Frage von italie2015, 29

Ist es oft der Fall, dass es erst gar nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommt sondern die Strafe direkt bestimmt wird (Geldstrafe/Bewährung etc..)?

wie oft kommt sowas vor? vor allem, wenn der Angeklagte alles zugegeben hat (es geht hier nicht um was schweres, körperverletzung oder so)?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von uni1234, 6

Hey. Das von Dir beschriebene Verfahren nennt sich Strafbefehl. Dieser ist vergleichbar mit dem Mahnbescheid im Zivilrecht: Erhebt man keinen Einspruch innerhalb von zwei Wochen, dann wird der Bescheid rechtskräftig.

Ein Strafbefehl kommt in der Praxis relativ häufig vor. Er eignet sich insbesondere für Fälle geringer Kriminalität, in denen eine Geldstrafe oder (unter bestimmten Umständen) eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr auf Bewährung beantragt wird.

Antwort
von Giustolisi, 13

Oft kommt es nicht zu einer Verhandlung. Man bekommt in solchen Fällen Post und kann Einspruch einlegen, dann kommt es zu einer Verhandlung. Tut man das nicht, akzeptiert man die Entscheidung einfach und eine Verhandlung erübrigt sich.
Bei welchen Straftaten das so gehandhabt wird, weiß ich aber auch nicht. Geht es um mehr als eine Geldbuße, oder sind die Umstände nicht vollkommen klar, kommt es zu einer Verhandlung. Bei Vorstrafen ist das auch meist der Fall.

Antwort
von kleinknarf, 13

Besonders bei "klaren und minderschweren Fällen" wird durch die Gerichte ein sogenannter Strafbefehl ausgefertigt. Dies dient dazu die Gerichte zu entlasten und die Kosten niedrig zu halten.

Allerdings muss der Beschuldigte damit einverstanden sein.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten