Frage von nachwuchstalent, 44

Ist es gewissenlos, jemanden wie Zschäpe zu verteidigen?

Oder generell solche Leute, Vergewaltiger etc.

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von RobertLiebling, 44

Im Rechtsstaat hat jeder das Recht auf einen fairen Prozess. Dazu gehört, dass er einen rechtskundigen Verteidiger an seiner Seite hat.

Ein Anwalt, der aus moralischen Gründen keine Verbrecher verteidigen möchte, ist in etwa so wie ein Arzt, der Kranke wegen der Ansteckungsgefahr aus seiner Praxis verweist.

Antwort
von Bitterkraut, 27

nein, das ist es natürlich nicht, es ist eher mutig. Wäre es gewissenlos, wäre unser Rechstsystem gewissenlos. Und dann bräuchten wir keins.

Antwort
von Artus01, 11

Der Anwalt, oder auch ein Pflichtverteidiger, haben die Aufgabe dafür zu sorgen das eben auch der juristische Laie ein ordnungsgemäßes Verfahren erhält. In einfachen Fällen muß man keinen Verteidiger haben. In allen Fällen nach § 140 StPO ist ein Verteidiger Pflicht. Das bedeutet zum Einen das man einen Anwalt zugeteilt bekommt, das kann auch ein Wahlverteidiger sein der dann die Beiordnung als Plichterteidiger beantragt. Zum Anderen das auch der beigeordnete Pflichverteidiger dieses Mandat nicht, oder nur sehr schwer, ablehnen kann.

Antwort
von Eddie93, 44

Nein, weil in einem Rechtsstaat jeder das Recht auf eine Verteidigung hat, egal wie schlimm die Tat ist. Wenn niemand das machen wollen würde, wäre es ja kein fairer Prozess.

Antwort
von ronnyarmin, 15

Ob Jemand ein Vergewaltiger ist, wird erst nach der Verhandlung festgestellt. Bis dahin gilt Jeder als unschuldig. Zum Glück ist das in einem Rechtsstaat so.

Warum sollte ein Unschuldiger nicht verteidigt werden dürfen?

Antwort
von hauseltr, 34

Es ist bei der Zschäpe Pflicht! Ihre Anwälte sind Pflichtverteidiger!

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtverteidiger

Kommentar von Chiarissima ,

Das ist nicht richtig. Der aktuelle Anwalt von Beate Zschäpe ist ein Wahlanwalt. Siehe aktuelle Informationen dazu hier:
http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-zschaepe-aussage-verschiebt-sich-...

Kommentar von Bitterkraut ,

Du verstehst nicht, was Pflichtverteidigung meint. Pflichtverteidigung kann auch der Anwalt der Wahl übernehmen. So war es auch bei Zschäpe.

Sie hat sich das Verteidigerteam selbst ausgesucht, die Anwälte haben darauf hin die Plfichtverteidigung beantragt, was lediglich bedeutet, daß der Staat die Kosten trägt. Die Anwälte hatten natürlich keine Pflicht, das Mandat anzunehmen, hätten sie abgelehnt, und hätte sich auch sonst keiner gefunden, der den Job machen will, wäre ihr ein Verteidiger vom Gericht beigeordet worden. Aber zunächst hat auch bei der Pflichtverteidiung der Angeklagte die Wahl des Anwaltes´.  

Antwort
von 46575453, 40

Gewissenlos wäre es sie nicht zu verteidigen, das entspricht einer Diktatur.

Oder bist du der Meinung vergewaltiger und Mörder haben keinen Anspruch auf einen Rechtsbeistand? Dann bist du ein Faschist :D

Antwort
von Evileul, 22

Jeder hat ein recht auf ne faire Verhandlung. Solange gilt für jeden das er unschuldig ist.

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