Frage von leonmaxime, 209

Ist es normal, dass es einem in der Seele weh tut, wenn man Bilder von vom Krieg zerstörten Deutschland sieht?

Bei mir ist das nämlich immer so, dass mich das extrem berührt und trifft, wenn ich meine Heimat sehe wie sie war und was die Menschen, also die deutschen, durchgemacht haben als sie vertrieben etc wurden. Wenn ich zB eine Doku gucke mit Filmaufnahmen drin, dann habe ich kleine Tränen in den Augen, weil ich mein Land ziemlich liebe und es unbeschreiblich ist, dass dieser Zustand von damals sich heute so verbessert hat. Ist es normal, darauf stolz zu sein? Ist diese Identifikation mit Heimat und Geschichte bei mir zu ausgeprägt? Weil andere Jugendliche das ja nicht so extrem mitnimmt oder sie auch keine patriotischen Gefühle haben

Antwort
von piadina, 74

Wie recht Du hast. Es geht mir ebenso.

Wenn ich dann sehe, wie es heute zugeht.......viele haben keine Lust, für den Erhalt unseres momentanen Zustands etwas zu tun, wieviele von den "Alten", die diesen Staat wieder aufgebaut haben, mißachtet in fürchterlichen Altenheimen vor sich hin vegetieren  (obwohl genug staatliches Geld da wäre), dann könnte ich heulen.

Es ist ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft. Aber dieses Phänomen sieht man leider in vielen Ländern, die von Krieg und Terror betroffen sind.

Schön, dass Du dieses Thema mal angeschnitten hast.

Antwort
von TUrabbIT, 34

Ich denke bis zu einem gewissen Grad ist es normal und auch gut, es zeugt von einer Verbundenheit mit der Geschichte der Heimat und der Heimat selbst.

Antwort
von TimmyEF, 72

Wir können stolz sein auf unsere Eltern und Großeltern die dieses Deutschland wieder aufgebaut haben.
Es ist also normal wenn man sein Land liebt.

Antwort
von Autumnleaf4444, 71

Da ist jeder anderst und senibler :) also mich trifft das auch und ich denke jeder reagiert da anderst.

Lg :)

Antwort
von WorldHistory99, 40

Ich würde es verstehen wenn man seinem Volk nachtrauert, aber seinem Land und seiner Regierung... Naja bei dir war es ja das Volk nehme ich mal an.

Wenigstens ist es beim "alten" Deutschland bei dir so und nicht bei dem heutigen Amerika 2.0. Ich versichere dir, dein Deutschland existiert nicht mehr. Es ist Vergangenheit :/ Da haben der Ami und der Engländer kräftige Arbeit geleistet. Das was du empfindest ist Nostalgie. Dieses Gefühl kenne ich auch nur zu gut, wenn ich mir bspw. Bilder von alten Bauernhöfen und glücklichen Einwohnern anschaue. Die Deutsche Sprache ist die einzige, die das Wort "Heimat" so genau und detailliert kennt.

LG WorldHistory99

Kommentar von PatrickLassan ,

Es ist Vergangenheit :/ Da haben der Ami und der Engländer kräftige Arbeit geleistet.

Da haben wohl eher ein gebüriger Österreicher und seine Lakaien gute Arbeit geleistet.

Kommentar von WorldHistory99 ,

Dann hast du wohl die Geschichte nicht richtig verstanden :/

Kommentar von WorldHistory99 ,

Also zumindest sehe ich in den Großstädten keine Geschäfte wie Nike-nkreuz,McHitler,NaziBucks etc. Und Englische Wörter gelangen immer öfter in den Deutschen Sprachgebrauch. Und mir ist auch keine Deutsche Riesenkaserne irgendwo in Kalifornien bekannt.

Antwort
von Suboptimierer, 62

Du nimmst es dir ganz schön zu Herzen, aber zu sehr? Würde ich nur bedingt zustimmen.
Es ist nur traurig, wenn etwas jemanden traurig macht. Da niemand traurig sein sollte, ist es in dieser Hinsicht "zu ausgeprägt". Da du aber niemanden dadurch verletzt, ist es nicht schlimm (außer für dich).

Antwort
von offeltoffel, 66

Wie alt bist du? Von welchem Deutschland sprechen wir hier? Wenn meine 93jährige Oma darüber redet, dass sie ja damals aus Böhmen vertrieben wurde und ihre Heimat verloren hat, dann kann ich das ja noch irgendwo verstehen - für sie fühlt es sich eben so an.

Aber dass du mal irgendwo aus deiner Heimat vertrieben wurdest, bezweifle ich doch sehr stark. Ich wüsste nicht, wieso mich das Schicksal des zerbombten Deutschlands um 1945 mehr berühren sollte, als das Schicksal des zerbombten Syriens im Jahr 2016. Krieg und Leid gibt es immer irgendwo auf der Welt. Und es sind alles Menschen. Die Leute sind über all das Leid weg und auch geschichtsaffine Leute wie du sollten vielleicht lieber mal in die Zukunft als in die Vergangenheit sehen. Und wenn, dann eher die Ereignisse von damals als Warnung sehen um die Dinge heute besser zu machen.

Patriotische Gefühle sind für mich aber doch etwas anderes. Du bist ja nicht stolz auf das, was dein Land HEUTE leistet, sondern wofür es früher mal irgendwann stand oder was früher in ihm mal passiert ist.

Also, ja, du bist vermutlich anders als die meisten anderen Jugendlichen. Aber nicht besser oder schlechter.

Kommentar von leonmaxime ,

Doch, auf das was wir heute leisten bin ich genauso stolz. Und gerade das ist ja bewundernswert nach dem Krieg. Dass Deutschland in so einer Schönheit blüht.

Kommentar von offeltoffel ,

Ich will dir deine Freude daran nicht nehmen, aber gerne erklären, wie sich das aus meiner Perspektive darstellt:

Ein Irrer war kurz davor, die Welt in Schutt und Asche zu legen - eine Kriese, die sich seit Jahrzehnten angebahnt hat und wir hatten eben das Unglück, dass in Deutschland damals alles zusammenkam und wir den schwarzen Peter bekommen haben - wäre Hitler nicht gewesen, hätte es sicher bald einen anderen Grund für einen Weltkrieg irgendwo gegeben.

Danach hatten wir einfach das Glück, dass die USA den Marshall-Plan verfolgt haben. Ein andere Plan sah vor, Deutschland mit US-Amerikanern zu besiedeln und den Staat quasi komplett von der Landkarte zu radieren.

Ich bin nicht stolz auf Deutschland, sondern ich habe Respekt vor Leuten wie unsere Großeltern, die aus den Trümmern das Land neu aufgebaut haben - aber sie hatten eben auch Hilfe und Glück. Es ist manchmal leichter, etwas von Grund auf aufzubauen, als immer etwas zu flicken.

In der heutigen Zeit sind alle Staaten aber so krass vernetzt, dass der Blick nur auf das eigene Land längst nicht mehr zeitgemäß ist, finde ich. Wirtschaft, Politik, Gesellschaft...geschieht inzwischen fast alles staatenübergreifend. Wer da nicht über den Tellerrand blickt, dem entgehen womöglich große Konfliktherde.

Stolz kann ich für Deutschland auch heute nicht wirklich empfinden. Unser Reichtum kann nur existieren, weil andere für unseren Wohlstand leiden - weltweit. Klar, doppelmoralisch bin auch ich, weil ich nicht all mein Hab und Gut verbrenne oder der Entwicklungshilfe anderer Länder spende. Aber bei unseren geographischen und geschichtlichen Situation ist es kein großes Können so eine Wirtschaftsmacht geworden zu sein. Ich lebe gerne hier, aber stolz bin ich nicht.

Kommentar von leonmaxime ,

Und ich bin 19

Antwort
von Trashtom, 88

Wenn es wirklich nur Deutschland ist und alle anderen Kriegsaufnahmen lassen dich kalt, ist es definitiv merkwürdig ja.

Wir können aber nicht in dich hineinsehen ob du dem 3ten Reich nachtrauerst oder einfach nur Mitgefühl für etwaige Verwandte zeigst. 

Kommentar von leonmaxime ,

Um Anne deutschen. Und Vorfahren natürlich besonders

Kommentar von leonmaxime ,

Alle

Antwort
von aloisff, 49

....was die Menschen, also die deutschen, durchgemacht haben als sie vertrieben etc wurden.

Naja, das haben zu der Zeit allerdings auch Menschen aus anderen Ländern durchgemacht....schon klar am schlimmsten hat es natürlich die Deutschen getroffen....also die Deutschen Juden meine ich....

....dann habe ich kleine Tränen in den Augen, weil ich mein Land ziemlich
liebe und es unbeschreiblich ist, dass dieser Zustand von damals sich
heute so verbessert hat.

Naja, dass jemand sein Land liebt ist natürlich völliger Quatsch. Abgesehen davon kann man im Allgemeinen schon stolz darauf sein, wie sich Deutschland nach dem 2. Weltkrieg entwickelt hat. Klar ist natürlich auch, dass Deutschland halt das Glück hat zentral in Europa zu liegen und es somit kein Interesse der damaligen Siegermächte gab dieses Land wirklich auszubeuten. Ohne die finanzielle Unterstützung dieser Länder würden wir heute wohl noch die Folgen der Dummheit die die damalige Staatführung begangen hat spüren.

Ist diese Identifikation mit Heimat und Geschichte bei mir zu ausgeprägt?

Ich gehe dann ja auch mal davon aus, dass Deine Geschichtsidentifikation keine 'Tausendjährige' Lücke hat auf die man wirklich nicht stolz sein kann (mal abgesehen davon, dass die Kaiserzeit mich auch nicht wirklich beeindrucken kann)

Weil andere Jugendliche das ja nicht so extrem mitnimmt oder sie auch keine patriotischen Gefühle haben

Andere Jugendliche sind vielleicht anders stolz, sie helfen bei der Integration von Flüchtlingen, die ja genau das miterleben mussten, was uns Deutschen damals geschehen ist (allerdings nicht unbedingt selbst verursacht). Sie unterstützen sozial Schwache, oder sie gehen auch einfach so mit Fleiss ihrem Beruf nach. Sie sind dann zum Endes des Tages wieder stolz auf das was sie geleistet haben. Eine wesentlich befriedigendere Art des Stolzes als der auf ein durch Zufälle, Kriege und Zwangsverheitratungen  (Du kennst ja die Geschichte des Landes) entstandenes Konstrukt wie Deutschland.

Und der Stolz des Einzelnen auf seine Eigene Arbeit macht am Ende das aus was Deutschland in dieser Welt darstellt. Diese Deutschen sind also die echten Patrioten.

Antwort
von adabei, 13

Mach dir lieber Gedanken darüber, was die Deutschen im Zweiten Weltkrieg anderen Völkern und speziell den Juden angetan haben (aber die hasst du ja). Da könnte mir die Tränen in die Augen treiben!

Was stimmt mit dir nicht?

Antwort
von schwarzwaldkarl, 23

Grundsätzlich wäre es schon normal, aber wer dann Deine zahlreichen Accounts und Deine vielen diesbezüglichen Fragen kennt, macht sich dann schon seine Gedanken... Du bist einerseits angeblich Mitglied der NPD-Jugendorgansiaton und nach Deinen Behauptungen war auch Dein Urgroßvater General bei der Wehrmacht... 

Wenn Du Dir dann über die beiden Kriege wirklich Gedanken gemacht hast, muss man sich echt fragen, warum Du trotzdem immer noch so braun eingestellt bist... Gerade das ist nämlich nicht normal... 

Antwort
von BTyker99, 15

Kann ich bei mir nicht bestätigen, aber ich versuche auch bewußt meine Heimatverbundenheit abzulegen, da ich vermute, dass wir hier nicht mehr lange willkommen sein werden.

Kommentar von leonmaxime ,

Solche Gedanken sind noch schmerzhafter

Antwort
von ugurano22, 30

ich als türke heule jeden tag über den osten, und auch für deutschland,

Antwort
von peace1287, 51

Also wenn ich das was ich bislang von dir gelesen habe, berücksichtige. 

Und dir nur das Nahe geht was Deutschland vor über 70 Jahren passierte, dann ja es ist nicht ganz normal! 

Was ist heutzutage? Geht dir das viele Leid der Menschen, vielerorts auch Nahe?? 

Kommentar von leonmaxime ,

Sind ja keine deutschen.

Kommentar von peace1287 ,

Wieder mal deine jämmerlichen Versuche zu provozieren! 

Aber nur gut! Ich gehe trotzdem mal darauf ein. 

Was unterscheidet den Deutschen von irgend einem anderen Menschen!?!

Antwort
von 120grammButter, 53

Denke nicht, dass es zur Norm gehört wenn es sich lediglich auf das Land oder politische Epochen bezieht. Wohl nur bei extrem patriotischen und nationalistischen Menschen, die in einem dogmatischen Weltbild voller konditionierter Assoziationen gefangen sind und ihr Selbstwertgefühl lediglich auf eine Region und eine temporäre Zeitspanne der Menschheitsgeschichte beschränken.

Aber sensible Menschen die ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zur ihrer Umgebung entwickeln, trauern natürlich den schlimmen Ereignissen hinterher. Wenn es um Trauer über das Leid der Mitmenschen geht, im Sinne von Mitgefühl - dann ist es selbstverständlich normal. Mehr Empathie ist sogar in diesen oberflächlichen und materialistischen Zeiten sehr zu wünschen.

Ich komme aus Neu-Pangaea und habe kaum Herzschmerz wenn ich verstorbene Dinosaurier sehe. Bin aber auch ein leichter Nihilist.

¯\_(ツ)_/¯

Antwort
von maxim65, 54

Nunja die Gerührtheit und Ergriffenheit sei dir gekönnt. Aber bei all dessen darf man halt nie Ursache und Wirkung vergessen. Ob man stolz sein darf da stellt sich immer die Frage auf was? Das man das Land aufgebaut hat., ja wenn man will obwohl die wenigsten die hier lesen und schreiben aktiv dran teilgenommen haben.

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