Youssar am 03.11.2009 um 13:57 Uhr
Vom ökologischen Aspekt mal völlig abgesehen (sinnlose Abholzung usw.): Macht Kork den Wein wirklich besser?
Meine Erfahrung als Weintrinker (nicht Kenner) ist, dass ein echter Korken in der Flasche eigentlich nur die Gefahr birgt, dass der Wein verkorkt schmecken könnte. Die Weine mit Kunstsoffkorken oder Schraubverschluss sind mir da wesentlich sympatischer.
Kann es sein, dass viele Winzer den echten Korken nur noch aus Tradition benutzen und das Getränk so edler erscheinen lassen wollen?

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Ein Bekannter von mir ist Winzer. Er hat uns erzählt, dass es zwischen guten Kunststoffkorken und den Naturkorken keine Unterschiede bezügliche der (übrigens nicht vorhandenen) "atmung" mehr gibt. Zudem ist der Naturkorken viel zu teuer geworden, so das es zumeist nur noch aus Traditionsgründen und der Optik wegen bei teuren, edelen Weinen gemacht wird. Zudem ist tatsächlich die Gefahr, dass der Korken mal weggammelt, nicht mehr gegeben.
nein der korken sorgt dafür, dass der wein atmen kann
Dann hätte der Korken allerdings seinen Zweck klar verfehlt! :-)
Viele Winzer haben längst auf Kunststoffkorken umgestellt, in erster Linie aus Kostengründen.
Schraubverschlüsse allerdings wollen doch lieber der Flaschenbier-auf-der-Parkbank-Fraktion überlassen.
Youssar am 8. November 2009 21:04 Warum eigentlich, wenn der Schraubverschluss doch den selben Zweck erfüllt? Doch nur Tradition?

stimmt nicht ganz so... les ! http://de.wikipedia.org/wiki/Korken
Von Abholzen kann wohl nicht die Rede sein. Da wird nur alle paar Jahre die Rinde der Korkeiche abgeschält, die dann wieder nachwächst. also darüber brauchst du dir schon mal keine Sorge zu machen.
ja der trend geht zu kunststoff ,der echte korken kommt auch wirtschaftlich zu teuer. inzwischen gibt es schon viele flaschen mit kunstkorken ,hat geschmacklich keinen abbruch

Also ich habe ach schon gehört, dass Naturkorken viel zu Prestigezwecken eingesetzt wird, geschmacklich soll sich nichts ändern. Und ich verbitte mir, dass abgefüllter Wein atmet - das soll er bitte sehe erst in meinem Glas tun, nicht schon beim Transport!
Du hast Recht, es gibt keinen vernünftigen Grund mehr eine Weinflasche mit einem Naturkorken zu verschließen. Die Atmung des Weines ist negativ, da dadurch Luft in die Flasche gezogen wird. Deshalb soll Wein (mit Naturkorken) ja auch bei einer konstanten Temperatur gelagert werden, um diese unerwünschte Atmung zu vermeiden.
und liegend, damit der Korken feucht bleibt und dicht verschließt
Richtig! Ein Korken, der nicht gasdicht schließt, ist ganz einfach defekt.
"Meine" Winzer, bei denen ich den Wein kaufe, nehmen schon lange (auch) Schraubverschlüsse. Schmeckt auch - und bei Weinen, die eh keine lange Lagerzeit haben, schmeckst Du auch keinen Unterschied.
Die richtig teuren Weine werden bei dem einen Winzer aber noch mit echten Korken verschlossen.
Man hat leider eine ganze Weile minderwertige Korken bekommen, die dann den üblen Geschmack verursacht haben. Da die Winzer natürlich auch einen Ruf zu verlieren haben, sind sie dann lieber auf Kunststoffkorken (wenig beliebt...) oder eben Schraubverschlüsse umgestiegen.

wenn man keinen wein kauft, der jetzt zehn jahre lagern soll und eventuell noch in der flasche reifen soll, sind kunststoffkorken und schraubverschlüsse auf jeden fall besser.
auch bei längeren reifungsprozessen kann der wein ja bei dieser methode einfach im faß reifen.
ist halt nur nicht so lange lagerbar, was aber auch immer stark von der qualität abhängt.
Es gibt Wein in Schraubverschlußflaschen, das ist schon fast Plashpemie. Diese Kunststoffkorken schließen zu sehr ab, der Wein kann nicht "atmen". Kork ist schon richtig.

angeblich sind kunststoffkorken besser, aber wie immer..... ist es dann so , dass viele glauben, der wein wäre dadurch minderwertiger, aus dem grund wird oft auf platikkorken verzichtet. sind auch sehr teuer.... ein richtiger korken kostet in der herstellung fast einen euro....
Koechlein1948 am 3. November 2009 14:01 ein Korken kostet 8 cent .Frag mal den Winzer Ramsel in der Pfalz
Perle0106 am 3. November 2009 14:04 ja, ein gepresster korken aus korkresten, kostet 8 cent.....
ein Schraubverschluss kostet einen Cent.
Das ist dann allerdings die Billigversion aus gepressten Korkresten! Perle0106 hat völlig recht, ein hochwertiger Korken kostet bis zu 1 Eur das Stück.
Perle0106 am 3. November 2009 14:12 @saarland60: schaust du auch gerne N24 Wissen und kronzuckers kosmos...... ? da habe ich mal gesehen, wie man die dinger herstellt....
Nö. Aber ich bin Weintrinker und habe ein, zwei Bücher zu diesem Thema. :-)

Der Wein kann nicht Atmen.Plastik und Schraubverschluss versiegeln die Flasche.Versuch mal in gehobener gastronomie einem Gast eine Flasche mit Drehverschluss zu verkaufen
Youssar am 8. November 2009 21:06 Atmen ist Unsinn aber das mit dem Verkaufen passt schon. ;-)

In Spanien werden extra Korkeichen gezüchtet
Kann man sicher drüber streiten, grad was die Gefahr von korkigem Geschmack angeht. Auch hochpreisige Weine haben ja heute zum Teil Kunststoffverschlüsse. Ich persönlich merke da keinen großen Unterschied, es sei denn der Wein korkt eben, oder der Naturkorken zerbröselt beim Öffnen :-) Aber um die Abholzung muss man sich da ausnahmsweise mal keine Sorgen machen, Kork wird aus der Rinde von Korkeichen gewonnen, und die werden dafür nicht gefällt, sondern geschält, der Baum bleibt also stehen. Es gibt interessanterweise sogar eher Bedenken, dass der Trend zum künstlichen Korken die Korkeichenwälder bedroht, schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Korkeiche

Das der Wein bei einen Naturkorken atmet, ist ein Märchen, das nicht aus der Welt zu schaffen ist. Ein gesunder Naturkorken ist gasdicht!
Die Alternativen Kronkorken und Schraubverschluss sind trotz der Kunststoffdichtung auf Dauer gasdicht, da die Dichtung gepresst wird. Es gibt hierzu auch Langzeiterfahrungen (z.B. Australien oder Schweiz, die schon länger mit solchen Verschlüssen arbeiten).
Das ist beim Glasverschluss nicht der Fall, so dass auch hier die Gefahr des Lufteintritt besteht.
die schlechteste Lösung ist der Kunststoffkorken, da dieser Temperaturschwankungen mitmacht, werden diese schon oft nach einem Jahr undicht. Zudem gasen Weichmacher in den Wein aus.
Meine Meinung: Der Mensch fliegt zum Mond, verschließt aber seine Weinflaschen immer noch mit einem Stück fauliger Baumrinde.
Und wie funktioniert das Kunststoffkorkenrecycling?
Danke. (Euch allen)
Und an dieser Stelle noch kurz an gutefrage.net-Support:
Wenn man mal einfach nicht nur die Betreffzeile liest, sondern es schafft, um wenigstens noch eine Ecke zu denken, dürfte man erkennen, dass ich hier Rat suche und keine Umfrage erstelle.
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