Ist es möglich innerhalb der 2 Jahresfrist eine neue Therapie im selben Verfahren, aber bei einem anderen Psychotherapeuten zu beantragen?

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3 Antworten

Beantragen kannst du alles - wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht genehmigt.

2 Jahre Zwangspause ist die Regel, besteht dazwischen Bedarf (das ist bei fast jedem so...), musst du in die Klinik oder selbst bezahlen.

Deswegen gibt es ja so viele "Drehtürpatienten".

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Kommentar von feminam
02.11.2015, 16:51

Aber Klinik ist doch viel teurer als eine Psychotherapie...

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Kommentar von Seanna
02.11.2015, 17:00

Stimmt. Ist auch unsinnig, aber dennoch so geregelt und ich hab bisher nur von 2 Ausnahmefällen gehört - beide komplextraumatisiert, also Extremfälle unter den Extremfällen.

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Kommentar von Seanna
02.11.2015, 17:03

Deshalb entlassen die Kliniken die Patienten ja mittlerweile auch oft viel zu früh so dass sie ganz schnell wieder drin sind. Wegen dem Kostendruck. Für jeden "neuen" Fall, auch Wiederaufnahme bekommen sie mehr Geld als wenn der Patient längere Zeit da ist. Und sie werden gezwungen ab ner gewissen Dauer jeden Tag zu begründen.

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Beide Antworten sind nicht ganz richtig. Folgende Möglichkeiten gibt es: Nach einer Ablehnung der Verlängerung kann ein Widerspruch beim Obergutachter eingelegt werden. Wenn dieser auch ablehnt, bleibt erstmal nur das Sozialgericht. Ein Neuantrag (ob mit oder ohne Verfahrenswechsel) ist in der Regel mit einem Bericht des neuen Therapeuten an den Gutachter verbunden. Das machen die wenigsten, da dieser schlecht bezahlt wird und viel Arbeit macht. Manchmal sind die Krankenkassen aber bereit, auf einen solchen Bericht vor Beginn der neuen Therapie zu verzichten, insbesondere wenn es sich um eine schwerere Störung handelt. Das musst aber Du mit der Kk aushandeln. Die zwei Jahre "Zwangspause" ist also eine, die theoretisch nicht existiert, faktisch aber weitgehend doch. Alles klar?

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Ein Verlängerungsantrag unter aktuell neuen Gesichtspunkten wäre denkbar.

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Kommentar von feminam
02.11.2015, 18:46

Ein Neuantrag auch?

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