Frage von heimkid, 157

Ist es möglich, dass Eltern ein Kind zu einem sehr netten Teenager erziehen können und das andere Kind nicht?

Ist es möglich den Eltern komplett die Schuld dafür zu geben, dass ein Kind ganz viele Probleme hat?

Kann man sagen, dass das nur an der Erziehung liegt, vor allem wenn das Geschwisterkind wohl erzogen ist und zwischen beiden Kindern nur 2 Jahre liegen und beide Kinder wirkliche Wunschkinder waren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von amy2107, 104

nein so kann man das nicht sagen. da spielen auch noch ganz viele andere faktoren ne rolle, soziales umfeld, umgang, freunde, persönliche erfahrungen, die einen prägen usw. je älter man wird, desto mehr rückt der einfluss der eltern in den hintergrund und eben diese faktoren nehmen einen höheren stellenwert ein

Antwort
von Nashota, 88

Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Umfeld, was Freunde angeht.

Du wirst keine Geschwisterkinder finden, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Das kann ich auch als Mutter zweier Töchter mit einem Altersunterschied von knapp 11 Jahren sagen.

Und meine Geschwister, ein Jahr älter und jünger als ich, sind auch anders als ich.

Kommentar von heimkid ,

Klar hat jedes Kind eine eigene Person. Darum geht es ja auch gar nicht. Aber kann ein Mensch sagen, wenn er auf ein Mistkind trifft : das liegt alles nur an der Erziehung. Wenn das Kind noch ein ganz freundliches und nettes Geschwisterkind hat?

Kommentar von Nashota ,

Kann er nicht. Gründe stehen oben.

Antwort
von autmsen, 45

Dann kommt immer noch der eigene Charakter zum tragen. Denn jeder Mensch ist anders. 

Antwort
von pikachu0604, 71

Man kann keinesweges nur den Eltern die Schüler geben. Vielleicht einen Teil aber zum Beispiel das soziale Umfeld des Kindes können die Eltern nicht beeinflussen. Vorallem wenn du sagst das da 2 Jahre zwischen beiden Kindern liegen vermute ich das beide Kinder nicht mit dem selben Umfeld zu tun hat.

Antwort
von Evileul, 72

Nein die umgebung hat ab nem gewissen alter einen großen einfluss

Antwort
von Barney123, 75

Hallo Heimkid,

Du hast jha einen kleinen Schritt gemacht, wenn ich Deine Frage so lese. Herzlichen Glückwunsch.

Ist es möglich, dass Eltern ein Kind zu einem sehr netten Teenager erziehen können und das andere Kind nicht?

Ja, das ist möglich. Es gibt dafür verschiedene Ursachen.

Ist es möglich den Eltern komplett die Schuld dafür zu geben, dass ein Kind ganz viele Probleme hat?

Ja, das ist möglich. In der Psychologie macht man das jedoch nicht, denn es verhindrt eine Lösung des Problems. Es macht einfach keinen Sinn, den Eltern die Schuld zu geben, denn normalerweise wollen alle Eltern das Beste für ihre Kinder. Eine Schuldzuweisung hilft da definitiv nicht weiter.

Kann man sagen, dass das nur an der Erziehung liegt, vor allem wenn das Geschwisterkind wohl erzogen ist und zwischen beiden Kindern nur 2 Jahre liegen und beide Kinder wirkliche Wunschkinder waren?

'''Es wird immer individuelle Unterschiede bei den Kindern geben. Menschen sind nun einmal verschieden und regieren auch auf Reize ihrer Umwelt ganz unterschiedlich. Daran wird man nichts ändern können.

Aber: Es ist möglich aus jedem Kind ein nützliches, zufriedenes Mitglied unserer Gesellschaft zu machen. Dazu ist es aber notwendig, dass die Umgebung des Kindes sich mit der modernen Pädagogik und Psychologie auseinandersetzt, und bereit ist, auf die Eigenheiten des Kindes einzugehen. Dazu geistern noch zu viele Märchen durch die Erwachsenenwelt. Es gibt zu viele olle Kamellen, die hinten und vorne nicht stimmen, und so eine gute Erziehung verhindern. Eine gute, an das Kind angepasste gewaltfreie Erziehung wird aus jedem Kind ein nützliches, zufriedenes Mitglied unserer Gesellschaft machen. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich habe ein Kind mit ADHS. Der wurde nie Verhaltensauffällig und ist Heute ein zufriedenes, nützliches Mitglied unser Gesellschaft. Er ist 23 Jahre alt und kommt in seiner Arbeit sehr gut zurecht.

Das Problem bei der Geschichte ist aber ein Anderes: Viele Eltern beschäftigen sich zu wenig mit der Erziehung, und leben nur das nach, was sie in ihrer Erziehung als Kinder erlebt haben. Das hängt damit zusammen, dass auch Erwachsene nicht immer vernünftig reagieren, nicht immer alles überblicken und deshalb Fehler machen. Und wenn dann die Probleme überhand nehmen, dann müssen da einfach Profis ran, sonst werden die Probleme immer größer. Ich habe aus diesem Grunde Pädagogig und soziologie studiert, und weiß deshalb, wie hinderlich die falschen Ansichten über Erziehung in der Allgemeinbevölkerung sind. Die neuen Erkenntnisse aus den Sozialwissenschaften helfen, derartige Probleme zu vermeiden und Menschen mit besonderen Problemen zu helfen, ihre Probleme zu lösen.

LG

Kommentar von heimkid ,

Wie lange willst du dieses Spiel eigentlich noch spielen? merkst du gar nicht auf was für einer Ebene wie ins hier bewegen? Ich kann noch sagen, dass ich ein pubertierender hitzkop bin, wenn ich das in 5 Jahren lese, werde ich mich fragen, was mit mir los war. Ich werde ziemlich sicher nicht mehr 100% nachvollziehen können, wieso ich nicht clever genug war, um dieses Spiel zu beenden, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich mitten in der Pubertät gewesen sein werde und auf dieser Grundlage werde ich mir hoffentlich selbst verzeihen können. Was ist mit dir, wieso legst du es so enorm darauf an einem 12 jährigen Teenager klar zu machen, dass seine Eltern ganz furchtbar falsch gehandelt haben, was hast du davon? helfen tust du damit leider nicht, weil du immer wieder auf's neue falsch liegst. Das meine Mutter viel von ihrer Mutter mit in die Erziehung einbringt. Das ist gewiss nicht förderlich. Das weiß meine Mutter und versucht es besser zu machen. Sie beschäftigt sich aufgrund ihrer Geschichte sehr viel mit dem Thema Erziehung. Sie hat sich auch schon mehrfach Hilfe geholt, Stichwort :Jugendamt und verschiedene Erziehungsberatungen. Ich finde es auch irre, dass du denkst ein Kind besser erziehen zu können, nur weil du Pädagogik studiert hast. So ein Studium beschäftigt sich in den meisten Fällen mit ganz vielen theoretischen Prinzipien. Da gibt es dann so Experten, wie den Herrn Hurrelmann. Das ist einer der bekanntesten deutschen Pädagogigen. Er bespricht über so Dinge, wie die"Generation y" er beschreibt, wie sich die Jugend im Laufe der Zeit verändert hat. Er beschreibt, inwiefern die Umgebung und die politische Situation "die Jugend" prägt. praktische Erziehungstipps gab es in 3 Stunden Vortrag nicht. Ich habe danach mal eine Lehrerin angequatscht und sie gefragt, wieso dazu nichts kam. Diese erklärte mir dann, dass Pädagogik nur herzlich wenig mit Erziehung zu tun hat. und noch mal auf meine Mutter zurück zu kommen. Sie hat kein Pädagogik studiert, arbeitet dennoch mit (kleinen) Kindern. Ihr Job erfordert regelmäßige Fortbildungen. Diese binden dann an wirklich praktische Hinweise an und orientieren sich anhand praktischee Tipps. kurz und knapp hätte ich also wieder sagen können, dass du falsch liegst, aber du wünscht dir ja sachliche Argumente und wie du siehst, kann ich auch ganz sachlich offenlegen, dass du dich irrst. Das dauert nur viel länger, weil es in der Regel viel mehr Text erfordert, daher und weil diese Sachlichkeit nicht den selben Effekt, wie Beleidigungen aufweist, halte ich mich im Internet ungerne damit auf. Außerdem wollte ich dir deutlich machen, dass ich sehr wohl ganz anders kann, wenn ich es denn so möchte.

Kommentar von Hacker48 ,

Wow, da hält sich ja jemand für ganz besonders geil ...

Es ist längst eindeutig erwiesen und wissenschaftlicher Konsens, dass die Erziehung nur einen Teil dazu beisteuert, wie ein Kind wird. Daneben spielen zum einen Anlagen des Kindes eine Rolle, genauso wie die aktive Selbststeuerungsfähigkeit, also der Wille des Kindes. Wenn das Kind musikalisch begabt ist und gefördert wird, aber keine Lust hat, wird es später kein Instrument erlernen. Wenn das Kind Lust hast und gefördert wird, aber nicht begabt ist, wird es früher oder später an seine Grenzen stoßen. Wenn das Kind begabt ist und Lust hat, aber nicht gefördert wird, wird es kein Instrument erlernen.

Übrigens, es hat einen Grund, wieso man mit einem Studium in Pädagogik und Soziologie nicht als ErzieherIn in einer Krippe, einem KIGA, einem Hort arbeiten darf bzw. nicht gern eingestellt wird. Weil die theoretischen Inhalte, die man im Studium vermittelt bekommt zwar gut sind, um hier große Töne zu spucken, aber einen eben nicht adäquat auf die praktische Arbeit mit Kindern vorbereiten.

Und jetzt hol dir einen runter auf dein PädagogiG-Studium. :)

Kommentar von Barney123 ,

Oh Hacker,

Hab ich da einen empfindlichen Nerv getroffen? Ja, jeder hat so seine empfindlichen Stellen. Aber ich nehme das gelassen, denn ich war sachlich -- und ich werde es auch bleiben!

Eines vorneweg: Wegen meiner Beschäftigung mit den, übrigens unterschiedlichsten Themenberichen, auf Hochschulniveau, geht mir noch lange keiner ab. Aber es gibt mir doch die Sicherheit, dass ich die Empfindlichkeiten und Anmache von Leuten wie Dir gelassen ertragen kann. Ich habe auch nicht den Bedarf, den Kontakt zu Leuten Deines Schlages zu intensivieren. Allerdings sind wir hier in einem Forum, in dem sich sehr viele junge Menschen bewegen und durch das, was sie lesen beeinflusst werden. Und das ist der Grund, warum ich Dir hier -- und zwar sachlich -- antworten werde! Und deshalb finde ich mich nicht geil, sondern weiß einfach, dass ich etwas mehr Ahnung habe -- und, das wirst Du im weiteren Verlauf lesen -- auch auf derlei Anmache wie von Dir immer noch sachlich bleiben kann und die Spreu vom Weizen trennen kann!

So nun zu dem sachlichen Anteil in Deinem Kommentar:

Dein 2. Absatz ist sachlich weitgehend richtig, enthält aber einen Fehler: sicher spielt die Selbsteuerungsfähigkeit und der Wille eines Kindes eine Rolle, aber eine vernünftige Erziehung kann da sehr positiven Einfluss ausüben! Anders wäre es nicht vorstellbar, dass Kinder mit ADHS zum Abschluss eines Hochschulstudiums geführt werden können. Das mal als Beispiel aus der sogenannten Praxis. Dein 2. Absatz enthält also einige scheinbar richtige Dinge, aber es ist halt noch lange nicht die volle Wahrheit, sonst könnten Spezialschulen für stark ADHS-betroffene Kinder nicht die Erfolge erzielen, die sie nun einmal erreichen! Auch das ist

längst eindeutig erwiesen und wissenschaftlicher Konsens

Und damit kann jemand, der da nicht in der Lage ist, genauer darüber nachzudenken, leicht den Eindruck bekommen, dass Du Recht hast. Die Kleinigkeit, dass das halt so einfach nicht ist, wird so jemand schlicht übersehen und deshalb nicht erkennen, dass es eigentlich nicht stimmt. So, nun zu Deinem letzen Absatz:

Übrigens, es hat einen Grund, wieso man mit einem Studium in Pädagogik und Soziologie nicht als ErzieherIn in einer Krippe, einem KIGA, einem Hort arbeiten darf bzw. nicht gern eingestellt wird.

Die erste Frage die sich mir stellt, ist folgende: darf man dort mit einem einschlägigen Studium nicht arbeiten, oder wird man dort deshalb nicht gerne eingestellt? Das ist ein gewaltiger Unterschied! Die Gründe für das Eine oder Andere sind doch völlig unterschiedlich!

Grundsätzlich ist es doch so, dass jemand, wenn er ein Hochschulstudium abschliest, unbestritten tiefere und breitere Kenntnisse aus einem Fachgebiet hat. Trotzdem ist es üblicherweise immer so, dass er sich danach noch in den Bereich, in dem er/sie dann arbeiten wird noch einarbeiten muss. Das zeigt einerseits, dass das Wissen der Menschheit in den unterschiedlichsten Fachgebieten heute so immens ist, dass niemand nach einem Studium von sich behaupten kann, alles aus seinem Fachgebiet zu wissen! Da wird andersherum ein Schuh draus: durch die tieferen und breiteren Kenntnisse, ist er/sie viel besser in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen (zumindest im Allgemeinen; habe durchaus Leute beim Studium kennengelernt, die nur auswendig gelernt haben und nichts wirklich verstanden haben -- ja, das gibt es durchaus auch) und Lösungen zu finden. Auch hat jemand mit einem Studium in der Regel erkannt, dass er halt genau nicht alles weiß, aber halt doch von sehr vielem ein bisschen! Und das führt halt dann normalerweise (Ausnahmen gibt es immer) dazu, dass sich so jemand bei Bedarf in die entsprechende Richtung und die Details genauer einarbeitet! Und damit mit seiner Einschätzung vorsichtiger wird, und eben nicht vorschnell irgendeine Schablone anwendet! So ein Studium führt halt eben genau nicht dazu, dass so jemand

die theoretischen Inhalte, die man im Studium vermittelt bekommt zwar gut sind, um hier große Töne zu spucken,

sondern halt im Normalfall genau das Gegenteil bewirkt, nämlich dass so jemand wie Sokrates dazu tendiert, zu sagen:

Ich weiß, dass ich nichts weiß!

Kleines Beispiel aus der Praxis meines Elektrotechnikstudiums: Hatten da einen Professor, der konnte phantastische Vorlesungen halten. Die Hörsääle waren bei allen Professoren überfüllt, aber ausser bei dem brachte da keine richtig Ruhe rein. Bei dem habe ich mich mal umgedreht: Mucksmäuschenstill, da hättest Du eine Stecknadel fallen hören können! Da saßen einzelne Studenten drin und hatten vor Stauen den Mund offen! Nach der Vorlesung sind wir regelmäßig rausgeschwebt, ca 5 m über dem Boden: "Boa, jetzt wissen wir was!" 14 Tage später hat er Übungsaufgaben gemacht! Sch***e, nichts haben wir gewusst! War alles richtig, was der da erzählt hat, aber um die Übungsaufgaben zu lösen, musste man sich noch einige Kenntnisse erarbeiten! Und wer das nicht getan hat, hatte bei der Prüfung nicht die geringste Chance! Da habe ich meine Lektion gelernt!

Kommentar von Barney123 ,

Da musst Du wohl erst noch hinkommen!

Und dann kommen wir zu dem Punkt, warum Leute mit einem abgeschlossen Hochschulstudium ungerne in Bereichen engestellt werden, in denen Leute mit Lehrberuf die Leitung haben: Jemand mit einem abgeschlossenen Lehrberuf, auch wenn er Meisternivveau erreicht hat, hat vielleicht viel Praktische Erfahrung, kennt Detaillösungen aus seiner täglichen Arbeit, ja! Aber den allgemeinen Überblick über ein Fachgebiet wird er halt so schnell nicht haben, und der Hochschulabsolvent wird durch seine umfangreichen Kenntnnisse diesen "Vorteil" sehr schnell aufholen, und dann sind solche Konstellationen sehr schnell an dem Punkt, wo der Leiter so einer einrichtung einer Diskussion mit einem Untergebenen mit abgeschlossenen Hochschulstudium ganz einfach nicht mehr gewachsen ist! Das wird im allgemein als Überqualifiziert bezeichnet! Und dann bekommen die geringer qualifizierten Vorgesetzten von Hochschulabsolventen nämlich Angst, dass der Untergebene die Führung übernimmt, was sich auf lange Sicht auch nicht vermeiden lässt! Und dann wird verständlich, warum ein Hochschulabsolvent in so einer Konstellation

nicht gern eingestellt wird

Du siehst, mit ein bisschen Nachdenken und ein Kleinwenig Ahnung sieht alles gleich ganz anders aus! Und da ist mir jetzt noch nicht einmal einer Abgegangen!

Habe grade Blutdruck und Puls gemessen, alles völlig normal!

Schönen Tach auch!

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