Frage von Annabotika 01.01.2012

Ist es moralisch vertretbar, dass ein Mensch über den Tod eines geliebten Haustieres entscheidet?

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  • Antwort von Urbanessa 01.01.2012
    16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dreh doch die Fragestellung einfach mal um: Würdest Du es moralisch vertretbar finden, wenn ein Mensch aus Egoismus (und sicher auch Feigheit) heraus weigert, einem leidenden Tier die notwendige Erlösung zu verschaffen?

    In der freien Natur würden schwache, leidende Wildtiere nicht überleben; die würde sich mehr oder weniger sofort das nächstgrößere Raubtier einverleiben. In der freien Wildbahn würde also kein Tier lange leiden. Das ist ein Ungemach, das der Mensch mit der Domestizierung über die Haustiere gebracht hat, und damit steht der Mensch selbstverständlich auch in der Verpflichtung, die notwendigen schritte zu unternehmen, um Leiden zu verhindern bzw. zu beenden. Und damit ist Deine Frage beantwortet: Es ist nicht nur moralisch vertretbar, ein Haustier einzuschläfern; es ist vielmehr die verdammte Pflicht des Tierbesitzers, das zu tun. Wer sich dieser Pflicht entziehen möchte, der ist nicht geeignet, Haustiere zu halten.

  • Antwort von Darkicegirl 01.01.2012
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Liebe Anna,

    leider ging ich diesen Schritt erst. Auch ich machte mir Gedanken darüber wie sich meine Katze denn fühlen wurde. Und es kam mir so vor als ob Sie auf dem Weg zum TA es schon wußte. Sie hatte unerträgliche Schmerzen und innere Blutungen. Gerade als Ärztin setze ich mich viel mit dem Tod auseinander und wie viele ältere Menschen wurden sich wünschen das man auch Sie "erlösen" dürfe? Ich dachte mir bei meiner Katze, wenn schon Menschen sich unter schweren Krankheiten wünschen erlöst zu werden, wie soll es dann meiner Katze gehen? Das hat mir die Kraft gegeben diesen Schritt zu tun, außerdem will ich meine Katze ja nocht unter Schmerzen und Fieber dahinsiechen lassen.

  • Antwort von iris66 01.01.2012
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    jede entscheidung die ich treffe für mein tier, mache ich aus liebe zu dem tier. Warum gibt es denn bei den menschen eine patientenverfügung? Niemand, ob Mensch oder ob Tier muß leiden

  • Antwort von derregenmacher 01.01.2012
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Mensch,hat die Verantwortung für das Tier übernommen.Hier gilt für mich nur eines,die Erlösung von unnötigen Schmerzen.Auch wenn es mir verdammt schwer fallen würde,ich würde für unserem Kater die Entscheidung übernehmen.Vorher würde ich alles Menschenmögliche unternehmen und verschiedene Meinungen von Tierärzten einholen. Du kannst dir auch im TV dazu eine Sendung ansehen. Dazu empfehle ich die Sendung Menschen,Tiere &Doktoren.Hier wird alles dazu erklärt.

  • Antwort von pasmalle 01.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Auch als gläubiger Christ, welcher versucht seine Handlungen am Wort Gottes auszurichten, sage ich ja zu deiner Frage. Es ist moralisch vertretbar über den Tod eines geliebten Haustieres zu entscheiden. Grundvoraussetzung muss dabei allerdings sein, dass das Tier unheilbar krank, und starken Schmerzen und körperlichen Beeinträchtigungen ausgesetzt ist, kurz gesagt, dass das Tier leidet.

    Wer sein Tier liebt, wird diese schwere Entscheidung allerdings nicht nur nach seiner eigenen Einschätzung treffen, sondern dabei auch den Rat seines Tierarztes einholen. - Nur er kann ermessen, wann der Zeitpunkt des Leidens, den Zeitpunkt der Lebensfreude, des Lebensgenusses überschreitet und damit die (fast) schmerzlose Erlösung des Tieres angesagt ist. Außerdem wird auch kein verantwortungsvoller Tierarzt vorher aktiv werden.

    Meinem letzten Hund habe ich so den Abschied erleichtert, indem ich ihn in den Stunde der geplanten Erlösung nicht zum Tierarzt "geschleppt", sondern den Tierarzt ins Haus, in die vertraute Umgebung gerufen habe, wo er "Wuschel" dann in meinem Armen erlöst hat.

    Weil ich mich anfangs als Christ offenbart habe, möchte ich noch anfügen, dass es dem Menschen nach der Bibel nicht gegeben ist, sich, oder anderen Menschen das "Leben zu nehmen". Darüber darf allein Gott entscheiden. - Die Tiere jedoch hat Gott in die Hand des Menschen gegeben - selbstverständlich aber auch mit der Auflage verantwortungsbewusst und respektvoll mit diesen Mitgeschöpfen, mit deren Leben umzugehen.

  • Antwort von Marco1978 01.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gehört sogar zur Verantwortung für ein Tier dazu, dass man es vor unnötigem Leid und Schmerzen bewahrt. Es ist sehr schwer, den Egoismus zu überwinden und dem geliebten Tier ein langes Siechtum zu ersparen. Es tut weh, diesen Gang anzutreten und wenn möglich noch zuzusehen, wie es eben doch noch leben möchte. Aber wenn es keine Heilung gibt, wenn es sich nur noch unter Schmerzen oder gar nicht mehr bewegen kann - dann muss man sich eben trennen können. Viele Menschen wären wohl froh, wenn es diese Möglichkeit auch für Menschen geben würde - einen würdevollen, selbstbestimmten Tod.

  • Antwort von jockl 01.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da es keine dummen Fragen gibt ist das eine bl..... Ein verantwortungsvoller Tierhalter erlöst ein Tier vor unnötig langem Siechtum. In freier Wildbahn erledigt das die Natur auf ihre Art. Nur eine solche Natur gibt es bei uns nicht. Tiere unter sich kennen den Begriff Moral nicht.

  • Antwort von frugi 01.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ... es wäre dann doch auch sicher in Deinem Interesse, wenn der Veterinär, um der Verkürzung des Leidens, eine Spritze empfehlen würde !

  • Antwort von vesparoller 01.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn Du dem Tier im Alter / Krankheit damit unnötiges Leiden ersparst, ist diese Überlegung durchaus angebracht. Hier ist sicher auch der Rat des Tierarztes gefragt. Denn genauso kann ich die Gegenfrage stellen: Wie egoistisch ist es vom Besitzer, das Tier nur unnötig lange seinem Leiden (im Falle einer altersbedingten Krankheit) auszusetzen, nur weil der Besitzer noch möglichst lange mit dem geliebten Tier zusammen sein will?

  • Antwort von guterwolf 01.01.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir haben diesen Schritt schon zweimal hinter uns... Für uns - als Familie - war es ein Akt der Gnade unsere Hunde zu erlösen und nicht leiden zu lassen, da keine HOffnung mehr auf Besserung bestand.

    Ein Hund, der nicht mehr aufstehen kann, unter sich machen muss, nicht mehr frisst und nicht mehr trinkt - aber ein starkes Herz hat - sollte nicht so unwürdig sterben müssen und deshalb ist es für uns moralisch vertretbar, ein Tier, welches uns viele Jahre treu begleitet hat von seinenen Leiden zu erlösen.

    Ich finde es auch furchtbar solch eine Entscheidung treffen zu müssen, aber wir haben es nie bereut, so schwer es uns auch gefallen ist.

  • Antwort von Minischweinchen 01.01.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    meiner Meinung hat man sogar die Pflicht und Verantwortung das Leid eines Tieres zu beenden, wenn es keine Lebensqualität und Lebenswillen mehr hat. Es würde nur leiden und man sollte nie aus eigenem Schmerz und Egoismus zu lange warten, wenn man sieht wie schlecht es dem Tier geht!

    Grüssle und ein gutes neues Jahr!

  • Antwort von lichtschatten 01.01.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sich aus Liebe von einem geliebten Lebewesen verabschieden, ist eine edle Haltung. Aus eigener Sehnsucht ein krankes Tier am Leben erhalten zu wollen, finde ich verantwortungslos. Wenn Menschen sich vom Leben verabschieden wollen, sollte man sie auch gehen lassen. Bei Menschen kann man dies jedoch aufgrund zu heftiger Manipulationsgefahren nicht standardisiert in Form von Todesspritzen durchsetzen; bei Tieren schon.

  • Antwort von kreativkruemmel 01.01.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich war vor einem jahr in der sytuation. meine süsse hündin ist mit 16 jahre so krank geworden das sie sich qwälte. das zeigte sie nicht nur durch ihr umfallen ich sah es ihr irgendwann an das sie nicht mehr konnte. der tierartzt hat sie dann von ihren schmerzen befreit. ich hab das nicht sofort zugestimmt. noch nicht mal weil ich hoffte das sie wieder gesund werden könnte, nein das es keine wunder gibt , das wuste ich ja, nein ich wollte und konnte diese end scheidung nicht treffen. aber irgendwann in einen augenblick . da spürte ich dieses gefühl wenn alle die liebe die ich für diesen hund empfand nicht geheuchelt war. wenn all die sätze .. dir wird es immer bei mir gut gehen, gelogen waren. dann muss ich endscheiden. ich weis nicht ob es später mal nee stelle geben wird, wo ich für dieses ja zur einschläferung vor einer höheren macht verantworten muss. aber hier auf erden , da ging es für mich nicht mehr um eine verantwortung die ich später vieleicht , nach meinem eigenen ableben verantworten muss.hier ging es um die verantwortung zwischen qwal und tot. ich endschied mich für den tot. genau wie ich es nicht für mich haben möchte , das ich mich mal qwälen muss, so wollte ich es auch nicht für meinen hund. das ich den schritt mal gehen muss. wuste ich schon als ich mir 16 jahre vorher diesen hund genommen hab. verantwortung bedeutet verantwortung fürs tier und es nicht qwälen lassen. das hätte ich nicht verantworten können. wenn sie wirklich noch 1 oder 2 tage gelebt hätte, es wäre ja nur noch ein zeitlich begrentztes auf schieben gewesen. aber ich sie hätte unter qwalen sterben lassen. ich glaub dann hätte ich mir selber nicht mehr ins gesicht schauen können. das war ein weg bei den ich über meine eigenen grenzen gehen muste. trotz allen hab ich mich wieder für einen hund endschieden. und auch jetzt weis ich, wenn nicht was mit mir ist, das ich mit den hund, der jetzt hier liegt und genüsslich sein kauknochen verarbeitet irgendwann diese endscheidung von mir verlangen darf und sie auch bekommen wird. auch dann wird es nicht um mich , sondern um meine süsse gehen.. und da werde ich immer gegen qwalen endscheiden.

  • Antwort von imager761 01.01.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Tier sollte in Würde sterben.

    Und das bedeutet deiner Meinung nach Siechtum, Schmerzen und einen qualvollen Tod?

    Das Gegenteil ist der Fall: einer derartigen Besitzerin würde die Haltung entzogen und amtsärztlich eingeschrittten - mit Strafanzeige wegen Tierquälerei :-O

    G imager761

  • Antwort von Lachlan 01.01.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich finde den Begriff Todesspritze etwas grausam. Es ist eine Einschlafhilfe für den letzten Schlaf. Das klingt besser. Und das Tier zeigt es meistens, wenn es merkt, dass sein Ende da ist. Es sucht sich dunkle Ecken, weil es seine Ruhe haben will und dort dann auch in Ruhe endgültig einschlafen will. Das klappt aber nicht immer, weil es in einer Wohnung/Haus passiert. Also muss man seinem geliebten Tier die letzte Ehre und Hilfe geben, die es braucht. Inzwischen ist es weit verbreitet, dass der Tierazt nach Hause kommt und man nicht in die sterile und kalte Tierarztpraxis fahren muss. Das ist für beide Betroffene die bessere Variante.

    Ich sehe und höre meine Katze, die mit 21 Jahren an Pfingsten 2011 mit Hilfe der Spritze gegangen ist, auch heute noch irgendwo sitzen oder laufen.

  • Antwort von kuechentiger 01.01.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist moralisch nicht vertretbar, ein krankes, leidendes Tier nicht einschläfern zu lassen. Wie hier schon gesagt wurde, würde in der Natur ein Tier in einem solchen Zustand nicht sehr lange existieren.

    Ich musste vor einigen Jahren meinen ersten Kater einschläfern lassen. Ich habe den Tierarzt damals gebeten zu mir nachhause zu kommen, weil ich das kranke, ohnehin völlig verstörte Tier nicht noch in eine fremde Umgebung schleppen wollte. Und das war gut so, der Kater ist friedlich in seinem gewohnten Umfeld auf meinem Arm eingeschlafen und hatte nicht noch Streß durch die Autofahrt und die ganzen Umstände.

    Das einzige, was mich hinterher belastet hat war, dass ich mich nicht schon viel früher zu diesem Schritt entschlossen habe.

    Infoseite einer Tierarztpraxis zu diesem Thema:

    http://www.tierarzt-hucke.de/Allgemein/abschied1.html

  • Antwort von freezyderfrosch 02.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nein es ist nicht moralisch vertretbar weil man in die Natur eingreift.

    Niemand darf bestimmen wann etwas stirbt. Auch unheilbare Krankheiten und Leiden und Schmerzen gehören zum Leben dazu, genauso wie die Katze, der Hund und der Hamster an sich.

    Der Mensch verpasst einem Tier nur eine Todesspritze, weil er dazu fähig ist. Solange man nicht weiß, ob das Tier sterben oder leben will, solange sollte man es auch leben lassen. Erst wenn der Mensch weiß, dass das Tier absolut dazu fähig ist, selber zu entscheiden ob es sterben oder leben will und diese eindeutigen Signale uns senden kann, - erst dann ist der Eingriff mit der Todesspritze in Ordnung und damit moralisch vertretbar.

    Wir töten dieses Tier nur, weil "wir" , also unser Gehirn meint, es wäre für das Tier das Beste. Wir töten nicht das Tier, weil es außerhalb unseres Bewusstseins feststeht dass es gut ist, diesem Tier das Leben zu nehmen, wenn es krank ist. Der Mensch erlaubt sich also viel zu viel und bestimmt sogar schon, wann das Tier sterben soll, da ist eindeutig zu viel Menschheit im Spiel. Einfach zu viel Gehirn eines Menschen. Was ist schon ein Gehirn eines Menschen bezogen auf das Universum? Unsere moralischen Werte existieren nicht außerhalb, nur im Gehirn.

    Auf der einen Seite leidet das Tier, aber auf der anderen Seite lebt das Tier auch. Egal, ob das Tier Schmerzen hat oder nicht, es lebt und jede Todesspritze nimmt einem Tier das Leben. Man ermordet quasi das Tier, weil man ihm letztendlich eben nichts anderes als das Leben nimmt. Stell dir vor wir Menschen würden von Außerirdischen als Haustiere, in dem Fall , als Hausmenschen gehalten und die bringen uns um nur weil wir unheilbaren Krebs haben. Es gibt aber eindeutig Menschen, die auch mit Krebs weiterleben wollen und nach der Chemotherapie immer noch Lebensfreude haben. Solange Tiere dir nicht sagen können, ob sie überhaupt die Todesspritze haben wollen oder nicht, sollte man auch nicht eingreifen. Man bekommt einfach keine eindeutigen Signale. Vielleicht hat das Tier trotz unheilbarer Krankheit irgendwie und irgendwo noch Freude an irgendwas, was dem Besitzer aber nicht bewusst ist.

  • Antwort von Tibettaxi 01.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ist es moralisch vertretbar aus bescheuerten moralisch religiösen wahnvorstellungen heraus ein Lebewesen sich quälen zu lassen ? NEIN, ist es nicht. Jedes Lebewesen sollte imn würde sterben können und nicht elendiglich krepieren müssen - nur weil es moralapostel und diverse Religionen wollen

  • Antwort von sophia40 01.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Anna,

    ich kann Deine Frage sehr gut verstehen. WIr haben uns auch sehr sehr viele Gedanken gemacht dazu. Wir haben den Schritt schon zwei mal gehen müssen. Ich denke es ist irgendwie auch so, dass der Hund, wenn er mit dem Menschen lebt einfach nicht von selbst gehen kann. Die Tiere draussen leben anders sie sind gesünder fressen gesünder haben die Umweltreize nicht sie leiden nicht an so vielen Krankheiten wie unsere Hunde. Diese Tiere sterben einfach sie sterben anders irgendwie freieer habe ich das Gefühl. Ich habe dazu auch schon einmal eine sehr interessante Sendung gesehen die meine Meinung bestätigt. So denke ich dass ich als Mensche irgednwie schauen muss, mein Tier zu erlösen und zu befreien weil er/ sie es selbst nicht immer kann. Bei unseren beiden Hunden war es so, dass sie es uns immer angezeigt haben, wenn sie nicht mehr wollten. Beide Hunde haben sich lange vorher von uns verabschiedet wir konnten es fühlen und sehen. Man konnte es in ihren Augen sehen in dem tiefen Blick und in den Bewgungen in der Mimik und Gestik aber am meinsten in den Augen, dass sie nicht mehr wollten. Beide Hunde wussten beim Einschläfern um was es geht und beide Hunde sind in Ruhe und sogar in Dankbarkeit gegangen. Sie sahen am Ende aus als würden sie ruhig schlafen. Ich werde das nie vergessen weil ich damals so erleichtert war. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht und immer gedacht was tue ich meinem Tier an das arme Tier. Aber es war anderes als ich dachte . Es war schlimm aber für den Hund ruhig und richtig. Man kann es fühlen und wenn man es fühlt dann ist es richtig. Man muss nur seinem Gefühl vertrauen.

  • Antwort von maxi6 01.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn ich selber so krank werden sollte, dass mein Leben künstlich verlängert werden sollte, würde ich persönlich das auch nicht wollen (steht sogar in meinem Testament) und wenn mein Haustier leidet, wobei es immer darauf ankommt, was mein Tier hat und wie schlimm es ist, finde ich persönlich besser, wenn es sanft einschläft, als unnötig und künstlich sein Leiden zu verlängern.

  • Antwort von Affia 01.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn das Tier leidet, dann lasse ich es vom Tierarzt einschläfern. Kein Tierarzt wird ein Tier einschläfern, das nicht wirklich leidet und das durch Behandlung zu heilen wäre.

    Wir haben vor vielen Jahren unseren Hund einschläfern lassen. Der Hund hatte mit 15 Jahren einen Schlaganfall und das komplette Hinterteil war gelähmt. Der Hund konnte seine Geschäfte nicht mehr erledigen ohne Hilfen und bewegte sich ausschließlich mit den Vorderpfoten vorwärts. Da gab es dann einen Tierarzt, der eine 6monatige Therapie machen wollte und danach sollte der Hund wieder 'halbwegs' auf den Beinen sein. Unser langjähriger Tierarzt klärte uns über diese Therapie auf und der Erfolg schien eher fraglich. Sicher war allerdings, dass diese Therapie sehr viel Geld gekostet hätte ohne jegliche Erfolgsgarantie. Außerdem wären im Rahmen der Therapie nicht einmal die Ursachen für den Schlaganfall gesucht worden.

    Der Hund war für seine Größe schon in einem ansehnlichen Alter und wir haben ihn einschläfern lassen. Ich hätte mir die Qualen des Tieres nicht ohne Selbstvorwürfe lange ansehen können.

    Unsere anderen Tiere sind altersbedingt meist sehr plötzlich verstorben und niemand musste eingreifen. Bei Tieren darf man eingreifen wenn nichts mehr geht und das finde ich ok so. Ich finde es eher verwerflich wenn aus reinem Eigennutz ein Tier über lange Zeit leiden muss.

  • Antwort von Schoggi1 01.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Annabotika

    Ich finde es hat keinen Sinn mehr für das Tier zu Leben wenn es nur noch leiden muss. Wenn es nur noch so da liegt und kaum noch laufen kann, finde ich es besser, wenn man dem Tier die Todesspritze gibt. Ich als Mensch würde das auch für gut heissen mir die Todesspritze zu geben, sofern es keine Heilungschancen mehr gibt und ich ausser im Koma zu liegen, nichts mehr anderes tun kann.

    Ja, mir würde es auch schwer fallen unser Hund ein zu schläfern. Aber ihm zu liebe würde ich es tun, weil es einfach keinen Sinn mehr hat. Und ich denke ein Tierarzt kann das sehr gut einschätzen ob sowas sinnvoll ist oder nicht. Ich finde eher das es moralisch nicht vertretbar ist, das Tier noch Monatelang leiden zu lassen. Deswegen begrüsse ich das einschläfern.

    Ein Frohes neues Jahr und eine gute Frage von dir.

  • Antwort von viktorel 01.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja (1.Mose 1,28).

    Der Begriff "herrschen" meint auch, sich der schwachen und kranken Wesen zu erbarmen.

  • Antwort von Mrmabey 01.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn das Tier leidet dann ja.

  • Antwort von knutschie 01.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich bereuhe es. Obwohl ich mir 100% sicher war, dass er Schmerzen hatte und schon über 2 Jahre nicht mehr Gassi gehen wollte.. ich bereuhe es jeden Tag. Wie kann ich entscheiden ob er lebt oder nicht? warum hat ich nicht einfach die Schmerzmitteldosis anpassen lassen? Wer bin ich meinen Hund töten zu lassen. ich bereuhe es jeden Tag. ich komm mir vor wie ein Unmensch. Ich komm mir vor wie eine Mörderin.

    Er hatte vielleicht doch noch seine ganz eigene Lebensqualität. Wie kann ich das entscheiden? Woher will ich wissen ob was für den Hund lebenswert ist und was nciht. Er hatte noch Freude am fressen und ich lass ihn umbringen. Er konnte sogar noch aufstehen und hat sein Geschäft sogar im Garten erledigt. Ich hatte immer das Gefühl dass er nurnoch leiden würde. aber ich bereueh es jeden Tag.

  • Antwort von Tinkerbella16 01.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Meiner Meinung nach nein. Und zwar einfach deswegen, weil NIEMAND von uns weiß ob das Tier leben möchte. Und da kann jetzt keiner von euch irgendetwas gegen sagen denn das ist das einzige worauf es ankommt. Es gibt Menschen die starke Schmerzen haben aber trotzdem noch leben möchten,wenigstens noch kurze Zeit. Genauso gibt es Menschen ohne Schmerzen die nicht leben möchten. Ich denke dass es bei Tieren genauso ist, außerdem kann kein Tierarzt sagen WIE stark die Schmerzen für das Tier sind. Deshalb denke ich dass man jedes Tier leben lassen sollte aber vielleicht auch ein Gespür dafür entwickeln wie es dem eigenen Tier geht. Ich denke man kann Tieren ansehen ob sie Lebenswillen haben oder nicht. Ich finde es aber völlig FALSCH wenn der Tierarzt sagt dass das Tier eingeschläfert werden "muss" zu sagen dass das dann jetzt wohl so ist weil das Tier Schmerzen hat. Wenn man so argumentiert, dass es egoistisch wäre das Tier leiden zu lassen, dann frage ich mich wirklich, warum man sowas nicht bei Menschen genauso macht. Es gibt auch sehr kranke Menschen die Schmerzen haben aber man schläfert sie nicht einfach ein weil man davon ausgeht dass sie noch Lebenswillen haben oder vielleicht noch einige Tage Zeit, auch wenn man ihre Schmerzen nicht komplett stillen kann.

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