Ist es normal Depression mit 22 Was nun?

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6 Antworten

Grundsätzlich gilt es festzustellen, ob du überhaupt Depressionen hast oder nicht. Zu Depressionen gehören mehr als die (ich nennte es jetzt mal) "Angst vor Kontrollverlust" und Suizidgedanken.

Damit es zu einer Diagnose Depression kommt, müssen bestimmt objektive Kriterien "erfüllt" werden. Diese sind im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. "Erfüllt sein" müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome.

Hauptsymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Stimmungseinengung bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Negative Zukunftsperspektive bzw. Hoffnungslosigkeit
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Veränderter Appetit
- Vermindertes Selbstwertgefühl und/oder Selbstvertrauen

Häufig sind auch weitere Symptome anzutreffen wie die Angst vor Kontrollverlust, Schuldgefühle, Depersonalisation/Derealisation etc.

Eine Selbstdiganose zu stellen ist jedoch nicht möglich. Meine Zeilen geben dir also eher einen Anhaltspunkt und sind auch nicht als Ferndiagnose zu werten.

Ob du nun Depressionen hast oder nicht, deine Gedanken sind sicher nicht "gesund". Bevor du dies bei deinen Liebsten ansprichst würde ich erst eine Fachperson (Psychiater/Psychologe) aufsuchen und mich um eine objektive Diagnose bemühen. Es ist auch einfacher der Familie mitzuteilen was man hat, wenn man weiss was es ist.

Du kannst auch zuerst zu deinem Hausarzt gehen, welcher dich anschliessend an eine Fachperson überweisst.

Das Alter spielt bei Depressionen übrigens keine Rolle, auch können Depressionen jeden treffen, egal wie gut sein Leben verläuft. Die meisten erkranken im frühen Erwachsenenalter an Depressionen, von dem her wärst du keine Ausnahme.

PS: Ich selbst habe schwere Depressionen (seit 5 Jahren) und habe manchmal auch Angst die Kontrolle zu verlieren. Jedoch habe ich auch mehrere der oben erwähnten Symptome.


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einfach mal zum hausarzt und mit dem darüber reden. er kann dich dann weiter verweisen an einen entsprechenden spezialisten. das alter spielt bei soetwas keine rolle. ich war genauso alt wie du als ich anfing zu realisieren dass etwas nicht stimmt und ich das mal therapieren sollte... zusammen mit einem psychologen kannst du vielleicht herausfinden, ob es eine ursache für diese gedanken gibt.

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Ansprechen ist wichtig. Du benötigst Hilfe eventuell auch h eine Entlastung durch Deine Familie die Dir Helfen kann damit Du durchatmen kannst und das Gefühl von Freude wieder bei Dir Einzug hält.Schlägt das nicht an, solltest Du Dir professionelle Hilfe besorgen.Das hilft nicht nur langfristig Dir sondern auch Deiner Familie.

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Depressionen sind eine Krankheit, die nicht immer einen sichtbaren oder unmittelbaren Auslöser braucht. Du solltest mit deiner Familie darüber reden, aber vor allem einen Arzt konsultieren, damit weitere Schritte eingeleitet werden. Das ganze ist nicht so unüberwindbar wie es oft scheint. Allen Beispielen, die ich persönlich kenne, geht es heute nach entsprechender Wahrnehmung und Behandlung des Problems bedeutend besser.

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Hallo,

Depressionen haben rein gar nichts damit zu tun, wie schlecht Du es im Leben hast. Viele Menschen sind hoch angesehen und erfolgreich und haben sie trotzdem.

Am besten, Du machst Dir einen Termin beim Therapeuten.

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Hi Danny

es ist wichtig, dass Du diese Gedanken bewusst wahrnimmst. Nur so kannst Du verhindern, dass sie sich zu einem "Monster" auswachsen, welches Dich bestimmt.

DU bist und bleibst AUTORITÄT über Deine Gedanken und Gefühle.

Lass Dir das nicht nehmen.

Schon gar nicht von solchen Gedanken oder von einer Krankheit namens Depression.

Und ja, hol Dir Hilfe, parallel dazu.

Alles Gute!

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