Frage von deelzde, 83

Ist es gewerblich, wenn man zum EK weiterverkauft?

Sehr seltsames Beispiel:

Ist es eine gewerbstätige Handlung, wenn ich z.B 100 USB-Sticks für je 9,99€ einkaufe und sie dann auch wieder für 9,99€ verkaufe. Darf ich sowas al Privatperson machen, wenn ich zu 100% belegen kann, dass ich keinen Gewinn in dem Sinne erzielt habe?

Antwort
von kevin1905, 55

Die Frage erscheint mir sehr theoretisch.

Teil der Definition einer gewerblichen Tätigkeit ist die Absicht Gewinn zu erzielen. Dies wäre beim Verkauf zum Einkaufspreis nicht gegeben. Allerdings ist das Einkaufen von Ware zur Weiterveräußerung grundsätzlich kaufmännisch, händlerisch.

Antwort
von effenhausen, 29

Tatsächlich sehr theoretisch.

Eine Gewinnerzielungsabsicht liegt hier nicht vor.
Eine Einnahmeerzielungsabsicht schon. Somit ist eine Umsatzsteuererklärung anzufertigen.

Ist es eine ernste Frage oder eine Schulaufgabe ;)

Kommentar von Georg63 ,

Wo fällt denn hier Umsatzsteuer an?

Die zu zahlende Umsatzsteuer wäre nach Abzug der Vorsteuer exakt gleich Null.

Würde man noch andere Ausgaben als Betriebsausgaben geltend machen, hätte man ene Vorsteuerstattung und ein Verlust aus dem Gewerbe zur Minderung der Einkommenssteuer. Das würde das Finanzamt auf Dauer nicht akzeptieren.

Kommentar von effenhausen ,

Durch den Verkauf fällt Umsatzsteuer an.
Aber bitte genau lesen. Ich habe nicht geschrieben, dass Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Sondern, dass eine Umsatzsteuererklärung anzufertigen ist.

Antwort
von Georg63, 25

Ohne Gewinnerzielungsabsicht, ist das keine gewerbliche Tätigkeit.

Typisches Beispiel sind die Sammelbesteller bei Versandhäusern oder andere Einkaufsgemeinschaften, die gemeinsam für ihren Eigenbedarf einkaufen, um Mengenrabatte zu erzielen.

Antwort
von Bloeckchen, 59

Ja, eine gewerbliche Tätigkeit hängt nicht von einem Gewinn ab. Bei der Menge ist das ein Handel in gewerblichem Umfang.

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