Frage von Misty2015, 19

Ist es möglich durch Spenden einen Assistenzhund finanzieren zu können?

Guten Tag liebe Mitglieder,

ich habe im Bekanntenkreis eine junge Frau (22 Jahre) die psychische Probleme hat unter anderem: Depressionen, Angstzustände z.b im Dunkeln draußen oder alleine im Haus wenn es dunkel ist, starke Stimmungsschwankungen, leichtes Selbstverletzendes verhalten (also kein Ritzen sondern sie kratzt sich mit den Fingernägeln auf oder beist sich in den Arm) und dazu ist es noch so das sie sich oft sehr einsam und allein gelassen fühlt. Sie war in Therapie 6 Monate, hat Medikamente bekommen und ist jetzt in ein betreutes Wohnheim gezogen (wo sie auch psychatrische Hilfe bekommt), dort möchte sie aber gerne raus da sie ein Mensch ist der aufgrund der psychischen Probleme nicht gut mit anderen Menschen klar kommt, sie hat zwar Freunde denen sie auch sehr vertraut aber sie tut sich sehr schwer in einer Wohngruppe zu Leben da sie schlecht auf andere Menschen zugehen kann. Die Betreuer des Wohnheims haben auch ihr okay gegeben das sie in eine eigene Wohnung darf allerdings wird sie dort weiterhin von ihrer Bezugsbetreuerin unterstützt 4-5 mal die Woche besucht und ihr wird bei Arzttermin ect geholfen durch ihre Bezugsbetreuerin. Nun ist es so das sie selbst sagt sie möchte alleine wohnen aber sie hätte gerne einen Hund bei sich, der sie beschützt, der sie tröstet, der ihr einfach auch emotionalen Halt gibt. Und die Betreuer meinten das zwar die Krankenkasse einen Assistenzhund mit bezahlen würde aber nicht alles. Für meine Bekannte waren Hunde schon immer wichtig, sie blüht richtig auf wenn sie mit einem Hund Kontakt hat, ist offener, lächelt mehr und ihr fällt es so auch deutlich leichter einen Alltag und Routine zu entwickeln und vorallem kommt sie so mehr aus der Wohnung was ihr auch wieder sehr gut tut.

Ich möchte meiner Bekannten gerne helfen ihr den Wunsch von einem Assistenzhund zu erfüllen, denn alleine bezahlen kann sie diesen inklusiv der Ausbildung zum Assistenzhund nicht. Meint ihr es wäre möglich das man irgendwo im Internet einen Spendenaufruf startet damit sie sich den Wunsch eines Assistenzhundes erfüllen kann?

Sie ist eine total liebenswerte, tolle und freundliche Person und sie wünscht sich nichts mehr als das sie einen Assistenzhund bekommt der sie auffängt und ihr wieder Freude am Leben schenkt und ich würde ihr unheimlich gerne helfen, denn sie liegt mir sehr am Herzen.

Wäre dankbar für hilfreiche Antworten und bitte keine dummen Kommentare wie z.b ja da kann ja jeder sagen er sei psychisch krank damit er einen Hund bezahlt bekommt. Ich möchte ungern mehr über sie erzählen als das was ich schon geschildert habe da ich auch ihre Privatshpäre schützen möchte daher bitte ernstgemeinte Antworten.

Herzliche Grüße

Misty2015

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Misty2015,

Schau mal bitte hier:
Therapie glücklich

Antwort
von muschmuschiii, 13

"Ein Assistenzhund, auch Rehabilitationshund genannt,[1]
ist ein Hund, der so ausgesucht und ausgebildet wird, dass er in der
Lage ist, einem Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen
ausgefallene oder fehlende Sinnes- und/oder Körperfunktionen so gut wie
möglich zu ersetzen."    Quelle: Wikipedia

wenn ich dich richtig verstanden habe, soll ihr der Hund emotionale Stabilität geben, denn sie ist ja weder geistig noch körperlich behindert, sondern "labil" im weitläufigen Sinne. Würde da nicht jeder liebevolle gut sozialisierte Vierbeiner ihr weiterhelfen. Ich denke hier z.B. an einen Golden Retriever. Um den muss sie sich kümmern, er steht treu an ihrer Seite, tröstet sie in allen Lebenslagen etc. ...... würde das nicht für sie "ausreichen", da der Hund ja keine Defizite ausgleichen muß?

Kommentar von Misty2015 ,

Also es ist so das sie auch eine Sehbehinderung hat (ihr fehlt ein Stück vom Sehnerv), sie hat deshalb einen Schwerbehindertenausweiß von 50 %, zudem ist sie momentan erwerbsunfähig da sie aufgrund ihrer psychischen Probleme ihre angefangene Ausbildung abgebrochen hat. Allerdings weiß ich nicht ob das als körperliche bzw geistige Behinderung zählt.

Kommentar von muschmuschiii ,

bei einer Sehbehinderung ist die noch vorhandene Sehfähigkeit interessant und ein Schwerbehindertenausweis von 50 (nicht Prozent!) ist die geringste Stufe. Erwerbsunfähigkeit aufgrund psychischer Probleme hat sicherlich zur Einstufung mit eine Rolle gespielt, aber das muß ja nicht dauerhaft so bleiben.

Ohne deine Bekannte zu kennen: ich glaube, dass ihr ein ganz normaler, lieber Hund schon sehr viel weiter helfen würde.

Falls du das Thema Assistenzhund weiter verfolgen möchtest, hier eine sehr informative Seite:

http://www.assistenzhunde-zentrum.de/

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