Ist es krank dass ich in den krieg möchte?

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5 Antworten

Hallo anormaldude, 

ich kann deine Gedanken durchaus verstehen und finde es auch mehr oder weniger gut, dass du dich wirklich dafür einsetzen willst und nicht nur so bloß darüber redest. 

Allerdings ist es in den Krisengebieten gar nicht mal so einfach zu sagen, wer der Gute und wer die Bösen sind.. für mich sind alle Leute, die da kämpfen nur kleine Minions, die die Befehle von oben ausführen sollen... die Leute, die den Krieg verursachen, sitzen im Weißen Haus.. oder eben woanders wo es schön warm, leise, sicher und trocken ist. 

Somit wirst du dort nicht einfach hingehen können, um da aufzuräumen und nach einem Jahr ist die "Bereinigung" fertig. :/ 

Und töten bringt einen Krieg nicht zum Stillstand. Ich kann dir nur empfehlen, die Bücher von Jürgen Todenhöfer zu lesen. "Inside IS" und "Wer weint schon um Abdul und Tanyana". Damit lernst du und kannst verstehen, wie andere Menschen über das Thema denken. Gleich auf der ersten Seite von "Inside IS" wird ein Beispiel gebracht. Was würdest du tun, wenn in dein Haus zig Männer stürmen. Deinen Vater erschießen, deine Frau und Schwester vergewaltigen und danach auch töten und dich alleine da lassen? Du würdest Rache nehmen wollen.. und somit gehen auch sehr viele.. ehemalig neutrale Bürger zum IS rüber, weil sie sich nicht länger von Amerika und Russland kaputt bomben wollen, sondern gegen Amerika und Russland vorgehen wollen. 

Der IS hat uns den Krieg erklärt, weil wir Amerika beim Krieg unterstützen. Würden wie Amerika nicht unterstützen, hätten wir schon mal einen Feind weniger.. 

Ich schweif ab.. nein, du bist nicht krank, weil du durch Krieg anderen Menschen helfen willst.. allerdings finde ich, dass du deine Strategie ändern solltest. "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin". 

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Nein, ist es nicht. Es ist ganz normal und menschlich das du bei all dem Leid und dem Terror was du in den Nachrichten siehst den Drang hast etwas zu ändern.

Anderen Menschen helfen zu wollen ist etwas sehr natürliches und schönes. Wichtig ist nur das du dabei dein eigenes Leben nicht in Gefahr bringst.

Jedoch muss ich ehrlich zugeben, dass ich nun Respekt vor dir habe. Ich traue mich nicht als "Kommando Soldat" nach Syrien etc. zu gehen.

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Soldaten beenden keine Kriege, sie verlaengern sie in den meisten Faellen.

Ausserdem ist der Slogen, wo viel Feind ist viel Ehr, verlogen, denn hier werden Orden verteilt, die durch toeten von Feinden einem Soldaten umgehaengt werden.

Nur die Diplomatie,  mit all ihren "Tricks", sprich Kompromissen und anderen Vereinbahrungen, kommt ein Krieg zum erliegen. Somit kannst du in der Heimat, vielmehr gegen einen Krieg zu Wege bringen, wie du als Soldat es niemals schaffen koenntest.

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Es ist nicht verwerflich Leuten helfen zu wollen.
Ich denke das die Bundeswehr dort einen guten Job macht. Direkt kämpfen würdest du dort ja nicht, falls du eingesetzt wirst.
Deine Mitmenschen machen sich vermutlich nur sorgen um dich.

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Kommentar von ANORMALDUDE
01.11.2016, 22:46

kommando Soldaten sind auf eliminieren feindlicher ziele oder personen spezialisiert außerdem auf sabotage und geiselbefreiung wenn ich die Ausbildung schaffe und in ein kommandotrupp kommen würde, würde ich schon offensivanschlänge gegen die Terroristen führen

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es gibt das ein sehr treffendes Zitat, das Henry Kissinger zugeschrieben wird:

'Military men are just dumb, stupid animals to be used as pawns in foreign policy.'

(siehe z.B. http://www.goodreads.com/quotes/218473-military-men-are-just-dumb-stupid-animals-to-be-used )

Selbst falls er es nicht gesagt haben sollte - Kissinger bestreitet es, es stammt aus einem Buch über bzw. gegen Kissinger: das ist eine tiefe Wahrheit.

Der Einsatz in Afghanistan (und nicht nur der) war von vorneherein ein Fehler, unrecht und schädlich. Machs nicht noch schlimmer.

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