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Ist es nun gut oder schlecht für Kinder, schon früh in eine Krippe zu kommen?

gefragt von chicachicaletta am 09.01.2008 um 20:01 Uhr

Meine Schwester hat eine eineinhalbjährige Tochter, für die sie einen Krippenplatz für sechs Stunden täglich fand, der es ihr ermöglicht, wieder ein wenig zu arbeiten und den Anschluss nicht zu verpassen. In ihrem Umfeld erfährt sie sehr gemischte (und emotionale!!) Reaktionen darauf, was sie natürlich nicht kalt lässt. Gibt es denn nun irgendwelche Erkenntnisse, ob es gut oder schädlich für Kinder ist, wenn sie früh in eine Krippe kommen?


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valvetvipe
beantwortet von valvetvipe am 9. Januar 2008 20:07
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schädlich ist es wenn die eltern sich keine zeit für das kind nehmen. man kann halbtags arbeiten und trotzdem für sein kind da sein. bedenklich finde ich ein ganztages-kindergarten oder wie heute schon bei gf eine 24std-kita. es kommt auch auf das kind an, bei meiner großen konnte ich problemlos arbeiten gehen als sie ein jahr alt war, bei meiner kleinen tochter könnte ich mir das nicht vorstellen, da sie ein absolutes "mama-kind" ist.


wuschel55
beantwortet von wuschel55 am 9. Januar 2008 20:15
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Gerade die ersten drei Jahre eines Kindes sind sehr wichtig für seine Entwicklung. Und dazu braucht es die Mutter! Hat sie es so nötig zu arbeiten, dass sie das außer acht läßt? Denn wenn sie von der Arbeit kommt ist wieder der Haushalt und das Kochen soooo wichtig - wo bleibt dabei die Zeit für das Kind?

Kommentar von PennyLane66 am 9. Januar 2008 20:25

Natürlich beim Vater, oder?

Kommentar von 45dcda7a1372d7d22767ae513f3e28b8smallwuschel55 am 10. Januar 2008 18:47

Klar braucht es den Vater auch, aber die Mutter noch mehr. Sehe ich ständig bei unseren Enkeln und bei meinem Großnichtchen auch! Und da sind die Mütter zu Hause!

Kommentar von Nordfriesin am 10. Januar 2008 19:41

Ich fing an halbtags zu arbeiten als mein Sohn 1,5 Jahre alt war und mein Sohn ging von 8.30 bis 14.30 in die Krippe. Er hat dort seinen Mittagsschlaf gemacht und er war fit für unsere gemeinsame Zeit. Da er Mittags in der Krippe (frisch gekocht vom Hauskoch) Mittagessen hatte, gab es bei uns meist Abendbrot mit Schwarzbrot Salat (oder ähnliches) das ging schnell und war unkompliziert. Dann noch unser Abendritual und Kuscheln. Geputzt habe ich Mittwoch Vormittags (da hatte ich frei) und Samstags Vormittags. Als alleinerziehende Mama nicht einfach alles geregelt zu kriegen aber für mich war meine Arbeit DIE Rettung!!! Vorher war ich unzufrieden alleine zu hause zu sein und keiner hat mir für meine Mühen zu Hause gedankt. Bei der Arbeit habe ich dann wieder das Gefühl gehabt gebraucht zu werden. Das war für mich wichtig um nicht als frustrierte überforderte Hausfrau und Mutter zu enden. Da ich mich durch meine Berufstätigkeit viel besser fühle geht es auch meinem Kind besser. Mit einer frustrierten Mutter hat er auch nicht wirklich eine glückliche Kindheit!

Die Nachmittagstunden habe ich intensiv NUR FÜR und MIT meinem Sohn verbracht. Und das ist Heute noch so! Im herbst 2007 habe ich mal 1 Monat Ganztags auf Probe gearbeitet! Das ging gar nicht! Davon würde ich JEDER MUTTER abraten denn dann "zahlen" die Kleinen definitiv!

Also ich muß sagen: Ich verbringe sicher mehr intensive Zeit mit meinem Sohn als so manche Mutter die nicht arbeitet!!!

Kommentar von 45dcda7a1372d7d22767ae513f3e28b8smallwuschel55 am 10. Januar 2008 19:47

Finde ich toll, wie du das organisiert hast, alle Achtung. Nur wenn man sich für ein Kind entscheidet, sollte man auch dafür dasein können, aber da sind leider Gottes viele Frauen überfordert und bekommen das nicht so gut geregelt wie du jetzt! Und auch nicht jede Krippe ist so gut geführt, wie die, in die dein Sohn geht!


♥ Sender
beantwortet von ♥ Sender am 9. Januar 2008 20:11
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ja, es gibt Erkenntnisse, die aussagen, dass es nicht schadet, wenn die Kindertagesstätte qualifizierte Mitarbeiter hat.


anonym
beantwortet von kirsten am 9. Januar 2008 20:13
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Also, ich als angehende Erzieherin finde es gut. Weil das Kind in dem Alter schon lernt, Sozialkompetenzen zu entwickeln. Es hat Kontakte zu anderen Kindern, lernt Dinge, die man jetzt nicht unbedingt zu Hause anbietet oder anbieten kann, es lernt, sich in eine Gruppe einzufügen, es entwickelt auch (muss man auch mal sehen) eine Immunabwehr gegen bestimmte Bakterien...Es spricht vieles dafür. Wie ist es denn mit der Trennung? Hat es Trennungsschmerz? Geht es gerne hin? Eine Mutter merkt, wenn es dem Kind nicht gut geht, und solange es dem Kind dort gefällt und es gern hingeht, ist das ok. Und 6 Std ist ja nicht so lange, da hat es ja nachmittags noch viel Zeit mit der Mama. Ich denke, die ältere Generation findet das nicht so gut. Früher war halt alles anders und die Angebote in einer Einrichtung haben sich im Laufe der Jahre stark verbessert und total geändert. vg und alles gute

Kommentar von Nordfriesin am 10. Januar 2008 19:43

ich bin auch berufstätige Erzieherin (aber auch Hausfrau udn Mutter) und sehe es ähnlich wie Du AAABER es gibt auch imemr Nachteile! Egal wie man es macht!

Kommentar von kirsten am 11. Januar 2008 15:46

Ja, das stimmt wohl. Ich habe auch ein Kind und manchmal das Gefühl, er kommt zu kurz. Aber da es ihm im Kiga gut geht, ist es halb so schlimm und zu Hause nutzen wir unsere Zeit intensiver.Aber alles hat Vor - und Nachteile. Da hast du recht.


Mathias Münch
beantwortet von Mathias Münch am 9. Januar 2008 20:14
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Das ist eine der am heißesten diskutierten Fragen, bei der die Ideologien eine große Rolle spielen. Ob man/frau mit dem Kind jahrelang zu Hause bleibt oder es früh in eine Kita gibt, die Lösung ist m.E. die richtige, mit der sich die Eltern und das Kind wohl fühlen.

Ich kann nur meine sehr positive Erfahrung kundgeben: Meine Tochter (3) hat vom ersten Tag an eine feste Bezugsperson, die sie sehr mag und von der sie liebevoll und kompetent behandelt wird. Sie hat sicher schneller sprechen gelernt, ist schneller sauber geworden und ist sicherer im Umgang mit anderen Kindern und in größeren Gruppen, als wenn sie allein bei der Mutter aufgewachsen wäre. Sie liebt es, morgens ihre Mädchen-Clique zu treffen und erzählt ständig davon, welche Lieder und Tänze usw. sie neu gelernt und was sie schönes gemacht und gebastelt haben.

Es mag vielleicht auch andere Kitas geben, aber generell kann eine Kita nicht schlecht sein. Eine Situation, in der die Mutter zu Hause gelangweilt ist und Angst hat im Job den Anschluss zu verlieren, dürfte m.E. auch für das Kind nicht das beste sein.





anonym
beantwortet von gantenbein am 10. Januar 2008 09:33
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Bindung ist für Kinder das wichtigste!

Mama und Papa machen ihren Job und was dann?! Qualifiziertes Personal- eine enge Bindung zum Bezugsbetreuer/zur Bezugsbetreuerin und intensive Absprachen zwischen der/dem Betreuer/-in sind super wichtig bei einer Fremdbetreuung. Wenn das Tagesmutterkonzept für Eltern und Kind stimmig ist und Angebote vorhanden sind, wäre eine Tagesmutter oder ein Tagesvater zu bevorzugen. Siehe dazu auch Frau Becker-Stoll oder Herr Hartmut Kasten vom Staatsinstitut für Frühpädagogik München--> einfach mal googlen. Ich persönlich finde eine zwei Jahresbetreuung durch die Eltern schön, denn welches Zeichen vermitteln wir unseren Kindern andersrum: Job geht vor?! Kinder rund um das betroffene Kind sind sehr wichtig, da sind aber auch Kinder von Freunden, Nachbarn, Still- und Krabbelgruppen eine Möglichkeit. Bin selbst Mama von zwei Kindern, diese sind mittlerweile zwei und vier Jahre alt.


anonym
beantwortet von Nordfriesin am 10. Januar 2008 20:03
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Als ebersuftätige Erzieherin udn auch Mutter sehe ich es natürlich aus 2 Perpektiven.

Leider habe ich viele Fälle aus meienr 10 jährigen berufspraxis erlebt wo die Eltern ihre Kinder Morgens um 7 bringen und Nachmittags zur letzten Minute abholen. Solche kleinen Würmchen tun mir Leid. Auch wenn die Eltern studieren, selbständig sind oder sonst wie eingebunden sind!!! Ein kleiens Kind sollte nicht viel länger als 6 Std in fremdbetreuung sein. Innerhalb 6 Std. täglich ind er Krippe kann es viele Entwicklungsbereiche erweitern aber hat am Nachmittag noch immer einige Std. mit der Mama! Wichtig ist auch dass die Mutter hinter ihrer Entscheidung steht denn die Kinder spüren ein schlechtes Gewissen der Mutter!

Viele Eltern versuchen ihre Abwesenheit mit Grenzenlosigkeit zu hause zu kompensieren. Damit machen sie dem Kind jedoch das Leben härter als es ist! Wichtig ist es auch hier Regeln und Grenzen zu haben die auch einzuhalten sind!!!

Kommentar von Olaf68 am 11. Januar 2008 12:31

Unsere Tochter kam mit 14 Monaten in die Kita und ich sehe es genauso wie Du. Morgens in der Kita kommt sie mit anderen Kindern in Kontakt, kann sich austoben usw. Nachmittags und am Wochenende kümmern wir uns um sie. Ihr geht es sehr gut dabei. Das wichtigste ist und bleibt: Eltern müssen sich Zeit für ihre Kinder nehmen und sich um sie kümmern. Also mir machts auch Spaß!


Vanessaflorian
beantwortet von Vanessaflorian am 9. Januar 2008 21:36
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nein ein jahr ist ok da kann sie sich schneller an die kinder geh wöhnen sie macht das richtig




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Schadet es Kindern, wenn sie früh in den Hort müssen? Die Psychologin Lieselotte ahnert begann in den Krippen der DDR zu forschen. Heute ist sie als Fachfrau für frühkindliche Entwicklung international gefragt.

Oft passiert ihr das nicht, dass sie einen ganzen Tag lang nur über sich reden soll, dass sie die vergangenen Jahre herauskramt wie einen Taschenspiegel, um hineinzusehen und sich zu erinnern. Dabei redet Lieselotte Ahnert eigentlich sehr gern – und es ist eine Lust, ihr zuzuhören. Schauspielerin wollte sie mal werden und nicht Psychologin. Das ist lange her, aber ihr verborgenes Talent blitzt noch auf, wenn sie Menschen und Szenen lebendig werden lässt. Ohne Hilfsmittel. Nur mit ihren braunen Augen, ihrer sympathischen, festen Stimme und ein paar gut gesetzten Gesten.




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