Letztens fragte mich meine kleine Tochter, ob es Gott gibt.Obwohl ich schon einen eigenen Glauben habe,fiel mir auf, dass wir in der Familie im Alltag kaum darüber sprechen.Diese Themen kommen durch den Religionsunterricht bei den Kindern auf und dann ist es manchmal garnicht so einfach, "kindgerecht" zu antworten, weil man die verschiedenen Möglichkeiten des "Glaubens" noch nicht so gut erörtern kann. Wie geht ihr mit dem Thema "Gott" um? Sprecht ihr aktiv mit Kindern/Partner darüber oder geht es auch im Alltag unter?

Bei uns wird häufig über Religion, Gott und Glaube diskutiert und das durchaus nicht immer kirchenkonform. Da einer meiner Söhne ein sehr aktives Gemeindemitglied ist (ohne mein Zutun sondern von sich aus) kommt das Thema immer wieder mal.
Leider bin ich einer der wenigen in meinem Umfeld, der zu diesem Gedanken steht. Das ist sehr häufig Grundlage heftiger Diskussionen und Unverständnis gegnüber meiner Einstellung.

Für mich gibts halt eine Macht die über uns steht, und ich nenne ihn Gott. LG Lotusblume
Ich glaube ;-), dass es wichtig ist, Gott und die Einrichtung Kirche auseinander zu halten. Einrichtungen und Auslegungen gibt es viele, doch es gibt- meiner Ansicht nach- nur einen Gott. Diesen Gott empfinde ich als die Grundenergie, die der Antrieb allen Lebens ist. Insofern ist Gott in uns allen, in allem Leben...Gesprochen habe ich darüber erst vor wenigen Tagen- wir haben es zwar nur angerissen, waren uns aber sofort hinsichtlich dieser Überzeugung einig. Vielleicht bedarf es dann auch gar nicht vieler Worte.

Es gibt keinerlei vernünftige Anhaltspukte für die Existenz eines Gottes. Die Einlassung, man könne auch die Nichtexistenz nicht beweisen, akzeptiere ich nicht. Wer behauptet, daß es etwas gibt, muß den Beweis führen und nicht umgekehrt.
Das ist nicht nur in meinem Metier, der Jurisprudenz, so, sondern auch in den Naturwissenschaften.
Teddylein am 28. Juni 2007 22:48 Wenn die Schöpfung und ihre Komplexität und Ordnung nicht beweis genuge ist, dann weiß ich auch nicht...
WolfRichter am 29. Juni 2007 13:24 Glauben heißt Nichtwissen.
Teddylein am 3. Juli 2007 22:57 Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht.
WolfRichter am 6. Juli 2007 19:19 Und was soll das beweisen?
Glaub halt weiter; niemand hindert Dich.
. . . auf alle Fälle - und auch angezeigt !

Jeder Kriegsherr in der Vergangenheit und Gegenwart (siehe Bush) meint im "Auftrag" Gottes zu handeln. "Gott" ist ein Alibi für alles mögliche. Es gibt keinen Gott. Wir, die Menschen haben unser eigenes Schicksal in den Händen. Es ist jedoch einfach für Furcht, Hass, Gewalt, Tod, Leben usw. einen "externen" dafür verantwortlich zu machen für das, was wir uns selbst antun.

Ich denke allerdings, daß es gerade in unserer Zeit der Aufklärung, Zuwendung zu Vernunft und weg von blindem Gottesglauben relativ viel über Gott und Kirche geredet wird. Vielen fällt es schwer, sich von Traditionen und Erwartungen der älteren Generation zu emanzipieren und das eigene Weltbild zu vertreten.
Auch durch die Bedrohungen durch Islamismus wird wieder vermehrt über Gott gesprochen.
überzeugte atheistin

Ich war meinen Kindern immer gegenüber immer ehrlich.Habe sie aber nie beeinflusst. Alle 3 haben den Religionsunterricht mitgemacht. Sie sollten die Chance haben ihre eigene Meinung zu bilden. Wir haben zu Hause viel diskutiert. z.B. über die Entstehung der Erde, der Menschen usw. 2 Kinder hatten den Wunsch konfirmiert zu werden. Der Jüngste hat sich für die Humanisten und einer Jugendweihfeier entschieden.
im alltag geht das bei uns unter

Hi, ich finde dass Gott ein zeitloses Thema ist. Ich persönlich vermisse allerdings einen Punkt bei dieser Abstimmung, der hätte lauten können "spreche nicht über ihn, aber lebe den Glauben".
Glauben heißt doch auch Nächstenliebe, meinen Nächsten lieben, also Liebe an meinen Mitmenschen.
Da ich daran glaube, dass es viele Menschen gibt, die mit vielen alltäglichen Handlungen anderen Menschen den Tag verschönern bzw. erleichtern, gibt es mehr Glaubenspraktizierende, als so manchem bewusst ist.
Dies finde ich wesentlich wichtiger, als bloß darüber zu reden. Glauben ist etwas lebendiges. Er geschieht durch liebe Worte, die wir an andere Menschen richten. Durch zuhören, wenn es einem geliebten Menschen schlecht geht, durch ein Lächeln, durch Hilfe gegenüber schlechter Gestellten etc .
Leider macht der Alltag und die damit verbundene Hektik uns oft blind für diese wunderbaren Kleinigkeiten.

Ich glaube an Gott und bin praktizierende Katholikin. Ich versuche, darüber zu sprechen, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber ohne jemandem meinen Glauben aufdrängen zu wollen.

Es gibt IHN einfach net ! ! !
Für mich gibt's halt keinen .Warum auch???

Ich glaube schon lange nicht mehr dran, und meine Kinder wissen das auch. Aber sie glauben dran. Ich werde, so gut es eben geht, sie in ihrem Glauben unterstützen. Ansonsten lieben sie auch den Religionsunterricht. Und darüber erzählen sie sehr viel.
LG 2kiba

Hi, ich finde dass Gott ein zeitloses Thema ist. Ich persönlich vermisse allerdings einen Punkt bei dieser Abstimmung, der hätte lauten können "spreche nicht über ihn, aber lebe den Glauben".
Glauben heißt doch auch Nächstenliebe, meinen Nächsten lieben, also Liebe an meinen Mitmenschen.
Da ich daran glaube, dass es viele Menschen gibt, die mit vielen alltäglichen Handlungen anderen Menschen den Tag verschönern bzw. erleichtern, gibt es mehr Glaubenspraktizierende, als so manchem bewusst ist.
Dies finde ich wesentlich wichtiger, als bloß darüber zu reden. Glauben ist etwas lebendiges. Er geschieht durch liebe Worte, die wir an andere Menschen richten. Durch zuhören, wenn es einem geliebten Menschen schlecht geht, durch ein Lächeln, durch Hilfe gegenüber schlechter Gestellten etc .
Leider macht der Alltag und die damit verbundene Hektik uns oft blind für diese wunderbaren Kleinigkeiten.

Was bedeutet populär - ob es modern ist? Der Glaube ist meiner Meinung nach zeitlos und grade in dieser Welt so wie sie ist, ist es doch um so wichtiger, Werte zu vermitteln und eine Hoffnung zu haben. Modern sind wohl eher Esoterik und Budhismus, aber diese bieten keine Beständigkeit. Ein Gott, der immer da ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit und wenn man dann auch an ihn glaubt, ist etwas wunderbares. Grade als Kind fand ich es als unheimlich tröstlich beten zu können und beschützt zu werden (jetzt aber auch)

Habe meinen eigene/n "Religion"/"Glauben"

Das liegt wie so häufig im Auge des Betrachters. Wenn ich "populär" im Sinne von "von der Bevölkerung befürwortet" verstehe, dann müssen wir uns wohl eingestehen, dass es mittlerweile unpopulär geworden ist, vom Glauben oder von Gott oder von Jesus Christus zu reden. Andererseits nehme ich den Trend war, dass immer mehr Menschen nach einem Halt im Leben suchen und sich Orientierung und Sinn im Leben vom Glauben an Gott versprechen. Allerdings werden die Kirchen immer weniger in die Antworten einbezogen. Solange Religion aktiv oder auch nur passiv die Menschen dazu anregt, damit zufrieden zu sein, die Welt nicht zu verstehen, ist sie jedoch kolossal vom Weg abgekommen. Deswegen ist es heute umso wichtiger und eben auch wieder populär, vom Glauben zu reden, weil der Glaube fürs Volk (populus) ist. Erst im Glauben erfahren wir, dass es mit den Dingen der Welt eben nicht getan ist und mein Sinn sehr viel mit Gott zu tun hat. Gruß Barnabas

kommt drauf an, was man Gott nennt....
ist es ein Wesen, dass für jeden einen Plan, eine Lebensvorstellung hat?
Dann ist es Schicksal.
Ist er die allwissende Energie, die überall um uns ist?
Dann glaube ich daran, aber nicht an "Gott".
An Gott glauben.... was ist das?
Jeden Sonntag in die Kirche gehen?
.
Ist ein chronischer Nicht-In-die-Kriche-Geher ein "Ungläubiger", weil er das "Gotteshaus" nicht besucht? Und wenn er nun jeden Abend leise vor sich im Bett hinspricht an irgendjemanden, den man nicht sehen kann?
Wenn man nichts von Gott weiß, aber trotzdem das Schicksal darum bittet, einem gnädig gesonnen zu sein... glaubt man dann an Gott?
Teddylein am 28. Juni 2007 22:50 Man muss als erstes Gott kennenlernen. Und er offenbart sich uns in der Bibel. Dort findet man auch, was er von uns erwartet.
Ich glaube an Gott,und den Kindern will ich die Möglichkeit lassen sich frei zu entwickeln und sich später zu entscheiden ob sie daran glauben wollen oder nicht. DARUM habe ich sie auch Taufen lassen, DARUM feiern wir auch Ostern, Weihnachten, Pfingsten, usw... Wenn so viele überhauptnicht an Gott glauben, WARUM feieren die dann all diese Feste schön mit und nehmen die ganzen Feiertage die mit Gott und dem Glauben in Zusammenhang stehen in ihrem Alltag danken an? Im Übrigen gibt es sehr schöne Kinderbibeln
Teddylein am 28. Juni 2007 22:52 Weil diese Feste alle heidnischen Ursprungs sind und erst später mit Gott und Kirche in Verbindung gebracht wurden. (z.B. Weihnachten war ursprünglich die Sonnenwendfeier. Erst später wurde daraus Christi Geburtstag gemacht, der in Wirklichkeit gar nicht bekannt ist.)

Es ist doch nicht ausschlaggebend, ob es populär ist.
Bei uns ist Glaube natürlich ein Thema, weil wir Christen sind. Aber auch sonst sollten Kinder nicht krampfhaft von diesem Thema ferngehalten werden.
Auch Glaubensfragen kann man kindgerecht beantworten.
Doch ich habe das Gefühl, das man belächelt wird, wenn man über Gott spricht.

Es wurde und wird immer noch so viel Stumpfsinn von und über Gott erzählt und sein Name wurde und wird aufs schändlichste für Mord und Totschlag und Bereicherung und weltliche Machtausübung mißbraucht und das wird schön langsam vielen Menschen klar,deshalb

