Frage von Adsensio714, 16

Ist es normal, seinem Hund über Jahre hinterher zu trauern?

Hey Leute,

ich (w,18) sitze mal wieder weinend in meinem Zimmer.
Ich trauere meinem Hund hinterher, der am 24.11. seinen 4. Todestag hat..

Ich bin 14 Jahre mit ihm aufgewachsen, wir waren immer gleich alt und er war absolut immer meine Stütze. Als er dann vor 4 Jahren gestorben ist, ist meine Welt zusammengebrochen. Ich konnte mich nichteinmal richtig verabschieden...

Es tut so weh - jedes Jahr wenn dieser Tag kommt geht es mir so schlecht! Ich vermisse ihn so.. und ich weiß, dass es mir gut täte, wieder einen Hund zu haben. Nicht als Ersatz, aber wieder als treue Seele, weil ich weiß, wie gut mir das tut. Habe nach seinem Tod noch eine Wachhündin durchs Leben begleitet und einen Welpen groß gezogen, der in schweren Zeiten immer da war. Der zu mir kam, wenn ich geweint habe, und sich an mich gekuschelt hat.

Inzw gehe ich mit Hunden aus, verdiene etwas Geld dazu.. Aber das ist nicht dasselbe. Einen neuen Hund kann ich mir aus zeitlichen Gründen und wegen meinem Vater aktuell noch nicht wieder anschaffen..

Ist das normal, dass ich ihm solange hinterher trauer? Zwischendrin kann ich ganz normal über das Bild, das in meinem Zimmer hängt, reden. Aber ab und zu muss ich wirklich weinen und es tut mir so weh, dass er nicht mehr da ist, und ich nur so in seine Augen sehen kann...

Sollte ich zum Psychologen oder so etwas?
Ich weiß er würde nicht wollen, dass ich so weine, aber ich vermisse ihn mehr als alles andere in meinem Leben..

Adsensio714

Antwort
von BurjKhalifa, 8

Erstmal tut mir das natürlich sehr leid.

Aber wenn ich ehrlich bin ist das nicht normal, zumindest bei dir.

Das soll nicht heißen, dass es schlimm ist, sondern dass das bei dir halt so ist. Du bist damit kein Einzelfall, aber wie gesagt ist das doch was besonderes.

Ich würde einfach mit jemanden regelmäßig darüber reden, der dir dann auch wirklich helfen kann, also einen Psychologen.

Die Hilfe von einem Psychologen zu nehmen ist echt sehr wirkungsvoll und eigentlich auch was natürliches. Für sowas gibt es ihn ja.

Alles Gute!

Antwort
von pingu72, 6

Es ist verrückt wie sehr man ein Tier lieben kann, es gehört zur Familie und es tut unglaublich weh wenn es dann nicht mehr da ist. Das kennen viele. Ich würde dir raten das Bild erstmal abzunehmen bis du wirklich darüber hinweg bist, danach kannst du es wieder hinhängen und wirst nicht jedesmal so traurig. Denke nur an die schöne Zeit mit ihm (statt an die traurige ohne ihn), sei dankbar dass du ihn hattest. Mit der Zeit wird es leichter. 

Expertenantwort
von Buckykater, Community-Experte für Tiere, 7

Das ist durchaus normal. Es gibt ja auch Tierfriedhöfe zu denen die Menschen viele Jahre gehen ähnlich wie zu ihnen nahe stehenden Menschen.  Auch Hunde können umgekehrt einige Jahre um einen verstorbenen Besitzer trauern oder ihn Vermissen wenn er länger weg geht.  Manchmal weinen Hund lange am Grab ihres Herchens oder  Frauchens.  Auch kann ein Hund sich lange an einen Besitzer erinnern.  Es gibt ein Video in dem ein Soldat nach über 2 Jahren wieder nach Hause kommt.  Sein Hund flippt sogar nach der langen Zeit vor Freude aus.  Warum sollte man als Mensch nicht länger um ein Haustier trauern dürfen wie um einen geliebten Menschen auch. 

Antwort
von Gingeroni, 13

Ja ich glaub das ist ganz normal.
Ich trauer um jedes Tier das in meinem Leben war jedoch kann ich mich gut davon distanzieren. Aber an den ein oder anderen Hund denke ich heute noch sehr oft.

Antwort
von Julchen132002, 5

Hey, Ich bin 13 und mein Hund ist auch vor ca 4 Jahren gestorben... damit will ich nur sagen, ich kann dich verstehen und Trauer auch immer wieder hinter ihr her. Also es ist nicht schlimm sondern ganz normal. Also ich brauche keinen Psychologen aber wenn du meinst dass es dir damit vlt besser gehen würde dann kannst du es ja mal ausprobieren.

Antwort
von AnimeKathrin, 4

Hallo Adsensio 714

Ja es ist normal, ich musste mich auch schon von vielen Tieren wie von Hunden und Katzen verabschieden. Es ist sehr schlimm und ich weine auch oft aber man kann leider nichts machen. Mein Vater will auch keinen Hund.   Es tut mir leid für dich.

Ich hoffe das ich helfen konnte 

Antwort
von elisabetha0000, 2

Trauern ist normal, aber nicht 4 Jahre.

Die Trauer geht nicht von selbst weg, du mußt sie beenden.

Es gibt so viele Hunde in Tierheimen, die auf so einen lieben Menschen wie dich warten.

Solange du trauerst, kann kein Neubeginn stattfinden.

Wenn du das alleine nicht schaffst, solltest du wirklich einmal psychologische Hilfe annehmen!

Antwort
von Keana, 5

Es gibt ein Buch, vielleicht hilft Dir das weiter:

Diplom-Psychologin Claudia Pilatus, die auch das Buch "Es ist doch nur ein Hund - Trauern um Tiere" geschrieben hat

Antwort
von Raffilinchen, 3

Hi, das kann ich total verstehen. Wenn mein Hund nicht mehr da wäre wär ich auch richtig traurig.

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