Ist es möglich, dass Eltern sich gegen Unterhalt einigen (ohne Mitsprache des Kindes (16 Jahre)?

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6 Antworten

Eltern können sich zwar nicht "gegen Unterhalt" für ein minderjähriges Kind aussprechen/ einigen, aber sie können ggf. auf Unterhaltszahlungen verzichten.

Solange du noch minderjährig bist, müssen sich deine Eltern bezüglich deines Unterhaltes einigen - da hast du kein Mitspracherecht und auch selbst keinen Anspruch auf Bargeld....

  • Der Elternteil, bei dem du lebst, kann vom anderen Elternteil Barunterhalt für dich einfordern. 
  • Er/sie kann auf diesen Barunterhalt aber auch verzichten (oder sich in anderer Weise mit dem anderen Elternteil einigen...), wenn er/sie diesen Barunterhalt auch aus eigenen Mitteln (Verdienst, Vermögen etc...) aufbringen kann.
  • Nur, wenn er/sie.. ansonsten staatliche Unterstützung für dich beanspruchen müsste, dürfte er/sie nicht auf den Barunterhalt vom anderen Elternteil verzichten.

Erst ab deinem 18. Geburtstag bist du selbst für deinen Unterhalt zuständig, könntest/ müsstest deine Ansprüche an die Eltern selbst durchsetzen.....

Im Prinzip ginge das schon,zumindest solange es dem Kind an nichts fehlt,der Elternteil bei dem das Kind lebt keine Sozialleistungen beantragen müsste,dass Kind noch nicht volljährig ist oder wegen einer Ausbildung vorher schon Umziehen müsste !

Denn solange das Kind noch minderjährig ist und bei einem Elternteil lebt,steht der Barunterhalt den der Elternteil zahlen muss der nicht mehr mit im Haushalt lebt dem anderen Elternteil zu,der dem Kind dann mit Unterbringung / Verpflegung / Kleidung usw.Naturalunterhalt leistet.

Der Barunterhalt muss aber für den Unterhalt des Kindes eingesetzt werden,dass Kind selber hat darauf keinen Anspruch,wenn sich die Eltern also einig sind und es dem Kind an nichts fehlt,dann könnte das zumindest eine Zeit lang gut gehen.

Spätestens aber wenn das Kind 18 wird muss es seinen Unterhaltsanspruch dann bei beiden Elternteilen selber geltend machen,dann also wäre eine evtl.Abmachung der Eltern hinfällig,denn dann stünde dem Kind der Barunterhalt des nicht mehr im Haushalt lebenden Elternteils selber zu.

Auch wenn das Kind z.B. unter 18 auf Grund einer Ausbildung umziehen müsste und dann einen Antrag auf z.B. Bafög - ( schulische Ausbildung ) oder BAB - ( betriebliche Ausbildung ) stellen könnte,müsste das vorher mit den Eltern geklärt werden,denn diese sind dir dann bis zum Abschluss deiner Erstausbildung / Studium zum Unterhalt verpflichtet,wenn du deinen dir zustehenden Unterhaltsbedarf nicht aus eigenem Einkommen / Vermögen sicher könntest.

Denn würde das Kind dann einen dieser Anträge stellen,dann würden die Eltern Auskunft und Nachweise über Einkommen / Vermögen machen müssen,denn der Elternunterhalt wäre hier vorrangig zu zahlen,es würde dann also keine dieser Leistungen geben,wenn die Eltern leistungsfähig wären.

Wenn das Kind dann noch minderjährig wäre und die Eltern trotz Leistungsfähigkeit keinen Unterhalt zahlen wollen,dann könnte hier in Vorleistung gegangen werden und das Amt würde sich dann den Unterhalt selber von den Eltern wieder holen.

Ab 18 müsste das Kind diesen Unterhalt selber einfordern bzw.einklagen.

Ich sehe das hier ein wenig anders, als die anderen.

Grundsätzlich sind deine Eltern unterhaltspflichtig. Der Elternteil, der auszieht in Form von Barunterhalt. Der Elternteil, wo du wohnst in der Regel durch Naturalien (Unterkunft, Verpflegung, Kleidung etc.).

Zur Berechnung werden beide Einkünfte (und evtl. auch Vermögen) gegeneinander gerechnet.

Den Barunterhalt würde in diesem Fall deine Mutter zahlen. Letztendlich ist m.E. jedoch entscheidend, dass für dich ausreichend gesorgt ist. Wie das finanziert wird, dürfte eher nebensächlich sein, wenn deine Eltern sich einig sind.

Anders sieht das dann aus, wenn du volljährig bist oder ausziehst. Dann steht dir Barunterhalt von beiden Elternteilen zu, den du einfordern musst.

§ 1614 BGB Verzicht auf den Unterhaltsanspruch; Vorausleistung

(1) Für die Zukunft kann auf den Unterhalt nicht verzichtet werden.

(2) Durch eine Vorausleistung wird der Verpflichtete bei erneuter Bedürftigkeit des Berechtigten nur für den im § 760
Abs. 2 bestimmten Zeitabschnitt oder, wenn er selbst den Zeitabschnitt
zu bestimmen hatte, für einen den Umständen nach angemessenen
Zeitabschnitt befreit.

Auf Unterhalt verzichten darf der Unterhaltsberechtigte nicht.

Mach das Jugendamt darauf aufmerksam.

Kannst du deine Frage etwas genauer Beschreiben. Mit den Infos ist es schwierig eine korrekte Antwort zu geben.

Kommentar von linesjf
21.08.2016, 11:10

Wenn sich die Eltern scheiden lassen und ein Elternteil auszieht, ist dieser ja normal Unterhaltszahler. Ist es aber möglich, dass sich die Eltern dann gegen Unterhalt entscheiden (von beiden Seiten aus beschliessen, auf den Unterhalt zu verzichten), ohne dass das 16-Jährige Kind in die Entscheidung miteinbezogen wird?

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Kindesunterhalt wird nicht von den Eltern ausgewürfelt. Dem säumigen Elternteil droht natürlich eine Nachzahlung und der Elternteil kann sich dann nicht auf den wohlwollenden anderen Elternteil berufen.

Um es kurz zu machen: Vergisses. :)

Kommentar von linesjf
21.08.2016, 11:14

Die Situation ist halt diese, dass mein Vater mir nichts zahlen wird, sobald er ausgezogen ist und meine Mutter möchte das auch nicht, dass er zahlen muss. Er meint, dass er mir nichts zahlt, weil unser Grundstück immer nur auf meine Mutter angemeldet war. Einen Anwalt möchten sie bei der Scheidung aber weglassen, also kann ich praktisch den Unterhalt vergessen 

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