ErsterSchnee am 21.03.2009 um 14:53 Uhr
Wir haben die Diskussion jetzt gerade im "Babytreff". Nachdem die drei Jahre Elternzeit um sind, spielen einige mit dem Gedanken, sich arbeitslos zu melden, um mit dem Arbeitslosengeld die Haushaltskasse aufzubessern. Ihr Argument ist immer, daß der Anspruch ja sonst verfallen würde. Denn wenn sie z.B. erst ein Jahr später arbeiten wollen würden (und sich dann arbeitssuchend melden), dann wäre der Anspruch auf Arbeitslosengeld ja weg. (Einen Job nicht zu kriegen ist bei einem Vorstellungsgespräch ja kein Problem. Und man kann das ja auch durchaus so verpacken, daß es nicht allzu offensichtlich ist.)
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich dazu für eine Meinung haben soll. Ich kann beide Seiten verstehen. Ist Arbeitslosengeld wirklich nur für "akute" Fälle gedacht? Oder ist der Anspruch berechtigt, obwohl man ja eigentlich gar keine Arbeit sucht?
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diese ganze Einstellung ist widerwärtig. "Einen Job nicht zu kriegen ist ja kein Problem".
So verhalten sich Asoziale und Schmarotzer.

wir mehr als genug vom Staat geschröpft werden und uns ruhig etwas davon zurückholen sollten! So lange jedes Jahr -zig Millionen sinnlos in aller Welt verteilt und verpulvert werden, sehe ich nichts Verwerfliches dabei!
kuntzkids am 21. März 2009 15:02 Na herrlich! Wenn jeder so denkt, leben wir bald alle von Sozialhilfe und wundern uns.
MikeFFM am 21. März 2009 15:04 Von mir aus! Dann ist wenigstens alles gerechter verteilt als jetzt! Zudem sage ich ja nicht, dass es eine generelle Lösung sein sollte. Aber nach der Elternzeit mit einem Kleinkind zu Hause finde ich es vorübergehend okay.
tuppergirl am 21. März 2009 15:05 man holt es sich aber nicht vom Staat, sondern von jedem, der arbeitet und Steuern zahlen muß, damit das soziale System einigermaßen funktioniert, es ist sehr schade, dass es dann so sabotiert wird.
MikeFFM am 21. März 2009 15:07 Glaubt nur alle schön an das Märchen von der Solidargemeinschaft... Naiv ohne Ende! Dann stifte ich den Eltern halt meine Steuern und Beiträge, die ich in über 35 Jahren Berufstätigkeit bezahlt habe. Das Geld habe ich erarbeitet!
tuppergirl am 21. März 2009 15:20 das hat doch nichts mit Naivität zu tun, es ist nun mal so wie es ist, Solidargemeinschaft, Generationenvertrag usw. Wenn ich selber darüber entscheiden könnte, wo meine Steuern hingehen, hätte das sicher etwas Reizvolles... Ich war auch mal eine zeitlang unverschuldet arbeitslos und froh darüber von der Gesellschafft aufgefangen zu werden, aber wohl gefühlt, habe ich mich nicht dabei, es hat gottlob nicht lange gedauert, da hatte ich etwas Neues. Ich kann die Menschen nicht verstehen, die sich darauf ausruhen, dass sich die Gesellschaft schon kümmert und sich nicht beteiligen. Ich finde, das gehört sich nicht!
MikeFFM am 21. März 2009 15:26 Tuppergirl, Gott erhalte Dir Deinen kindlichen Glauben an die Lügen der Politik! Wer ist denn "die Gesellschaft"? Nur wer produktiv ist? Ziemlich armselige Definition... Aber lassen wir das, ich bin wohl zu systemkritisch für Dich!
tuppergirl am 21. März 2009 15:32 @mikeFFM, bist du sicher nicht, einiges was du schreibst sehe ich sogar ähnlich, hat aber doch nichts mit der eigentlichen Frage zu tun, oder?
MikeFFM am 21. März 2009 15:35 Nö, aber die künstliche Entrüstung der braven Staatsbürger ist doch nur noch lächerlich! In der Frage ging es doch nicht um einen Dauerzustand, sondern eine vorübergehende Situation nach der Elternzeit mit einem Kleinkind im Haushalt. Vor diesem konkreten Hintergrund (und nur vor diesem!) finde ich die Idee zumindest nicht verwerflich!
Savage1975 am 21. März 2009 15:23 Werd nie arbeitslos sonst reibe ich dir unter die Nase das DU von meinem Geld lebst....
tuppergirl am 21. März 2009 15:30 ich war arbeitslos und froh darüber, dass das System NOCH funktioniert!! Ich weiß, wie bescheiden es ist in diese Situation zu geraten. Ich verurteile niemanden der sich bemüht!!
Kirschkind am 21. März 2009 20:42 hmmm naja im grunde ist es aber wirklich wahr.. was ich jetzt nicht heißen soll das ich diese meinung gut finde aber ich meine der staat schmeist wirklich geld für sachen raus die völlig unnötig sind, und an anderer stelle viel dringlinger gewesen wären oder sogar gelder von uns genommen werden weil der staat mist gebaut hat und wir müssens ausbügeln da sagen die einfach ... ach da erhöhen wir einfach wiedr ne steueroder reform mehr und dann wird das schon ...das ist in der tat unfair ...hmm naja man sollte nicht ausschweifend werden..und ich finde manche hier sind mit der meinung die sie ablassen bestimmt nicht so ehrlich wie gern sein würden !! ich finds gut das machnche mal so richtig ehrlich sind und keine angst haben vor Kritik! die meisten hier sagen nur , wo sie keiner für verurlteilen würde jedoch denken sie ganz anders!!nur damit sie nicht bei anderen auf granit beißen

ALG für Leute da ist, die dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen, wenn es drauf ankommt!

spiegel einer verkommenen gesellschaft

die Leute anscheinend keine Ahnung haben, wie es ist, ohne Job da zu stehen! ALG ist als Notgroschen gedacht und nicht als eine Variante sein Leben zu führen oder gar bequemer zu gestalten. WOW!

ja weil ich wegen sollchen leuten immer verurteilt werde..jeder arbeitslose hat einen schlechten ruf weil es sollche leute gibt ..und deswegen wird es einem als arbeitslosen so schwer gemacht weil es immer wieder leute gibtr die das alg 2 ausnutzen ... um die haushaltskasse aufzubessern suche ich mir doch nen minijon oder so ! ich in auch werden mami und muss dann sehen wie´s weitergeht aber .. das ich ja echt ... hmm naja .

ich diese Abzockermentalität hasse und wenn sich nur die Gedanken darum drehen, wie ich irgendjemanden nackig machen kann...
tja und bei solchen Gedankengängen bleibt wenig Zeit für Sinnvolles..

ALG zu beanspruchen und Stellenangebote vorsätzlich zu sabotieren, finde ich höchst verwerflich. Sich auf Kosten anderer die Taschen zu füllen (auch wenn's nicht viel ist) ist asozial im Sinne des Wortes.
ich das auch machen würde. ich habe auch keinen job weil ich vom hartz IV mehr kriege. da wäre ich doch sonst blöd
GerdaG am 21. März 2009 14:59 Deine Einstellung ist das Letzte. Jeder einzelne User hier, der Steuern zahlt, muss für Deine Faulheit zahlen.
mushroom1 am 21. März 2009 15:02 An AnnaJ: Das ist eine sehr verschrobene Einstellung zum Leben! Arbeit bringt dich zurück in die Gesellschaft (und bringt nicht nur Geld), wenn du so weiter machst, bleibst du am Rande stehen, hoffe nur, dass du dann nicht die Gesellschaft dafür verantwortlich machst!
MikeFFM am 23. März 2009 05:13 "Arbeit bringt Dich zurück in die Gesellschaft". Woher hast Du bloß den Kalenderspruch? Gesetzt den Fall, jemand hat genug Geld (z.B. Lotteriegewinn, Erbschaft), um bequem ohne Arbeit leben zu können und verzichtet auf einen Job. Steht er dann ausserhalb der Gesellschaft? Wohl kaum, ich denke, er steht wahrscheinlich sogar mehr mittendrin als jeder "normale" Arbeitnehmer...
na und, mir doch egal. Es hindert ja keinen daran es auch so zu machen
mushroom1 am 21. März 2009 15:10 Ich war über 5 Jahre vollständige ALG II Empfängerin, habe aber alles dafür getan das zu ändern (bin jetzt ALG II Aufstocker), denn das Leben ist völlig anders.
Hoffentlich bist du dann auch die erste, die schreit, wenn man dir einen 1 Euro Job anbietet!
kuntzkids am 21. März 2009 15:01 Unglaublich!

es betimmt auch Mütter sind die vorher gearbeiten haben. Sprich sie haben eingezahlt und auch ein Anspruch darauf..also was soll das Abzockermentalität sein ?? Frau Merkel möchte doch auch nun Osteropäische Pleitefirmnen stützen, das ist verwerflich.
mushroom1 am 21. März 2009 15:07 Das ist reine Manipulation des Systems und das System ist dafür da, dir zu helfen, wenn du wirklich in Not bist.
Savage1975 am 21. März 2009 15:16 @Mushroom Wie groß ist die Chance einen Job zu bekommen nach der Elternzeit ?? Ich merks doch selber grade. Ich wohn in Bayern, keine Chance, als Frau kaum und als Mann biste nen weichei ... Weisst wer mich nehmen wird ? Ne Firma in Frankfurt. 300 km von mir entfernt !! Gut ich komm aus OF (ja mIke das erklärt einiges ;) ) Aber meine sozialen Kontakte sind nach 5 Jahren auch nimmer da . Die sind jetzt in Oberfranken... Und ich bemüh mich sowas von nen Job zu kriegen.
tuppergirl am 21. März 2009 15:27 @Savage1975, deine Situation finde ich nachvollziehbar aber du verweigerst dich ja, wie du schreibst, nicht einfach nur so um das Geld abzukassieren. Wer sich bemüht und nix passendes findet, wird unterstützt, so funktioniert es.
tuppergirl am 21. März 2009 15:10 ja, jeder der gearbeitet hat und arbeitslos wird, hat Anspruch auf ALG, aber man m.E. verwirkt seinen Anpruch, wenn man bewust Arbeitsangebote durch diese Einstellung "Einen Job nicht zu kriegen ist ja kein Problem" nicht bekommt!
MikeFFM am 21. März 2009 15:11 Wow, wir sind uns einig! Ganz meine Meinung! Und über 70 Millionen jährlich als Entwicklungshilfe für China sind auch ein Witz, abgesehen von dem Geld für andere Länder, die die deutsche Wirtschaft gefährden!
Savage1975 am 21. März 2009 15:13 @ Mike . Ich kanns auch kaum glauben ;)

moralische verwerflichkeit sollte jeder für sich selbst definieren, wo da die grenzen liegen - wenn man trotzdem mit einem ruhigen gewissen leben kann, dann sollen sie doch machen - wenn du mit dem wissen nicht leben kannst, dann musst du sie anzeigen, denn auch mitwisserschaft ist strafbar ... entscheide selbst "ja" - "nein" - "anders" (jeder ist anders)
MikeFFM am 21. März 2009 15:23 Grundsätzliche Zustimmung, nur eine kleine Korrektur: Mitwisserschaft wäre in diesem konkreten Fall nicht strafbar, sondern nur aktive Mittäterschaft. Anzeigepflicht gilt unter Anderem bei Kapitalverbrechen. Die generelle Pflicht zur Denunzierung der Mitmenschen endete in Deutschland mit dem Fall der Mauer...
killerqueencb am 21. März 2009 15:27 danke - wieder was gelernt DH

Ich verstehe den ganzen Gedankengang nicht :-(
Ist die Betreffende nun nach der Elternzeit arbeitslos oder nicht?
ErsterSchnee am 21. März 2009 15:09 Naja, es geht halt darum, daß man zwar eigentlich nicht wieder arbeiten möchte, aber das Geld doch ganz gerne mitnehmen würde (also für dieses eine Jahr). Also wäre die Mutter quasi arbeitslos (wenn sie weiterhin zuhause bleibt) aber nicht wirklich arbeitssuchend.
... man da eben Geld bekommt für das man nicht tun muss.
allein diese Frage zu stellen artet schon aus. Wenn man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, sollte man sich nicht arbeistsuchend (denn das ist der richtige Begriff) melden. Wer nicht arbeitssuchend ist muß sich nicht melden. Dies doch zu tun um besser darzustehen ist für mich nicht vetretbar. Daran erkennt man die Menschen die sich nicht bemühen die Hintergründe zu verstehen, sondern einfach etwas tun weil sie nur an sich denken. Das ist in unserer Gesellschaft leider viel zu häufig zu sehen. Kein wunder das es in unserer Wirtschaft immer weiter nach unten geht.