was es ja inzwischen ist :D), dann verhält man sich einfach engstirnig :)



Lg

Kommentar von haybae ,

Warum wäre das nicht ok, solange sie keine Gewalt anwenden und niemanden beleidigen? Ich bin homosexuell und es stört mich überhaupt nicht wenn jemand mich aufgrund meiner Homosexualität nicht mag. Alle sollten berechtig sein, ihre Meinung auszusdrücken. Ich finde es schlimm, wenn man die Meinung der anderen nicht akzeptieren kann.

Kommentar von Brainus ,

es geht nicht um mögen oder gut finden. Kein(e) Homosexuelle(r) oder Transsexuelle(r) kann etwas daran ändern, wie er/sie ist, daher solltest du sie einfach akzeptieren. Genauso wie du das Wetter akzeptierst, ob du es gut findest oder nicht.

Du schreibst, du findest es schlimm, wenn jemanden die Meinung eines anderen nicht akzeptiert. Meinung kann man beeinflussen, ändern etc., wie jemand sexuell ausgerichtet ist kann er nicht ändern. Daher ist es unfair, wenn du das nicht akzeptierst.

Antwort
von sangreazul, 13

Wenn es um die Meinung geht (unabhängig von der Rationalität der Argumentation), finde ich, dass ich keine Berechtigung habe, diese beeinflussen zu wollen.

Bei dem Teil 'solange sie nicht gewalttätig werden' finde ich es wichtig zu definieren, was Gewalt bedeutet. Selbstverständlich ist ein Fausthieb gewalttätig, doch sind es nicht schon ein Anschreien oder abfällige Bemerkungen? Benachteiligungen? Gesten und Gesichtsausdrücke (die beispielsweise Ablehnung oder Ekel ausdrücken)? Hierbei ließe sich auch argumentieren, dass die Reduzierung einer Person auf ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität eine Benachteiligung ist, durch die der/dem Betroffenen durchaus ein Nachteil entstehen kann (indem der Zugang zu Menschengruppen oder Orten verwehrt wird beispielsweise).

Allgemein finde ich die Auffassung 'Ich kann Homosexuelle und Transsexuelle auf alle Arten ablehnen, solange ich sie nicht schlage' doch eher schwierig. Schließlich sollte allgemein bekannt sein, dass andere Formen der Gewalt (Mobbing, Ausgrenzung, Schikane, Meidung etc) nicht weniger schädlich sind.

Also: Einer Person ist es selbstverständlich freigestellt, ob sie Homosexualität oder Transsexualität akzeptiert oder nicht. Diese Person sollte jedoch mit Gegenwind aus der Richtung der Menschen, die angeblich alles toll finden, und ggf. auch mit negativen Reaktionen der Betroffenen, wenn diese sich beispielsweise durch Äußerungen beleidigt fühlen und das zur Anzeige bringen.

Antwort
von Schwoaze, 59

Du kannst ja niemanden zwingen, Homo-/Transsexualität zu akzeptieren.   Von daher kann man es ja nur einfach so nehmen, wie es ist. - Wie Du anführst: solange sie nicht gewalttätig werden.

Insgesamt aber ist die Akzeptanz in der Bevölkerung sehr viel größer geworden. Und DAS ist auf jeden Fall ok.

Antwort
von TechnikSpezi, 41

Ich möchte meine Meinung hier gar nicht Kund tun.

Was ich dir aber versichern kann, ist, dass du dabei auf viel Kritik stoßen wirst. Ich kenne genug Personen, die die Homosexualität anderer Personen nicht akzeptieren.

Diese Liste von Personen wächst rasant an, wenn man die eigenen Kinder dazu nimmt. Klar kann das ein großer Schock sein, wenn man erfährt, dass das eigene Kind homosexuell ist. Allerdings ist es meistens auch durch die Religion bedingt, dass die Eltern das gar nicht akzeptieren würden.

Das ist wie selbst so Videos wie der "Gay Prank" von Mert Matan, wo der Vater völlig ausrastet. Auch ich habe von meiner christlichen Mutter sehr oft gehört, wie sie reagieren würde, wenn ich homosexuell wäre. Kurz gesagt: Sätze wie "Du brauchst nie wieder in mein Haus kommen" sind dabei Standard, auch wenn sie oft eher etwas lustig gemeint sind.
Die Position macht sie damit trotzdem komplett klar, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie im Ernstfall natürlich nicht einfach aufgrund der Sexualität ihr Kind komplett "abschieben" würde.

In der öffentlichkeit bekommst du mit einer homophoben Einstellung fast immer nur Kritik ab, das kann ich dir versichern. Ein Lehrer an meiner Schule ist unter anderem homophob und er redet auch ganz offen darüber, was er dann für Erfahrungen macht. Das ganze Endete bereits mit Eiern auf seinem Auto und an seinem Haus, wobei da auch andere rasistische Äußerungen für verantwortlich sind. Aber wie schon gesagt, auf positive Antworten wirst du damit fast nie stoßen.

Kommentar von MP1293 ,

Bei deinem Lehrer sieht man sehr gut, dass er ein Mensch ist, der zu seiner Meinung steht.

Sie mag zwar nicht gesellschaftlich in Ordnung sein, jedoch ändert er seine Meinung nicht, weil alle anderen anders als er denken. Er steht dazu, was er denkt und versteckt sich nicht.

Kommentar von TechnikSpezi ,

Das stimmt auch, und ich finde es ebenso eigentlich gut, auch wenn ich seine Meinungen selten vertreten kann.

Ich merke das vor allem bei den Thema Flüchtlinge immer wieder. In meinem Umfeld und der Stufe sind sehr sehr viele, eigentlich der Großteil dagegen bzw. sagen, dass es zu viele sind. Zwischenzeitlich waren bei mir in der Stadt alle Sporthallen voll und selbst beim Fußball konnten wir in der eigentlichen  Winterpause nicht in der Halle trainieren und mussten eine komplette Pause einlegen. An meiner Schule gibt es mehrere sogenannte "Willkommensklassen" mit Flüchtlingen.

Wenn du jemanden einfach fragst, was er dazu sagt, kommt niemals was schlechtes, wenn andere zuhören. Wir haben selbst damals in der 9. Klasse im Politik-Unterricht einen Tag an unserer Schule gehabt, wo Flüchtlinge und auch Mitarbeiter vom Asylamt und der Bürgermeister anwesend waren.

Denkst du, irgendjemand hat was negatives über die Flüchtlinge gesagt? Nein.

Kaum einen Tag später laufe ich wie jeden Tag mit 2 Leuten aus meiner Stufe bzw. damals Klasse zur Schule und direkt geht es los. Nur negatives, das sind zu viele, die ziehen unser ganzes Geld ab... so ist das fast immer.

Keiner traut sich heutzutage mehr seine ehrliche Meinung zu sagen, weil man damit nur auf Kritik stößt.

Der Lehrer, von dem ich bereits sprach, hat da einmal eine Aussage im Physik-Unterricht gemacht, die ich bis heute nicht vergessen möchte:

"Wir leben in einer Volksdiktatur. Kein Erdogan wird dich in Deutschland zensieren können. Aber wenn du einmal anders denkst als das Deutsche Volk und dies in die Runde bringst, dann wirst du vom Volk wie in einer Diktatur abgeschoben und nur verspottet".

Und auch wenn er meiner Meinung nach oft viel Müll erzählt, stimmte diese Aussage meiner Meinung nach komplett.

Aber nochmal zu deinem Kommentar:

Man muss dazu sagen, der Lehrer übertreibt wirklich komplett. Ein Mädchen aus der Schule, die nun das Abitur auch hat, hat damals, ca. vor 2 Jahren, wo Irland die Homoehe diskutiert und erlaubt hat ebenso ihre Meinung vertreten, und das nur sehr zart. Zu dem Zeitpunkt wurde das Thema ja in ganz Europa häftig diskutiert und auch Merkel hat sich damals dazu geäußert.

Das Mädchen, welches wie gesagt eine Schülerin war, hat dann ein Bild von 1Live auf Facebook geteilt. Auf diesem Bild stand neben dem 1Live Logo:

"Gründe Gegen die Homoehe

1. ehm

2. Mmmh

3. Puhh"

Sprich, 1Live wollte klar machen: Es gibt keine Gründe dagegen.

Dieses Bild teilte sie und somit vertritt sie natürlich auch die Meinung.

Dann kam eine der heftigsten Aktionen die ich je erlebt hat. Der Lehrer hat mit seinem Facebook Profil wo im Namen auch der Kürzel der Schule und das Wort "Lehrer" enthalten war, kommentiert und mehrere riesige Texte gegen die Homoehe geschrieben. Wie viele schon wussten, hat sie dann auch nocheinmal drunter geschrieben, dass sie selbst von 2 Müttern aufgezogen wurde.

Spätestens dort hätte jeder "normale" Mensch aufgehört etwas dagegen zu schreiben. Nein, der Lehrer nicht. Er redete weiter dass nur Frau und Mann passen und alles andere nicht geht.

Nochmal 1 Jahr später postete er unter genau den selben Post  einen Artikel von irgendeiner Zeitung die niemand kennt mit dem folgenden Titel:

"Kinder in Homoehen sind benachteiligt - der Beweis".

Sowas ist einfach nur unter aller sau.

Dort standen teilweise Sachen drin, dass die Kinder an Depressionen und mangelnder Entwicklung leiden können, und das direkt unter dem Post einer Schülerin, auf die genau das mit der Homoehe bzw. den 2 Müttern zutrifft.

Antwort
von mychrissie, 11

Wenn jemand gegenüber Homosexuellen ein ungutes Gefühl hegt, ist das seine Sache, zudem er für seine Gefühle ja nichts kann. Wenn er daraus aber das Recht ableitet, Homosexuelle zu beleidigen, verächtlich zu machen oder gar anzugreifen, dann ist das verwerflich.

Übrigens: Es gibt ein sicheres Mittel, seine Vorurteile abzubauen, nämlich Schwule in seinem Freundeskreis zu haben. Da merkt man dann schnell, dass sie meist sensibler, kreativer und empathischer sind als Machos. Auch sich den Film "Ein Käfig voller Narren" anzusehen, hilft, die vorurteilsbelastete Sichtweise abzubauen.

Und noch was: Es geht doch niemaden etwas an, was die hinter verschlossenen Schlafzimmertüren treiben. Und es zwingt einen auch niemand, daran teilzunehmen.

Antwort
von LordofDarkness, 41

Die meisten Menschen, die "Probleme" mit Homosexuellen haben, kennen vermutlich nicht eine einzige Person, die sich selbst als Homosexuell bezeichnet. Das ist wie früher mit den Juden: jeder hat nur nachgeplappert, was schon Oma & Opa einem erzählt haben. "Die sind geldgierig", "Die passen nicht zu uns", "Das sind Betrüger", ect... Aber eigene Eindrücke sammeln? Das war 99% der Menschen dann doch zu anstrengend.

Natürlich steht es jedem frei, eine Meinung zu haben, die dem aktuellen gesellschaftlichen Konsens widerspricht. Sofern man diese Meinung aber öffentlich hinausposaunt, muss man mit Gegenwind rechnen. Auch das gehört nämlich zur Meinungsfreiheit: das Recht, anderen Meinungen Widerspruch entgegenzubringen.

Antwort
von Joeng, 36

Es ist ihnen freigestellt, was sie akzeptieren und was nicht. Vermutlich ist es ihnen nicht bewusst, dass sie nichts besseres sind, nur weil sie heterosexuell sind.

Antwort
von mrdartwork, 85

Ich finde es durchaus schlimm, dass man die Sexualität anderer Menschen nicht akzeptiert/respektiert. Dein solange sie nicht gewalttätig werden kannst dir schenken. Die meisten Menschen, die öffentlich gegen Homosexualität sind, sind nun mal beleidigend und somit 'gewalttätig' - denn verbale Gewalt ist auch nicht ohne! Worte verletzen meist mehr als Schläge.  

Kommentar von haybae ,

Ich finde es genauso schlimm wenn man nicht seine ehrliche Meinung sagen kann und alles "politisch korrekt" sein muss. Z.B. ist es mir egal wenn jemand mir sagt dass Homosexualität unnatürlich ist. Das ist einfach nur eine persönliche Meinung und es stört mich überhaupt nicht wenn jemand Homosexualität nicht mag.

Antwort
von MP1293, 34

Natürlich ist das in Ordnung. Wenn man etwas nicht richtig findet, dann ist das eben so. Man kann niemanden dazu zwingen, etwas zu akzeptieren, was er nicht in Ordnung findet.

Ich selbst finde Homosexualität/Transsexualität und das ganze Zeug da nicht richtig. Diese Meinung kann mir niemand nehmen. Diese Sexualitäten werde ich nie akzeptieren, finde mich aber damit ab, dass es sie gibt und werde diesen Leuten niemals ihre Lebensart ausreden. Denn sie haben ihren Lebensweg und ich habe meinen Lebensweg.

Solange man anderen Leuten nichts aufzwingt und sie unterdrückt, ist doch alles in Ordnung.


Letztens habe ich viel mit einer Person diskutiert und irgendwann hat er mir gesagt, dass er schwul ist und dazu noch etwas gesagt. Diese Aussage habe ich ignoriert und habe ganz normal über das eigentliche Thema geredet.

Mich hat seine Aussage nicht interessiert, habe ihn danach aber auch nicht einfach sitzenlassen. Denn das ist unhöflich.

Antwort
von Matzesmaus, 16

Mir ist es völlig egal, ob jemand nun hetero, homo oder transsexuell ist. Soll doch jeder auf seine Art glücklich werden.

Antwort
von alexx183487, 69

Schwieriges Thema, für mich ist es unverständlich so etwas nicht verstehen zu könne und es ist fast immer von schlechten Einflüssen verschuldet.

Akzeptieren kann ich es nie bedinungslos, jedoch stört es mich nicht mehr wenn ich nicht mit deren Meinung konfrontiert werde, oder eben wie du schon erwähnt hast Gewalt angewendet wird.

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