Ist es merkwürdig, wenn die Eltern nie "das Aufklärungsgespräch" mit einem geführt haben?

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14 Antworten

Wenn man vorher alles zu diesem Thema schon besprochen hat (und das sollte eben vorher passieren), muss man das doch nicht nochmal wiederholen, wenn man den ersten Freund oder die erste Freundin mit nach Hause bringt.

Ich wurde aufgeklärt, bevor ich eingeschult wurde und wusste auch ab da über Verhütung bescheid. Nicht dass es einen Grund gegeben hätte, das zu wissen, aber meinen Eltern war es lieber, dass ich alles von denen erfahre, bevor mir Kinder in der Schule irgendwelchen Schmarrn erzählen. Es gab keinen Grund, wieso meine Eltern das nochmal hätten aufwärmen sollen, als ich meinen ersten Freund hatte. Zumal bis dahin ohnehin auch in der Schule schon lange Aufklärungsunterricht jedes Jahr aufs Neue auf dem Lehrplan stand.

Hätten meine Eltern dann nochmal damit angefangen, hätt ich mich gefragt, was das soll.

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Nein, das ist gar nicht merkwürdig. Genauso wie Kinder eine gewisse Scham verspüren über das Thema mit den Eltern zu reden, geht es vielen Eltern genauso. Es ist ihnen unangenehm und manche denken sich sicherlich, dass sie so "schlafende Hunde wecken". Somit verlassen sie sich auf die Aufklärung durch die Schule und die gegenseitige Aufklärung Gleichaltriger. Abgesehen davon müsste der Nachwuchs ein derartiges Aufklärungsgespräch auch zulassen und nicht gleich verschämt und augenrollend die Flucht ergreifen. :-)

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Ich finde es nicht merkwürdig, ich hatte niemals mit meinen Eltern so ein Gespräch und Verhütung ist nun auch kein hochkomplexes Thema das einem lang und breit erklärt werden müsste.
Außerdem macht man heute auch nicht mehr so einen Aufstand um Sexualität, so das die meisten vor ihrer 1. Erfahrung das meiste schon irgendwie mitbekommen haben.

Wenn man allerdings sich nicht sicher ist kann man auch einfach selber Eltern, Freunde die schon Erfahrungen haben, ect. fragen.
Vllt denken die Eltern auch nur er/sie wird schon fragen wenn er/sie was wissen will, nicht jedem ist wohl bei einem solchen Gespräch und will deshalb vllt vermeiden es dem Kind aufzudrängen.

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Merkwürdiger fände ich, wenn von Seiten des Kindes nie gefragt wurde, was dann zwangsläufig ein Aufklärungsgespräch nach sich ziehen würde.

Ich habe immer gefragt - mir wurde immer geantwortet.

Von sich aus beginnt man ein solches Gespräch nicht, man wartet auf Fragen.

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Meine Eltern haben auch nie mit mir geredet. Meine Mutter ist da gaaannz verdchähmt, wenn man nur den Satz "Mama ich muss mit dir über eine Sache von Frau zu Frau reden..." Dann kommt schon "oh ne, nicht mit mir/ frag deinen Vater " :D
Noch nie hab ich mit meinen Eltern das Thema sex, Freund, Nacktheit etc besprochen, also mein Vater würde aber das ist mir viel zu unangenehm.
Keep calm and eat pizza.
Die heutige Zeit braucht keine Eltern zum aufklären, 2 Klässler wissen was Analverkehr und Kondome sind, traurig.

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wenn man den ersten Freund hat übers verhüten etc.

Nie. War auch nicht notwendig. ;-)

Ab 12 habe ich mir regelmäßig heimlich Papis Playboy gemoppst (und gelesen, nicht nur Bilder angeschaut), und ab 16 hat er sich regelmäßig MEINEN Playboy ausgeliehen (obwohl passionierter Fotograf, garantiert auch nicht nur wg. der Bilder). ;-)

Meine Eltern waren Jahrgang 1930, ich bin Jahrgang 1965, und das waren noch andere Zeiten. Sie waren also froh, dass wir schon in der Grundschule Sexualkundeunterrricht hatten (konnte man nicht von allen Eltern behaupten).

Und: Für die Familie war noch die Mutter zuständig. Und auch wenn sie (aus meiner Sicht) ein wenig verklemmt war, so hat sie sich doch Mühe gegeben, sich das nicht so anmerken zu lassen. Sie hat auch ihren Oswalt Kolle, den damaligen Aufklärer der noch sexuell verklemmten Nation, gelesen und beherzigt!

Mein Vater hat sich zwar aus der Erziehung weitgehend rausgehalten, aber sein lustiges Naturell bezog sich auch auf die Sexualität. Das habe ich schon als kleines Kind unbewusst mitbekommen.

Mein 9 Jahre ältere Bruder durfte dann auch mit 16 das gemeinsame Kinderzimmer verlassen, und hat eine "sturmfreie Bude" bekommen (ein Zimmer einer Wohnung, die über dem Geschäft als Lagerraum und Dunkelkammer diente, wurde für ihn freigeräumt). Da wir ein paar hundert Meter weit weg wohnten, konnte er da machen, was er wollte. Mit 16 war das damals noch revolutionär - und wäre es bei vielen wohl heute noch.

Ich war zu Hause, und konnte das aber auch.

Lange Rede, kurzer Sinn: ICH finde es nicht ungewöhnlich, und ich habe ehrlich gesagt auch nichts vermisst. Wir hatten absolute Freiheit, unsere Privatsphäre wurde respektiert, und Zugriff auf Verhütungsmittel hatten wir auch.

Herausgekommen ist ein sinnenfreudiger, lustvoller Mensch, der (obwohl wir kein FKK in der Nähe hatten), als Erwachsener dann auch zum FKK kam. Genau wie - unabhängig von mir - vorher mein Bruder.

PS. Mit Einsetzen der "erwachsenen" Sexualität so im Alter von ungefähr 12, entsteht dann auch eine natürliche Kluft zw. Eltern und Kindern. Kinder sind dann i.d.R. nicht mehr Willens, mit ihren Eltern über ihre sexuellen Wünsche und Bedürfnisse zu reden, genau so wenig wie das die Eltern über ihre Wünsche und Bedürfnisse mit den Kindern tun. Das ist ganz "normal".

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Vielleicht stehen deine Eltern im Stress beruflich- vielleicht sagen sie sich die Aufklärung kommt über die Schule mit. 

Frag sie doch einfach mal! antworten sollten sie dir.

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Für die meisten Eltern ist es troz allem immernoch unangenehm. Manche Eltern warten auch einfach ab und lassen das Kind selbst die Erfahrung machen wie auch immer. Auch wenn du das nicht hören willst, es gehört nicht der Notwendigkeit an dies zu tun... Es ist die freie Entscheidung deiner Eltern... Die haben sicher einen Guten Grund warum sie sich dagegen entschieden haben dich Aufzuklären.

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Dafür gibts das Internez :) haben meine mit mir auch nicht und du lernst es meinstes ja in der Schule und notfallshalber gibts das Internet :) 

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Ich denke nicht das, dass Merkwürdig ist. Haben meine Eltern auch nie gemacht :) 

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Merkwürdig ist das nicht, es gibt Eltern die das Gespräch nicht führen wollen.

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was genau stellst du dir denn unter einem aufklärungsgespräch vor?  bei uns war sexualität nie ein tabuthema, daher mussten meine eltern mit mir kein "bienchen/blümchen-gespräch" führen. zumal wir in bio auch aufgepasst haben. genau so ist es mir auch mit meinem sohn ergangen.

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Haben meine auch nie gemacht :)

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Meine Mutter hat so etwas auch nie mit mir gemacht, ich rede auch jetzt mit ihr nicht über solche Dinge bzw. rede mit ihr über meine Probleme oder sonst was. Eigentlich ja schade.

Hast du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern, also sprichst du mit ihnen über vieles?

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