Frage von Thylacine, 1.096

Ist es meine eigene Schuld, dass ich in Deutschland nicht genug Geld verdiene, oder haben sich die Zeiten einfach verschlechtert?

Folgendes Problem:

Bachelor: 1,2 Master: 1,0

Ich habe geisteswissenschaftliche Fächer studiert, aus Gründen der Anonymität (man weiß ja nicht genau, wer mitliest), möchte ich nicht genau sagen ,was ich studiert habe.

Jedenfalls habe ich nach meinen Master 9 Monate lang als Aufstocker gelebt, weil ich nur Honorar-Stellen gefunden habe, aber keine sozialversicherungspflichtigen Jobs, von denen man tatsächlich sein Dasein in Deutschland fristen kann.

Also ich meine klar... Von den Jobs, die mir in Deutschland angeboten wurden, hätte ich Miete, Lebensmittel usw. ohne Probleme zahlen können... wenn man allerdings auch noch die Krankenversicherung, Sozialversicherung, Steuern usw. zahlen will und vielleicht auch mal wieder Urlaub machen möchte, dann reicht das Geld vorne und hinten nicht...

Nachdem mir also 9 Monate lang immer wieder Jobs angeboten wurden, bei denen mich die Arbeitsbedinungen an moderne Sklaverei erinnerten (viel Arbeit für kaum Geld ohne irgendweche sozialen Sicherheiten), habe ich mich entschlossen, eifnach ins Ausland abzuhauen.

Und was soll ich sagen... mittlerweile lebe ich in Asien, verdiene 2K Euro netto, zahle nur 15% Steuern und schätze mich äußerst glück hierzusein, allerdings fällt mir auf, dass es meinen besten Freunden in Deutschland weit schlechter geht:

  • einer war gelernter Schlosser, hat aber Asthma und musste deswegen mti 28 Jahren nochmal eine Umschulung machen, seither arbeitslos
  • ein anderer sehr guter Kumpel ist freiberuflicher Übersetzer und lebt mehr oder weniger von der Hand in den Mund
  • ein anderer Kumpel hat zwar einen Job (er repariert Handys), allerdings hat er Informatik studiert und daher ist er für seinen Job eigentlich total überqualifiziert
  • noch ein Kumpel hat mit knapp 30 Jahren irgendwie ein Stipendium erhalten und promoviert grade, allerdings im gleichen Fach, das ich studiert habe... also hat er das Problem, das ich jetzt habe, eigentlich nur um ein paar Jahre aufgeschoben und evtl. sogar verschlimmert, da er mit nem Doktortitel für die Jobs, die ich mache, einfach überqualifiziert sein wird
  • meine Eltern stehen um 6 auf und kommen um 18 Uhr nach Hause, beide arbeiten extrem hart, müssen oft auch noch abends und am Wochenende zu Hause am Computer arbeiten, trotzdem kommen sie gerade so über die Runden und wundern sich, warum in der gesamten Nachbarschaft außer ihnen morgens niemand aus dem Haus muss

Was ist eigentlich in Deutschland los? habe ich einfach schisse gebaut oder ist es wirklich so, dass Deutschland einfach kein Land der 1. Welt mehr ist und ein normaler Job einfach nicht mehr reicht, um davon zu leben?

Antwort
von OlliBjoern, 503

Ich kann mir vorstellen (allerdings nun nicht aus eigener Erfahrung), dass es in dem genannten Bereich (Geisteswissenschaften) nicht sehr leicht ist, einen gutbezahlten Job zu finden. Ich selber habe (allerdings nicht aus finanziellen Gründen) etwas im Bereich Naturwissenschaften studiert (mit Programmierung "nebenbei").

Mein Job ist (für meine Ausbildung) nicht ganz optimal im Sinne hoher Bezahlung, aber er ist ok. Zudem ist er "mehr als ok" im Sinne hoher Kollegialität (in der Großindustrie würde ich als Chemiker mehr verdienen, aber in meinem mittelständischen Betrieb fühle ich mich vom Arbeitsklima her gesehen sehr wohl).

Ich stehe meist um 8 Uhr auf (gelegentlich früher), und komme meist so gegen 18:30 Uhr nach Hause. Stress ist überschaubar, Reisetätigkeit vorhanden, aber auch im Rahmen des gut Machbaren. Am Wochenende arbeiten wir nicht (es sei denn, in Ausnahmefällen vor Messen).

Ich persönlich schätze die Geisteswissenschaften sehr, allerdings ist es schwierig, diese Kenntnisse im Sinne des "produzierenden Gewerbes" einzusetzen (denke ich mal, aber ich habe ja wenig Ahnung, da ich "fachfremd" bin).  

Antwort
von Leseratte87, 497

Hallo, 

es ist durchaus möglich, von einem Gehalt in Deutschland zu leben. Und ich kenne auch Familien, wo der Mann so gut verdient, dass es "unnötig" für die Frau ist, dass sie arbeiten geht und "besser" dran ist, wenn sie zu Hause bleibt (in diesem Fall ist einer Ingenieur, was ja schon immer irgendwie ein Paradeberuf in Deutschland war, der andere ist Hochspannungsmechaniker, also auch ein Paradeberuf)

Geisteswissenschaften sind schon immer "brotlose Kunst" gewesen, wie mein Vater so schön sagt, egal, wie gut die Abschlussnoten sind. Damit kann man einfach nichts anfangen, und schon gar keinen Beruf ausüben. Solche Leute wurden schon immer eher als "Tagträumer" belächelt, besonders von denen, die etwas mit ihren Händen erschufen, wie Maurer ect.

Freiberuflich ist schon immer extrem schwierig gewesen, egal, was man da macht. Wenn man nicht gerade zu den oberen 5% gehört, die wirklich damit auskommen, hat man verloren. 

Nicht zu vergessen ist, dass viele Leute (mMn) einen extrem hohen Anspruch an ihre Arbeit haben. Es erinnert mich an eine Freundin, zwei Kinder, Hartz4, sagte mir neulich, dass "sie unbedingt wieder arbeiten will". Aber: Natürlich nur von Montag bis Freitag (am besten nur Montag bis Donnerstag), am besten von 9 bis 12 Uhr, mit einem Gehalt von mindestens 1500 Euro netto und nur ganz leichte Bürotätigkeit. Dass das eine Milchmädchenrechnung ist, scheinen viele einfach nicht zu verstehen. Sie wollen beste Jobs und wenig dafür tun.

Auch wenn man "viel" verdient - es reicht bei manchen einfach nicht, egal, was sie verdienen. Mein Freund verdient ziemlich gut und hat über 1000 Euro pro Monat für sich zum ausgeben - soviel haben manche Familien gerade so - aber es reicht nicht, und es würde auch nicht bei noch mehr Geld reichen. Viele meiner gut verdienenden Kollegen jammern über chronische Geldknappheit, weil sie sich mehr leisten wollen, als sie können. 

Ich verdiene auch "gut", habe nur einen Job, und kann es mir sogar leisten, nicht mal Vollzeit zu arbeiten. Dafür bin ich oft weg von daheim, wenn ich arbeiten muss, auch Sonnabend, Sonntag, Nachts. Muss teilweise woanders schlafen. Aber ich weiß, wofür ich das mache und ich liebe meinen Job sehr. 

Man kann von einem Gehalt leben - es ist eine Frage dessen, wie man es anstellt. 

Liebe Grüße

Leseratte87

Antwort
von voayager, 498

Deutschland gehört nicht zu den Spitzenreitern in Sachen Löhne, auch ist bekannt, dass es hierzulande einen breigefächerten Niedriglohnsektor gibt, der größer ist als in den meisten anderen westeuropäischen Ländern.

Du selbst hast wenig Einfluß auf deinen Lohn, daher isses auch nicht deine Schuld, wenn du in deinem Beruf wenig verdienst. Mach dir also keine Vorwürfe.

Antwort
von rampe6, 372

Wir leben in einem Land, in dem jeder das studieren was er will oder eine beliebige Ausbildung machen kann, sofern die Noten stimmen.

Wir leben aber auch in einem Land, in dem man überlegen muss, ob man mit der Ausbildung oder dem Studium nachher Geld verdienen kann.

Oftmals musst du eben nach dem Studium erst mal "knechten" - wie viele Architekten oder Innenarchitekten machen einen Vollzeitjob in einem renomierten Büro und gehen dann mit 1200 Euro nach Hause? Aber du brauchst eben gewisse "Namen" in deiner Vita wenn du weiterkommen willst.

Also, nur weil du viele Möglichkeiten hast, nimmt dir das nicht die Entscheidung ab sich Gedanken um die spätere Einkommenssituation zu machen.

Antwort
von greenhorn7890, 400

Es kommt natürlich immer drauf an wo man gerade lebt. In München oder anderen teuren Großstädten sind die Lebenshaltungskosten so hoch, dass ein gelernter Schlosser bspw. niemals eine Innenstadtwohnung unterhalten und dabei evtl. noch eine Familie ernähren könnte.

Bei mir auf dem Land hat man dieses Problem selbstverständlich nicht. Die Mietpreise liegen weit unter denen einer Großstadt, so dass man sogar als Auszubildender eine eigene kleine Wohnung unterhalten könnte, ohne dabei Leistungen von Staat oder Eltern zu beziehen. 

In diesem Punkt sieht man auch gut, was der demographische Wandel bzw. die Landflucht anrichten kann. Die Menschen müssen stark steigende Lebenshaltungskosten in den Großstädten zahlen, während das Lohnniveau langsamer steigt. 

Antwort
von AlexChristo, 334

Was ist eigentlich in Deutschland los? habe ich einfach schisse gebaut oder ist es wirklich so, dass Deutschland einfach kein Land der 1. Welt mehr ist und ein normaler Job einfach nicht mehr reicht, um davon zu leben?

Ich persönlich rede nicht gerne von Schuld, sondern von Verantwortung.

Leider ist vielen Menschen nicht klar, dass einen Beruf zu lernen nicht bedeutet, eine Möglichkeit zu erhalten Geld zu verdienen.

Oder nach anders: Man erlernt einen Beruf, lernt aber dabei nicht, mit diesem Beruf Geld zu verdienen.

Oftmals ist es so auch bei Selbständigen oder Freiberuflern. Sie machen sich selbständig in ihrem Beruf, aber nicht mit dem Ziel, Geld zu verdienen, sondern ihrem Beruf nachzugehen. Das klingt vielleicht Paradox, ist meiner Meinung nach aber so.

Hinzu kommt, dass wenn Leute Geld verdienen, sie sich keinen Kopf machen, wie sie das Geld so arbeiten lassen können, dass es auch noch Geld verdient. Diejenigen, die das machen, haben schnell ausgesorgt und machen einfach die Jobs, die ihnen Spaß macht.

Fazit:
Nur weil man einen Beruf erlernt, heißt es nicht, dass man direkt damit Geld verdienen kann. U. U muss man sich was einfallen lassen, am besten schon, bevor man die Ausbildung/Studium abgeschlossen hat.

Antwort
von tryanswer, 399

Natürlich kann man in Deutschland gut von einem Job leben. Dazu muß man aber auch bereit sein, etwas dafür zu tun.

Wer Ansprüche stellt, nur weil er mal irgendetwas gelernt oder studiert hat und darauf beharrt wird kaum erfolgreich sein. Auch spielt die Mobilität eine gewisse Rolle - man muß sich schon an Orte begeben, an denen Arbeitskräfte nachgefragt werden, auch wenn es nicht der "Wohnort der Träume" ist.

Antwort
von soissesPDF, 308

Je nun, in Deutschland herrscht seit 30 Jahren die neoliberale Ideologie, frei übersetzt, neoliberal ist asozial.

Geisteswissenschaften sind marktwirtschaftlich nichts Wert, die Arbeiten Deiner Freunde gibt es schlicht billiger.
Das ganze wird gefördert von einer wirtschaftshörigen Politik.

Dankesschreiben sind zu richten an Altakanzler Schröder (SPD), aber auch an die Grünen und Kanlerin Merkel (CDU).

Kommentar von FrageAntwo ,
"Dankesschreiben sind zu richten an Altkanzler Schröder (SPD) aber auch die Grünen und Kanlerin Merkel (CDU)

Sorry aber das ist Unsinn. Die Agenda 2010 auf die du wahrscheinlich hinauswillst hat doch gerade dafür gesorgt dass mehr Menschen in Deutschland Chancen bekommen Karierre zu machen weil nämlich die Frage ob man zB studieren kann viel von der Frage des elterlichen Einkommens entfesselt wurde (hier hat Deutschland viel noch zu tun aber das war ein wichtiger Schritt)

Zudem war die Agenda 2010 einfach notwendig da wir damals in einer Krise standen aus der wir gut rausgekommen sind. Hätte man das nicht gemacht stünde Deutschland heute kurz vorm wirtschaftlichen Abgrund genauso wie aktuell viele europäische Länder

Kommentar von Maisbaer78 ,

Nein, die Agenda 2010 hat dafür gesorgt, das Leiharbeitsfirmen einen Freibrief zum Ausbeuten erhalten haben. Welche Menschen machen denn bitte Karriere?

Die Wirtschaft hat, wie alles andere, Ihre Säulen unten an der Basis. Aber gerade dort, in der Dienstleistung und der Industrie sind Leiharbeitsverträge bald der Standard. Firmen gründen derzeit sogar ihre eigenen Leiharbeitsfirmen um sich den lästigen Kündigungsschutz vom Leib zu halten. Fast jeder dritte Job in der fertigenden Industrie ist bereits ein solcher Mietposten, mit Anfahrtstrecken von täglich 50km, Löhnen weit unter 10 Euro die Stunde und ohne Sicherheit, dass es diese Anstellung morgen noch gibt, selbst wenn eine hervorragende Facharbeiterausbildung vorhanden ist und sich der Arbeitnehmer glänzend bewährt hat.

Vor 2010 war es nicht unüblich, das Mietarbeiter einen höheren Lohn erhalten haben, eben, weil Sie flexibel sein mussten. Heute haben Sie, dank Merkel ihren eigenen Tarif und werden unterirdisch schlecht bezahlt, ohne Fahrtkosten und ohne Kündigungsschutz und in ständiger Konkurrenz zu tausenden Mitbewerbern.

Agenda 2010 war der Todesstoß für unseren sozialen Zusammenhalt und die Regierung Merkel hat noch Öl ins Feuer gegossen. Schau mal in Industrieberufen bei der Agentur für Arbeit nach Stellen. Da kommen auf 100 Seiten mitunter ausschliesslich Leiharbeitsangebote, da die Firmen gar nichts anderes mehr suchen.

Kommentar von kiniro ,

Vom Finanziellen mal weg, kann und will nicht jeder studieren.

Außerdem gibt es Bereiche, in denen ein Studium schlichtweg Überqualifikation bedeuten würde.

Kommentar von Maisbaer78 ,

@Kiniro, ein wichtiger Punkt. Würden alle studieren, die die geistigen Möglichkeiten dazu hätten, würden wir alle verhungern bzw. ständen uns wichtige Grundlagen der Gesellschaft nicht zur Verfügung.

Studierende profitieren von der Gesellschaft, die Ihnen die Möglichkeit gibt, eben erstmal nicht für das Gemeinwohl und die Gemeinschaft zu arbeiten, sondern sich zu großen Teilen auf Kosten dieser Gemeinschaft weiter zu qualifizieren ohne einen Beitrag leisten zu müssen. Oft, nicht immer, ist dann auch in Zukunft der persönliche Vorteil des so ermöglichten Studiums größer, als der Gewinn für die Gemeinschaft. So ist ne Krankenschwester oder die "Fachkraft für Abfallentsorgung" für die Bevölkerung ungleich wichtiger und wertvoller als ein Wirtschaftsanwalt oder Investmentbanker.

In den USA, wo Studierende oft praktisch die gesamten Kosten eines Studiums selbst tragen müssen und sich damit konfrontiert sehen, unter Umständen 10-20 Jahre den Studienkredit zurückzahlen zu müssen, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Antwort
von kiniro, 192

Was mit Deutschland los ist?

Die Regierung kuscht vor den Wirtschaftsbossen, die ihre Gewinne - die sie mit billigeren Arbeitskräften im Ausland erzielt - auf der ganzen Welt zerstreut.
Die Regierung verzichtet lieber auf einen Großteil dieser Steuereinnahmen, da globale Unternehmen ihre Gewinne für Deutschland so drücken können, dass sie nur einen Bruchteil davon versteuern müssen.

Die fehlenden Steuereinnahmen werden durch Schulden machen kompensiert - zulasten derjenigen, die sich keine Zweigstellen in Südostasien oder Südamerika (oder sonst wo) leisten können.
Sprich die Familienunternehmen sowie manche Mittelständigen müssen immer mehr Leute entlassen.

Meine Meinung dazu.

Praxis ist auch "sich 24 Monate lang vom Jobcenter als Arbeitgeber finanziell unterstützen lassen, Arbeitsverträge für diese Zeit ausschreiben und danach die Leute wieder auf die Straße setzen, um das Spiel von vorne auszureizen"

Somit halte ich es für ein Märchen, dass es nur einen (sehr) guten Schulabschluss benötige, um für den Rest seines Erwerbslebens ausgesorgt zu haben - aber das hast du ja schon selbst mitbekommen.

Kommentar von KBB0815 ,

um ausgesorgt zu haben sollte man auch einen beruf erlernen der gefragt ist, angebot und nachfrage und so...... Ostasiatische kunstgeschichte in verbindung mit japanologie oder ähnliches sorgt lediglich für ein geregetes einkommen seitens der arge....

Kommentar von kiniro ,

Um ein "geregeltes Einkommen seitens der Arge" zu erlangen, braucht es nicht zwingend irgendwelcher exotischer Ausbildungs-/Studienkombinationen.

Da gibt es noch zig andere Möglichkeiten, wie an den Millionen Erwerbsloser zu erkennen ist.

Antwort
von Ontario, 17

Habe auch eine Bekannte die ihren Master und jetzt ihren Doktor gemacht hat. Sie hat ein Fach gewählt , welches ihr Spass macht. Sie ist stolz auf das schulisch Erreichte. Doch wie sieht es in der Praxis aus ? Es ist kaum eine Stelle zu finden und wenn sie ein Angebot erhält, ist der Verdienst im unteren Bereich, trotz Bachelor,Master und Doc. Sie würde kaum mehr verdienen als ein Bauarbeiter. Man erklärt ihr, dass es gut 10-15 Jahre dauern wird,bis sie sich zu den Spitzenverdienern zählen kann. Derzeit ist sie Ende 20. Es ist also nicht gesagt, dass man mit einem Studium bei uns , gleich eine passende Arbeitsstelle findet die auch gut honoriert wird. Für denjenigen der überqualifiziert ist, mag das frustrierend sein, wenn er sich trotz hervorragender Leistungen in der Bildung , am Ende im unteren oder mittleren Bereich der Einkommenskala wiederfindet. Es gibt eben Berufe für die keine Planstellen zur Verfügung stehen, oder man muss jahrelang warten, bis eine frei wird. Während dieser Zeit tritt man eben auf der Stelle. Im Ausland gäbe es vielleicht bessere Möglichkeiten, da aber könnten die fehlendne Sprachkenntnisse das Hindernis sein.

Antwort
von Dhalwim, 298

Diese Antwort hilft vielleicht nicht viel, da Ich kein Deutscher bin. Aber Ich sage dir, du hattest auch leider ein wenig Pech gehabt.

Lass dir deswegen keine grauen Haare wachsen, sieh die Situation so wie sie ist, und mach das beste daraus, das ist die einzige Möglichkeit die du tun kannst.

Reue ist das letzte was du tun solltest, und wirklich das allerletzte! Und Vorwürfe dir selbst ebenso, denn das ist nur Kontraproduktiv.

LG Dhalwim

Antwort
von wollyuno, 181

keine ahnung was du falsch gemacht hast,ich war facharbeiter und immer bei firmen die gut bezahlt haben.mit 24 hausgebaut und mit 57,5 in die altersteilzeit.mir geht es gut und die 2 k hab ich locker als rente.klar geschenkt bekommst nirgend was,war eben viel unterwegs als monteur und können musst auch was sonst bist schnell weg wenn es nicht klappt

Antwort
von gottesanbeterin, 20

Was jammerst du denn? - Es geht dir doch gut!

Jeder kan aus und mit dem, was er hat, das Beste (für ihn) herausholen oder machen, oder auch nicht.

Wenn viele von uns sich mit dem "oder auch nicht" begnügen, dann ist das doch immer eine eigene Entscheidung und/oder Angelegenheit.

Uns alles steht doch die ganze Welt offen und zur Verfügung, es liegt an uns, das auch wahrzunehmen (oder eben auch nicht).

Antwort
von Uzay1990, 254

Wie heißt es so schön: Von nichts kommt nichts!

Also ich kann das Gejammere auf höchstem Niveau nicht nachvollziehen. Ich, kein Akademiker, komme sehr gut rum. Keine Schulden, nichts zum Abzahlen und monatlich eine 3 bis 4-stellige Eurosumme für "die hohe Kannte" (private Altersvorsorge, Geldanlage usw.). Und nein, ich verdiene meinen Lebensunterhalt nicht mit Drogen- und Waffengeschäften sowie Prostitution. Es ist ein ganz normaler Büroarbeitsplatz (Was mit Computern sozusagen...), 45 bis 50 reale Wochenstunden, fest und unbefristet angestellt mit 30 Tagen Urlaub. Und nochmal nein, Mama und Papa haben mir nicht geholfen und ich Wohne auch nicht in einer geerbten Luxusvilla sondern in einer 60 m² Etagenwohnung zur Miete. Ich habe halt einfach immer 'nur' gearbeitet und mich stetig weiter entwickelt :-)

Ich wünsche dir ehrlichen Erfolg auf deinem Lebensweg.

Kommentar von greenhorn7890 ,

Es kommt drauf an wie hoch die Lebenshaltungskosten sind. Ein guter bekannter betreibt eine "Pommesbude" und hat ein abbezahltes Haus und könnte bereits mit Mitte 50 in den Ruhestand. Der Laden ist immer voll und er hat sein halbes Leben jeden Tag mindestens 10 Stunden geschuftet. Nun zahlt es sich aus.

In einer Großstadt mit hohen Lebenshaltungskosten könnte eine "Pommesbude" niemals allein einen Haushalt ernähren.

Kommentar von kiniro ,

Lass mich raten: Single?

Kommentar von monkeyx ,

Das ist ja schön für dich, nicht Jeder ist mit dem Silberlöffel im Mund aufgestanden und benutzt den ausschließlich in der Tellerwäscherei zum Geld verdienen.  

Antwort
von KaterKarlo2016, 324

Guten Abend,

ich arbeite für einen Ölkonzern als Rechtsanwalt, meist ca. 70-80 Stunden in der Woche, oft unterwegs, mehr im Zug und Flugzeug, wohnhaft in Deutschland mit Familie (Kinder Frau) und komme auf einen 5-stelligen Betrag monatlich. Trotzdem ist Geld nicht alles, denn eines auf jeden Fall nicht aufhaltbar und das ist die Zeit und deren VERLUST. Daher sollte man sich fragen, ob alles was man tut, es dass wert ist, wo andere wichtige evt. vernachlässigt werden. 

Ich kann meinen Kindern die bestmöglichste Ausbildung und Lebensstandard bieten soweit mir das möglich ist, kann meiner Frau ein eigenes Haus mit Garten bieten, ohne Schulden, kann mir Träume verwirklichen wie ein Porsche oder eine Reise in die Südsee. Aber der größte Gegner m.E. ist die Zeit. Daher finde ich, zahlt man für diese Art von Leben doch einen sehr hohen Preis, der, wenn man in zig Jahren auf seine Vergangenheit zurück schaut, doch evt. relativ zu hoch war.

KaterKarlo2016

Kommentar von Suboptimierer ,

der, wenn man in zig Jahren auf seine Vergangenheit zurück schaut, doch evt. relativ zu hoch war.

Wenn du das jetzt schon merkst, wieso änderst du nichts daran?

Kommentar von nederal ,

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass hier ein Rechtsanwalt mit 70 bis 80 Stunden Woche kommentiert

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Die Vorstellungskaft geht über das menschliche Vorstellungsvermögen hinaus. Was ich kommentiere und wie in meiner Zeit das dürfen Sie mir überlassen.

Kommentar von QuoVadisBRD ,

Ich finde es doch gut das er hier sehr gute Antworten schreibt.

Ja die Zeit ist das Hauptproblem , man kann sehr viel Geld verdienen aber die meisten haben dann auch keine Zeit das Geld auszugeben oder sich mal richtig zu entspannen.

So ein Mittelweg ist schon schwierig zu finden.( außer bei mir :-))

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Dies hier ist für mich eine Art Ausgleich. 

Kommentar von QuoVadisBRD ,

Ja für mich auch .

Auch kann ich mich gut hier abreagieren oder auskotzen  (  aber psssst...nicht weitersagen :-))

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Versprochen:)

Kommentar von QuoVadisBRD ,

Danke.

Kommentar von nederal ,

ist ja okay, aber ich habe immer so vorurteile wenn ich hier bin lol

Antwort
von botanicus, 124

In jedem Land der Welt kannst Du Beispiele für gut- und schlechtbezahlte Menschen finden. Deutschland ist noch immer reich – und in einem Land, wo man mit 15% Steuern offenbar wie ein König leben kann, muss es rein statistisch auch Leute geben, denne es ziemlich mies geht, denn einer muss das je bezahlen. Auch Asien druckt sich das Geld nicht einfach.

Antwort
von nederal, 145

Es gibt aber noch die andere Seite: Mein Vater hat sich selbständig gemacht, seitdem verdient er zwar mehr aber findet jetzt kaum Mitarbeiter, weil die sich alle bei den großen Firmen bewerben und er natürlich auch schlechter zahlt. Es ist quasi ein Teufelskreislauf. Wie soll eine kleine Firma groß werden, wenn niemand bereit ist da zu arbeiten? Irgendjemand muss ja auch Profit machen, damit das Geld überhaupt da ist. Und außerdem müssen die Menschen auch mehr einkaufen, damit alle was von ihrem Reichtum haben. Wie soll der Verkäufer im Kleidungsgeschäft Geld bekommen, wenn alle ihre Kleidung 10 Jahre lang tragen. Wie soll der Eisverkäufer Geld verdienen, wenn niemand Eis isst? Wie soll der Autoverkäufer Geld bekommen, wenn Familien nur ein Auto haben wollen? Irgendjemand muss eben den ersten Schritt machen und die Wirschaft vorantreiben

Antwort
von monkeyx, 116

Habe zwar nichts direkt geisteswissenschaftliches studiert, aber das was du meinst nennt sich Prekarisierung, frag dich mal woher die AfD kommt. Wir sitzen hier akademisch gesehen in einer Sackgasse, hier ist nichts mit studier was du willst, die Welt steht dir offen, vielleicht die Welt, aber erkenne das in Deutschland alles nur Bla Bla ist und am Ende stehst du eh nur alleine da und wurdest von der Welt angelogen, von wegen Chancen. Als Geisteswissenschaftler musst du Bonze sein, also schön vermögend den Karl Marx lesen, wenn du kein Geld hast, studiere Maschinenbau. 

Kommentar von DonkeyDerby ,

Na, offensichtlich sucht Asien doch händeringend deutsche Geisteswissenschaftler!

Antwort
von NaughtyASF, 121

10% der leute besitzen 90% des geldes

die anderen 90 % der leute besitzen zusammen 10 % des geldes

NP

Antwort
von devinha35, 182

man verdient nie genug - egal wo man ist

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