Frage von DBKai, 16

Ist es gut etwas in Frage zu stellen und offen zu kommunizieren?

Wann ist es gut? Wann wäre/ist es schlecht? Was ist gut daran? Was ist schlecht daran? Oder ist es doch neutral? Wann wäre es neutral? Kommt das darauf an worauf sich die Fragen beziehen?

Antwort
von safur, 10

Solange du nicht alles totdiskutierst oder dich ständig im Kreis drehst und den Ansatz verlierst, ist es gut.
Bewertung ist allerdings auch sinnvoll, gerade wenn man etwas abschließen möchte.

Kommentar von DBKai ,

Wie kann man etwas totdiskutieren?

Und wie verläuft eine gute Diskussion? Wann ist sie abgeschlossen?

Wie meinst du das mit der Bewertung? Hast du ein Beispiel?

Kommentar von safur ,

Wenn man etwas totdiskutiert fängt man immer wieder mit dem gleichen Thema / Vorwurf an ohne je eine Lösung zu finden. Man findet kein Ende.

So ähnlich wie bei depressiven Menschen. Sie finden keinen echten Anfang, weil es keinen Sinn macht. Sie diskutieren dann gerne und verlaufen sich bzw. bewegen sich im Kreis. Man findet einfach keine Energie damit zu beginnen, weil man den Sinn nicht versteht. Also lässt man es sein und fängt immer und immer wieder damit an.

Eine Diskussion ist normalerweise relativ schnell beim Punkt. Einer macht einen Schritt zurück und bietet etwas an. Das Gegenstück nimmt dies an ODER beharrt auf der eigenen Position. Evtl. behalten beide ihren Standpunkt, das hilft leider selten im Leben. Man nähert sich also ggf. wieder an. Macht einen Kompromiss, versucht eine Lösung zu finden.

Bewertung? Man nimmt die Dinge aus der Diskussion die man ohnehin nicht ändern kann. Wo du keine Macht darüber hast. Bzw. die auch garnichts bringen würden. Oft diskutieren / streiten Menschen auch über Dinge, die man garnicht ändern kann. Das macht keinen Sinn. Man muss dann klar sagen, hey da kann ich nichts verändern! Randbedingung.

Ich bewerte und gebe einen Status. Es belastet mich damit nicht mehr, weil ich es akzeptiere.

Über welche Art von Diskussion sprichst du denn genau?

Kommentar von DBKai ,

Wenn man etwas totdiskutiert fängt man immer wieder mit dem gleichen Thema / Vorwurf an ohne je eine Lösung zu finden. Man findet kein Ende.

Wenn keine Lösung/kein Ende gefunden werden kann ist das blöd...

Bei vielen Dinge kann man ja eine Lösung finden und dann ist das Thema endlich abgeschlossen. Zum Beispiel wird jemand, der für mehr Gerechtigkeit ist, nicht eher aufhören sich für die Menschenrechte einzusetzen, bis diese auch wirklich nachhaltig überall vorhanden sind... Danach braucht er das ja nicht mehr tun, weil es dann ganz normal ist, dass diese geachtet werden...

Bei Depressiven scheinen sich viele schon irgendwo aufgegeben zu haben... Es gibt auch Themen aus der Vergangenheit, die einfach nie abgeschlossen worden sind... Bei Dingen auf die man allerdings eh kaum Einfluss hat, lohnt es sich nicht viel darüber zu reden - höchstens darüber, wie man es doch beeinflussen könnte... - was du eh auch so geschrieben hast...  

Eine Diskussion ist normalerweise relativ schnell beim Punkt. Einer macht einen Schritt zurück und bietet etwas an. Das Gegenstück nimmt dies an ODER beharrt auf der eigenen Position. Evtl. behalten beide ihren Standpunkt, das hilft leider selten im Leben. Man nähert sich also ggf. wieder an. Macht einen Kompromiss, versucht eine Lösung zu finden.

Und je nach Situation - je nachdem worum es geht ist es entweder gut oder böse zu beharren oder sich auf etwas einzulassen...

In meinem Leben geht es derzeit oft um Diskussionen über gut und böse.

Was bringt einem z. B. ein Krankenhaus, dass nicht für die Erhaltung und Besserung der Gesundheit der Menschen da ist - sondern in erster Linie für den Profit und wo sich offenbar auch viele Menschen nicht besonders gut auskennen, schlecht eingeschult wurden und einfach alles machen, was ihnen aufgetragen wurde - ganz egal ob das jetzt gut oder böse ist - ob das nun auch etwas bringt oder nicht... wo die Leute auch nicht gut mit Widerspruch und Gegenfragen umgehen - wo nicht viel miteinander gesprochen wird - Mobbing usw. an der Tagesordnung stehen... wo man keinen konstruktiven, sozialen Umgang pflegt, a la: "Kannst du mir da mal helfen? Wie würdest du das machen?" sondern "Hol mir das" "Das wird so gemacht, weil ICH das so sage." eben befehlend... mehr mit negativem Druck und Macht-Ausübung... statt Teamarbeit auf Augenhöhe... darüber diskutiere ich gerade viel und gerne...

Kommentar von safur ,

[Wenn keine Lösung/kein Ende gefunden werden kann ist das blöd... ]
Das ist nicht nur blöd sondern dumm. Es heißt Stagnation. Ich bin nicht bereit meinen Horizont zu erweitern. Resignation ist immer schlecht!

Bei fast allen Dingen kann man eine "Lösung" finden!

Bei Depression - echter Erkrankung geht es nicht darum sich selbst aufgegeben zu haben, sondern keinen Impuls von außen zu haben. Reflektion! Man sieht keinen Sinn, wenn jemand allerdings dir einen Sinn gibt und dies wiederholt, kannst du selbst wieder einen Sinn sehen. (dauert lange, anstrengend)

Du klingst sehr sozial - arbeitest du gerade da und zerbrichst?
[In meinem Leben geht es derzeit oft um Diskussionen über gut und böse.]
Moral! Wertung. Versuch mal die Wertung rauszunehmen. Fühl dich selbst gut damit was du tust!

Ich sehe da in sehr frustrierte und traurige Augen! Du möchtest etwas bewegen, die Leute interessiert es nicht.
Sind abgestumpft und du versuchst zu diskutieren.

Antwort
von Purplez, 10

Jeder reagiert anders auf Kritik. Manche nehmen auch alles persönlich.

Mach das nur mit gleichgesinnten die genau so wie Du denken, wenn du mit fremden über solche Themen redest kann dich das ins Abseits schießen. Die Meinung von dir gefällt mir nicht kommt dann. In Glaubensfragen würde ich schweigen. Nicht jeder ist offen für Kritik und Diskussionen. Wenn ich dir helfen soll brauch Ich Details.

Kommentar von DBKai ,

Kann eine Kritik auch wirklich persönlich gemeint sein? So das man sie richtigerweise auch persönlich nimmt? Wie kann man Kritik auf gute und konstruktive Weise formulieren? Wer ist fähig etwas zu kritisieren und wer nicht?

Es kommt doch auch darauf an, wie und aus welchem GRUND man kritisiert wird... wie die Reaktion darauf ausfällt... wenn mich z. B. jemand kritisiert, bei dem ich den Eindruck habe, dass er etwas besser weiß und kann als ich, dann finde ich das hilfreich... wenn mich aber jemand kritisiert, der das wofür er mich kritisiert selber nicht besser kann und weiß als ich - nach meiner Sicht, dann kann ich das nicht ernst nehmen...

Jemand der selber nicht kochen kann, kann mir keine Kochtipps geben - denn ich möchte gar nicht so kochen wie er - weil ich ja finde, dass er das gar nicht kann...

Wenn jemand köstlich kochen kann und ich seine Gerichte mag - dann lasse ich mich hingegen sehr gerne beraten!

Es ist doch auch okay, wenn jemand eine andere Meinung hat als ich... oder über etwas anders denkt... so etwas finde ich sehr interessant und man kann sich ja darüber unterhalten... Warum denkst du so darüber? Hast du auch daran schon gedacht? Was würde passieren, wenn alle Menschen so vorgehen würden? usw... Ich will nicht umgeben von Ja-Sagern sein, die immer alles so sehen wie ich auch... ich mag Menschen mit eigenen Vorstellungen, Idealen und Zielen... solange diese nicht böse sind, kommen wir sicherlich trotzdem gut miteinander aus... Nur wenn jemand böse vorgeht - sein Verhalten schädlich ist, werden wir wahrscheinlich aneinander geraten..

Die Meinung von anderen gefällt mir NUR dann nicht, wenn sie böse/schädlich ist... Solange die Meinung nicht böse ist, hab ich auch nichts dagegen... Wenn meine Lieblingsfarbe blau ist und jemand anderes aber rosa am liebsten mag, dann ist das völlig ok für mich... Wenn jemand aber sagt, dass ein Mann für die gleiche Arbeit doppelt so viel wie ich verdienen soll, dann finde ich das ungerecht/böse und dann möchte ich mich wehren...

Es kommt bei mir nur auf gut oder böse an.

In Glaubensfragen bin ich auch direkt und sage was ich warum denke... aber ich bin offen für die Denkweise von anderen... Woran glauben die? Wie sind sie zu ihren Glauben gekommen? Was spricht dafür und was dagegen? Ich bin neugierig und lerne gerne dazu... unterschiedlichen Glauben sind auch völlig ok für mich, solange diese nicht böse sind...

Welche Details brauchst du denn um mir helfen zu können???

Es stimmt - nicht jeder ist offen für Kritik und Diskussionen - das ist in der einen Situation völlig ok und harmlos - in einer anderen Situation aber böse und schädlich... kommt immer darauf an...

Antwort
von SprintlineR, 10

Ja reden ist immer die Lösung für alles, meistens :D.

Kommentar von DBKai ,

Glaub ich auch.

Antwort
von Virginia47, 2

Wenn jemand eine banale Aussage von mir in Frage stellen würde, wäre ich zu tiefst beleidigt. 

Man kann zwar nachfragen, wenn etwas unklar erscheint. Aber nicht in Frage stellen. Wenn man ein vernünftiges Gespräch führen will. 

Kommentar von DBKai ,

Wieso fühlst du dich durch so etwas beleidigt?

Was wäre denn so eine banale Aussage von dir? Kann man ja schnell richtig stellen...

Warum nicht in Frage stellen??? Was hat das mit vernünftig zu tun? Wenn man etwas nicht versteht oder nicht richtig findet, dann sollte man eine Vorgehensweise in Frage stellen - so sehe ich das und das wäre zutiefst vernünftig.... während es eher unvernünftig wäre etwas zu tun, was man nicht wirklich verstanden hat und nicht wirklich richtig findet, nur weil es jemand so gesagt hat...

Kommentar von Virginia47 ,

Beispiel: Wenn ich sage: Das Kleid ist rot. Ist das eine banale Aussage. Und da würde es mich bis in meine Grundfesten erschüttern, wenn das jemand in Frage stellt. 

Wenn ich jedoch meine Meinung äußere und jemand würde diese Aussage in Frage stellen, kann man darüber diskutieren - aber nicht auf Teufel komm raus. Das kommt nicht gut - zumindest bei mir nicht. 

Kommentar von DBKai ,

Es besteht ja global große Einigkeit darüber welcher Farbton als "rot" gesehen wird - daher würde es mich auch verwundern... wenn es jemand anders sieht... ich würde ev. ein paar Internetseiten suchen, wo dieser Farbton klar als rot bezeichnet wird...

Solange deine Meinung nicht schädlich für andere ausfällt, müsste ich auch gar nicht mit dir darüber diskutieren... ob deine Lieblingsserie nun Futurama ist oder Big Bang Theorie ist mir eher egal... hat man die gleiche Lieblingsserie, könnte man sich halt gemeinsam darüber unterhalten und sie gemeinsam im TV verfolgen... wenn deine Meinung aber so ausfällt, dass ich oder auch anderen dadurch einen Schaden hätte, würde ich wohl diskutieren wollen, denn das wäre ja dann nicht in Ordnung/unfair/böse...

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