Frage von KolunjaxD, 47

Ist es normal, dass man wenig Geld verdient?

Hallo!

Ich bin 9. Klässler und informiere mich gerade über Berufe usw. Derzeit besuche ich eine Realschule in BaWü (zusammen/neben Bayern das anspruchsvollste Bundesland in Sachen Schulwesen) und habe 'nen Schnitt von ca. 2,5 (Kernfachnoten: 1 bis 3, 1 x 5 in Mathe :-/ )

Wenn man so schaut, dass Einstiegsgehalte in fast allen Branchen bei grob 1.500 bis 2.200 Euro liegen, fragte ich mich jetzt, ob das viel ist oder nicht. Vor allem dann, wenn die Armutsgrenze für Singles bei knapp 800€ Netto liegt...

Oder ist es wirkoch ein bisschen so: "Studium = Lifestyle, reich, Koks und Nutten; Ausbildung = Hartz IV, arm, Sozialamt und unintelligent"

LG :)

Antwort
von hertajess, 5

Deine Denkweise ist zu kurz. 

Du wirst jetzt den Realschulabschluss machen können. Danach eröffnen sich Dir die ersten vielen verschiedenen Möglichkeiten: 

Du kannst eine Ausbildung beginnen. Nach der Ausbildung hast Du den Gesellenbrief oder bist einfach ausgelernt. Mit manchem Gesellenbrief kannst Du auf die Walz gehen. In diesen drei Jahren wirst Du die Möglichkeit haben auf jeden Fall Europa kennen zu lernen, sehr viel praktische Erfahrung im Beruf zu sammeln. Das qualifiziert auf jeden Fall für den Meister. Mit dem Meisterbrief in der Tasche kannst Du studieren. 

Und wenn es eine abgeschlossene Berufsausbildung ist die nicht zum Gesellenbrief führt dann hast Du viele andere Möglichkeiten Dich zu qualifizieren und die Hochschulberechtigung zu erlangen.

Du kannst auch auf eine weiterführende Schule gehen von denen es verschiedene gibt. Ob Du dann gleich studierst oder erst praktische Erfahrungen sammelst liegt bei Dir. Die Wirtschaft bevorzugt zunehmend auch in Führungspositionen Menschen mit praktischer Erfahrung. Manches Großunternehmen und auch die ersten mittelständischen Unternehmen fördern entsprechend von Anfang an. 

Du fängst also in der Regel erst mal als ausgebildete Kraft ohne Berufserfahrung an. Je mehr Berufserfahrung, je mehr Weiter- und Fortbildung, je höher kann das Gehalt ausfallen. 

Ausgeblendet wird in unserer Gesellschaft ständig der hohe Wert von Sprachkenntnissen. Je mehr Sprachen Du beherrschst je höher wird auch schon das Einstiegsgehalt ausfallen. Für manches Studium ist es notwendig mindestens dreisprachig zu sein. 

Es ist auch falsch dass ein Studium automatisch zu einem Arbeitsplatz führt. Viele Studierte finden seit Jahrzehnten nur unbezahlte Praktika. Sie arbeiten also wie eine Vollzeitkraft ohne Bezahlung. Die Arbeitsämter fördern diese Form der Ausbeutung und des Betrugs an die Gesellschaft. Betrug an die Gesellschaft da ja nur von Lohn Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden können. 

Antwort
von Finchenswelt, 20

Naja je nach Ausbildung ist 1200€ schon viel und muss erstmal verdient werden.

Studium= reich? Vergiss es, es gibt viele arbeitslose Akademiker

Kommentar von KolunjaxD ,

1.200 NACH der Ausbildung, wenn man im Beruf ist, ist das viel?

Kommentar von TheDevastator ,

Nein, das ist nicht viel. 

Antwort
von prhowie, 11

Als Angestellter tauscht man seine wertvolle Zeit gegen Geld. Und zwar gegen (in der Regel) so wenig, dass man im nächsten Monat gezwungen ist wieder zur Arbeit zu gehen ;-)
Du bist jung. Bau Dir doch selbst was auf. Es gibt soviele Möglichkeiten jetzt schon parallel zur Schule damit anzufangen.
VG

Antwort
von ellymoselli, 24

Leider schaffen es wirklich sehr viele Menschen nicht ohne einen Nebenjob über die Runden zu kommen. Die Gehälter sind einfach zu niedrig in nahezu allen Branchen.

Antwort
von Lukas2696, 16

Damit kommt man leider kaum noch klar :0
Manche müssen sich sogar ein Nebenjob suchen

Antwort
von kwon56, 20

Lies mal Bücher von Bodo Schäfer, einem Finanztrainer.

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