Frage von ichwersonst14, 66

Ist es moralisch verwerflich Suizid zu begehen?

In wiefern hat man wirlich die Verantwortung und auch Freiheit über sich selbst. Hierzulande wird man ja eingewiesen, wenn ein Suizidversuch misslingt. In der Schweiz ist die Sterbehilfe legal. In wiefern trägt man Verantwortung gegenüber Hinterbliebenen, die eventuell unter dem Verlust zu leiden habeen? Gehört man sich wirklich selbst? Inwiefern sind Schuldgefühle gerechtfertigt. Muss man sich aus Respekt vor Angehörigen und deren Gefühlen zwingen weiterzuleben. Wenn man das Recht zu leben hat, sollte man dann nicht auch das Recht zu sterben haben!?

Antwort
von Anduri87, 8

Ja und Nein

Wenn wir die ganze Situation ganz abstrakt betrachten, dann ist ein Suizid sofern er nicht durch andere herbeigeführt wurde (durch beispielweise Mobbing) und durch eine rechtlich mündige und volljährige Person begangen wird eine freie und selbstbestimmte Handlung. Die Selbsttötung ist auch deswegen ein straffreier Akt, da jeder Mensch sich selbst verletzen darf (und das bis zum Tode).

Allerdings können die Folgen einer Selbsttötung die Verwandten, Freunde und Bekannten des Suizidenten traumatisieren und schädigen. Das kann sogar soweit gehen das andere die Tat immitieren. Dann wäre da natürlich die Frage nach der Moral und Verantwortung die durch solches imitieren entsteht.

Es ist im allgemeinen eine zwiespältige Sache: zum einen steht es jedem Frei mit seinem Körper zu machen was er will, und zum anderen hat man eine gewisse Mitverantwortung gegenüber seinen Mitmenschen und seinem familiären Umfeld.

Lg, Anduri87

Antwort
von Goodnight, 24

Nein ist es nicht. Man kann einem suizidalen Menschen nicht auch noch die Verantwortung für das Glück der Umgebung aufbürden.

Zuweilen sind nämlich die Hinterbliebenen auch froh aus einer verzwickten Situation zu kommen. Darf man aber auch nicht laut sagen.

Ein Mensch der Suizid gefährdet ist, kann die andern ja gar nicht mehr wahrnehmen, das ist ein ganz schlimmes Gefühl.

Trotzdem lässt man es nicht einfach zu, dass jemand sich das Leben nimmt der in einer Krise steckt. Suizidale Menschen leiden verzweifelt nicht mehr dazu zu gehören und sich nicht mehr verstanden zu fühlen.

Dann gibt es noch schwer kranke Menschen die den Zeitpunkt des Leidens selber beenden wollen, das ist auch nicht verwerflich.

Antwort
von fellass, 33

Nein. Betrachte es mal Subjektiv. Wenn man ein Leben geschenkt bekommt, sollte man das auch ausleben. Wenn man in der Scheiße steckt, kann man da wieder rauskommen. Zumal ist zu erwähnen, dass Suizid nie eine Lösung sein wird, dass kann man glauben. Moralisch betrachtet, ist es auch nicht erlaubt, die Hinterlassenschaft (das Leben) aufzugeben, was einem gegeben wurde. Du weisst nicht woher das kommt, aber du sollst darauf aufpassen. Wenn man wirklich nicht mehr kann, ist das trotzdem kein Grund für ein Ende. Und an deine Mitmenschen solltest du auch denken, denn Egoisten sind nicht gerne gesehen. Habe selbst erlebt, wie Jemand von einer Brücke runterspringen wollte. Am Ende hat er es bereut und wollte nie wieder solche Angst spüren. Man sollte bei dem Gedanken Suizid lieber vorsichtig und auf jeden Fall selbstlos sein. Meiner Meinung nach...

Kommentar von ichwersonst14 ,

Was wenn man entscheidet, dass man dieses "Geschenk" zurückgeben möchte. Was wenn man einfach zu kraftlos ist und die Probleme, die man hat nicht lösen möchte? Natürlich sind Egoisten nicht gerne gesehen, aber ist es wirklich egoistisch? Irgendwie gehört einem doch das eigene Leben, oder etwa nicht? Wenn einem das eigene Leben nicht gehört, was macht es dann überhaupt lebenswert?

Kommentar von fellass ,

Die Verantwortung darüber macht es lebenswert. Wenn du denkst dein Leben hat keinen Sinn irrst du dich. Am Ende des Tages, dabei meine ich, wenn du in deinen Augen und in deinem Blickfeld keinen Sinn und keinen roten Faden mehr siehst, hast du die Aufgabe, dein Leben zu leben, das sollte Grund genug sein um am Leben zu bleiben. Das krebskranke Mädchen welches morgen stirbt, kann sich leider kein gesundes Leben zum Geburtstag wünschen. Aber du bekommst es kostenlos. Jetzt kannst du zweimal darüber nachdenken. Ich möchte dir deinen Gedanken nicht vorenthalten, aber das ist meine Ansicht darüber.


Befrei dich nicht von deinem Leben, aber versuche dich von deinen Problemen zu befreien. Dann hat man wenigstens ein Ziel im Leben. Als nächstes steht an: weiterleben und neue Ziele festsetzten.

Antwort
von PuNk4M3, 23

An sich würde ich nie jemandem dazu raten Suizid zu begehen, das sei vorweg gesagt. Ich möchte niemanden mit meinen moralischen Vorstellungen dazu ermutigen!

Ich persönlich denke dass man niemandem gegenüber eine Verantwortung zu erfüllen hat. Wenn man es jahre lang probiert hat wieder auf die Beine zu kommen aber man es nach allen möglichen Versuchen nicht geschafft hat und wirklich jeder letzte Ausweg aus dem eigenen Dilemma geschlossen bleibt, sollte man das Recht haben selbst über sein Leben zu entscheiden.

Jedoch hängt das stark mit dem Empfinden der betroffenen Person zusammen.

Antwort
von maxim65, 17

Zuallererst trägt man nur Verantwortung für sich selber. Du musst prinzipiell auf niemanden Rücksicht nehmen. Du hast das Recht zu sterben wenn du es willst. Die Probleme beginnen aber mit diesem "Willen". Inwieweit ist dieser der aktuellen Situation geschuldet und es besteht die Chance das sich die Situation in Zukunft deutlich verändert oder deine Einstellung dazu? Das kann man als Betroffener meistens nicht realistisch beurteilen. Wenn man in der Lage ist die Entscheidung rational zu begründen und man den Suizid nicht aus einen Affekt heraus macht dann sollte man darüber nachdenken. Dann kommen auch die Punkte zum tragen die du fragst. Kritisch wird es wenn es direkt abhängige von dir betrifft. Also z.B. Kinder und die noch jung sind.

Aber wie gesagt du hast das Recht zu sterben

Antwort
von bachforelle49, 3

Ansichtssache - aber ich glaube nicht, daß es was mit Gott zu tun hat und das Gott es - dir - verbieten würde.. aber grundsätzlich ist es mit Sicherheit eine Auseinandersetzung mit deinem Gott und du wirst dich mit ihm - im Selbstgespräch - mit ihm darüber auseinandersetzen müssen - aber nicht in dem Sinne, daß du jetzt um Erlaubnis fragen mußt oder tust..

früher wurden diese Sünder auf dem Acker vor der Stadtmauer verscharrt, auf dem auch die Hingerichteten ruhten.. aber das ist genauso dem menschlichen Irrdenken und Trugschlüssen anheim gestellt - gelinde gesagt - wie diese Hexenverfolgungen und Verbrennungen..

ein Mensch, der in der Erkenntnis, daß er sein Leben gelebt hat und jetzt aufgrund besonderer Umstände nicht mehr will, was eben - wie erwähnt - einer genauesten Konfrontation bedarf, was eigentlich nur das und im Alter legitimiert wäre.. (?!), wenn also für ihn begründete Fakten ein vorzeitiges Ableben befürworten, dann halte ich es für legitim - die Frage ist nur, wie...

die Militärs nach dem verlorenen Krieg hatten eine Pistole oder eine Phiole (Gift) dafür, das scheidet ja schon mal aus.. fast möchte ich sagen, die hatten es einfach.. du könntest genauso gut sagen, daß ein Mensch, der jemanden verurteilt, weil er sich aufgehangen hat, sich genauso schuldig macht wie derjenige, der am Strick baumelt - das ist die moralische Seite

Antwort
von FelinasDemons, 17

Moment.
Die Sterbehilfe ist in der Schweiz erlaubt. Aber Nur bei schwerkranken Menschen.
Bei einem psyschich labilen Menschen wäre es ziemlich krass/absurd Sterbehilfe zu leisten. Immerhin gibt es für fast alle psychischen Erkrankungen eine Lösung.
Zu deiner Frage ob es moralisch verwerflich ist. Genau kann ich das nicht beantworten. Jedoch gibt es einige, eigentlich nur negative Aspekte eines Suizids : die Hinterbliebenen, die Ungewissheit, der Schock,das Gefühl der Entgültigkeit. Es ist etwas unglaublich trauriges ,wenn jemand sich umbringt. Immerhin hat er sonst keine Möglichkeit gesehen,sein seelisches Leid zu beenden.
Zumindest werden Suizide von der Gesellschaft (verständlicherweise) nicht gerne gesehen. Es ist ein schwieriges Thema. Und Suizidenten werden auch als Egoisten bezeichnet. Egoismus,finde ich,ist moralisch verwerflich. Aber das muss vlt jeder für sich klären. Die Frage ist,wie du das siehst und was du von Menschen hälst,die sich umbringen.

Kommentar von WastedYout ,

Nein gibt es nicht bei Krankheiten wie schwerer Schizophrenie sieht deine Lösung wohl so aus: ihn mit Medikamenten zu zuballern

Kommentar von FelinasDemons ,

Kannst du nicht lesen? Oder hast du meine Antwort nur überflogen? Ich meinte ja auch nur "FÜR FAST alle...". Zuerst gründlich lesen,dann drüber nachdenken. Und schauen ob der Kommentar nicht doch unnötig war;)

Antwort
von marina2903, 23

das sehe ich genau so und kann nicht verstehen warum man sich quälen muss wenn man unheilbar krank ist. da müssten die gesetze geändert werden. freilich ist es für angehörige schwierig mit der lage fertig zu werden,aber sie müssen auch die wünsche der person akzeptieren wenn man abtreten möchte

Antwort
von einfachichseinn, 6

Selbstmord ist feige und egoistisch!

Ergo moralisch sehr verwerflich.

Außerdem wird in der Schweiz auch keine Sterbehilfe bei psychisch erkranken Menschen verrichtet.

Antwort
von friendfeeler35, 36

Man sollte wissen, wem man damit schadet, wenn man keine Angehörigen mehr hat und das Leben absolut nicht mehr lebenswert ist oder werden kann, sollte es einem schon gegönnt sein, sterben zu können.

Der Meinung bin ich.

Antwort
von Daniel079, 35

Suicide is forbidden, because it´s a crime to destroy government´s property

 ~Banksy

Kommentar von ichwersonst14 ,

Was soll mir das sagen? Das ich als Mensch sowieso im Besitz des Staats bin und damit die Pflicht habe zu leben!?

Kommentar von Daniel079 ,

Habe nur Banksy zitiert, wie man das interpretiert, will ich dir jetzt nicht in den Mund legen.

Kommentar von ichwersonst14 ,

sehr weise

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