Frage von sophie1235, 58

Ist es gut oder schlecht in einem Gespräch (immer) die Fragen zu stellen?

Hallo,

mir ist aufgefallen, dass ich in Gespräche, sowohl mit Mädchen als auch Jungs, immer die Person bin, die die Fragen stellt. Das passiert sowohl bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht als auch bei digitaler Kommunikation (Whatsapp, Facebook, etc.). Bei der digitalen Kommunikation ist es mir aber besonders aufgefallen.

Ich habe mal gehört, dass die Person, die in einem Gespräch die Fragen stellt, die Macht hat das Gespräch zu lenken und nach meinem Verständnis somit höher gestellt ist. Das mag zwar stimmen, allerdings zeigt es bei mir vor allem auch ein Desinteresse des Gesprächspartners. Ich glaube manche meiner Konversationen würden ohne die Fragen meinerseits gar nicht zustande kommen und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich schade.

Was meint ihr?

Antwort
von kloogshizer, 57

Schade wärs doch nur, wenn du dann auch keine Fragen stellen würdest. Oft sind Menschen auch etwas schüchtern oder zurückhaltend, und es hat nichts mit Desinteresse zu tun, dass sie im Gespräch keine Initiative zeigen.

Antwort
von XXpokerface, 58

Also der die Fragen stellt, lenkt natürlich entscheidend das Gespräch, aber ist auf keinen Fall höher gestellt! Vielleicht stellst du zu viele Fragen, dass kann auch aufdringlich wirken, vielleicht wollen manche eben nicht ständig mit dir reden, es gibt ja auch nicht immer ein Gesprächsthema. Manche wissen auch nicht, wie sie das Gespräch am Laufen halten können, ich kenne das, und dann sind sie froh, wenn jemand fragen stellt. Mach das aber wirklich nur, wenn du auch wirklich neugierig bist. Manche haben auch Angst, eine vielleicht falsche Frage zu stellen. Manchmal ist es auch gut, mal nich zu reden. Du erleichterst es aber vilen, wennn du Fragen stellst, aber denke bitte nicht, höher gestellt zu sein.

Antwort
von Blaeckjak, 20

Könnte es sein, das du den anderen gar keine Chance gibst eine Frage zu stellen oder überhaupt was zu sagen ? Es passiert schnell das man sich gern reden hört und dann kommt das raus, was mit der Gesprächsleitung zu tun hat, nur heißt das nicht unbedingt das du auch die Gesprächsregie in Händen hälst, denn dazu müsstest du erst mal die richtigen Fragen stellen um das gesamte Gespräch in eine gewünschte Richtung zu lenken die dem Konfranciers zu gute kommen oder dem Gespräch . Im übrigen könnt es sein das der eine oder andere Gesprächsteilnehmer dich sehr gern mag und deshalb einfach mal viel lieber reden hört oder überhaupt kein Interesse da ran hat mit dir zu reden ?                                                                       Dieses " Desinteresse " wie du es nennst könnte also vielmehr den von mir vor erwähnten Grund sein . Allerdings warum gibt es denn  das Gespräch wer hat es angestrebt, das du so großen Wert drauf legst, könnte darin der Grund liegen, das du zu viel erwartest .                                                       Als letzte Variante kann man sich in ein Gespräch reinhängen, ungeladen mit redet und dann seine eigenen Interessen versucht umzusetzen .

Kommentar von sophie1235 ,

Eigentlich ist es eher das Gegenteil. Bei Gesprächen höre ich meist ziemlich viel zu und interessiere mich für die andere Person. Von mir erzähle ich aber meist wenig bis gar nicht, weil ich der Meinung bin, die anderen Personen seien doch viel spannender als ich. Vielleicht liegt es daran, dass die anderen wenig über mich wissen und es deshalb wenig Dinge gibt, die sie fragen können.

Antwort
von casala, 42

das ist seehr schlecht. das zeigt evtl. ignoranz/abgelenktheit der gesprächspartner oder du wirkst nervig (was man nicht beurteilen kann). jedenfalls hat das weniger mit der macht der gesprächslenkung zu tun, sondern liegt eher am falschen gesprächspartner.

Antwort
von nextlife2, 41

Frag doch einfach mal die Leute mit denen du sehr häufig sprichst (beste Freundin oder so) was die davon halten. 

Antwort
von promooo, 37

Ja, wenn ich keine lust hab mit jemandem zu reden, stelle ich generell keine Fragen an die Person...es ist auch nervig, andauern Fragen zu beantworten. Es soll ja schließlich ein Gespräch sein und kein Verhör!

Expertenantwort
von AstridDerPu, Community-Experte für Sprache, 25

Hallo,

naja, das kann auch leicht als "neugierig" rüberkommen.

Vielleicht solltest du deine Fragen offener gestalten, also Fragen stellen, auf die der Gesprächspartner mit mehr als einem bloßen Ja oder Nein antworten kann.

Für einen Gesprächsbeginn braucht es auch nicht unbedingt eine Frage. Eine Aussage oder Feststellung - z. B. Ist das heute aber ein Sturm. o. ä. - kann ebenfalls ein Gespräch eröffnen.

Ich wünsche dir für heute viele nette Gespräche.

;-) AstridDerPu

Antwort
von AiSalvatore, 35

Also ich sehe sowas als deutliches Desinteresse. Aber frag doch einfach mal dein Gegenüber in einer Konversation. Kann ja auch andere Gründe haben und es soll ja nicht zu einem Missverständnis kommen.

Antwort
von gatsbylons1, 10

es kommt immer darauf an, welche fragen man stellt. Frage weiter - neugier ist keine schlechte tugend. solltest du dich aber nur für klatsch interessieren ist das nicht sehr tugendhaft.

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