Ist es möglich eine Depression alleine los zu werden?

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15 Antworten

Hey, hast du schon eine Verhaltenstherapie gemacht?  Professionelle Hilfe ist, wie du wahrscheinlich weißt, die beste Lösung.

Wenn du das nicht (mehr?) möchtest, dann habe ich ein paar Tipps, die vielleicht helfen könnten, ohne Medikamente und Ärtzte mit Depressionen umzugehen. Vorne weg : Es ist möglich selbst mit Depressionen fertig zu werden, allerdings schaffen das die wenigsten, aber wer sagt, dass du nicht zu denen zählst? ;)

1.Als erstes ist es wichtig immer (und ich weiß, für einen depressiven Menschen ist das nicht einfach) optimistisch zu bleiben. Man kann damit anfangen als erstes nur auf Aussagen von anderen zu reagieren.

Beispiel: Deine Freundin sagt dir : " Oh Nein, das Wetter ist heute so schlecht, dass ich gar keine Lust mehr habe mit meinem Freund spazieren zu gehen, ich hasse es unsere Dates abzusagen !" Darauf hin sagst du dann einfach :"Geht doch ins Kino, das macht bestimmt Spaß und bei schlechtem Wetter ist es da total gemütlich!"

Hier gilt: Fake it until you make it! Je öfter du nämlich solche Sachen sagst, auch wenn du vielleicht etwas ganz anderes denkst, desto leichter fällt es dir, auch von selbst optimistische Gedanken zu entwickeln.

2. Nimm Depressionen nicht als Ausrede. Ja, dir fällt es schwerer als anderen Menschen morgens aus dem Bett zu kommen. Ist das ein Grund sich bei der Arbeit ständig frei zu nehmen und das ganze damit zu entschuldigen, dass du Depressionen hast? Nein! 

Sei stärker als deine Depression und lass dein Leben nicht von den Depressionen leiten! Die hat das doch gar nicht verdient, dass du sie so sehr beachtest ;)

3. SPORT!!! SPORT!!! SPORT!!!

Es ist bewiesen, dass beim Sport Endorphine frei gesetzt werden und er deshalb in gewisser Weise glücklich macht. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, Sport würde wie ein mildes Antidepressivum wirken. Vorteil: Die Nebeneffekte sind durchweg positiv, es sei denn man hat etwas gegen eine gesunde Figur, mehr Muskelkraft oder evtl. sogar neue Freundschaften!

Denn vorallem bei Sportarten, die im Team gespielt werden, kommt man mit neuen Menschen in Kontakt mit denen man sich vielleicht anfreunden kann! Und ausßerdem kann man sein Fußballteam nicht einfach beim Turnier im Stich lassen und nicht erscheinen! Der Ansporn bei jedem Training dabei zu sein, ist also etwas höher!

Wenn es dir schwer fallen sollte, aus eigener Kraft, regelmäßig an einem Sportkurs teilzunehmen, dann frag eine/n Freund/in ob sie dich ein Mal die Woche vielleicht dahin bringen kann und sag ihr im vornerein, dass sie/er es nicht beachten soll, wenn du versuchst abzusagen.

4. Mach dir eine Art Kalender auf dem du dir Events einträgst, auf die du dich freust. Zum Beispiel ein Konzert, Weihnachten oder einfach eine Verabredung mit jemandem, den du magst, der Tag an dem das neue Album deiner Lieblingsband rauskommt oder die Sale Saison bei Zalando.

Jedes Mal, wenn du dir denkst : " Ich weiß gar nicht, warum ich noch hier bin, es ist alles mies, ich will nur noch schlafen" sieh auf den Kalender und denk an das nächste Event und versuch darüber nachzudenken, wie sehr du dich an dem Tag vielleicht freuen kannst.

5. Aber vorallem, hör nie auf anzufangen! Wenn du es mal nicht schaffst, diese Tipps zu befolgen, dann fang einfach nochmal an! Der Typ, der die Glühbirne erfunden hat, ist mehrere hundert Mal gescheitert, aber geschafft hat er es letzendlich doch!

Ich glaube, das war jetzt schon etwas viel Text. Alles Gute !!! :)

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Kommentar von Maariiee94
25.11.2016, 22:08

Vielen Dank für deine Antwort. 

So eine richtige Therapie hatte ich eigentlich nicht, ein paar Gespräche und mir wurden Medikamente verschrieben! 

Sport mache ich, ich spiele Fussball. erwische mich tatsächlich immer wieder selbst dabei das ich gern das Training absagen würde, und mache es dann leider auch meistens! 

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Kommentar von Wombat12
25.11.2016, 22:17

Ich habe jetzt noch ein oder zwei Sachen vergessen, die mir aber noch sehr wichtig sind und die ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte:

6. Versuch dich weitestgehend nur mit positiven Menschen zu umgeben. Wenn du zum Beispiel nur mit Menschen befreundet bist, die selbst eine negative Einstellung haben, dann fällt es einem natürlich schwerer, selbst optimistisch zu bleiben.

Das selbe gilt für traurige Musik. Die zieht einen oft schneller runter als man denkt. ( Kleiner Geheimtipp : Kubanische Musik ;))

Wer sich selbst in den regen stellt, soll sich nicht beschweren nass zu werden!

7. MEDITATION! Meine liebe Marie, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mir persönlich das geholfen hat :)

Ich kann dir da die App Calm empfehlen. Leider ist nur die Probeversion kostenlos, aber selbst die bietet eine ganze Reihe an angeleiteten Meditationssession, die zwischen 7  und 45 Minuten dauern. Mir persönlich haben die Meditationen zum Thema " forgiveness of self and others" jedes Mal geholfen.

Ach ja... die App ist übrigens komplett auf Englisch, ich hoffe, das stellt kein Problem da.

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Kommentar von Seanna
26.11.2016, 00:35

Bei medizinischer Indikation zahlt die Krankenkasse natürlich Psychotherapie. Bei Kindern wie Erwachsenen.

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Hallo Marie,

das Problem ist dass zum Beispiel Antidepressiva nur das Symptom der Despression verschleiern, es aber nicht bekämpfen.

Meiner Meinung nach ist das der falsche Vorgang, außer man möchte sein ganzes Leben davon abhängig sein.

Depressionen kann man bekämpfen, ist natürlich davon abhängig in wie weit man bereit ist sich mit sich selbst zu beschäftigen, wieviel Kraft man selbst dafür noch aufbringen kann etc. pp.

Es ist doch so , das es für jedes Problem einen Ursache gibt und genau diese muss man finden. Wenn man sie gefunden hat, was bei weitem nicht einfach ist, weiß man was geändert werden muss um das Symptom und die Depression zu bekämpfen.

Ich hatte mit 17 selbst eine Depression. Diese hat dazu geführt das ich letztenendes keine sozialen Kontakte mehr hatte und mich im Haus verbarrikadiert habe. Es fing ganz "harmlos" an, der Auslöser war eine soziale Phobie was sich bei mir in Schwindelkeit und Magenkrämpfen in der Öffentlichkeit gezeigt hattte. Anfangs erträglich ,führte es später dazu das ich nicht mal mehr in der Lage war mein Abi zu beenden. ( Was natürlich auch wieder seine Zeichen hinterlassen hat )

So folgte das eine auf das andere, Depression hat sich gebildet, bis ich letztenendes nur noch in den 4 Wänden praktisch vor mich hin vegetierte.

Jetzt ,10 Jahre später, ist das alles für mich nachvollziehbar, damals musste ich aber nach den Auslösern suchen. ( Meine Depression hielt 2 Jahre lang an)

Letztenendes habe ich nichts anderes getan, was ich damals hätte schon tun sollen. Anstatt mich selbst einzusperren, zu flüchten, hätte ich sagen sollen "Schluss damit". Genau das habe ich dann getan, ich habe absichtlich ganze Massen von Menschen aufgesucht , jeden Tag. Die Schwindelattacken und Magenkrämpfe wurden zuerst intensiver und verschwanden danach mit der Zeit komplett. Einige Zeit später habe ich dann noch mein Abi nachgeholt und parallel dazu soziale Kontakte geknüpft. Depression ade.

Meine Depression saß schon tiefer, hatte praktisch bereits Wurzeln geschlagen, aber dennoch hatte ich eine "harmlosere" Variante im Vergleich zu manchen anderen Menschen.

Ich will damit nur sagen, wenn man bereit ist und noch die Kraft hat sich mit sich selbst zu befassen, die Auslöser zu suchen und letztenendes dann auch zu bekämpfen, dann sollte man es auch tun.

Zur Unterstützung bietet sich natürlich ein Psychologe an , der ebenso bereit ist intensiv bei der Suche zu helfen und nicht direkt bei der eventuellen Diagnose aufhört.

LG

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Nein, da Dein Körper bzw. Dein Gehirn bestimmte Botenstoffe nicht bekommt, wirst Du es allein nicht schaffen. Dein Gehirn braucht diese Stoffe - und sei es chemisch - also Antidepressiva. Da gibt es einige verschiedene Medikamente und die brauchen Zeit, bis sie wirken. Zusätzlich brauchst Du eine Gesprächstherapie, um evtl. Ängste zu bewältigen oder was immer Dir auf der Seele lastet. Im Gespräch kann erkannt werden, ob Du das richtige Medikament bekommst oder nicht! Erst, wenn Du das richtige hast, wird es Dir besser gehen. Da liegt also ein Weg vor Dir. Fang ihn an, zu gehen!

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Hey Marie 

Ich weiß genau , wovon du sprichst und wie du dich fühlst. Mir hat es das Leben auch sehr schwer gemacht. Ich verstummte schon förmlich unter der Anwesenheit von Freunden , weil mein Kopf mich oftmals mit paranoiden , traurigen aber dennoch mit nicht nachvollziehbaren Gedanken bestach.Als erstes will ich dir erstmal sagen denke niemals , dass du jetzt anders bist oder ein Wrack bist oder nichts hinkriegen wirst im Leben .Denn jeder Mensch hat mal Depressionen. Das ist was normales. Der eine merkt es nicht(so war es bei mir anfangs) , der andere kann nicht damit umgehen und die anderen wollen es nicht glauben. Doch das Wichtigste ist , dass man den Weg nach draußen findet.

Ich bin der Meinung , dass nur wir alleine , uns aus dem Loch rausholen können. Denn so war es auch bei mir. 

Ganz ehrlich , was nutzt uns ein Psychiater wenn wir Depressionen haben ? Was nutzt uns Antidepressiva ? In meinem Fall hat es mich einfach nur noch mehr gekränkt , weil ich mich dadurch einfach nicht in die Gesellschaft einordnen konnte. Ich war auf dem Turn "ja ich bin nicht normal und deswegen krieg ich Tabletten" , und genau dieser Turn machte mir total das Leben schwer.

Ich weiß auch , dass mit Depressionen auch Minderwertigkeitskomplexe kommen. Und diese Krankheit wünsche ich wirklich keinem Menschen hier auf der Erde.

Deswegen stelle ich dir "meinen Plan da raus" jetzt mal vor !

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- Du brauchst eine Person , der du dich öffnen kannst. Eine Freundin/Dein Mann/Ein Familienmitglied , die/der stets ein Ohr für dich hat(kann man das so sagen ??), denn dadurch fühlst du dich nicht alleine und komplett im Stich gelassen.

 Handle mit Bedacht bei der Auswahl.

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- Sport ist eines der wichtigsten Aspekte für mich. Denn du baust nicht nur einen stabilen Körper auf , sondern zugleich auch dein Ego

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- Geh in dich. Suche nach den Gründen , die deine Depression ausgelöst haben und akzeptiere dieses Geschehen.Was passiert ist ist passiert und lässt sich nicht ändern. Schliess damit ab

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- Gerne kannst du es auch mit Meditation probieren.Ich empfehle dir die "Das Innere Kind" Meditation. Ich weiß das klingt lächerlich (das dacht' ich mir auch auf dem ersten Moment :D) , aber du musst es probiert haben.Das kann ich wirklich nur empfehlen. Auf Youtube gibt es mehrere Videos, such dir ein Video aus mit einer für dich angenehmen Stimme und lass dich von ihr leiten.Aber bitte tu' mir den Gefallen dich nicht abzocken zu lassen von Menschen , die ihre "Hilfe" im Internet für Geld anbieten

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- Akzeptanz. Akzeptiere dich selbst als nichtperfekten Menschen. Keiner ist perfekt. Und ganz ehrlich , wer mag es schon mit einem Perfekten zeit zu verbringen. Da wird einem doch immer bewusst , wie sch***** man ist.Also hör auf dem Perfektionismus hinterherzujagen Du bist Du , sowohl mit deinen guten als auch schlechten Seiten. Deine Freunde lieben dich und genau deswegen akzeptieren sie dich.

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- Sieh' ein , dass du Fehler machst.Fehler sind nicht da um uns kaputt zu machen. Sie sind da um uns zu lehren.

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- Notiere deine Gedanken

Zusatz

- Ich weiß nicht , ob es bei dir klappt. Aber ich möchte es trotzdem erwähnen. In Momenten , wenn mein Kopf total verrückt spielte z.B. wenn ich paranoide Gedanken hatte , habe ich mir selbst gesagt : "Hey , ich hab jetzt keine Zeit dafür. Befassen wir uns später damit." Klingt komisch , aber hat dennoch funktioniert öfters. Natürlich mit einer anderen Aktivität als Ablenkung.

Ich hoffe ich kann dir damit Mut und Kraft für deinen Kampf mit dir selbst geben. Falls ja , lass es mich wissen , wenn du magst. :)

Vielleicht erweckt es sogar die Interesse nach mehr und mehr Wissen über solche Krankheiten , denn so war es bei mir danach.

Alles Gute Marie !
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Kommentar von Upperhand
26.11.2016, 07:24

Eins noch - von Psychiatrie halte ich nichts. Wie soll man denn gesund unter "Verrückten" werden ?

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Kommentar von Maariiee94
26.11.2016, 11:16

Vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort! 

Ich werde versuchen deine Tips zu Herzen zu nehmen. Ich bin da leider sehr pessimistisch auch wenn deine Tips echt gut waren. :)              Ich kann mir nicht vorstellen das es mir besser geht irgendwann, bzw ich kenne daß gefühl gar nicht mehr glücklich zu sein. 

Aber man soll ja niemals nie sagen :)

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Ganz von alleine nicht. Villeicht später aber du brauchst erst eine Starthilfe. Ich bin normalerweise sowasvon total gegen Medikamente. Aber bei solchen Situationen geht es ab und zu nicht anderst. Versuche evtl neue Medikamente. Mit einer Therapie. Du brauchst aber wirklich den richtigen Therapeuten dafür. Nicht jeder kann dir so helfen wie es nötig ist. Die haben das nur studiert aber meistens selbst nicht miterlebt oder ähnliches. Suche dir jemanden mit dem du dich gut verstehst und das Thema studiert hat. Villeicht auch mit Erfahrungen. Meistens sind es eher die jüngeren ausser du verstehst dich mit älteren. Abgesehen davon kann ich dir nur das Meditieren und den Sport empfehlen. Versuche nicht zu viel in dich hinein zu fressen und baue am besten auch dein Selbstbewusstsein auf was vorallem mit dem Meditieren gut klappen kann. Wenn du gerne liest empfehle ich dir das Buch und den Email Newsletter (weiss nicht wie ich dem sagen soll :D) von Moritz Bauer. Seine fast täglichen Emails helfen sebst mir klar zu kommen mit enttäuschungen etc. Bei mir ist es zwar nicht so schlimm wie bei dir aber dennoch. Schaden kann es nicht. 

Ich wünsche mir für dich dass du da raus kommen kannst. Du schaffst es. Du wärst nicht die einzige. Wenn es andere schaffen dann du erst recht. 

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Kommentar von Maariiee94
25.11.2016, 21:49

Danke für deine Antwort. Sport machen ich, ich spiele Fussball im Verein aber daran verliere ich immer mehr die Lust! Ich werde mir das zu Herzen nehmen und diesen ersten schweren Schritt wohl gehen müssen. 

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Meiner Meinung nach kommt das ein bisschen auf den Menschen an. Aber grob gesagt musst du im Endeffekt immer alleine eine Depression loswerden. Das kann keiner für dich erledigen, weder Psychologen noch Medikamente noch sonst irgendwer. Die Arbeit liegt immer bei einem selbst.

Aber natürlich ist es oft leichter (zumindest für die meisten Menschen), wenn man Unterstützung von anderen kriegt. Weil man dadurch mehr nachdenkt, mehr macht, ermutigt wird, sich nicht alleine fühlt usw.

Ich finde es gut dass du die Antidepressiva abgesetzt hast. :) Weißt du die Ursache für deine Depression? Hast du konkret herausgefunden, wo das Problem besteht und weißt du, was die Lösung dafür ist?

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Kommentar von Maariiee94
26.11.2016, 00:02

Ich denke das es daran liegt das ich in meiner Kindheit viel Gewalt mit erleben und mit ansehen musste..Ich dachte eigentlich immer das ich drüber hinweg bin, aber wahrscheinlich steckt das noch irgendwie in mir drin! 

Danke für deine Antwort!

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Kommentar von Seanna
26.11.2016, 00:33

"Ein paar Bücher lesen" hilft wohl kaum gegen eine klinische Depression. Zumal Laien idr die relevanten Fachbücher nicht verstehen.

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Mittlerweile ken ne ich einige, bei denen die Depressionen an Hashimoto bzw. einer unerkannten Schilddrüsenunterfunktion lagen.

Jahrelang hieß es: alles in Ordnung. Es wurde nur der TSH-Wert gemessen, nicht T3 und T4 sowie Antikörper.

Lasse das mal vorsichtshalber kontrollieren.

Ausserdem trägt die momentane Witterung nicht unbedingt zur Heiterkeit bei. Ist leider auch bei vielen so, die sonst nicht mit Depressionen zu kämpfen haben.

Suche dir einen erfahrenen Therapeuten, der dich aus diesem Loch herauszieht und mit dem du schrittweise Helligkeit in deine Psyche bringst.

Alles Liebe für dich! ❀



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Das einzige was dich aufbaut, was dich immer Glücklich machen wird, was du im Leben wirklich brauchst ist Gott.

"Es ist komisch, dass wir Gott bitten, unsere Situation zu ändern, nichtwissend, dass er uns in diese Situation brachte damit wir uns ändern" klar klingt das im ersten Moment so "warum sollte Gott mich in einer depressiven Lage bringen?". Aber genau daran liegt es, wenn du es einmal nicht verstehst, und immer wieder nicht, dann wirst du irgendwann zusammen klappen und nur mit seiner Kraft wirst du daraus kommen können.

Du alleine schaffst es nur durch Gott, bete dafür, dass er dir Kraft schenkt. Nach einer schlechten Zeit, kommt IMMER eine Gute. Und bei Gott ist es egal wie lange es dauern wird, die gute Zeit kann auch erst in 10 Jahren kommen. Aber du muss Hoffnung und Geduld haben. 

Wenn du lernst dich zu lieben, deine Mitmenschen vom ganzen Herzen zu lieben. Nicht zulässt das in dir was schlechtes eindringt. Wirst du sehr glücklich und gesegnet leben können. 

Aber du muss es wollen und versuchen. Vielleicht glaubst du jetzt garnicht daran, aber ein Versuch ist es wert.

Und wie gesagt, Geduld haben. Niemals aufgeben egal wie schwierig die Situation ist. Du bist nicht komplett am Ende, nicht weil du stark bist, sondern weil ER es ist nicht zu gelassen hat. 

"Wenn du eine harte Zeit durchmachst und dich fragst warum Gott dir nicht hilft, denk daran: Das ein Lehrer während der Prüfung auch leise ist" ❤️

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Wenn du bereits so weit bist, bezweifle ich ehrlich gesagt dass du die Depressionen alleine loswerden kannst.

Ich würde dir raten eine sozialpsychologische Klinik in deiner Umgebung aufzusuchen und dir dort helfen zu lassen. Je nachdem wie sehr du unter deiner Depression leidest, solltest du auch in Betracht ziehen eine stationäre Therapie zu machen.

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Kommentar von Seanna
26.11.2016, 00:37

Was ist denn bitte eine "sozialpsychologische Klinik"?!

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Antidepressiva sind super für manche Menschen, aber sie helfen nicht jedem. Das heißt nicht, dass sie generell nicht helfen oder überflüssig sind, sondern es liegt an dem speziellen Cocktail an Botenstoffen, der bei jedem Depressionskranken anders ausgeprägt ist.

Es kann auch sein, dass zwei verschiedene Antidepressiva bei dir nichts verändern aber das dritte schon, weil es einen anderen Wirkmechanismus hat. Viele wissen das nicht und denken Depression wäre bei jedem gleich und Antidepressiva wären alle gleich. Stimmt beides nicht. Aber viele probieren es ein- zweimal aus, es klappt nicht, und dann denken sie es würde eh nie helfen und sowieso bei niemandem.

Alleine wird man eine Depression unter sehr günstigen Bedingungen und mit viel Glück vielleicht zeitweise los, doch da sie immer wieder kommen kann, auch heftiger als zuvor, und wenn man dann keine guten Verhaltensweisen und Skills von einem professionellen Therapeuten gelernt hat ist die Suizidgefahr eben sehr hoch...

Daher sollte man immer bei Depressionen professionelle Hilfe holen, nicht nur Medikamente sondern vor allem psychotherapeutische Begleitung und Hilfe.

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Wenn es dir so schlecht geht wie beschrieben, kommst du da eher nicht mehr alleine raus. 

Grundsätzlich lernt man während der Psychotherapie wie man leichte depressive Episoden gut übersteht.  

Da gibt es dann so Punkte wie:

-morgens aufstehen und sich fertig  machen..Also als Frau auch  schminken etc, um sich gut zu fühlen 

-raus gehen und sich  verabreden...bummeln und spazieren 

-bewusst genießen (ein Stück  Schokolade, den Kaffee, die Zigarette  und, und, und)

-im "hier und jetzt" bleiben! Wenn ich  schlechte Post bekomme, trotzdem im  "hier und jetzt bleiben"...Es nützt dir  nichts deine ganze Zukunft deswegen  schwarz zu malen. 

Und noch vieles mehr. 

Aber wie gesagt, ich rate dir dringend dir professionelle Hilfe von einem Psychologen zu holen. Alleine ist es kaum möglich da raus zu kommen.  

Alles was ich aufgezählt habe, sind Hilfsmittel die vorallem bei leichten Beschwerden helfen. Mehr auch nicht.  

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Kommentar von Maariiee94
25.11.2016, 21:50

Danke für deine ausführliche Antwort :)

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Es könnte schon gehen.

Mein Konzept ist: Musikmachen bei Traurigkeit, laufen bei Wut/Zorn/Frust.

Antidepressiva ziehen eine Gewichtzunahme nach sich; das würde mich dann auch nicht gerade froh stimmen.

Als es mir wirklich super-super-schlecht ging, hat mir eine Homoöpathin geholfen. Allerdings muss man da erst mal in die sog. Erstverschlimmerung, bevor es einem dann besser geht.

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Kommentar von Filou2110
25.11.2016, 21:38

Nicht jedes Antidepressivum zieht eine Gewichtszunahme nach sich. Es gibt da zich verschiedene Wirkstoffe, die alle anders auf den Körper wirken. 

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Sehr sehr ......... schwer. Meiner Meinung nach kann man richtige Depressionen nicht von alleine loswerden.

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Hallo Marie,

aus meiner Erfahrung geht es ein Stück weit alleine. Dazu braucht es den Mut die Depression zu durchleben. Dafür muss man die Entscheidungen treffen, sich nicht umzubringen, egal was man fühlt oder denkt. Und es braucht die Entscheidung, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, auch für seine Gedanke und Gefühle.

So kann man einiges tun. Oft liegen aber die Wurzeln der Depression in der vorgeburtlichen oder frühkindlichen Zeit. Dieser Bereich ist unserem Bewusstsein nicht direkt zugänglich. So auch schwere Traumata, die wir aus unserm Bewustsein gedrängt haben, um uns zu schützen. Dieses ist ohne Hilfe nicht zu bearbeiten, da wir selbst dann keine Möglichkeiten haben den Prozess zu steuern.

Dir alles Gute, Nick

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Ja, es ist möglich :)

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