Frage von walter2233, 145

Ist es korrekt den Namen Gottes aus der Bibel zu entfernen?

Die meisten Bibelübersetzungen haben den göttlichen
Namen (JHWH = Jehova oder Jahwe) entfernt, jedoch die Namen vieler falscher Götter beibehalten.

Warum diese Vorgehensweise?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 39

Hallo walter2233,

nein, es ist nicht korrekt, den Namen Gottes aus der Bibel zu entfernen! Einige Übersetzer der Bibel sind in gewisser Weise leider der jüdischen Tradition, der Name Gottes sei zu heilig, um ausgesprochen zu werden, gefolgt und haben daher den Namen Gottes in ihrer Übersetzung durch Titel wie "Herr" oder "Gott" ersetzt. Das ist wohl die größte und nachhaltigste Veränderung, die man bedauerlicherweise an der Bibel vorgenommen hat! Gott wird es wohl kaum gutheißen, dass man ihn zu einem namenlosen Gott erklärt hat, wenn er doch die Schreiber der Bibel dazu inspiriert hat, seinen Namen so oft in der Heiligen Schrift zu gebrauchen.

Dass Gott sich selbst mit Namen bezeichnet hat, geht sehr deutlich u.a. aus folgendem Bibeltext hervor: " Damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde". (Psalm 83:18). Auch Jesus Christus fand es richtig, den Namen Gottes zu gebrauchen. Das zeigt z. B. die erste Bitte des sogenannten "Vaterunsers", die lautet: "Dein Name werde geheiligt". ( Matthäus 6:9) Wenn Jesus diese Bitte an die erste Stelle setzte, dann maß er damit dem Gebrauch des Namens Gottes eine große Bedeutung bei. Wie aber sollte der Gläubige Gottes Namen heiligen, wenn er ihn gar nicht kennt? Das Gesagte zeigt also, dass Gott sehr wohl einen Namen hat und dieser richtigerweise auch in der Bibel erscheinen sollte.

Es gibt noch einen Grund, warum es Sinn macht, den göttlichen Namen in Bibelübersetzungen wiederzugeben. Es gibt historische Beweise dafür, dass die ersten Christen die Septuaginta (eine Übersetzung der Hebräischen Schriften oder des AT ins Griechische) gebrauchten und auch daraus zitierten. Da die Septuaginta den Namen Gottes in den vier hebräischen Konsonanten JHWH enthielt, stießen sie unweigerlich auf den göttlichen Namen. Und wenn sie daraus zitierten, verwendeten sie auch den darin enthaltenen Namen Gottes. Der Apostel Paulus bildetet da keine Ausnahme. Allein im Brief an die Römer verwendete er Gottes Namen 21 mal.

Dass die Schreiber des NT den Namen Gottes auch tatsächlich benutzten, ist geschichtlich mehrfach belegt. So schrieb George Howard von der Universität von Georgia (USA) im Journal of Biblical Literature : "Neuere Entdeckungen in Ägypten und in der Wüste Juda gewähren uns aus erster Hand einen Einblick in den Gebrauch des Namens Gottes in vorchristlichen Zeiten. Diese Entdeckungen sind für Studien des N[euen] T[estaments] bedeutsam, denn sie stellen eine literarische Analogie zu den frühesten christlichen Dokumenten dar und erklären so vielleicht, wie die NT-Autoren den göttlichen Namen verwendet haben. Auf den folgenden Seiten werden wir eine Theorie unterbreiten, daß nämlich der göttliche Name יהוה (und mögliche Abkürzungen desselben) ursprünglich in NT-Zitaten aus dem A[lten] T[estament] und in Hinweisen auf das AT geschrieben stand und dann im Laufe der Zeit hauptsächlich durch das Surrogat κς [Abkürzung von Kýrios, „Herr“] ersetzt worden ist. Die Entfernung des Tetragramms führte unserer Ansicht nach zu einer Verwirrung im Verständnis der frühen Heidenchristen über das Verhältnis zwischen ‚Gott, dem Herrn‘, und ‚Christus, dem Herrn‘, wie sich dies in der Hss.-Tradition des NT-Textes widerspiegelt" (Band  96, 1977, S.  63).

Wie Du also siehst, gibt es berechtigte Gründe, warum es richtig ist, den Namen Gottes in den Übersetzungen der Heiligen Schrift zu verwenden.

LG Philipp

Kommentar von helmutwk ,

Es gibt historische Beweise dafür, dass die ersten Christen die Septuaginta (eine Übersetzung der Hebräischen Schriften oder des AT ins Griechische) gebrauchten und auch daraus zitierten. Da die Septuaginta den Namen Gottes in den vier hebräischen Konsonanten JHWH enthielt, stießen sie unweigerlich auf den göttlichen Namen.

Nun, wenn ein griechisch sprechender im griechischen Text dien Hebräischen Buchstaben JHWH (jod-he-waw-he) sieht, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Er hat keine Ahnung, was das soll. Einige haben versucht, die Buchstaben als Griechisch zu deuten und dann "pipi" gelesen ;)
  • Er weiß, was das soll: der Name Gottes, der hier steht, darf nicht ausgesprochen werden, sondern stattdessen muss "Herr" gesagt werden.

Die ersten Christen wussten natürlich, was das sollte, und haben demnach den Namen JHWH nie ausgesprochen sondern stets "Herr" gesagt.

Der Apostel Paulus bildetet da keine Ausnahme. Allein im Brief an die Römer verwendete er Gottes Namen 21 mal.

Da bist du falsch informiert. Im ganzen NT kommt der Name JHWH kein einziges Mal vor, es gibt nur Übersetzungen, die Heerr durch "JHWH" ersetzen, wie z.B. die New heart Bibel:

Ph 2:11 and that every tongue should confess that Jesus Christ is Jehovah * , to the glory of God the Father.

Es gibt natürlich auch Übersetzungen, die in dem Punkt völlig willkürlich vorgehen, also im oben zitierten Vers (wo der Bezug zu Jes 45,23 sowie die indirekte Erwähnung des Namens JHWH in Vers 9 zeigen, dass JHWH gemeint ist) das Wort "Herr" stehen lassen und nur da JHWH einsetzen, wo es ihnen in den Kram passt.

Aber Übersetzungen, die nichts ändern (wie z.B. die Elberfelder Bibel) zeigen, dass JHWH niemals im NT vorkommt, eben weil sich die Christen an das Gebot hielten, den Namen  zu vermeiden. Und laut NT hat das auch Jesus getan, wenn er aus dem AT zitierte (z.B. Mk 12,29).

So schrieb George Howard von der Universität von Georgia

Erstens ist das nur eine Meinung, alle Fachkollegen haben Howard widersprochen. Und zweitens hat sich Howard von deiner Deutung, wie sie deine Zitierweise suggeriert, abgegrenzt:

1) the N.T. writers might have used the Tetragrammaton in their Old Testament quotations, and 2) it is possible (though less likely) that the Tetragrammaton was used in a few stereotype phrases such as "the angel of the Lord." Otherwise it probably was not used at all. I disagree with the Jehovah Witness translation that uses Jehovah many times. This goes beyond the evidence.

Quelle: http://forananswer.org/Top_JW/Scholars and NWT.htm#Howard

Aber irreführende Zitate sind ja bei ZJs Routine ...

Wie du siehst, gibt es berechtigt6e Gründe gegen deine Darstellung. Die Privatmeinung eines Ami-Professors, der meinte, dass vielleicht im NT das Tetragrammaton mit hebräischen Buchstaben geschrieben wurde (was beweisen würde, dass sämtliche Schreiber des NTs ihre Schrift schon selber als göttlich inspiriert wie das AT erkannten, was z.B. für die Apg ausgeschlossen sein dürfte), also diese Privatmeinung ist viel zu wenig, um deine Thesen zu stützen. Einige Gegenargumente der Experten auf diesem Gebiet habe ich ja genannt.

Kommentar von helmutwk ,

Und wieder probleme mit dem Link:

Wie es korrekt geht, so das GF nicht meckert, weiß ich nicht.

Kommentar von helmutwk ,

Und jetzt war auch die Korrekturzeit abgelaufen ...

Also: neuer Versuch

http://forananswer.org/Top\_JW/Scholars%20and%20NWT.htm#Howard

.. und der hat geklappt!

Kommentar von Philipp59 ,

Wenn die die Übersetzer der Septuaginta an den Stellen, wo im Hebräischen der Gottesname "JHWH" stand, diesen so beließen, ihn also nicht ins Griechische übersetzten, dann liegt das natürlich daran, dass sie ja selbst Juden waren, die, der jüdischen Tradition folgend, den Namen Gottes für zu heilig hielten, um ausgesprochen zu werden. Das heißt aber nicht, dass auch die Christen, die die Septuaginta lasen und auf die Konsonanten JHWH stießen, es vermieden, den Namen Gottes auszusprechen und stattdessen "Herr" lasen. Damit wären sie ja ebenfalls dieser unbiblischen Tradition gefolgt, was kaum anzunehmen ist.

Jesus Christus selbst machte keinen Hehl aus dem Namen Gottes, denn er sagte: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten... Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihn (Johannes 17:6,26). Auch wenn Jesus in der Synagoge aus den Schriften vorlas, stieß er auf den Namen Gottes und las ihn vor. Wenn also Jesus den Namen Gottes gebrauchte, welchen Grund sollte es dann für die Annahme geben, dass seine Jünger es vermieden, den göttlichen Namen auszusprechen? Oder welchen Grund könnten die Schreiber des NT gehabt haben, den Namen Gottes an den Stellen, wo sie Texte aus dem AT zitierten, die den Name Gottes enthalten, durch die Wörter "Gott" oder "Herr" zu ersetzen?

So schrieb der bereits zitierte George Howard, Professor für Religion und Hebraistik, in der Zeitschrift Biblical Archaeology Review:"Wo in der Septuaginta, die die neutestamentliche Kirche gebrauchte und aus der sie zitierte, die hebräische Form des göttlichen Namens stand, verwendeten die neutestamentlichen Schreiber das Tetragramm zweifellos in ihren Zitaten". Das zeigt, dass der Name Gottes unter den ersten Christen in Gebrauch war, wenngleich er auch in vielen Handschriften aus späterer Zeit nicht mehr zu finden ist, da er daraus entfernt wurde. In sehr alten Fragmenten der Septuaginta, die man Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckte, ist der Gottesname jedoch in den vier hebräischen Buchstaben enthalten. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass im 1. Jahrhundert, also zur Zeit der ersten Christen, der Name Gottes bekannt war.

Dass er in den heute zur Verfügung stehenden Bibelmanuskripten des NT nicht mehr zu finden ist, liegt daran, dass die Originalhandschriften von Matthäus, Johannes, Paulus und den anderen Schreibern des Neuen Testaments nicht mehr existieren. Die meisten Abschriften der Originale wurden 200  Jahre nach der ursprünglichen Niederschrift hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt war das Tetragramm, die vier Konsonanten des Gottesnamens, durch das griechische Wort für „Herr“ (Kyrios) ersetzt worden, und somit hatten die Abschreiber nur noch Texte zur Verfügung, in denen der Gottesname nicht mehr enthalten war. Daraus muss jedoch nicht zwangsläufig geschlossen werden, dass die ersten Christen den Namen Gottes nicht gebrauchten (s.o.).

Es gibt auch noch einen Beweis, dass der Name Gottes in den Schriften der ersten Christen in Gebrauch war. In der Tosefta (mündliche Gesetze der Juden, um 300 n.Chr.) hieß es über die Verbrennung christlicher Schriften am Sabbat: "Die Ränder und Minäerbücher darf man aus einer Feuersbrunst nicht retten; man lasse sie vielmehr an ihrer Stelle verbrennen, sie selbst samt ihren Gottesnamen." Vermutlich sind mit den "Rändern" die Evangelien gemeint und mit "Minäer" die Judenchristen. In dem gleichen Werk wird auch der im zweiten Jahrhundert lebende Rabbi Jose der Galiläer zitiert, der im Hinblick auf die Verbrennung christlicher Schriften sagte: "Am Wochentage schneide man die darin enthaltenen Gottesnamen aus und verstecke sie, und das Übrige verbrenne man."

Ein weiterer Grund, der dafür spricht, dass die Schreiber des NT den Namen Gottes verwendeten, ist der, dass der Apostel Matthäus sein Evangelium ursprünglich in hebräischer Sprache anfertigte, wie das durch Hieronymus bestätigt wurde. Es ist undenkbar, dass Matthäus den Namen nicht gebrauchte, wenn er Stellen aus dem AT zitierte, die den Namen Gottes enthielten. Das wäre eine Verfälschung der Originaltexte gewesen, wozu sich Matthäus ganz sicher nicht (aus welchem Grund auch?) hinreißen ließ. 

Fortsetzung...

Kommentar von Philipp59 ,

Fortsetzung...

In einer Ausgabe der Zeitschrift Der Wachtturm wurden einmal zwei entscheidende Gründe dafür genannt, warum sich das Übersetzungskomitee der NW-Übersetzung sich dafür entschied, den Namen Gottes im NT zu verwenden:

"1. Die Übersetzer waren überzeugt, dass das Neue Testament die von Gott inspirierte Fortsetzung des heiligen Alten Testaments ist. Daher wäre es für sie unlogisch gewesen, wenn im Neuen Testament plötzlich der Name Gottes nicht mehr auftauchen würde.
Gibt es eine Grundlage für diese Überlegung? Etwa Mitte des ersten Jahrhunderts sagte der Jünger Jakobus zu den Ältesten in Jerusalem: „Simeon hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen“ (Apostelgeschichte 15:14). Hätte Jakobus eine solche Aussage gemacht, wenn niemand im ersten Jahrhundert den Namen Gottes gekannt oder gebraucht hätte?

2. Als Fragmente der Septuaginta entdeckt wurden, in denen der Gottesname stand (nicht Kyrios), wurde den Übersetzern klar, dass zur Zeit Jesu die heiligen Schriften in Griechisch den Gottesnamen enthielten (bei den hebräischen Texten ging man ohnehin davon aus). Offensichtlich hat man sich erst später angemaßt, den Gottesnamen aus den griechischen Handschriften zu entfernen. Hätten Jesus und seine Apostel das wohl befürwortet? (Matthäus 15:6-9)." ("Der Wachtturm", 01.08.2008, Seite 22).

Die Übersetzer der Neuen-Welt-Übersetzung sind nicht die einzigen Übersetzer, die erkannt haben, dass es Gründe dafür gibt, den Namen Gottes im NT zu verwenden. U.a. folgende Bibelübersetzungen enthalten Gottes Namen im NT:

Die heilige Schrift des neuen Testaments, Dominikus von Brentano (1791)

Die drei älteren Evangelien (die sogenannte Bonner Bibel), Dr.  Petrus Dausch (1932)

The New Testament Letters, J.  W. C.  Wand, Bischof von London (1946)

Les Evangiles, Claude Tresmontant (1991)

Neues Testament mit Anmerkungen, Heinz Schumacher (2002)

Biblia Peshitta en Español, Instituto Cultural Álef y Tau (2006)

A Literal Translation of the New Testament  .  .  . From the Text of the Vatican Manuscript von Herman Heinfetter (1863)

The Emphatic Diaglott von Benjamin Wilson (1864)

The Epistles of Paul in Modern English von George Barker Stevens (1898)

St.  Paul’s Epistle to the Romans von W.  G.  Rutherford (1900)

The New Testament Letters von J.  W.  C.  Wand, Bischof von London (1946) (Quelle: "Studienhilfe zur Bibel", Seite 9).

Es gibt insgesamt Bibelübersetzungen in mehr als 100 Sprachen, die den Namen Gottes im NT verwenden. In etlichen anderen Übersetzungen des NT wird im Vorwort darauf hingewiesen, dass der Name Gottes im Neuen Testament seine Berechtigung hat. So schreibt beispielsweise David H. Stern in der Einleitung zu seinem Jüdischen Neuen Testament: "Der Begriff kyrios ist im Neuen Testament häufig mehrdeutig; er kann als respektvolle Anrede, ‚geehrter Herr‘, gebraucht werden, kann ‚Herr‘ im Sinne von ‚Hausherr‘ oder ‚Herr‘ im Sinn von ‚Gott‘ bedeuten. Zugleich ist es aber auch das griechische Wort für J-H-W-H, ‚Jehova‘, den persönlichen Eigennamen Gottes."

Dass es statthaft ist, den Namen Gottes im NT zu verwenden, obwohl er in den vorhandenen Bibelmanuskripten nicht mehr zu finden ist, zeigen auch viele griechische Bibellexika, die anerkennen, dass sich das Wort "Herr" in der Bibel oft auf "Jehova" bezieht. So heißt es beispielsweise in Robinsons Werk A Greek and English Lexicon of the New Testament (1859) unter Kýrios („Herr“): "Gott als der höchste Herr und Souverän des Universums, in der Sept[uaginta] gewöhnlich für hebr[äisch] יְהוָה Jehova."

Somit gibt es zahlreiche Gründe, die dafür sprechen, den Namen Gottes nicht nur im AT, sondern auch in den Schriften des NT zu verwenden.

Kommentar von helmutwk ,

Das heißt aber nicht, dass auch die Christen, die die Septuaginta lasen und auf die Konsonanten JHWH stießen, es vermieden,den Namen Gottes auszusprechen und stattdessen "Herr" lasen. Damit wären sie ja ebenfalls dieser unbiblischen Tradition gefolgt, was kaum anzunehmen ist.

Natürlich ist nicht abzunehmen, dass die ersten Christen einer falschen Tradition folgten, nur hast du keinen Grund genannt, warum die Tradition falsch sein sollte. Das NT suggeriert das Gegenteil: Jesus hat vermieden, den Namen Gottes auszusprechen. Dafür sprechen nicht nur die zahllosen Stellen im NT, an denen Jesus "Her" sagt, wenn JHWH gemeint ist, dafür sprechen auch Stellen, an denen er Konstruktionen verwendet, die es vermeiden, Gott zu erwähnen, obwohl er gemeint ist. Etwa das "denn sie sollen getröstet werden" o.ä. in den Seligpreisungen (wer tröstet denn, wenn nicht Gott?) oder Mt 26,64.

Außerdem: wenn die ersten Christen den Namen Gottes ausgesprochen hätten, dann hätten die Juden das ihnen zum Vorwurf gemacht, wofür es keinen Beleg gibt. Du behauptest also, dass den Christen zwar allerlei vorgeworfen wurde, aber niemand ihnen zum Vorwurf machte, dass sie den Namen Gottes aussprachen, obwohl sie es taten, was kaum anzunehmen ist.

Statt also von einer unbewiesenen Annahme auszugehen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten, halte ich mich an die bekannten Fakten, aus denen hervorgeht, dass die ersten Christen den Namen JHWH vermeiden, wie alle anderen Juden auch, und schließe dann mit Hilfe der Bibel, dass das nicht so schlimm ist, wie du behauptest.

Jesus Christus selbst machte keinen Hehl aus dem Namen Gottes, denn er sagte: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast.

Dabei hat er aber nicht an die Wortform "JHWH" gedacht - die war noch bekannt, sogar noch im 2.Jh. haben ein paar Juden (die damit natürlich gegen die Regel verstießen) den Heiden gesagt, dass der Name iabe, iaoue oder so ähnlich lautete. Habe ich auf GF durch Zitate gelernt, die ZJs hier gepostet bzw, auf die sie hingewiesen haben ...

Mit Name ist an vielen Stellen in  der Bibel (z.B. Apg 4,29) die Person gemeint. Jesus sagt also nicht, dass Er den Namen JHWH verkündete (das würde dem widersprechen, was wir aus der Bibel und zeitgenössischen Dokumenten wissen). Vielmehr sagt Er, dass Er den Namen (=das Wesen) des Vaters bekanntgemacht hat, also den Menschen erschlossen hat, was es bedeutet, dass Gott ein Vater ist.

Auch wenn Jesus in der Synagoge aus den Schriften vorlas, stieß er auf den Namen Gottes und las ihn vor.

Dass stimmt nicht. in Lk 4, wird berichtet, dass Jesus eine Stelle vorlas, die den Namen JHWH enthält, er ist also "auf den Namen Gottes gestoßen". Und was hat er vorgelesen?

Lk 4,18 »Der Geist des Herrn hat von mir Besitz ergriffen, weil der Herr mich gesalbt und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen gute Nachricht zu bringen, den Gefangenen zu verkünden, dasssie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen werden.

Das NT sagt, dass Jesus "Herr" las, wenn er auf den Namen Gottes stieß. Warum du der Bibel widersprichst, indem du glatt das Gegenteil behauptest, weiß ich nicht. Ich werde mich jedenfalls weiter an die Bibel halten.

So schrieb der bereits zitierte George Howard, Professor für Religion und Hebraistik

Tja, ein Professor für Hebraistik redet nicht über sein Fachgebiet, wenn er über die LXX schreibt. Alle Experten widersprechen dieser Privatmeinung eines Professors, der ein etwas anderes Fachgebiet hat.

Außerdem hat sich Howard deutlich gegen die Art ausgesprochen, in der die ZJs das Wort "Herr" im NT durch "Jehova" ersetzen.

Du hast also nicht gezeigt, dass der Name bei den ersten Christen im Gebrauch war, sondern nur darauf hingewiesen, dass ein AMI, der nicht über sein Fachgebiet schrieb, der Meinung ist, dass der Name vielleicht in den AT-Zitaten im NT stand, obwohl alles dagegen spricht.

Die meisten Abschriften der Originale wurden 200  Jahre nach der ursprünglichen Niederschrift hergestellt.

Vor 200 hab es keine leitende Körperschaft, die alle Handschriften zentral "austauschen" konnte, und wenn sich was veränderte, dann gab es noch Jahrhunderte später Manuskripte mit der älteren Lesart. auch haben wir Bemerkungen von Kirchenvätern über unterschiedliche Lesarten, nur über die angebliche Existenz des Tetragrammaton in den Originalhandschriften gibt es keine Bemerkung und kein Manuskript, das diese Tradition weiterführte.

Außerdem: Außerhalb der LXX hat niemand das Tetragrammaton geschrieben, das NT wäre eine erstaunliche Ausnahme von der Regel, die dazu nioch von niemanden erwähnt wurde (und sei es nur, um sie gegen die Vorwürfe von Juden oder uju8daisierendejn Abweichlern zu verteidigen).

Kommentar von helmutwk ,

Fortsetzung

Vermutlich sind mit den "Rändern" die Evangelien gemeint und mit "Minäer" die Judenchristen.

Unsinn. Mit den Rändern sind Kommentare gemeint, das hängt mit der jüdischen Gewohnheit zusammen, den Bibeltext in die Mitte und Kommentare dazu an den 4 Rändern zu schreiben. Die Evangelien können schon deshalb nicht gemeint sein, weil sie erstens den Namen Gottes nicht enthalten und zweitens die Minäer in der Regel nicht die kanonischen Evangelien benutzten, sondern z.B. das Evangelium der Ebioniten.

Es ist undenkbar, dass Matthäus den Namen nicht gebrauchte

Wieso sollte es undenkbar sein, dass Matthäus genau das macht, was alle Juden damals machten? Meinst du, Matthäus war kein Jude?

In einer Ausgabe der Zeitschrift Der Wachtturm

Ach, daher hast du deine komische Logik.

Hätte Jakobus eine solche Aussage gemacht, wenn niemand im ersten Jahrhundert den Namen Gottes gekannt oder gebraucht hätte?

Tja, dass der Name bekannt war, bestreitet ja niemand, nur haben die ersten Christen nicht den Namen JHWH verkündet, oder sich um Worte gestritten (2.Tim 2,14), sondern Jesus den gekreuzigten verkündet (1.Kor 1,17-25). Denn gerade die Verkündigung Jesu ist die Verkündigung des höchsten Namens, den Jesus erhalten hat (Ph 2,9).

Als Fragmente der Septuaginta entdeckt wurden, in denen der Gottesname stand (nicht Kyrios), wurde den Übersetzern klar, dass zur Zeit Jesu die heiligen Schriften in Griechisch den Gottesnamen enthielten (bei den hebräischen Texten ging man ohnehin davon aus).

Wie schon gesagt: dieser Brauch diente dazu, zu verhindern, dass der Name Gottes ausgesprochen wurde. Da die Verfasser des Wachtturms das nicht wissen (oder bewusst leugnen?), sind ihre Überlegungen, was die Apostel dazu gesagt hätten, dass in der LXX das geschrieben wurde, was auch vorgelesen werden sollte, irrelevant. Bring bitte nichts von Unwissenden Zeugen Jehovas (oder fachfremden Professoren wie Howard), sondern hör mal auf das, was die sagen, die wirklich Ahnung haben.

Die Übersetzer der Neuen-Welt-Übersetzung sind nicht die einzigen Übersetzer, die erkannt haben, dass es Gründe dafür gibt, den Namen Gottes im NT zu verwenden.

Nur macht keine dieser Übersetzungen so wie die NWÜ. Entweder setzen sie den Namen JHWH buw. "Jehova" an weniger Stellen (in Sinne von Howard), oder aber an mehr Stellen, nämlich auch an denen, an denen es die ZJ trotz guter Gründe dafür nicht schreiben wollen. Beispiel:

Ph 2:11 and that every tongue should confess that Jesus Christ is Jehovah, to the glory of God the Father. (New Heart English Bible, Jehova Edition)

Das ist jetzt die einzige Ausgabe mit Jehova im NT, deren Text ich besitze und deshalb zitieren kann. Wie du sofort siehst, ist diese Ausgabe (und sicher viele, wenn nicht alle der von dir genannten Ausgaben) auch ein Korrektiv zur manipulativen Art, wie die NWÜ mit dem Namen Gottes im NT umgeht.

zeigen auch viele griechische Bibellexika, die anerkennen, dass sich das Wort "Herr" in der Bibel oft auf "Jehova" bezieht.

Wenn es genügt, dass sich ein Wort auf JHWH bezieht, dann genügt es ja auch, wenn im AT eine Wortform steht, die sich auf JHWH bezieht (wie HERR). Du hast also gerade (ungewollt)ein Argument zur Verteidigung der Praxis vieler Bibelausgaben gebracht.

Natürlich bezieht sich "Herr" (kyrios) im NT meist auf JHWH. Bei Zitaten aus dem AT meist JHWH der Vater, außerhalb von Zitaten in der Regel auf JHWH den Sohn, und mindestens einmal auf JHWH den Geist. Und wie gesagt: wenn die NWÜ in allen diesen Fällen "Jehova" schreiben würde, würde ich das auch nicht so scharf kritisieren. Machen andere Ausgaben ja auch.

Antwort
von OlliBjoern, 74

Man hätte also in Gen. 1 "Jahwe" schreiben sollen und in Gen. 2 "Elohim"?
Das wäre natürlich gegangen, und wäre korrekt gewesen.

 

Antwort
von malwasneutrales, 65

Eigentlich kann ich dir leider keine antwort auf deine frage liefern.... Es ist ja vieles um das thema biebel einfach sehr ungewiss,da diese ja schon so alt ist. Statdessen habe ich eine Gegenfrage an dich woher kennt man den eigentlich den Namen der aus der biebel gestrichen worde ? Also diese frage ist ernst gemient und soll jetzt keinesfalls falsch vrstanden werden aber das hab ich mich eigentlich schon öfter gefragt

Kommentar von SoerenRB ,

Im hebräischen Text ist der Gottesname durchaus vorhanden, er wird nur gebrochen geschrieben. Die Ausprache allerdings ist unklar, da man natürlich keinen der Gefolgsleute Mose mehr fragen kann. Erst in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, die dann auch die Grundlage für die lateinische Bibel der Kirche bildete, wurde das Tetragramm konsequent durch den Titel "Kyrios" (Herr) ersetzt.

Im Mittelalter hat man versucht, die Vokale von Adonai in das nur aus konsonanten bestehende Tetragramm JHWH einzusetzen und bekam dabei "Jehova" heraus. Daraus entstand das bis weit in das 20. Jahrhundert hinein verbreitete Missverständnis, der Name Gottes laute Jehova. Heute gehen die meisten Forscher davon aus, dass er eher als "Jachwe" gesprochen worden sein dürfte.

Kommentar von walter2233 ,

hallo SoerenRB

Hier (GF)wird immer gesagt dass man nicht wüste wie der Name
ausgesprochen werden soll. 

Aber man will genau wissen dass er nicht Jehova lautet.

Was ist das für eine Argumentation?

Es kann doch nicht darum gehen wie der Name in den vielen Sprachen ausgesprochen wird. 

JHWH ist die überlieferten Schreibweise.

 Die Aussprache:
Jehova, Jawe, Jachwe… usw. sollte richtig sein. Wie sollen nur nicht ihn in unwürdiger weise gebraucht.

Nach den aussage Jesus muss der Name Gottes benutzt werden.

Johannes
17:26

deinen Namen bekannt gegeben und werde ihn bekannt geben“ .

Psalm 9:10 heißt es in Bezug auf den Namen Gottes: 

„Die, die deinen Namen kennen, werden auf dich vertrauen.

LG

Kommentar von stine2412 ,

Soeren, es kommt doch darauf an, dass wir gemäß unserer Bitte im "Vater unser" - Dein Name werde geheiligt - auch handeln, oder? Wie können wir Gottes Namen heiligen, wenn wir ihn nicht benutzen? Oder noch schlimmer, ihn gar nicht kennen? Deshalb sagte Jesus ja auch in einem Gebet zu seinem Vater:
„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. . . . ich habe ihnen deinen Namen bekannt gegeben und werde ihn bekannt geben“ (JOHANNES 17:6, 26)

Kommentar von malwasneutrales ,

Dankeschön:)

Antwort
von Sturmwolke, 20

Schau Dir dazu auch mal die Antwort von Cornyriegel zu einer ähnlichen Frage an:

https://www.gutefrage.net/frage/warum--wer-gibt-uebersetzer-das-recht-gottes-nam...

Antwort
von reziprok26, 30

Ist der Schöpfergott auch der Gott der Bibel und des Alten- und Neuen Testamentes ????

Als die Menschen sesshaft wurden, da hat sich der Bibelgottim AT  heftig eingemischt und den wenigenMenschen in der Frühzeit gelehrt und belehrt Sodom u. Gomorrah vernichtet, denTurmbau zu Babel durch Sprachverwirrung beendet,  die sieben ägypt. Plagen, das rote Meergeteilt, die Sintflut sogar Einzelne wurden für Kleinigkeiten bestraft und viele Wundergeschaffen.

Die ungebildeten Nomaden mussten Pyramiden, riesige Tempel,hohe Stelen und tiefe Tunnel für die Königsgräber bauen  und das alles per Handarbeit.

Auf einmal war Schluss, nichts mehr, das Geschaffene verfiel.

Seit etwa 4.000 Jahren kümmert sich der Bibel Gott des AltenTestamentes, ebenso sein Sohn Jesus  NT nicht mehr um die Menschen. Bei derheutigen Kommunikation könnte sich Gott mit einem Wunder beweisen, aber nichtsgeschieht, Gott sieht zu, wie Despoten u.a. Alexander der Große, Stalin, Hitlerund Mao, IS Millionen Menschen morden, Kriege ohne Ende, Versklavungen,Vergewaltigungen, Rauschgift ohne Einhalt zu gebieten, ohne  einzugreifen. Da stellt sich die Frage, woist Gott 

Kommentar von helmutwk ,

Auf einmal war Schluss, nichts mehr, das Geschaffene verfiel.

Also das von dir genannte "Geschaffene" (Pyramiden etc.) hat laut Bibel nichts mit Gott zu tun.

Und es stimmt so nicht, dass dann nichts mehr war. in der ganzen Bibel findest du Beispiele von dem, was Gott tut, bis ca. 50 n.Chr.

Und auch aus der zeit danach passierte immer wieder was, das als Eingreifen Gottes gesehen werden kann. Bis heute. Beispielsweise hat sich im 20.Jh. die Prophezeiung erfüllt, dass das Volk Israel zum zweiten Mal, und diesmal von allen "Enden der Erde", in sein Land zurückkehrt.

Eher private Beispiele von Gottes Wirken findest du in jeder Sammlung von Bekehrungsgeschichten ;)

Antwort
von nowka20, 7

die glauben eben an ihren "privatgott"

Antwort
von telemann2000, 49

Korrekterweise sollte man sich als Übersetzer bemühen, so genau wie möglich wiederzugeben. Das bedeutet, nichts entfernen und nichts hinzufügen.

Deshalb ist es wichtig, im AT den Gottesnamen ebenfalls zu übersetzen. Welche Version der Übersetzer benutzt, bleibt ihm überlassen.

Das bedeutet aber noch lange nicht, das ein Übersetzer das Recht hat, den Gottesnamen im NT nach eigenem Gusto dort einzusetzen, wo er in den uns überlieferten Handschriften (und das sind weit über 5000) nicht aufscheint.

Das wäre eine gravierende Verfälschung des uns überlieferten Textes. Einer der das tut, kann nicht mit dem selben Argument jemanden anklagen, der durch das bewusste Weglassen des Gottesnamens im AT den selben Fehler begeht.

Kommentar von helmutwk ,

Deshalb ist es wichtig, im AT den Gottesnamen ebenfalls zu übersetzen.

Namen werden in der Regel nicht übersetzt. Niemand übersetzt "David" mit "Anführer".

Was du meinst ist: den Namen beizubehalten statt ihn mit Herr zu übersetzen. ;)

Kommentar von telemann2000 ,

Stimmt Helmut.

Antwort
von Dirndlschneider, 50

Weil , falls du den richtigen Namen Gottes rückwärts aussprichst , sich die Welt , das Weltall und alles , was wir kennen vollständig auflöst .

Antwort
von SoerenRB, 46

Lieber walter2233,

im Judentum bzw. allgemein im orientalischen Denken besitzt der individuelle Name einen überragenden Stellenwert. Nicht umsonst wird die Verbindung der ersten Menschen als "sich erkennen" beschrieben. Den Namen des Gegenübers zu kennen verleiht in gewisser Weise Macht, ihm einen neuen Namen zu geben umso mehr. Der Mensch ist auch und gerade deshalb Krone und Hüter der Schöpfung, weil er jedem Tier seinen Namen gibt und sie ihm so mit Gottes Segen untertan werden.

Viele der Erzväter und -mütter erhalten von Gott einen neuen Namen. Aus Abram wird Abraham, aus seiner frau Sarai Sarah, aus Jakob Israel. So macht Gott sich die Menschen zu eigen, schließt mit ihnen einen Bund, der sie ewig bindet und verpflichtet, quasi wie eine magische Formel.

Gerade aus diesem Grund ist es im Alten Testament verboten, den Namen Gottes auszusprechen oder auszuschreiben. Gott offenbart sich dem Menschen niemals unter einem Namen, sondern immer unter besonderen Titeln. Einzig die Formel "Ich bin, der ich bin" (je nachdem, wie man das Tetragramm übersetzt) kann in gewisser Weise als Eigenname Gottes verstanden werden, da dieser die einzige Qualität benennt, die Gott von allen anderen Bezugsgrößen unterscheidet, seine Unerschaffenheit, sein bedingungsloses Sein.

Um den Namen Gottes nicht ausschreiben zu müssen, wurde das Tetragramm JHWH in der ersten griechischen Bibelübersetzung, der Septuaginta, durch den Titel Kyrios (Herr) ersetzt, der ja auch heute noch gebräuchlich ist. Im hebräischen Text steht das Tetragramm unvollständig, ein Buchstabe, das Waw (W), fehlt immer. Im Gottesdienst wird das Tetragramm als "Adonai" (Herr) gelesen, um den Namen nicht aussprechen zu müssen.

All dies wird aus Ehrfurcht vor Gott getan, um "seinen Namen nicht unnützlich zu führen", wie eines der zehn Gebote vorschreibt

Kommentar von jeysuni ,

Interessant. Kannst du vielleicht mit Bibeltexten zeigen, dass es verboten war, Jehova auszusprechen?

Kommentar von SoerenRB ,

Eine Bibelstelle, die es konkret verbietet, gibt es nicht. Es wurde gängige religiöse Praxis und somit Tradition, weil man dadurch absolut sicher verhindern konnte, das Gebot "Du sollst den Namen JHWHs, deines Gottes, nicht missbrauchen" (2. Mose 20,7) zu verletzen.

Nur dem Hohepriester war es an Jom Kippur, wenn er im Allerheiligsten betete, erlaubt, den Gottesnamen auszusprechen.

Kommentar von helmutwk ,

Immerhin hat sich laut NT auch Jesus daran gehalten, er hat stets "Herr" (kyrios) gesagt, sogar wenn er aus dem AT vorlas (Lk 4,18).

Kommentar von jeysuni ,

Dieses Gebot hatte lediglich im Sinn, den Namen nicht in dem Sinne zu missbrauchen, als dass man über ihn lästert oder ihn in unsittlichem Zusammenhang erwähnt. Später wurde daraus ein Verbot. Also war es ein Missverständnis. Die Botschaft der Bibel geht eigentlich in eine andere Richtung wenn man mal das Gesamte betrachtet. Man soll den Namen hochhalten, ihn ehren. Aber eben nicht in unwürdiger Weise.

Kommentar von helmutwk ,

Interessant. Kannst du vielleicht mit Bibeltexten zeigen, dass es verboten war, Jehova auszusprechen?

Das kann schon deshalb nicht belegt werden, weil es "Jehova" noch nicht gab.

Eine erst im Mittelalter entstandene Form (durch ein Missverständnis, das wohl von Juden bewusst gefördert wurde), war zur Zeit des ATs natürlich völlig unbekannt, sie zu verbeiten wäre sinnlos gewesen.

Antwort
von josef050153, 28

Also in meiner seht Jahwe drinnen. Welche Übersetzung meinst du denn?

Kommentar von walter2233 ,

josef050153

Jahwe ist genau so richtig wie Jehova. 

Kommentar von helmutwk ,

Nö, Jahwe ist wahrscheinlich (Jahu weniger wahrscheinlich), "Jehova" ist dagegen nachweislich falsch. Also nicht "gleich richtig".

Kommentar von walter2233 ,

Helmut, du bist in deinen Aussagen einfach umwerfend. Du läufst immer hinterher.

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