Ist es in manchen fällen eventuell besser wenn man sein kind mit dem anderen elternteil alleine lässt.Wenn man weis das es dem kind da besser gehen wird?

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7 Antworten

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur für ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende plädieren.

Meine Eltern machen sich seit nunmehr 50 Jahren gegenseitig das Leben zur Hölle. Als wir Kinder waren, waren die ewigen Streitereien einfach nur furchtbar für uns. Man kann die Kinder da auch gar nicht raushalten. Selbst wenn man sich nur in deren Abwesenheit streitet. Kinder haben sehr feine Antennen.

Meine Eltern taten das mit Vorliebe wenn wir abends im Bett waren. Jedes Wort war zu hören. Ich habe damals Ängste, vor allem große Verlustängste entwickelt und mich zudem immer mit schuldig gefühlt, immer überlegt, was ich falsch gemacht habe, das sie sich so streiten.

Definitiv wäre es besser gewesen, wenn man frühzeitig einen sauberen Schlußstrich gezogen hätte.

Zudem jetzt, da meine Eltern alt sind, es einfach eine ausweglose und furchtbare Situation ist, wie sie da so voller gegenseitiger Abneigung miteinander vor sich hin vegetieren. Ich habe sehr lange gebraucht, zu verstehen, das sie sich dieses aber selber zuzuschreiben haben und ich ihnen das auch nicht nehmen kann.

Zum Klarstellen: Ich plädiere hier nicht dafür, wegen jedem Pups eine Beziehung zu beenden aber wenn die Differenzen zu groß sind, ist es für alle Beteiligten (und das sind in einer Familie immer mehr als nur zwei!) das kleinere Übel. Dann lieber sachlich eine vernünftige Umgangsregel schaffen und sich gegenseitugen Respekt und Akzeptanz bewahren.

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nein, dass denke ich ganz klar nicht. Kinder haben in der Regel immer das Bedürfnis nach beiden Elternteilen (wenn man mal auf die negative Beeinflussung des Kindes durch die einzelnen Elternteile auf den jeweils anderen bezogen absieht)- bei manchen kommt das Bedürfnis früher, bei manchen später zum Ausdruck. Für die Entwicklung des Kindes sind zwei Elternteile auch durchaus förderlich. Von daher erwarte ich von jedem Elternteil absolute Zurückhaltung was die (ehemalige) Paarebene angeht und eine absolute Konzentration auf die Elternebene. Auch gesetzlich gibt es ja prinzipiell diese Pflicht zur Einigung- kann man aber leider nicht sanktionieren. Sich zurück zu ziehen ist jedenfalls keine befriedigende Lösung für ein Kind.

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Kommentar von ichweisnetwas
23.02.2016, 12:03

Danke für die ehrliche antwort.

Wie gesagt noch weis ich nicht wie ich handeln werde. Nach möglichkeit werd ich das machen was tatsächlich das beste für meine tochter ist.

Werd es gut durchdenken

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Kommentar von kiniro
23.02.2016, 15:44

Manche Elternteile schaffen es allerdings, sich nach allen Regeln der Kunst bei ihren Kindern unbeliebt zu machen.

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Ich denke, eine "zivile" Trennung wäre für das Kind auf alle Fälle besser. Einigt euch wegen des Besuchsrechts und zieht das dann auch zuverlässig durch. Wenn die Mama oder der Papa nämlich dann nicht kommt, wenn es geplant war, leidet nicht nur der Partner (der vielleicht zu spät zur Arbeit kommt oder was auch immer), sondern in erster Linie auch das Kind.

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Das beste für ein Kind ist es, wenn Eltern ihm zu liebe ihre Grabenkämpfe einstellen könnten,

damit das Kind von beiden Eltern profitieren kann.

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Kommentar von ichweisnetwas
23.02.2016, 11:49

Ich versuche leider seit über 3 jahren eine friedliche basis mit besagter exfreunding aufzubauen und das ist schlichtweg unmöglich.

Man sagt zwar immer das zu jedem streit zwei personen gehören aber das stimmt in diesem fall definitiv nicht. Bisher sah meine tochter auch immer nur meine ex laut werden.

Vor den augen meiner kleinen unterlass ich sowas komplett.

Generell müsste ich meine tochter vor dieser hasserfüllten frau retten. Wenn sie so ständig ist dann nimmt das kaum guten einfluss.

Ich bin nur eben momentan sehr gespalten ob ich gänzlich den kontakt abbreche bis die kleine mich von sich aus kennenlernen will.

Oder ob ich angreifen sollte mit anwälten und allem was dazugehört. Eine alternative dazwischen wird einem leider kaum gelassen.

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Ich denke, dass es wichtig ist, dass ihr beide eurer Tochter zu verstehen gebt, dass sie weder Schuld an eurer Trennung noch an den Streitereien ist und dass ihr beide sie weiterhin lieb habt. Kinder glauben schnell, dass sie die Ursachen für Probleme der Eltern sind.

Es kann unter gewissen Umständen besser für die Kinder sein, wenn man getrennte Wege geht, allerdings sollte man möglichst nicht schlecht über den anderen Elternteil sprechen.

Vielleicht wäre eine Paar-/Familientherapie eine gute Möglichkeit, Probleme aus der Welt zu schaffen (falls das ein Weg sein sollte), es gibt auch Erziehungsberatungsstellen, wo man sich Informationen holen kann.

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Für manche Kinder ist es echt besser, wenn kein anderer Elternteil dazwischen funkt.

Es müssen beide Eltern nicht zwingend zu 100 % der gleichen Meinung sein - aber wenn einer dem Kind zugewandt respektvoll agiert und der andere auf (strenge) Erziehung, die Konsequenzen = Bestrafung beinhaltet, kann das fürs Kind nicht gut sein.

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natürlich kann das für ein kind von vorteil sein wenn es die ewigen sreitereien der eltern nicht mehr mitbekommt, auf der anderen seite müssen sie das leider auch lernen mit dem streit

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