Ist es moralisch verwerflich, zu sagen: "Der Mensch steht über den Tieren"?

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16 Antworten

Es ist aus einem anderen Grund nicht verwerflich: Wir sind Menschen. 

Wir schätzen das Leben derer höher, je mehr wir uns mit jemanden verbunden fühlen. I. d. R. schätzen wir unser eigenes Leben am meisten, dann Familie und Freunde, Bekannte, dann Kultur. Irgendwann kommen wir dahin, dass unsere Arme alle Menschen der Welt umarmen. Danach kommen die Tiere, die uns am ähnlichsten sehen bis zu den unähnlichsten, gefolgt von Pflanzen, Mikroorganismen und Pilzen.

Wenn sich nun zwei völlig fremde Menschen darüber unterhalten, welches Leben wichtig ist, ist der gemeinsame Nenner der Mensch, vor allem in Anbetracht dessen, dass der Mensch als einziger als moralischer Akteur infrage kommt. Wer moralisch handeln kann, ist moralberechtigt. So wird "gedacht".

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Die Frage, ob es moralisch verwerflich ist oder nicht, sollte am besten erst gar nicht gestellt werden, weil ein ganz anderer Punkt viel relevanter ist.

Was wir real beobachten können, ist z. B. der Umgang mit Zuchttieren, mit Zootieren oder auch dem Familienhund oder der Familienkatze usw.

Hier zeigt sich, was zum "neuen" Lebensinhalt der Tiere wird und welche Leistung der Mensch dabei erbringt.

Die dann erkennbare menschliche Leistung ist vor allem, daß Menschen jede Menge Arbeitsaufwand dafür erbringen, daß es dem Tier entweder gut geht oder daß das Tier am Ende der Kette möglichst viel finanziellen Gewinn oder sonstigen Nutzen abwirft.

Der Mensch selbst macht sich in solchen Fällen mehr oder weniger (meistens mehr) zum Diener der Tiere, zu ihren Sklaven. Er stellt sich also selbst unterhalb des Tieres und erhebt damit das Tier indirekt zum Herr über den Menschen, oftmals dadurch begleitet, daß auch das Tier nicht mehr ein Leben führen kann, wie es seiner Art entspräche.

Gleichzeitig zeigt sich aus anderen Fachbereichen heraus auch immer mehr, daß so ziemlich jedes Tier zu erheblichen Denkleistungen fähig ist, die sich allerding voneinander sehr in der Methode der Verwirklichung unterscheiden und nur sehr schwer erkennbar sind, weil jedes Tier gemäß seiner eigenen Art ganz andere Bedingungen zu berücksichtigen hat als der Mensch.

Ich halte es auch aus solchen Gründen für arrogant und dumm, alleine aus dem Umstand heraus, daß Menschen kaum oder gar nicht in der Lage sind, etwas zu erkennen, herzuleiten, daß etwas nicht existiert.

In bezug auf die gestellte Frage, ob es verwerflich sei, daß sich Menschen über das Tier stellen, meine ich in Betrachtung der Gesamtzusammenhänge, daß "verwerflich" dort nicht hingehört, sondern daß es einfach nur arrogant und dumm ist. Disktutabel wäre dann, ob es verwerflich sein kann, arrogant oder dumm zu sein, oder ob es nur verwerflich ist, mit allen Mitteln dumm bleiben zu wollen.

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Es kommt auf die Perspektive an. Für uns Menschen sind Menschen wichtiger als Tiere. Aus der Sicht eines Tieres ist es umgekehrt. Wobei Tiere sicher nicht solche Gedanken haben.

Objektiv ist alles Gleichwertig. Denn in der Natur hängt alles mit allem zusammen. Jeder hat seinen Platz. Nur der Mensch hat sich davon entfremdet und sieht das nicht mehr.

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Das ist ganz normal. Denn der Mensch bestimmt ja alles, was geschieht auf der Welt. Die Tiere können sich da wenig wehren

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Schwierige Frage. Grundsätzlich würde ich mal sagen das der Mensch nicht über einem Tier steht. Allerdings ist der Mensch auch das einzige Lebewesen welches sich diese Frage stellen kann.

Weil der Mensch seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt (Was jedes Lebewesen macht) stellt er sich nicht automatisch über die Tiere. Aber in der Natur ist es nun mal so ''Der Starke frisst den Schwachen'' und der Mensch ist nun mal der ''Stärkste''.

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Der Mensch hat die Atombombe erfunden aber eine Maus würde niemals eine Mausefalle bauen!

Außerdem gibt es genug Tiere wie Affen und Elefanten, die den Menschen sehr nah kommen. (Wissen an jüngere weiter geben, Fammilien Leben bis hin zum Friedhof)

Das man bei Lebewesen zwischen Mensch & Tier unterscheidet ist schon komisch. . . aber sich darüber zustellen?

Und wer sagt das überhaupt?

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Kommentar von Yuurie
08.11.2016, 13:48

Leider sagen das viele Menschen. Habe ich auch schon oft erlebt. :/

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Kommentar von herbsttyp
08.11.2016, 13:54

Das sagt jeder, der Fleisch isst. Das sagt jeder, der eher ein Reh- als ein Menschen leben auslöschen würde!

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Wenn man dadurch das töten und ausbeuten von Tiere versucht zu rechtfertigen dann ist es verwerflich.

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Es kommt sicherlich auch auf die Situation an, in der "Mensch" das sagt.

Ich könnte mir so eine Aussage in einem Moment vorstellen, in dem jemand vielleicht akute Nöte oder das Leben anderer Menschen und einen gegenwärtigen Handlungsbedarf aus seinem Blickfeld verliert, weil er sich gerade dem Bedarf eines Tieres zuwendet, das ihm wichtiger scheint.

In der Bibel steht zudem: "Der Mensch mache sich die Erde untertan." Leider missbraucht der Mensch meistens seine Macht, die ihm seine Fähigkeiten verleihen und er fordert für sich höhere Rechte ein als er anderen Spezies zugesteht. Das könnte man als moralisch "verwerflich" betrachten, weil jede Spezies eine Daseinsberechtigung hat - von Gott gegeben.

Dieser Missbrauch ist unserer Spezies leider eigen. Es ist schön, dass sich Menschen deshalb für andere Lebewesen engagieren und einsetzen. Es gibt Menschen, die sagen: "Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere." Und das dann häufig zu Recht.

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Das musst du selbst wissen. Ich würde nie eine Art über eine andere stellen.

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Es ist extrem verwerflich und moralisch absolut absurt zu sagen,der Mensch steht über den Tieren !! Tiere hat es weitaus länger gegeben als den Menschen und kein Tier der Erde macht die Natur so kaputt für seinesgleichen wie es der Menmsch macht. Meiner Meinung nacht steht der Mensch weit unter dem allen anderen Säugetieren !!  Lest dazu meinen Slogan in meinem Profil !! Dafür stehe ich 1000 % !

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Alles, was auf Erden wandelt, hat ein Recht zu leben und sollte gleich gut behandelt werden. Für mich sind Menschen nicht wichtiger, im Gegenteil. Der Erde würde es ohne uns wesentlich besser gehen, wir machen im Grunde nichts anderes, als sie zu zerstören.

Zum Glück gibt es noch Menschen unter uns, die auch mehr auf Tiere und die Natur achten, aber leider sind es noch viel zu wenige (in meinen Augen).

Zudem sind die Tiere schon längst vor uns da gewesen, allein deshalb würde ich mich als menschliches Wesen nicht höher stellen und andere Lebensformen achten und respektieren.

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Kommentar von dfllothar
09.11.2016, 08:50

Sehr schön gesagt ! Mein Kompliment !

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Kommentar von Hacker48
22.04.2017, 22:05

Für mich sind Menschen nicht wichtiger, im Gegenteil.

Wenn du also mit deiner Familie im Auto sitzt, ihr fahrt gerade mit hoher Geschwindigkeit durch ein kleines Waldstück. Und plötzlich springt eine Rehfamilie auf die Straße. Verängstigt von dem plötzlichen, grellen Scheinwerferlicht bleiben alle Rehe stocksteif stehen.

Du hast zwei Optionen. Du hältst drauf zu - klar, du bremst, aber bei solchen Szenarien ist eine Kollision in der Regel unvermeidlich, außerdem würde bei einer Vollbremsung der Wagen ausreißen, es regnet nämlich stark und die Straße ist extrem rutschig. Also, du hältst darauf zu und wirst vermutlich einige der Jungtiere töten und schwer verletzen.

Oder: Du weichst aus und kollidierst mit dem nächsten Baum. Die Wahrscheinlichkeit, dass du oder dein Beifahrer das nicht überlebt ist doch recht hoch. Und so'n künstliches Koma ist auch nicht so geil.

Also, wie entscheidest du dich? Wenn dir Menschen nicht wichtiger sind als Tiere, würdest du eher den Tod von dir und deiner Familie riskieren als den Tod der Rehe. Vor allem kann das Reh nichts dafür, das ist schließlich ihr Wald, den wir Menschen ihnen weggenommen haben, nicht wahr? Nichtsdestotrotz, würdest du das wirklich tun?

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Kommentar von Yuurie
24.04.2017, 12:20

Abgesehen davon, dass ich kein Auto fahre, würde ich es vorziehen und hätte als Beifahrer auch Verständnis für den Fahrer, wenn er/sie ebenso handelt.

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Kommentar von Yuurie
26.04.2017, 12:02

"Würdest du das wirklich tun?"

Ja, würde ich.

Was heißt das wohl? :) ich umarme den Baum.

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Das ist ja eine höchstphilosophische Frage! Deine Frage wirft viele andere Fragen auf. Was ist Moral? Wer legt Moral fest? Haben Tiere nicht auch das Recht ihre Art zu erhalten? Ist der Mensch höherwertig? In diesem Zusammenhang müsste man auch die Frage stellen "Wer trägt mehr zum Erhalt des Lebens bei?" "Der Mensch oder die Tiere?".

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Kommentar von FrankCZa
09.11.2016, 00:57

Pseudophilosophisch vielleicht :D Da kann ich gleich darüber nachdenken was besser schmeckt: Pizza oder Burger?

Und wer legt fest was besser schmeckt? Gott? Ich selbst? Die Menschheit? Der Koch?

Hat denn nicht die Pizza dasselbe Recht zu existieren wie der Burger, ganz egal wie sie denn schmeckt? Und wer trägt zum Erhalt des guten Geschmacks bei? Die Pizza oder der Burger?... und so weiter und so fort xD

Wie gesagt solche 0815 Fragen sind einfach nur oberflächlich, das hat höchstens was mit Religion zu tun aber sicher nichts mit Philosophie ... !!!!!Meine Meinung!!!!!

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Ich finde es verwerflich.....wer sagt denn das ein Tier weniger Lebensfreude hat ??? Es kommt doch darauf an wo und wie das Tier lebt !!!! Es ist mindestens genauso viel Wert wie ein Mensch :9

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Kommentar von Deamonia
08.11.2016, 14:13

Mindestens? 

Wenn du also in der mitte eines langen Flures stehst, auf der einen Seite steht ein Körbchen mit einem Hundewelpen das in Flammen aufzugehen droht, auf der anderen Seite ein Körbchen mit einem Menschlichen Baby der gleich Feuer fängt, würdest du den Hund und nicht das Baby retten? 

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Kommentar von Hacker48
22.04.2017, 22:11

Stimmt, das Beispiel ist unrealistisch, ich habe ein besseres:

2 Uhr nachts. Autofahrt. Es ist stockdunkel und regnet. Du fährst mit hoher Geschwindigkeit durch einen Wald. Hast natürlich Fernlicht an. Plötzlich läuft ein Reh auf die Autobahn und bleibt, geblendet von dem grellen Licht, stehen. Du kannst nun darauf zuhalten und bremsen, was das Leben des Rehs allerdings kaum rettet oder ausweichen und mit dem nächsten Baum kollidieren. Die Frage ist, riskierst du das Leben des Rehs o. dein Leben?

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Es ist jedenfalls unlogisch....da der Mensch ein Tier ist. Mensch ist doch nur ein Begriff, um unsere Spezies von allen anderen Tieren abzugrenzen.

Und wieso hat ein Tier nicht verdient zu leben, nur weil es dümmer ist als wir oder andere/"schlechtere" Fähigkeiten hat? Wer bestimmt das? 

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Kommentar von herbsttyp
08.11.2016, 13:42

Ehm ja. und Tiger ist ein Begriff um die spezies der Tiger von allem abzugrenzen oder wie?

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Kommentar von Yuurie
08.11.2016, 13:53

Man darf nicht vergessen, dass wir vom Affen abstammen. Wir sind durch die ganzen Mutation zu einem 'neuen' Tier geworden.

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Es ist nicht verwerflich. Schon Jesus verglich des Öfteren uns Menschen mit den Tieren, ohne die Tiere deshalb gleich als unwert zu erachten.

Beispiel: Jesus sagte, wir sollen uns keine Sorgen machen. Er sagte: "Seht die Vögel des Himmels; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen - und der Himmlische Vater ernährt sie trotzdem. Seid Ihr denn nicht viel mehr [wert] als sie?"

Ähnliche Beispiele gäbe es noch viel mehr.

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Angenommen ein Alien käme zu dir und würde sich denken...naja, der hat sowieso nicht so ein ausgeprägtes Bewusstsein wie ich, also nicht das gleiche Lebensgefühl, also nutze ich ihn zur Erhaltung der Art.

Aber es ist eine schwere Frage. Menschen töten sich auch gegenseitig, um sich als einzelnes Individuum ihr Leben zusichern, wenn es drauf ankommt...that' life...

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