Mein 7 Monate alter Sohn weint viel und ist sehr unausgeglichen. Sobald ich den Raum betrete und er mich sieht, fängt er an zu weinen und steigert sich richtig rein, wenn ich ihn nicht auf den Arm nehme und herum trage. Bei anderen, wie zum Beispiel dem Papa, kann er sich ganz toll alleine beschäftigen, nicht lange aber es geht. Er ist das liebste Baby überhaupt, solange ich ihn im Targetuch oder auf dem Arm habe! Ich kann ihn kaum hin legen, so dass er spielen kann, er fängt sofort an zu weinen. Gut gemeinte Ratschläge wie " Lass ihn doch einfach mal schreien" helfen mir nicht weiter. Da ich es nicht lange aushalte ihn so weinen zu hören. Was kann ich machen?
Ganz ehrlich? Ich bin immer wieder erschüttert, dass Leute das Bedürfnis eines Säuglings nach Nähe, Zuwendung und Sicherheit als "Angewöhnung / Verwöhnung" bezeichnen. Ein Kind im Alter von 7 Monaten ist voll und ganz auf seine Mutter angewiesen. Ohne sie wäre es absolut verloren. Der Kleine sieht sich noch in der Mutter-Kind-Dyade, sprich: In seinem "Unterbewusstsein" iet es fest verankert, dass Mutter und Kind eine Einheit bilden. Aus dieser Sichtweise betrachtet, ist es verständlich, dass ein Säugling viel schreit und häufig auf den Arm will. Meine Meinung: Nimm ihn hoch, wenn er das möchte, du stärkst damit sein Selbstbewusstsein und legst damit den Grundstein, dass er sich zu einem selbständigen Menschen entwickelt. Ich habe meine Kinder immer und viel im Tragetuch getragen, wenn sie geweint haben, hab ich sie auf den Arm genommen. Bei mir musste kein Kind schreien und wurde auch nicht sich selbst überlassen. Beide Kinder sind mittlerweile absolut selbständig, hängen mir nicht am Rockzipfel oder sonstiges. Mit dem dritten Kind (gerade unterwegs) werde ich es genauso handhaben, weil ich davon einfach überzeugt bin. Verlass dich auf deinen Mutterinstinkt und der sagt dir, dass es nicht schön ist, wenn der kleine Spatz schreit.
Er ist schon ein kleines Schlitzohr! Der hat dich schon im Griff. Das kannst du wirklich nur mit ignorieren und mal weinen lassen ändern! Wenn's dann klappt belohn ihn!

Würds ganz schnell abgewöhnen ihn immer hochzunehmen. Das bleibt sonst so und mit zwei Jahren braucht er nur das Gesicht verziehen, weil er weiß das du ihn auf den Arm nimmst.
Was kannst Du machen? Da gibt es nur eine einzige vernünftige Antwort: ihn hochnehmen, sooft es nur geht!!!
Dein Sohn ist erst 7 Monate alt, er hat Trennungsängste und Verlustängste; die kann er / kannst Du ganz einfach in den Griff kriegen: indem Du ihn nicht schreien lässt, sondern zuverlässig für ihn da bist, wenn er schreit. Dann wird sein Vertrauen wachsen, und er kann schon nach kurzer Zeit auf Deinem Arm wieder herunter wollen, um frei zu sein zum Spielen!
Tragetuch ist das Beste, was Du machen kannst, es stärkt das "Bonding" (Mutter-Kind-Bindung; lies mal unter dem Stichwort "Bonding" die Forschungsergebnisse). Kinder mit einer starken Bindung an die Mutter haben mehr Sicherheit und können sich leichter von der Mutter lösen und auf andere Kinder oder Erwachsene zugehen.
Meine Kinder durften immer gestillt werden, wann sie es brauchten, ins Tragetuch, wenn sie wollten (und es möglich war) - und sie waren bei jedem Babysitter voller Vertrauen, waren die ersten, die sich in fremder Umgebung von der Mutter wegtrauten, viel kontaktfreudiger und abenteuerlustiger als die Kinder, die weniger Nähe erfahren haben. Und alles nur, weil sie 100% vertrauen durften, dass ich für sie da bin, wenn sie mich brauchen.
Lass Dir nicht einreden, das Du ihn verwöhnst: je mehr Nähe Du ihm von Dir aus gibst, desto weniger Angst wird er haben und desto besser wird er Dich seinerseits loslassen können.
Ist doch bei uns Erwachsenen nicht anders: wenn ein Partner sich zurückzieht, wenn er genervt reagiert, sobald wir seine Nähe suchen, dann macht sich Unsicherheit breit, und umso mehr werden wir seine Nähe suchen, um uns wieder sicherer in der Beziehung zu fühlen.
Wenn der Partner dagegen jubelt, wenn er uns sieht und uns von sich aus in den Arm nimmt, dann hält dieses unsichtbare Band der Verbundenheit und des Vertrauens den ganzen Tag, die ganze Woche - bis zum nächsten Treffen.
Ein ganz dickes, fettes DH !!! Hab beim Lesen deiner Antwort eine richtige Gänsehaut bekommen. Besser hätte ich es nicht sagen können!!!
Danke Dir!!!:-))
Auch dir erstmal ein Danke! Aber ehrlich gesagt bringt mich das alles nicht weiter! Ich liebe meinen Sohn (und auch seine NUR 19 Monate ältere Schwester) und es ist gar keine Frage das ich auf die Bedürfnisse meiner Kinder eingehen möchte. aber genau da liegt das Problem, ich haben halt nicht nur meinen Kleinen, sondern auch noch eine Tochter. Und auch die hat Bedürfnisse. Wenn ich aber den ganzen Tag J. auf dem Arm/ im Tuch habe, wie soll ich da noch Zeit/ Kraft für meine Tochter finden? Keine Frage ich geniesse die Zeit mit dem Kleinen, die Nähe (schließlich wird er auch voll gestillt)aber auch ich bin nur ein Mensch mit zwei Armen und nicht Supermen, das ich Power ohne ende habe. Seit 7 Monaten schlafe ich keine Nacht durch, trage den ganzen Tag den Kleinen rum und habe noch meine Tochter die meine Aufmerksamkeit möchte. Da kann ich ihn nicht nur rumtragen. Ich möchte ihn aber auch nicht schreien lassen, und schon gar nicht bis zur erschöpfung, aber wenn das bei mir so weiter geht, bin ich bald zu erschöpft. Und ich möchte für beide Kinder da sein!
Hallo Imean, es tut mir leid, dass Du so am Ende Deiner Kraft bist! Ich habe beim 2. Kind das 1. Kind wirklich zu kurz kommen lassen, schon in der Schwangerschaft, weil ich wieder arbeiten musste, und dann danach, weil die Kleine mich einfach mehr brauchte als der Große, aber dem ging es natürlich dadurch auch nicht so gut ... Du kannst Dich nicht zerreißen! Manchmal habe ich mich dann bewusst um den Großen gekümmert und wenn die Kleine dann anfing zu weinen, auch mal betont gesagt: "Du musst jetzt etwas warten, jetzt bin ich gerade bei dem Großen, danach komme ich zu Dir." Ich denke mein Großer hat verstanden, dass er auch so wichtig ist, dass die Kleine auch mal warten muss ...
Ich glaube, es gibt kein Rezept ...
Lieben Gruß!
Viele Mütter finden "Das 24-Stunden-Kind" von William Sears sehr hilfreich, um alles besser zu ertragen.
Kannst du dein großes Kind nicht mit einbeziehen in die Babypflege?
Na ja du hast es ihm so angewöhnt also mußt du es auch wieder abgewöhnen, auch wenn Du nicht den schlechten Weg gehen willst. Es ändert sich wohl erst wenn er laufen kann.
Ich kann meinem Sohn nichts abgewöhnen, was ich ihm nicht angewöhnt habe, da er von Geburt an viel geweint hat und getragen werden wollte. Ich habw aber das Gefühl, das es bei meinem Kleinen von Monat zu Monat schlimmer wird, mit der heulerei. Nur geht es über mein Gefühl ihn weinen zu lassen, bis er vor erschöpfung einschläft. Mal hört man das schon so kleine (ab 6 Monaten) schreien, um ihren Willen zu bekommen, adere wieder meinen man kann ein Kind bis zum ersten Lebensjahr nicht Verwöhnen! Wobei es mir nicht ums Verwöhnen geht, sonder um Zeit für meine Tochter (26 Monte alt) zu haben.
Erstmal: Mit Verwöhnen hat das rein gar nichts zu tun!!! Du hast es bisher genau richtig gemacht: Wenn er Nähe braucht, hast du ihn hochgenommen, ihn getragen usw. Mach weiter so! Er wird von ganz alleine unabhängiger werden und dann auch selber seine Welt entdecken---wenn er soweit ist! Besonders, wenn du ihm jetzt das Bedürfnis der Nähe erfüllst, wird er später mit einer guten Portion Selbstsicherheit und Vertrauen (Urvertrauen: Mutter ist für mich da, sie liebt mich, ich bin etwas wert) in die Welt gehen.
Bei meinem Sohn war es so: Er hat von Geburt an viel geschrien und war nur ruhig, wenn wir ihn getragen haben. Kurzerhand haben wir uns ein Tragetuch gekauft und ihn von da an die meiste Zeit nah bei uns gehabt. Bereits mit 6 Monaten fing der Kleine dann an zu Krabbeln und brauchte uns von da an immer seltener. Mit 10 Monaten hat er seine ersten eigenen Schritte gemacht und ist von da an auch viel alleine durch die Wohnung getappst, um alles zu entdecken. Jetzt ist mein Sohn 2 1/2 Jahre alt und möchte nur noch selten auf den Arm; er läuft lieber selber und schaut sich alles genau an. Nur in seinen kleinen Ruhepausen kommt er noch gerne mal kuscheln :-)
So: Viele schreiben hier: lass ihn schreien, er will sich bloss durchsetzen... NEIN, in dem Alter doch noch nicht! Du wirst in ein paar Monaten merken, wenn er anfängt, sich durchsetzen zu wollen---und nicht bloss (wie jetzt) seine natürlichen bedürfnisse zu befriedigen. (ein hungriges kind lässt man doch ach nicht schreien, warum also ein nähebedürftiges?). DANN erst ist konsequenz angesagt.

Tut mir leid, muß den anderen Recht geben. Da mußt du wohl leider durch, wenn du ihn nicht ständig wie eine Klette am Bein haben willst. Das ist für euch beide nicht gut. Und unter allen Umständen durchhalten, die Kleinen wissen ganz genau wie sie es machen können mit der Mama
Du hast ein ganz schlaues Kerlchen! Der weiß genau was er will und wie er es erreichen kann.Er weiß auch, dass du es nicht lange aushältst ihn schreien zu hören.Das hast DU ihm so angewöhnt und jetzt musst DU versuchen es ihm wieder abzugewöhnen.Versuche auch wenn du ihn zum Beispiel von deinem Arm auf den Boden setzst trotzdem ganz nahe bei ihm zu bleiben, so, dass er dich spüren kann und dann in kleinen Abständen die Entfernung zu vergrößern und zeitlich zu verlängern. Das geht bestimmt nicht von heute auf morgen, ihr bekommt das aber mit viel Geduld und Wärme hin!

du hast ihn schon gut verwöhnt... Wenn du das wieder abschaffen willst (ist sehr schwer ich weiß) musst du ihn mal schreien lassen (wenn er natürlich kein Grund hat zu weinen, satt und sauber ist)... genauso geht das Nachts...3 tage und er hat sich daran auch wieder gewöhnt!

da hast du ihn ordentlich verwöhnt! wenn du ruhe haben und auch mal noch was anderes machen möchtest, gewöhne es ihm ganz schnell ab! ich habe auf anraten meiner kinderärztin meinen kleinen sohn mal einfach so lange schreien lassen - auch wenn es mir sehr leid tat! - bis er erschöpft eingeschlafen ist. das hatte er nach dreimaliger anwendung begriffen. natürlich muß geklärt sein, daß ihm sonst nichts fehlt. volle windel etc. kinder begreifen sehr schnell, was geht und was nicht.
Das grenzt meiner Meinung nach schon an seelischer Grausamkeit ein Kind so lang schreien zu lassen, bis es vor Erschöpfung einschläft!!! Das Kind hat nicht aufgehört zu brüllen weil es DAS begriffen hat, sondern weil es festgestellt hat, dass ihm eh keiner hilft.
Coccodrillo am 12. August 2008 17:11 in der erziehung muß man auch mal konsequent sein! sicher gehen die meinungen sehr auseinander. aber ohne konsequenz geht es - leider - nicht immer! mein sohn ist ein prachtkerl geworden und von psychischen störungen wegen nichthilfe ist nichts zu merken! konsequenz ist das schlagwort! und nicht verweichlichung! kann man sehen, wie man will! für mich ist die richtige methode!
KOnsequenz? JA!!!!! UNBEDINGT sogar! Aber eine Kinderärztin die Dir empfiehlt ein 7 MOnate altes Baby schreien zu lassen ist nicht sehr gebildet! Das steht schon mal fest! Die sollte lieber ihre Praxis schliessen!!! Auf neuestem Wissenstand ist die mit Sicherheit nicht!!!! Fakt ist, dass das Gehirn eines Menschen in diesem Alter noch nicht ausreichend entwickelt ist um vorausschauend handeln zu können! Dazu Bedarf es einer gewissen Reife des Gehirns!!!
Wer Kinder erzieht sollte sich vorher informieren wie die physischen Entwicklungen eines Kindes verlaufen um dann eben dementsprechend handeln bzw erziehen zu können!!!! Du hast es definitiv nicht getan!
Coccodrillo am 22. August 2008 20:41 ich bin es echt leid, darüber zu diskutieren. das soll jeder machen, wie er meint! ich bleibe für mich bei meinem standpunkt! verweichlichung bringt nichts.
"Verweichlichung" bei einem 7 Monate alten Baby? Manchmal schauderts mich beim Gedanken, wie es in manchen Familien zugeht.
Hör um Gottes Willen nicht auf solche die meinen du würdest deinen kleinen Engel verwöhnen. So ein Quatsch, die können ihre Kinder einfach nur mal wieder nicht schnell genug los werden um sich dann zu wundern warum sie im Teenageralter nichts von ihren "alten M+ttern" wissen wollen. Babys sind nicht berechnend, sie rufen nur wenn sie einen brauchen und das ist halt ziemlich oft. Wer das nicht ertragen kann, hätte sich das mit dem Kind wohl nochmal überlegen sollen. Sie sind auf ihre Mütter angewiesen und ihr Vertrauen wird gestärkt wenn sie merken das sie sich lösen können wenn sie soweit sind. Kinder gehen von allein, die muß man nicht wegschubsen! Mein kleiner kann immer kommen wenn er mich braucht, egal ob Tag oder Nacht (er musste nie verzweifelt nach uns/mir weinen und im ersten Jahr habe ich ihn niemandem überlassen, er war ausschliesslich bei mir) als Baby/Säugling hab ich ihn fast den ganzen Tag getragen. Ich würde sagen es funktioniert-er ist keine "Klette", ganz im Gegenteil. Er geht von mir weg, ohne Angst und das Selbstbewusstsein springt ihm fast aus dem Gesicht, aber sein Herz hat er an der richtigen Stelle ;-) Eingewöhnen in den Kiga ging ohne eine einzige Träne (die Kindergärtnerinnen meinten das es so scheint als hätte er ein unerschütterliches Vertrauen zu mir). Wo ist da bitte eine "Klette" -was für ein hässliches Wort für ein Kind das man zu lieben vorgibt kopfschüttel Vielleicht hast du ja mal lust dich in das Buch "Das Geheimnis glücklicher Kinder" und "weitere Geheimnisse gllücklicher Kinder" reinzulesen. Sind tolle Bücher für alle die den "alten Erziehungsarten" den Rücken kehren wollen, aber trotzdem gut erzogene Kinder haben wollen. Bei uns funktioniert es einwandfrei und haben ständig das dumme Gesicht von "Supermuttis" mit unerzogenen Gören auf unserer Seite wenn unser Engel einfach macht was man sagt.
Also dein Kind ist noch klein und sucht deine Nähe und wenn du weg bist weint es das ist einfach klar mein kind hatte das auch aber du musst abwarten das legt sich wieder wenn er etwas größer ist
Ich finde das vollkommen normal. Er ist ein 7 Monate altes hilfloses Baby, er braucht eben die Sicherheit, dass Mama immer da ist. Lass dir nicht einreden, dass er sich mit einem halben Jahr schon alleine beschäftigen muss. Schön für die Mütter, deren Kinder das können, aber wenn deines das noch nicht kann, ist das eben seine eigene kleine Persönlichkeit.
Probier doch mal eine Bindeweise, bei der du das Kind auf den Rücken bindest. So hast du die Hände frei und kannst was machen und das Kind ist zufrieden auf Mamas Buckel. Das habe ich immer gemacht, wenn sie besonders anhänglich waren.
Hallo! Danke für deine Antwort! Ich weiß das mein sohn noch viel nähe braucht, er ist ein Stillkind und bekommt viel Nähe und Zuwendung. Nur beasprucht er sie dan ganzen Tag und das ist ein Proplem, da ich noch eine Tochter habe die auch nur 19 Monate älter ist als mein Sohn und auch noch viel ihre Mama braucht. Also was soll ich machen, ich kann mich ja schlecht zerteilen?! Beide brauchen mich!