Frage von internetrambo, 36

Ist es in Ordnung, dass jeder einfach ein Kind zu Welt bringen darf?

Ich fahre schon seit Jahren mit dem Bus zur Schule/Freunden usw. und auf dem Weg ist ein Kindergarten und eine Grundschule. Ich kann also die Eltern beobachten, wie sie so mit den Kindern umgehen. Ich bin jetzt auch nicht der Erziehungsexperte oder so (bin ja erst 19), aber wie manche Mütter mit deren Kindern umgehen ist unakzeptabel. Sollte man nicht, wenn man weiß, dass man schwanger ist, einen Erziehungskurs belegen MÜSSEN? Oder dass man einen "Erziehungstest" bestehen muss, bevor man Kinder auf die Welt setzt. Manche Erwachsene können sich doch gerade so nur um sich selbst kümmern, wie sollen die sich denn noch um Kinder sorgen? Man kann ja nicht hoffen, dass die Schule Kinder erzieht, wie denn auch mit 20 Schülern in einer Klasse? Was meint ihr so? (Natürlich gibt es auch gute Eltern :) )

Antwort
von Rockige, 14

Ja, es ist in Ordnung "das jeder einfach so Kinder in die Welt setzen darf".

Das was du da siehst/ erlebst, sind Momentaufnahmen. Du erlebst vielleicht ab und an die selben Eltern mit den selben Kindern in einer Abholsituation oder Bringsituation... aber den Rest ihres Tagesablaufes kennst du nicht. Du kennst nicht die familiären Hintergründe.

Deshalb ists für mein Empfinden schon etwas anmaßend darüber nachzudenken "der/ die hat kein Recht so mit dem Kind umzugehen" oder "der/die hätte besser nie Vater/ Mutter werden dürfen".

Selbst wenn ein Elternteil mal wütend wird etwas harsch reagiert.... selbst das macht ein Elternteil nciht gleich zum "unfähigen Menschen der besser nie Kinder bekommen hätte". Jeder Mensch hat eine gewisse Toleranzgrenze, die noch dazu tagesformabhängig ist.

Und jetzt zu deiner allgemeinen Überlegung "Elternkurs". Es wäre ein zu großer Eingriff ins Persönlichkeitsrecht, wenn nun von staatlicher Seite entschieden würde wer Kinder in die Welt setzen darf und wer nicht. Das kann man mit den Grundrechten null vereinbaren.

Eine Art freiwilliger Elternkurs wäre vielleicht noch annehmbar. Doch selbst ein solcher bereitet null auf das Elterndasein vor. Alles ist individuell. Es hängt von den beteiligten Personen ab, von den äußeren Lebensumständen, vom sozialen Umfeld, es hängt vom Tagesablauf der Familie ab. Du kannst nicht mal 2 Familien miteiander vergleichen die aus dem selben sozialen Umfeld kommen, gleich alt sind, mit der gleichen Anzahl von Kindern (die im selben Alter sind), den selben Berufen der Eltern. Selbst kann es in der einen Familie so zu gehen und in der anderen Familie ganz anders laufen. Und jede Familie hat die Möglichkeit das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Antwort
von Schwoaze, 32

Gleich vorweg, ich habe keine Kinder. Aber natürlich kriegt man rundherum in der Verwandtschaft und Bekanntschaft, bei Freunden einige Szenen mit, ob man nun will oder nicht. Wenn man sich einen "Kampfhund" nehmen will, muß man einen Hundeführschein machen. Kinder in die Welt setzen darf jeder ohne die geringste Vorbildung. Was mich immer erschüttert hat, war die Tatsache, daß eben Menschen Kinder bekommen und sich dann nicht um sie kümmern. Ich kenne ein Mädchen, das mit 5 noch nicht bei Tisch sitzen und wenigstens mit einer Gabel essen konnte. Warum nicht? Weil es ihr niemand beigebracht hat. Weil es dem Vater wichtiger war, fernzusehen und weil die Mutter lieber im Café gesessen ist, als sich mit ihrem Kind zu beschäftigen. Das ist es, was ich vielen Eltern vorwerfe. Sich nicht um ihre Kinder zu kümmern.

Antwort
von LilliSpain, 20

Hi,

ich frage mich hier, was das dann bringen sollte. Man müsste ja hier mal zuerst entscheiden was die beste Erziehung für die Kinder ist. Jedes Kind ist anders, für mache ist eine bestimmte Erziehungsmethode die beste, für andere eine Andere. Da müsste man dann alle lernen, und die verschiedenen Kombinationen. Und es gibt auf dieser Welt die verschiedensten Erziehungsmethoden, bei einigen würdest du weglaufen wollen. Also wer entscheidet, was die beste ist?

Und wie lange soll der Erziehungskurs gehen? Erziehung geht ja meist bis in die Pupertät, bis man da alles angesproche hat, vergehen doch Wochen. Und je älter die Kinder werden, umso mehr verschiedene Methoden gibt es.

Und ganz ehrlich, solche Zwangskurse bringen doch garnichts. Wenn man schwanger ist, geht man eben hin, hört sich den Stuss an, schreibt dann ev. noch einen Test und das wars. 2 Wochen später hat man das vergessen, wenn es einen nicht interessiert. Ist wie in der Schule, da lernt man eben alles, weil man seinen Abschluss will, aber ein paar Tagen nach den Test weiß man nichts mehr davon, wenn es einen nicht interessiert.

Diese Menschen, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, werden es auch mit so einem Kurs nicht machen. Sie gehen eben hin, damit ihnen das Kind nicht weggenommen wird, und das wars dann. Sobald das Kind da ist, machen sie es genau so wie vorher weiter. Man kann den Charakter und die Prioritäten eines Menschen nicht durch einen doofen Kurs ändern.

Weiters ist es dann wohl nur wieder so ein bekloppter Theoriekurs, der noch weniger bringt. So ohne Kind kann man ja locker alles erklären und sagen wie man es machen sollte, aber dann mit Kind ist doch alles anders. Wenn die ganzen Erziehungstipps beim eigenen Kind nicht klappen, was dann? Man würde Praxiskurse brauchen, aber dafür braucht man auch Kinder und das geht nicht.

Was ist dann mit Leuten die erst spät erfahren, dass sie schwanger sind, bzw. die die ganze Schwangerschaft liegen müssen, und denen es auch nachher noch lange nicht gut geht? Werden denen dann mal die Kinder weggenommen bis sie den Kurs vorweisen können? Wohin mit den ganzen Kindern? Das wäre doch für die Mütter eine absolute Qual.

Weiters erzählte mir eine Freundin, die bei sowas mal mitgemacht hat, dass es nur Sachen waren, die sie niemals machen würde. Laute 0815 Sachen die man sowiso weiß, totale Zeitverschwendung.

Also ich finde es passt so wie es ist. Man sollte ev. als Erzieher oder Lehrer mehr Möglichkeiten haben, falls man merkt, dass ein Kind nicht gut behandelt werden, bzw. gar nicht erzogen sind. Aber ein Zwangskurs wird gar nichts bringen. Das ist Stunden absitzen, dann kurz den Inhalt lernen, niederschreiben und das wars dann. 2 Tage später ist alles vergessen und man macht so weiter wie bisher.

Man muss schon in jungen Jahren anfangen, den Kindern beizubringen, was wichtig ist, was man tun oder lassen sollte etc. Sobald sie Erwachsen sind, bekkommt man es nur schwer wieder raus, und so ein Kurs bringt für solche Leute sowiso nichts.

Antwort
von turnmami, 16

Wer darf dann bestimmen, wer geeignet ist für Kinder oder nicht? Was ist, wenn die Eltern sich weigern einen "Elternkurs" zu machen? Soll dann eine Zwangsabtreibung oder Wegnahme des Kindes erfolgen? Leider oder glücklicherweise kann man halt nicht alles immer regeln. 

Antwort
von beangato, 31

Erziehungskurs belegen MÜSSEN

Wäre mal eine gute Idee.

Mir stellen sich auch die Haare hoch bei dem, was ich manchmal so sehe.

Antwort
von missluna28, 22

Leider passiert es wirklich immer öfter, dass Kinder verzogen werden und einen unmöglichen Wortschatz haben, wenn man das überhaupt noch als solchen bezeichnen kann. Aber wer soll den eltern verbieten, Kinder auf die welt zu setzen? Die ja meistens selber noch Kinder sind und "ganz aus Versehen" schwanger geworden sind". Oder es sind solche leute die einfach ein kind nach dem anderen auf die Welt setzen. Da frägt man sich dann auch, was für ne Zukunft die mal haben sollen mit solchen Vorbildern.
Ich finde die Idee echt gut, aber wie schon gesagt, wer soll entscheiden wer solche Kurse machen muss? Dann müsste ja wenn mans ganz genau nimmt auch ein psychologisches Gutachten gemacht werden ob die Person wirklich reif genug ist u.ä. Kann man es in Deutschland überhaupt durchsetzen, dass es dann denen, die sowas nicht bestehen, verboten wird, Kinder zu bekommen?

Antwort
von aribaole, 25

Für einige schon. Allerdings müssten dann auch einige Kinder einen Lehrgang im Umgang mit Eltern machen. NICHT IMMER NUR EINSEITIG!

Kommentar von missluna28 ,

Das ist doch ein Widerspruch in sich?! Die Kinder verhalten sich doch so, wie die Eltern es vormachen bzw. wie sie sie erziehen. Die können nichts dafür, wenn sie verzogen werden, deshalb sollte man ja eher nen lehrgang oder sowas für eltern machen, auch wenn sich das vermutlich nicht durchsetzen wird.

Antwort
von Daniel200207, 27

Wenn das Kind in Gefahr ist kommt das Jugendamt (falls es auffällig ist)

Antwort
von KaeteK, 23

Ich sage immer: "Besser machen" und dann meckern. Natürlich gibt es viele Eltern, die besser keine Kinder hätten, aber es ist gut, dass nicht wir das zu bestimmen haben - bei den unterschiedlichen Ansichten, die Menschen so von Erziehung haben, wäre die Welt schon ausgestorben. lg

Antwort
von charmingwolf, 23

•Bespiele gibt’s kein, wie sollen wir eine Meinung geben

•Wer sagt dir dass deine Methode besser wird?? Wie kann´s in deinem Alter so sicher sein?

•Die Blumenkinder haben ihre Kinder Antiautoritär Erzogen, das Ergebnis sie beklagten sich das ihre Eltern nicht sträng genug waren. Und den Gegenteil gebt es auch

•Wer soll der Tester sein, bei einer Studie sind immer Pro und Kontra, wie weißt man was richtig ist. Frau Merkel macht auch alles fürs Land im Glauben das es dass beste ist

•Zugegeben es gibt Eltern die sind selbst Kinder und werden nie Erwachsen

•Kann´s so Erziehungskurs ins Leben rufen und in 10 Jahre dein Erfolgsrate geben

Antwort
von Slayde, 29

Der Meinung bin ich auch (Mit den Kursen/Tests), denn wenn man ein Kind zur Welt bringt hat man nicht nur Verantwortung für dieses, sondern auf für dessen Kinder und Kinderskinder, welche auf ewig in diesem Teufelskreis festsitzen, durch die fahrlässige Erziehung... 

Wenn es nach mir gehen würde, dann wäre es gesetzlich verboten unter 30 Kinder zu bekommen, da viele (und ich kenne bzw. kannte einige davon) in diesem Alter gar nicht damit umgehen können.... lieber ein Haustier anschaffen als sein und das Leben des Kindes zu versauen.... 

Aber ich bin nicht wirklich objektiv, da ich eh nicht wirklich ein Fan von kindern bin ;)

Antwort
von loewenherz2, 28

was bei manchen Hund selbstverständlich erscheint (wo´s nicht drauf ankommt

ist bei Kindern undenkbar

Antwort
von abibremer, 20

Ein WIRKLICH problematisches Thema, aber WER soll denn entscheiden,  was GUT für die Kleinen ist, und was NICHT in TOTALITÄREN Staaten, wie dem dritten Reich, Nordkorea und manchen Gegenden der USA, würden SÄMTLICHE Vorstellungen von Erziehung viele deutsche Eltern in den Wahnsinn treiben, abgesehen DAVON stellt sich die Frage, ob man z.B. geistig behinderten Menschen die "Vermehrung" verbieten dürfte. so geschehen durch Zwangssterilisationen im dritten Reich.

Antwort
von oxygenium, 34

Diese Frage habe ich mir auch schon mal gestellt und denke bei manchen Menschen ist es einfach unverantwortlich Kinder in die Welt zu setzen,da sie kein Verantwortungsgefühl haben.

Antwort
von Gina02, 36

Und wer lehrt in diesem Erziehungskurs? Wer bestimmt, wie die Kids erzogen werden müssen?

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