Fr0stbeule am 17.06.2008 um 17:12 Uhr
Beobachte ich Führungspersönlichkeiten sind diese stets kühl und sachlich, selbst auf extreme verbale, persönliche Angriffe reagieren sie objektiv und ruhig. Ich frage mich... Ist es gesund sich derart zu schulen, dass man bereits die Entstehung von Emotionen kontrollieren kann? Haben diese Leute einen Schalter im Kopf um ihren Verstand vom Resthirn abzukoppeln? Ist es überhaupt möglich Emotionen durch Übung abzuschalten? Ist es nur die Selbstdisziplin, welche die Emotionen unterdrückt und ins Unbewußte verschiebt oder können Emotionen tatsächlich völlig abgeschaltet werden, sodaß sie erst gar nicht entstehen? Welche Vor/Nachteile hat das Ausknipsen der Emotionen IN BESTIMMTEN SITUATIONEN
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Man kann Emotionen haben, aber andere müssen das nicht sehen. Das heisst nicht, dass jemand, der sich nicht provozieren lässt, nicht innerlich kocht.

In leitenden Positionen ist es einfach wichtig, dass man seine Emotionen im Griff hat. Das lernt man durch Trainig und Schulungen. Man lernt wie wirke ich auf andere, wie spreche ich, wie bewege ich mich usw.
Das ist lernebar.
Nachteil: Oft nehmen diese Menschen ihre Sachlichkeit mit ins private Leben und ecken dort an.

Ich kann das mittlerweile ganz gut, auch wenn man mir hin und wieder zu erzählen versucht, dass das nicht gut sei

Die gefahr ist gross, das solche Menschen zu emotionalen Krüppeln werden (als Spätfolgen), aber auch das ist therapierbar!

Man kann Emotionen unterdrücken, ABER das ist nicht gesund, weil sich das irgendwann auf den Körper auswirkt und man einfach krank wird..

Man kann es kontrolieren. Muss auf der Arbeit auch hart sein, was ich normalerweise nicht bin. Als Führungskraft muss man sich schon durchsetzten.

Man kann sich trainieren, die Emotionen zu verbergen.
Dadurch wird man entweder ein richtiges unmoralische Dreckschwein, was zur Zeit sehr "in" zu sein scheint,
oder man fängt sich eine Krankheit ein, Krebs ist da sehr beliebt.
shagdalbran am 17. Juni 2008 21:04 Krebs durch Unterdrückung von Emotionen! Alternativ: unmoralisches Dreckschwein werden.
Gibt es noch etwas, was man in diesen dumpfbackigen Einheitsbrei rühren könnte?
Moral und Emotion sind zunächst einmal verschiedene Dinge. Kant war ein hochmoralischer Mensch - kategorischer Imperativ und so... aber er hat Emotionen eher verachtet. An Krebs ist er auch nicht gestorben.
Rede nur, wenn Deine Rede besser ist als Dein Schweigen gewesen wäre. Hat leider diesmal nicht geklappt, Raimund1
Shag d'Albran
Raimund1 am 18. Juni 2008 01:34 Meine Antwort ist sehr kurz gefasst, möglicherweise dadurch sehr missverständlich oder rätselhaft.
Daher kurzer Versuch der Erläuterung:
Es gibt in Politik und Wirtschaft viele, die ihre Emotionen verbergen und sich hinter einer "harten" Schale verstecken. Diese werden als Erfolgsmenschen gefeiert und profilieren sich sehr oft durch Massenentlassungen statt durch intelligente Lösungen.
Diejenigen, die ich meinte, dass sie sich einen Krebs einfangen, sind konkrete Fälle aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft und aus dem Bekanntenkreis. Darunter waren drei Frauen, immer fröhlich und eitel Sonnenschein, so dass die tiefe Trauer in ihren Herzen nicht sichtbar wurde. Alle drei starben an Lungenkrebs; dem Krebs, dem Trauer als Auslöser zugerechnet wird. Diese Frauen haben ihre Emotionen, ihre Trauer, unterdrückt.
Ja, du hast Recht - wenn ich meine Antwort so nachlese - kann ich deinen Kommentar verstehen. Ich hoffe, du verstehst jetzt meine Antwort etwas besser? Es lag und liegt mir fern, "dumpfbackigen Einheitsbrei anzurühren und zu servieren, sorry, wenn das falsch rüberkam.
shagdalbran am 18. Juni 2008 20:28 Danke für die Erläuterung.
Ich bin der Überzeugung, dass Emotionen und das achso heilsbringende "Rauslassen" nix miteinander zu tun haben. Ganz vereinfacht: Emotionen sind eine physiologische Reaktion, die der Körper uns anbietet (naja) um schnell eine Situation bewerten zu können - siehe Spitzer. Das "Rauslassen" um jeden Preis ist nur eine schlechte Angewohnheit. Die Erklärung, dass dies notwendig sei ist eine (erfundene) Entschuldigung für das eigene Unvermögen.
Darüber hinaus: eine bestimmte Krebsart einer bestimmten Gefühlslage zuzuordnen halte ich für mehr als grobe Vereinfachung - erinnert mich irgendwie an den hilflosen Versuch Gemütserkrankungen durch eingeweichte Botanik (Bachblüten) zu kurieren.
Haben die von Dir genannten Personen geraucht? Ich selbst habe zwei Fälle in der näheren Bekanntschaft, bei denn Lungenkrebs mit starkem Rauchen korreliert war.
Nix für ungut - aber ich bin harter Naturwissenschaftler - wer behauptet möge beweisen.
Shag d'Albran

Emotionen sind doch wichtig für die Persönlichkeit! Ich habe sie gerne und jeder darf sie auch sehen!

Aber ich glaub auch, dass das böse emotionale Folgen hat. Irgendwann muss es einmal heraus, und wenn man dann vor allen Leuten ausflippt und einen Anfall kriegt, hat man erst recht den ruf als freak.

Emotionen sollten ausgelebt werden, nur wie, das entscheidet die konkrete Situation..
Aber auch das nur bis zu einem bestimmten Grad. Nur weil man äußerlich ruhig ist, heißt das noch lange nicht, dass man nicht innerlich tobt. Und irgendwann müssen sie doch raus.
Fr0stbeule am 17. Juni 2008 17:33 Ich vermute Du liegst nahe an der Wahrheit, weil z.B. Lügendetektor-Tests sich es auch zu Nutze machen, dass Emotionen nicht unterdrückbar sind.
Becci101181 am 17. Juni 2008 17:39 Das mit dem Lügendetektor ist nur bedingt richtig. Wenn du fest von Deiner Antwort überzeugt bist, aber auch wirklich innerlich ohne Zweifel bist, kannst du auch mit einer Lüge den Lügendetektor überlisten, weil der nämlich nur Deine körperfunktionen mißt.
Heißt also, wenn ich der festen überzeugung bin ich heiße otto, wird weder mein puls schneller, noch andere funktionen meines Körpers deuten dann darauf hin dass ich lüge, obwohl ich nicht otto heiße.

Nicht sie zu bekommen, sondern sie nicht zu zeigen! Und das kann oft sinnvoll und auch hilfreich sein!


http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html
Wir "hören" mit verschiedenen Ohren, man kann sich darauf trainieren mit dem Sachohr zu hören und entsprechend zu antworten. Als Führungspersönlichkeit darf man sowieso nichts persönlich nehmen. Liebe Grüße Medard

Emotionen sollten ausgelebt werden, nur wie, das entscheidet die konkrete Situation

Sollte man in den meisten Föllen auch nicht!




