Frage von Janaczky1, 108

Ist es irgendwie möglich mit 15 Jahren den Kontakt zu den Eltern abzubrechen oder auszuziehen?

Ich bin jetzt 15 Jahre alt und werde im Dezember 16. Momentan besuche ich noch die Schule und werde voraussichtlich im Juni 2017 meinen Realschulabschluss haben.

Naja, meine derzeitigen schulischen Leistungen sind miserabel. Meine Mutter zieht meine Motivation total runter. Ständig bekomme ich zuhören, dass ich dumm bin und die Klasse wiederholen soll. Ich bin nicht dumm, die Noten (4, 4 und 6) waren ein Ausrutscher und ich schaffe das... irgendwie... hoffentlich. Da beginnen schon wieder die Selbstzweifel und Ich fühle mich minderwertig, weil mir ständig dagegen geredet wird. Ich bin sehr sehr sehr schüchtern und zurückhaltend, was sich leider auch auf meine mündliche Beteiligung am Unterricht auswirkt. Ich höre aufmerksam zu und störe den Unterricht nicht - ich falle kaum auf, als wäre ich nicht da. Ich selber würde es als Kontaktstörung bezeichnen. Ich "mag" Menschen "nicht", kann nicht mit ihnen und es fällt mir extrem schwer mich ihnen zu öffnen. Klar, ich habe zwei beste Freundinnen, die ich über alles liebe (hört sich vielleicht blöd an, aber ich würde mein Leben für sie geben), aber leider wohnen diese Menschen, die ich momentan mehr als alles bräuchte, nicht bei mir in der Nähe und Ich vermisse sie sooo verdammt doll!!

 Naja, ich schweife vom Thema ab. Auf meine Mutter habe mittlerweile so einen Hass entwickelt und würde sie am liebsten aus meinem Leben streichen. Sie zieht mich runter und macht mich innerlich kaputt.

Antwort
von conelke, 45

Sind Deine schulischen Noten generell miserabel oder nur in einem Fach? Als Ausrutscher kann man die Noten jetzt nicht bezeichnen - vielleicht die 6. Die Frage ist warum eine 6? Das hört sich an, als hättest Du mit der Arbeit überhaupt nichts anfangen können. Vielleicht wäre Nachhilfe eine Alternative, damit Du einen einigemaßen guten Abschluss hinbekommst.

Dem eigenen Kind zu sagen, es wäre dumm, ist natürlich nicht förderlich. Im Gegenteil - es raubt einem entweder jede Motivation oder man ist so selbstbewusst, dass man vom Gegenteil überzeugen will.

Ich an Deiner Stelle würde mal mit Deiner Mutter in aller Ruhe sprechen. Ihr sagen, dass es Dir weh tut, wenn sie in der Art über Dich spricht und dass es Dir jede Form der Motivation raubt.

Ich weiß nicht, wie das bisher bei Euch gelaufen ist, aber Eltern stoßen auch an ihre Grenzen, wenn sie das Gefühl haben, das Kind ist faul und hat nur andere Dinge im Kopf als Schule. Auch als Schüler gibt es irgendwann den Zeitpunkt, da muss man sich am Riemen reißen und alles tun, damit es besser wird. Wenn man es nicht alleine schafft, dann mit Hilfe anderer. Du könntest auch mit Klassenkameraden üben, die den Stoff beherrschen.

Ich war früher auch nicht der Typ, der sich ständig melden wollte - hatte auch meine Probleme damit, vor der Klasse zu sprechen. Aber manchmal muss man auch da über seinen Schatten springen - vor allem dann, wenn eine gute Note davon abhängt. Du könntest freiwillig ein Referat machen, um Deine Note aufzubessern und um dem Lehrer zu zeigen, dass Du willig bist.

Aber an erster Stelle steht ein Gespräch mit Deiner Mutter. überlegt doch mal gemeinsam, was man machen könnte, damit Du schulisch nciiht komplett absackst. Es bringt nichts Deine Mutter zu hassen! Kein schöner Zug von ihr, da gebe ich Dir auf jeden Fall recht. Aber ein bisschen solltest Du Dich auch an die eigene Nase fassen. Von Nichts kommt auch nichts.

Antwort
von habakuk63, 28

Flucht ist keine Lösung!

Du solltest mit deiner Mutter sprechen, über deine Einschätzung, deine Anerkennung für SIE, aber auch deine Schwierigkeiten mit ihrer Demotivation.

Anstrengen musst du dich und du kannst deiner Mutter nur durch bessere Noten beweisen, dass sie unrecht hat und du doch fleißig und klug bist.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Du irrst mit deiner Antwort; manchmal ist Flucht die einzige Lösung!

Kommentar von habakuk63 ,

Wann immer ich vor meinen Problemen geflohen bin haben mich exakt diese Probleme eingeholt, bis ich mich aktiv mit ihnen auseinandergesetzt habe. 

Antwort
von Kreativst, 30

Denkst du wirklich deine Probleme werden mit ner eigenen Wohnung besser? Man merkt an deiner Formulierung schon das du keinerlei Ahnung hast wieviel du dann machen musst, zumal du wegen sowas garantiert keine Wohnung bezahlt kriegst, ich kenne schlimmere Fälle wo sich bis heute alle Sperren den Kindern was eigenes zu finanzieren.

Grad wegen deiner Kontaktprobleme zu anderen denke ich das ne eigene Wohnung dir im Moment überhaupt nicht gut tun würde, da könntest du dich ja noch mehr verstecken. Mach erstmal deine Schule fertig und guck dann weiter, mit 15 ne eigene Wohnung, da hast du garantiert nichtmehr soviel Freizeit etc. 

Stell dir mal die Frage wer allein die Einrichtung bezahlen soll (Küche, Elektrogeräte)? Du musst regelmäßig einkaufen, kochen, sämtliche Wege selbst erledigen, Wäsche waschen, Wohnung putzen usw. ich hätte da mit 15 garantiert keine Lust drauf gehabt, egal wieviel Streß ich mit meinen Eltern habe.

Antwort
von einfachichseinn, 16

Wie stellst du dir vor eine Wohnung und so weiter zu finanzieren?

Willst du mit deinen schlechten Schulnoten und der Introversion noch arbeiten gehen?

Ich glaube nicht, dass das dein Ziel ist. Das heißt irgendjemand muss die Wohnung und die Lebenskosten zahlen.

Das Jugendamt bzw die Stadt oder der Staat zahlt für manche Jugendliche eine Wohnung.

Wenn die von dir genannten Gründen ausreichend wären, würde vermutlich jeder Teenager ausziehen wollen und der Staat wäre pleite.

Antwort
von Schlumpfbaby, 30


Hör nicht auf den Schwachsinn der hier bisher geschrieben wurde. Du erkennst selbst, dass deine Mutter dir schadet, die gesamte familiäre Situation, folglich hast du alles Recht der Welt, die Situation zu deinen Gunsten zu verändern.

Nur leider wird das nicht leicht, was du schon an der Reaktion der anderen hier sehen kannst. Diese Gesellschaft ist eher für Täter als für die Opfer geschaffen. Du solltest dich zuerst einmal an das Jugendamt wenden und da die erfahrungsgemäß versuchen werden, die Sache abzuwiegeln, hole dir gleichzeitig Unterstützung von einem Psychologen, der Caritas, der Kirche, eigentlich egal. Wichtig ist nur, du musst belegen können, dass es deiner psychischen Gesundheit und deiner Entwicklung schadet, wenn du weiter in der Obhut deiner Familie bleibst.

Da du ja siehst, dass dich als Teenager kaum einer Ernst nimmt, benötigst du dafür die Unterstützung von Menschen, die von den Behörden ernst genommen werden.
Das sind Ärzte und offizielle Behörden, Beratungsstellen, etc.

Ich wünsche dir alle Gute und ganz viel Kraft, du wirst sie brauchen. Glaub an dich und lass dir niemals von anderen sagen, was du nicht kannst. Es ist dein Leben und du bist wertvoll, egal was andere sagen.




Kommentar von nax11 ,

Hat irgendjemand behauptet die Welt sei eine gerechte?

Die schnöde Realität sieht ein wenig anders aus und irgendwann wird sich jeder damit auseinandersetzen müssen!

Antwort
von AmyDu, 13

Ja, das ist möglich. Es gibt betreute oder therapeutische Wohngruppen. Da kann man sozusagen einziehen. Ich weiß jetzt leider nicht, unter welchen Umständen man da hinkann aber du kannst ja mal beim Jugendamt anrufen und dich erkundigen. Sowas ist ja nicht nur für extremfälle, in denen die Kinder misshandelt werden oder so. Mir wurde das auch schonmoft geraten, obwohl ich keine wirklichen Probleme mit meinen Eltern habe.

Viel Glück🍀

Antwort
von jeszysunshine, 9

Am besten suchst du dir Hilfe beim Jugendamt. Die müssten sich da gut auskennen.

Antwort
von BigDreams007, 54

Die "Gründe" reichen nicht aus um den Kontakt abzubrechen.....

Kommentar von Janaczky1 ,

Ich kann dir gerne noch weitere aufzählen

Kommentar von BigDreams007 ,

Die da wären?

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