Heute hat mir eine Kollegin, die halbtags bei uns arbeitet, gesagt, dass sie keine Ahnung hat, wie viel ihr Mann verdient. Sie hat also keinen Plan, wie sie finanziell dastehen und ist damit nicht gerade glücklich. Sollte sie ihn mal ganz konkret darauf ansprechen oder was meint Ihr?

In einer funktionierenden Beziehung gibt es keine Geheimnisse voreinander. Auch nicht im finanziellen Bereich. Beide Partner müssen doch wissen, wie viel Geld zur Verfügung steht.
Komische Beziehung, wenn der Mann seinen Verdienst verschweigt.....

nein, das ist nicht o.k. - was ist denn das für eine Ehe - tiefstes Mittelalter???

Das ist ja sowas von völlig daneben. Das muss man unbedingt wissen, weil man ja beide für evtl. Schulden haftet und sehen muss wie man mit dem Geld auskommt, oder ob man Zukunftspläne machen darf. Man muss schon wissen, was Sache ist, oder gleich Gütertrennung vereinbaren und nur ein gemeinsames Konto für die monatlichen Kosten haben. Anders geht es nicht.

nun ob es ok ist, liegt ganz bei ihr. Zwar finde ich schon, daß man in einer Ehe so etwas nicht verheimlichen sollte, aber man kann den Mann ja nicht zwingen, daß er es ihr verrät. Und wenn sie sich damit zufrieden gibt, dann kann es dir doch egal sein. Übrigens spätestens wenn sie die Steuererklärung mit unterschreibt, sollte sie aber mal einen Blick drüber werfen!

Das verstehe ich absolut nicht muss ja eine glänzende Beziehung sein.

Das muß ja eine super Ehe sein! Oder vielleicht wollte sie es Dir auch bloß nicht sagen? Ich würde wissen wollen, was mein Mann verdient und ich habe es auch immer gewußt.

Ich finde, als Eheleute sollte man einander vertrauen und das ruhig wissen...

was ist das für eine partnerschaft wenn der eine nicht weiß was der andere verdient?

Das finde ich so "schräg", dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man ein solches Gespräch auch nur beginnt - da würde ich die ganze Beziehung hinterfragen!

Ich finde das auch nicht ok und kann mir auch gar nicht vorstellen, dass es sowas gibt. Wie läuft denn da der Alltag ab ? Man muss doch wissen, wieviel man zur Verfügung hat bzw. was man sich leisten/gönnen kann. Klingt ja fast irgendwie nach Sekte.

Eine Ehe sollte heutzutage eine gleichberechtigte Angelegenheit sein. Dazu gehört auch das Wissen um alle Einkünfte. Darüber wird auch gemeinsam Entschieden was gemacht wird. Außerdem erhält bei uns jeder sein Taschengeld, mit dem er machen kann was er will und keine Rechenschaft darüber abgeben muss. Meine Meinung.
er verdient GELD oder nicht :-) nee im Ernst er sollte es sagen oder er MUSS es sagen meinte ich was soll denn das..

Das zeugt ja von Vertrauen in der Beziehung deiner Kollegin meine Frau weis was ich Bekomme (Verdienen tue ich mehr !!!)
Pestopappa am 28. Mai 2008 21:53 dh

Lebt deine Kollegin mit ihrem Mann nicht in einer Bedarfsgemeinschaft? Nach Wikipedia liegt dem Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft
"die Prämisse zu Grunde, dass Personen, die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander haben und die in einem gemeinsamen Haushalt leben, sich in Notlagen gegenseitig materiell unterstützen und ihren Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken. Daraus wird gefolgert, dass Angehörige einer solchen Bedarfsgemeinschaft weniger sozialstaatliche Hilfe benötigen als Personen, die nicht in einer solchen Gemeinschaft leben."
Daraus folgt doch direkt, dass beide Partner schon aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen über die gegenseitigen Einnahmen und Ausgaben informiert sind, oder?

Ich habe da kein Problem mit, meiner Frau zu sagen, was ich verdiene! Nur interessiert es sie eigentlich gar nicht!
Das ist nicht in Ordnung. Das muss eine von tiefem Mißtrauen geprägte Bindung sein.
Eine Ehe ist eine Lebens- und Wirtschaftsgemeischaft. Das ist anders, als nur so zusammenwohnen. Hier hat der Partner das gesetzliche Recht und die Pflicht auf eine gemeinschaftliche Haushaltsführung. Formell ist das Verweigern der Bekanntgabe des eigenen Gehaltes somit ein Scheidungsgrund. Hier klaffen die Vorstellung über Ehe zwischen Gesetz und Eigennutz sehr stark auseinander. Dieser Ehemann kann von der Frau durch das Gericht zur Offenlegung seines Verdienstes gezwungen werden. Wenn danach die Ehe noch besteht, hat er vielleicht wirklich was gelernt.

Tschuldigung...eine Frage ...Ist das eine Ehe oder nur eine Zwecksgemeinschaft? Würde mich von so einem Partner trennen. Oder sind Sie so verschwenderisch mit dem Geld? Denn in einer Ehe gehört eine offene klare Beziehung in allen lebensbereichen zueinander zu haben. PS.: Spätestens bei der Scheidung wissen Sie was er Verdient!!!!!!
Oder auch nicht - viele Verdienste bestehen aus Grundgehalt + erfolgsabhängigen Zahlungen + Spesen etc. Wer hat das wirklich vollen Einblick? Mein Mann könnte wenn er wollte etwa 30% seiner Einkönfte (auch vor dem Gericht) verschweigen ...
Oder auch nicht - viele Verdienste bestehen aus Grundgehalt + erfolgsabhängigen Zahlungen + Spesen etc. Wer hat das wirklich vollen Einblick? Mein Mann könnte wenn er wollte etwa 30% seiner Einkönfte (auch vor dem Gericht) verschweigen ...
Ist ziemlich daneben. aber das es dich nicht betrifft würde ich diese Sache deiner Freundin überlassen. Sie soll sich wehren oder nicht, wenn es nicht schon zu spät ist.

nein, dadurch macht er sich verdächtig ein zuhälter zu sein, ich schlage vor ihm die beine zu brechen