Frage von DonkeyDerby, 212

Ist es gerechtfertigt eine Tierart auszurotten, die dem Menschen schadet?

Der Mensch ist zur Zeit im Begriff eine Tierart auszurotten, weil sie ihm schadet. Allerdings geht dagegen meines Wissens nach keine Tierschutzorganisation auf die Barrikaden. Ich persönlich unterstütze ja dieses Ausrottungsprogramm, es wundert mich nur, dass die Tierschützer à la PETA dazu schweigen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Undsonstso, 50

Das ist das perfid-abstruse an den Tierrechtlern - sie werfen anderen Leuten Speziesismus zu und praktizieren ihn selbst ,

sie fühlen sich als Sprachrohr für "Nutztiere" und deren Ausbeutung, aber sie verschließen die Augen davor, dass,

wer Nutztiere  (nützliche/ genutzte Tiere ) kennt,  dem müsste die Einteilung von Tieren als Schädlinge und Parasiten sauer aufstoßen, weil kein Tier als "unnütz" deklariert werden sollte, nur weil es so anders ist, denn schliesslich kann keiner  (kein Mensch, kein Tier) etwas dafür, dass jemand das ist, was er ist.

Da fällt mir ein, auch diese Tiere sterben aus, ohne dass es Tierrechtler anficht:

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Die-Filzlaus-stirbt-aus-id23611666....


Kommentar von DonkeyDerby ,

Oh, danke! Ob sich Tierrechtler nun mal langsam für den Erhalt der Filzlaus einsetzen? In einer Art "Pro-Busch"-Kampagne? Ließe sich wunderbar mit der Antipelzkampagne kombinieren: "Lieber Schamhaar als Pelze tragen! Models schützen Nerz und Filzlaus!"

Kommentar von DonkeyDerby ,

Außerdem müssen Tierrechtler ja dann massiv gegen die Parasitenbekämpfung bei Nutztieren und eben auch beim Menschen vorgehen. Weil sie aber ahnen, dass ihnen das keine Freunde verschafft, verlegen sie sich halt nur auf die Verteidigung der Rechte knopfäugiger Kuscheltiere, deren süße Schnauzen sich auf den Plakaten natürlich viel besser machen als Floh, Laus, Wurm und Co.

Kommentar von Undsonstso ,

2015 wurde publiziert, dass Kakerlaken Persönlichkeit besitzen.... Wo war da der Tierrechtleraufschrei , dass Kammerjäger alles Mörder sind...?

http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/biologie/-/journal_content/56/12054/5692...

Kommentar von Undsonstso ,

Danke für's Sternchen.

Antwort
von DCKLFMBL, 56

Keine Ausrottung ist Gerechtfertigt weil jedes Lebewesen einen Grund hat auf der Erde zu sein! kein Tier ist nutzlos weil es zum Ökosystem dazugehört, wenn man Tierarten ausrottet ist das Ökosystem stark Gefährdet!

Kommentar von DonkeyDerby ,

Inwieweit gefährden Guineawurm und Filzlaus das Ökosystem? Eine spannende Frage...

Kommentar von Tofurky ,

Außer man würde den Menschen ausrotten. Der Mensch hat keinerlei positiven Nutzen für den Planeten und alle anderen Spezies. Gäbe es den Menschen nicht, ginge es allen anderen Tieren und der Umwelt weitaus besser.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Tatsächlich würde bei Ausrottung des Menschen eine Reihe von Tierarten aussterben, die sich auf den Menschen als Wirt spezialisiert haben. Insofern kannst Du nicht sagen, dass es allen anderen Tieren besser ginge, wenn es den Menschen nicht gäbe.

Antwort
von Sesshomarux33, 36

Hallo, 

wie bereits schon geschrieben wurde: Es gibt keinen Grund, absolut keinen der eine Ausrottung eines Tieres gerechtfertigt! Auch nicht die des Guineawurms. Der ist noch nicht mal tödlich für einen Menschen. Warum sollte er also aussterben? "Nur" weil es starke Schmerzen bereitet? Wir muten anderen Tieren und auch unserer eigenen Spezies viel schlimmere Schmerzen zu. 

PETA hat übrigens nix mit Tierschutz zu tun. Das ist eine Tierrechtsschutzorganisation. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von DonkeyDerby ,

Wärest Du bereit, Dich als Wirt zur Verfügung zu stellen, um den Guineawurm zu retten? 2015 sind nur noch 22 Fälle von Guineawurmbefall bekannt geworden. Es könnte also bald zu spät sein...

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Nein das wäre ich nicht und ich würde es keinem zumuten. Wenn das Tier ausstirbt, dann ist das so. Ich finde es nur nicht gerecht, wenn der Mensch eine Tierart mit Absicht ausrottet. 

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das geschieht allerdings durch die Kampagne von Jimmy Carter.

Andere Spezies werden nicht mit Absicht ausgerottet, sondern einfach nur dadurch, dass man ihren Lebensraum in Anspruch nimmt. Das betrifft z.B. Pandabären, aber auch unsere heimischen Großtrappen. Aber für beide Spezies setzen sich Tierschutzorganisationen ein. Guineawurm und Filzlaus hingegen sind praktisch rechtelos.

Antwort
von azmd108, 119

Welche Tierart bedroht den Menschen denn so extrem, dass sie ausgerottet gehört?

Kommentar von DonkeyDerby ,

Dracunculus medinensis, der Guineawurm.

Kommentar von Thyralion ,

Er stellt aber seinerseits keine Gefahr für das Überleben einer ganzen Spezies dar.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Nein, der Befall mit dem Guineawurm ist nicht tödlich, aber sehr schmerzhaft. Rechtfertigt das nicht die Ausrottung?

Antwort
von AnonymTiger, 11

Es ist nicht gerechtfertigt. Es ist nicht gerechtfertigt, tiger, Wölfe usw. auszurotten, nur weil sie dem Mensch schaden. Meiner Meinung nach ist jedes einzelne dieser Tiere mehr wert, als eine Menge an Menschen.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Hoffen wir, dass nicht die Zeit kommt, in der Du zu den Menschen gehörst, die nach Ansicht anderer Menschen nichts wert sind.

Mir ist es unbegreiflich, wie man einen Guineawurm höher schätzen kann als seine Mitmenschen.

Kommentar von AnonymTiger ,

Ich redete von Wolf und Tiger. Ausrotten ist trotzdem falsch

Antwort
von KleinToastchen, 54

Nein, in meinen Augen ist es alles andere als gerechtfertigt andere Lebewesen zum eigenen Wohl auszurotten.. Ausserdem schaden die Menschen unserem ganzen Planeten wohl am meisten, dann sollte man eher da mal anfangen.. 

Kommentar von DonkeyDerby ,

Die Ausrottung des Menschen würde allerdings auch die Ausrottung des Guineawurms nach sich ziehen.

Antwort
von telematiker86, 115

Welche Tierart schadet denn dem Menschen bzw. dem gesamtem Ökosystem? Dann könnte man deiner Meinung nach wohl auch das Flüchtlingsthema ganz leicht lösen, indem einfach alle störenden Länder vernichtet werden?

Also du solltest deine Meinung über die Ausrottung generell mal überdenken...

Kommentar von DonkeyDerby ,

Dracunculus medinensis, der Guineawurm.

Kommentar von Thyralion ,

Er stellt aber seinerseits keine Gefahr für das Überleben einer ganzen Spezies dar.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Nein, der Befall mit dem Guineawurm ist nicht tödlich, aber sehr schmerzhaft. Rechtfertigt das nicht die Ausrottung?

Kommentar von Thyralion ,

Nein definitiv nicht. Ich bediene mich nochmals des sicher etwas überzogenen Beispiels des Menschen als Parasit der Erde.

Etwas melodramatisch, aber es zeigt worauf ich hinauswill.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Mich wundert ja auch, dass der Aufschrei der Tierliebhaber international ausbleibt.

Kommentar von telematiker86 ,

Was rechtfertigt denn die Existenz dieses Parasiten? Von daher ist die Frage nach der Rechtfertigung einer Ausrottung ebenso eher theologisch oder rhetorisch zu rechtfertigen.

Ich denke, jedes Wesen hat sein Recht auf Existenz, aber natürlich ist das eine Sache des Standpunktes. Als Infizierter gefällt einem die Meinung wohl eher weniger.

Antwort
von Thyralion, 124

Keine Ausrottung ist jemals gerechtfertigt.

Beginnst du die Gutheißung bei sagen wir mal Tigermücken, die den ZikaVirus beherbergen, wird die nächst Stufe eine Primatenart sein, die den Ebolavirus als Wirt dient. Und was ist dann mit Großkatzen, die dem Menschen auch eine Gefahr sein können.

Schutz ja, aber niemals mit radikalsten Mitteln.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Dennoch ist dieses weltweite Programm von Präsident Carter erfolgreich. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/seuchenhilfe-in-afrika-wie-jimmy-carte...

Kommentar von Thyralion ,

Und warum komplett ausrotten? Der Mensch seinerseits ist eine permanente Gefahr für das ganze Ökosystem. Sollte man ihn nicht besser auch ausrotten?

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das Ausrotten meiner eigenen Spezies kann ich nicht befürworten. Die Ausrottung des Guineawurms hingegen halte ich für einen Segen.

Kommentar von Thyralion ,

Diese Entscheidung ist allerding etwas arg egoistisch. Ich könnte dir eine Liste mit mehreren Hundert Parasiten anfertigen, die zwar nicht für den Menschen, aber eben deren Wirte ein Ärgernis darstellen. Teils aber mit drastischeren Wirkungen als dem Guineawurm.

Ist es da nicht verantwortungsbewusst, diese auch auszurotten? Und wenn ja, bei welchem Parasiten ziehst du die Grenze? Beim deinen Guineawurm, bei der Mücke, beim Egel, bei der Vampirfledermaus?

Ich denke keiner von uns hat das recht einen derartigen Eingriff in den Artenreichtum der Erde vorzunehmen. Aus welchem Anreiz auch immer.

Kommentar von DCKLFMBL ,

Das Ausrotten meiner eigenen Spezies kann ich nicht befürworten. Die Ausrottung des Guineawurms hingegen halte ich für einen Segen.

Ja, und der Guineawurm würde wahrscheinlich unsere Ausrottung für einen Segen halten! wir sind die Gefährlichste Spezies weil wir andere Tierarten Ausrotten! das ist Egoistisch...

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ja, und der Guineawurm würde wahrscheinlich unsere Ausrottung für einen Segen halten!

Das wohl eher nicht, denn damit würde dem Wurm die Existenzgrundlage genommen. Der Mensch ist sein einziger Wirt. Stirbt der Mensch, stirbt auch der Guineawurm. Umgekehrt trifft das nicht zu.

Kommentar von Digarl ,

Ein solcher Wurm hätte es ein leichtes sich an einen neuen Wirt anzupassen. Vor dem Menschen gibt es übrigens noch Zwischenwirte wie z.B. Krebstiere. 

Antwort
von skogen, 38

Jedes Tier hat irgendwo seinen Zweck auf Erden!

Finde es auch unter aller ..., dass man Tiere tötet, weil sie einen Menschen verletzt/getötet haben oder so...

Das sind Tiere, die leben und verteidigen sich nur!

Die Natur wird schon alles regeln.
Wie schon vor mir erwähnt.. Ausrotten nein, Schutz: Ja.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das Dumme ist ja, dass der Schutz vor dem Guineawurm gleichzeitig die Ausrottung bedeutet, da der Mensch der einzige Wirt des Guineawurms ist. Will man die Spezies am Leben erhalten, muss man also zulassen, dass Menschen infiziert werden. Darf man das wollen?

Kommentar von skogen ,

Bei viele Parasiten, denke ich, kann man eine Ausnahme machen. Meist haben Tiere ja einen Nutzen für die Welt, aber bei Parasiten muss man das überdenken! Welchen Sinn haben sie? Kann die Welt ohne diesen Teil?

Kommentar von BrightSunrise ,

Ich schätze, sie haben den Nutzen, dass sie eine Population im Zaum halt, sodass es nicht zu viele Individuen von einer Art auf einmal gibt (dem sind die Menschen bisher erfolgreich aus dem Weg gegangen).

Antwort
von brido, 81

Manche Arten vermehren sich halt zu schnell und schaden der Menscheit oder der Natur irgendwann doch. 

Kommentar von Thyralion ,

Auch wenn sie sich zu arg vermehren, reguliert das jeweilige Biothop diesen Zustand binnen weniger Jahre. Die Natur nimmt, ausser durch den Menschen verursacht, keinen Schaden durch sich selbst.

Antwort
von Obi1989, 73

Ist nicht gerechtfertigt da alle Tiere für das Biologische Gleichgewicht benötigt werden.

Rottest du eine Art aus über nimmt eine andere die oberhand oder es stirbt eventuell noch weitere aus sei es Tier oder Pfanlzen Art

Grüße

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das ist beim Guineawurm wohl nicht der Fall.

Kommentar von Obi1989 ,

Ja und nein wobei ich sagen muss das es sich hierbei schon eher um ein Parasiten verhalten handelt ;)

Aber genau sagen kann ich es bei dem Wurm nicht ^^

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ja, natürlich ist der Wurm ein Parasit.

Kommentar von Obi1989 ,

Wenn sich die Frage auf den Wurm bezieht dann hättest du somit schreiben müssen was ist wenn man einen Parasit ausrottet :P

Kommentar von DonkeyDerby ,

Auch ein Parasit ist eine Tierart.

Antwort
von Gerhardraet, 49

Peta ist keine Richtschnur, da nur gefühlsgesteuert.

Wäre sehr sinnvoll, die Tierarzt zu nennen.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Sorry, stand nur in den Tags. Es ist Dracunculus medinensis, der Guineawurm.

Kommentar von Gerhardraet ,

Beneidenswert, wenn Du Nerv hast, Dich mit so einem exotischen schädlichen Getier zu befassen. Jedenfalls sollte so ein Viehzeug ruhig aussterben.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Bin durch eine Pressemeldung darauf gekommen. Nur noch 22 Guineawurmbefälle im Jahr 2015. In den achtziger Jahren waren es noch 3,5 Millionen. https://magazin.spiegel.de/SP/2016/7/142878963/index.html?utm_source=spon&ut...

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