Frage von pfannkuchen14, 70

Ist es "normal" , dass die GEMA am Ende des Jahres unangekündigt Hausbesuche macht ?

Gestern stand plötzlich ein Herr von der GEMA in dem Geschäft, in dem ich arbeite und hat mich ganz allgemein zum Thema Musiknutzung befragt. Ich als ahnungslose Azubine habe erstmal mit den Worten "Eigentlich nicht" verneint. Da wurde er sehr misstrauisch, blieb aber höflich. Mich hat das allerdings schon verunsichert, da ich mich ab der Sekunde, in der er sich vorgestellt hatte, unwohl gefühlt habe. Ich glaube diese Unsicherheit hat er falsch gedeutet. Na ja, jedenfalls ist mir da plötzlich wieder eingefallen, dass am Freitag dem 04.12 ja ein Kollege aus einer anderen Filiale da war und im Büro über das Internet Radio gehört hat. Normalerweise tun wir das nämlich nicht. Als ich dem Mitarbeiter der GEMA davon erzählt habe, war er sehr daran interessiert mehr zu erfahren, ich musste mich dann allerdings um einen Kunden kümmern und meine Kollegin hat dieses Gespräch zu Ende geführt. Sie hatte an diesem Freitag ihren freien Tag und als der Herr von der GEMA auch sie ganz allgemein zu Musiknutzung bei uns befragt hat, konnte sie nur verneinen. Erst später hat sie mir erzählt, dass Internetradio am Arbeitsplatz nicht ohne Anmeldung gehört werden darf. Jetzt habe ich mich mal ein bisschen im Internet schlau gemacht und so wie ich es verstanden habe, muss man nur Musiknutzung für den Verkaufsraum anmelden, aber nicht für ein Büro oder einen Aufenthaltsraum, wo der Kunde nichts davon hört. Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage: Hat die GEMA uns ausspioniert oder war dieser Hausbesuch sozusagen eine allgemeine Kontrolle?

Antwort
von Windspender, 50

Ich verstehe, dass man GEMA zahlen sollte, wenn sie ( Musik ) mehr als nur für privat gebraucht wird. Ein Verkaufsraum gehört dazu. 

Bei der privaten Nutzung bin ich etwas zwiespältig, da es ja dutzende Möglichkeiten gibt, gema-freie Musik zu hören bzw zahlt man ja schon einen Preis, wenn man sich ein Lied runterlädt.

Die GEMA geht jetzt so aggressiv vor, da sie sehen, dass ihr einfluss/ Image die letzten Jahre stark angekratzt wurde. Der GEMA-Mitarbeiter wird wohl öfters unbemerkt im Laden gewesen sein und hörte die Musik, aber du als Azubi brauchst gar nichts zu sagen, sondern auf den Chef verweisen.

Antwort
von Wepster, 44

Ganz allgemein muss nicht für jedes Internetradio GEMA bezahlt werden, also logischer Weise, wenn man z.b. Musik hört die kostenlos wäre. Denn es gibt sehr viel Portale die kostenlose Musik anbieten bzw. GEMA-freie. Im Gesetz steht was von "jeder öffentlichen Wiedergabe"...diese ist aber nicht genau definiert.

Das ist wie bei der NEO-GEZ die ja vermuten dass jeder in einer Wohnung ARD guckt, aber ganz frech Ausländer aussparen obwohl jeder Mensch übers Handy Fernsehen könnte und sogar Obdachlose mit Laptop und DVBT-Stick Fernsehen können, aber nicht zahlen. So vermutet die GEMA jedes Radio für die Öffentlichkeit wäre Musik mit Schutz-Rechten.

- iright.info

Wer GEMA-freie Musik spielt, muss es zeigen

Wenn Musik öffentlich erklingt, darf die GEMA davon ausgehen, dass vergütungspflichtige Musik gespielt wird und sie dazu berechtigt ist, Vergütungen einzusammeln. Das besagt die sogenannte GEMA-Vermutung, die auf Gerichtsurteile und zum Teil auf das Urheberrechtsgesetz zurückgeht. Es gibt jedoch auch Musiker, die nicht Mitglied bei der GEMA sind oder nicht sein wollen – zum Beispiel, weil sie Musik unter freien Lizenzen veröffentlichen. Wer solche Musik öffentlich abspielt, muss aufgrund der Vermutung gegenüber der GEMA zeigen, dass nur solche Musik gespielt wird.

Antwort
von fernandoHuart, 43

Credo der GEMA (FAQ):

Eine Musiknutzung muss grundsätzlich so rechtzeitig angemeldet werden, dass die GEMA noch vor deren Durchführung ihre Einwilligung erteilen kann.  Die Anmeldung kann sowohl online, per E-Mail, per Brief, per Fax oder telefonisch erfolgen.

Zur Anmeldung im Vorfeld besteht gemäß § 13 b Absatz 1 UrhWG eine gesetzliche Verpflichtung des Musiknutzers. Wenn man Rechte nutzen will, sind diese - wie allgemein im Wirtschaftsleben üblich - vorher zu erwerben.

Selbst wenn es ein Routine, allgemeine Kontrolle war, hat er Erfolg gehabt.

In Zukunft, als AZUBIENE, keine Frage beantworten die interna deine Firma betreffen, ohne Genehmigung deine Cheffe. Cheffe kontaktieren und ihm den Feld überlassen.

Antwort
von ThomasAral, 52

eindeuting hinterhältig spioniert --- denn wie du schon sagtest:  er wollte quasi privates radiohören rausfinden und das findet er nunmal nicht wenn er nur im verkaufsraum als kunde sich aufhält.  Man sollte diesen Leuten gar keine Auskünfte geben, denn sie werden das nur so hindrehen, dass es für die Kunden war -- und euch fällt dann das Gegenteil beweisen schwer. Andersrum ist es besser.  Nun muss er erstmal im Verkaufsraum Musik hören die nicht angemeldet ist um euch anzuzeigen. Und das hört er ja hoffentlch nicht.

Kommentar von ThomasAral ,

ausserdem sind das fragen die nur der geschaeftsfuehrer beantworten sollte.  denn selbst wenn irgendwas unangemeldetes laeuft will wohl der geschaeftsfuehrer nicht, dass ein angestellter es ist der es verraet.

Antwort
von Evemichelle, 16

hast mir  die geschichte gar nicht erzählt. ^^ich war  lange nicht mehr hier und ich dachte schon,dass du auch nicht mehr bist hier ♥^^

Antwort
von ghasib, 33

Der hat euch ausspioniert in wie weit ihr Radio hört. Ich hoffe da gibts nichts. Dann müßt ihr schlimmsten falls nachzahlen. Die sind sehr gerissen.

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