Frage von Interceptor36, 73

Ist es normal, dass die Noten nach dem Wechsel von der Realschule zum Gymnasium schlechter werden?

Ich habe auf der Realschule einen Schnitt von 2,2 erreicht. Dazu muss ich sagen, dass ich dafür so gut wie nichts getan habe. Ich hätte also mit etwas mehr Anstrengung auf einen besseren Schnitt kommen können, aber mir war vor allem das Erreichen des erweiterten Realschulabschlusses wichtig, um mich für das Gymnasium zu qualifizieren. Jetzt bin ich auf einem berufsbildenden Gymnasium Fachbereich Wirtschaft und mache mein allgemeines Abitur (nicht das Fachabitur). Bisher habe ich eine 3 in Mathe und eine 2- in Englisch geschrieben. Allerdings habe ich danach auch eine Deutscharbeit und eine BWRWC-Arbeit geschrieben (BWRWC=Betriebswirtschaft Rechnungswesen Controlling). Bei beiden rechne ich mit einer fünf. Da ich in meiner 10-jährigen Schullaufbahn nur eine fünf geschrieben habe, ist das ungewohnt für mich. Für die nächsten Arbeiten habe ich ein gutes Gefühl. Meine Frage ist, ob es normal ist, dass die Noten schlechter werden. Ich habe mich ausreichend vorbereitet. Es lag vo rallem an den Aufgabenstellungen und an einem Zeitproblem.

Antwort
von Nana170114, 73

Also ich spreche jetzt aus eigener Erfahrung. Das ist völlig normal und ich kenne keine Person bei der es anders war. Jeder Realschüler der damals in meine Klasse aufs Gymnasium kam, war richtig schlecht. Gymnasium ist eine ganz andere, leider auch um einiges schwierigere Welt. Vorallem seit es das 8 Jährige gibt. Themen die man auf der Realschule in der 8. Oder 9. Klasse durchnimmt, hat man auf dem Gymnasium teilweise schon in der 6. Würde mich jetzt aber nicht verrückt machen :-) musst dich auch erst mal an den Stoff gewöhnen und dann klappt das schon :-) Viel Erfolg!

Kommentar von Interceptor36 ,

Danke, ich werde mein Bestes geben. Für den Notfall habe ich immerhin einen recht guten Realschulabschluss und eine Anstellung als Bankkaufmann fast sicher :)

Kommentar von Nana170114 ,

Na siehst du?:) kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wünsch dir alles Gute :)

Kommentar von Interceptor36 ,

Danke :)

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Gymnasium, 44

Hi,

selbstverständlich ist es das!

Ich bin zwar schon seit Klasse 5 auf dem Gymnasium, aber auch ich bin insgesamt um eine Note überall abgerutscht (in einem Fach sogar um 2).Ich bin also von 1,1 auf 2,2.

Ja, jetzt die letzten Jahre schwankte es zwischen 1,8 und 2,6...nun bin ich in der Gymnasialen Oberstufe, mache also auch mein Abitur (2017). In Altgriechisch z.B. habe ich mich verschlechtert schriftlich (meine Klausur wird vermutlich ne 5), meine bisherigen Klausuren waren ne 1+ in Chemie, ne 1- in Mathe, ne 2+ in Musik und ne 1+ in Lebensmittelchemie. Die schlechten Klausuren kriege ich noch alle zurück - sorry, falls ich also arrogant klang, ich kann längst nicht alles.

Das liegt daran, dass zum Einen allgemein die Anforderungen höher werden; andererseits bist du auf eine andere Schulform geführt, das Niveau ist ein Anderes. Ich mag klischeehaft denken und es kommt durchaus auf deine Realschule und das Gymnasium an - selbst in der einzelnen Schulform schwankt das Niveau stark -, allerdings ist es in den meisten Fällen einfach Fakt. Wir kriegen eben schon eine bestimmte Art des Denkens "eingetrichtert", nämlich das problemorientierte und problemlösende Denken. Transfair wird am Gymnasium ganz groß geschrieben - das ist zumindest bei uns so (ich muss sagen, dass ich eines der anspruchsvollsten Gymnasien in Berlin besuche). Jedenfalls wird mehr eigenständiges Denken erwartet als an der Realschule.

Hinzufügen lässt sich noch, dass man auf das wissenschaftliche Arbeiten im Studium vorbereitet wird. Denn dort wirst du u.A. die Bachelor- und Masterarbeit schreiben. Dort musst du dich auf vielfältige Quellen beziehen, weshalb die wissenschaftliche Arbeit im Allgemeinen wichtig in der Oberstufe ist. 

Du besuchst zudem eine bestimmte Fachrichtung, jede weist ihre Komplexitäten auf. Bei dir ist es eben vor allem das Mathematische, Englische und Informatische, was gefördert wird. Es ist dann nochmal anspruchsvoller, da Mathe und Info nicht jedermann liegt. Natürlich erhältst du auch Allgemeinbildung, der Fokus liegt allerdings auf einem bestimmten Bereich! Darauf solltest du auch achten. Ich muss zum Beispiel Physik, Altgriechisch und Französisch nicht einbringen. Deshalb ist es mir nicht so unglaublich wichtig, was ich da schreibe. Allerdings muss/möchte ich zum Beispiel Chemie, Lebensmittelchemie und Mathe einbringen, weshalb ich da sehr auf meine Noten achte!

Setzt dir also Prioritäten und mache dich nicht so fertig! Natürlich ist Allgemeinbildung wichtig, aber du solltest selbst entscheiden können, auf welche Fächer du Wert legst und auf welche nicht. Das kannst nur du für dich entscheiden.

Du packst das mit der nötigen Motivation auch. Es gibt ja nicht nur Klausuren. ;)
Außerdem renkt sich das auch wieder ein! Mein momentaner Abischnitt wäre 1,47! Das geht alles. Wirklich. Ich lerne natürlich, aber ich übertreibe es auch nicht. Ich unternehme viel mit Freunden und so, auch das solltest du nie vergessen.

So, ich schweife ab...ja, das ist absolut normal, aber das kriegst du hin, da du dich an das Niveau gewöhnen wirst und das wieder wird. Du bist erst ein paar Wochen dort, also entspann dich bitte :)

Bei Fragen melde dich :)

LG ShD

Kommentar von Interceptor36 ,

Zum Glück liegt mir Englisch, bei Mathe bin ich mir noch nicht so sicher xD. BWRWC erscheint mir schwer. Das ist ganz anders aufgebaut, als der gewöhnliche Wirtschaftsunterricht und um ehrlich zu sein auch nicht gerade interessant. Ich habe diese Fachrichtung vor allem gewählt, weil sie mir nützlich erscheint. Nicht nur für eine mögliche Ausbildung, denn ich würde es ziemlich cool finden, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das liegt natürlich noch in weiter Ferne xD Über ein Studium habe ich noch nicht wirklich nachgedacht. Mal schauen was die Zukunft bringt. Ich muss wohl mehr für die Schule machen, denn ich neige zur Faulheit :D

Kommentar von DieChemikerin ,

Wäre wohl nicht schlecht. Ich habe es damals auch des Nutzens wegen gewählt. Ich habe mich, wie du siehst, dran gewöhnt ;)

Antwort
von 22LovelyGirl22, 57

Ja,das ist normal... Das Gymnasium ist anspruchsvoller als die Realschule und am Gymnasium musst du dich etwas mehr anstrengen... Es ist aber erstmal noch ungewohnt,aber bald wirst du dich daran gewöhnen

Kommentar von Interceptor36 ,

Ich habe für die BWRWC Arbeit mehr gelernt, als für meine Matheabschlussprüfung xD

Antwort
von RobTop96, 62

Ist nen anderes Niveau. Gerade für die Wirtschaftsfächer musst Du lernen!

Kommentar von Interceptor36 ,

Ich habe viel gelernt, kam mit der Arbeit aber nicht wirklich klar. Das ist schon frustrierend und das geht auch vielen in meiner Klasse genauso.

Kommentar von RobTop96 ,

Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass gerade die Lehrer dieser "Praxisfächer" (Wirtschaft, Technik, EDV) ihre Klausuren anders gestalten, als das, was man so aus den anderen Fächern kennt. Da musst Du vielleicht auch erstmal reinfinden. 

Kommentar von Interceptor36 ,

Ja, das stimmt wohl. Ich bin an simples Abfragen von Fakten gewöhnt. Für Arbeiten habe ich teilweise gar nicht gelernt und habe trotzdem nur Zweien und Einsen geschrieben. Mathe war in der 10 Klasse so einfach, dass ich fünf Einsen in Folge geschrieben habe.

Kommentar von DieChemikerin ,

Ich habe seit zwei Jahren nichts Anderes in Mathe geschrieben, nicht mal im Leistungskurs...weil es auch für mich  einfach ist.

Es kommt auf die Gewöhnung und die Anforderungen an.

Das wird!

Antwort
von Carlystern, 43

In den allermeisten Fällen wird man im Zeugnisschnitt schlechter, da die Ansprüche auch viel höher sind als auf der Realschule. Jetzt ist lernen angesagt.


Kommentar von Interceptor36 ,

Yeah xD

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