Ob es gefährlich ist, hängt von deinem gesundheitlichen Zustand, deiner Fitness und letztlich auch vom Gefühl ab. Normalerweise ist es noch kein Wetter, bei dem es kritisch wird. Wichtig ist aber in jedem Fall: trinken, trinken, trinken. Wenn man Durst bekommt, ist es schon zu spät. Der Körper schwitzt Wasser aus, das Blut wird dickflüssiger und das Herz muss dann noch mehr leisten, um den Kreislauf zu versorgen.
Die Trinkmenge ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Am besten, du machst den einfachen Hydrationstest. Voraussetzung ist zunächst, das man ausreichend hydriert ist, die Farbe des Urins sollte hell sein. Man wärmt sich auf, bis man leicht schwitzt, stellt sich dann auf die Waage und merkt sich den Wert IN GRAMM. Dann eine Stunde lang mit einer ähnlichen Intensität wie beim Marathonlauf trainieren, dabei ausreichend trinken, die Flüssigkeitsmenge merken. Nach dem Training direkt auf die Waage, vorher nicht auf die Toilette gehen. Von diesem Wert IN GRAMM zieht man den zuerst ermittelten ab und mulipliziert die Differenz mit 1.000. Hinzu kommt dann die während des Trainings aufgenommene Flüssigkeitsmenge in Milliliter. Die Summe ergibt dann die individuelle Trinkmenge. Wichtig: da sich der Körper- und Trainingszustand ständig ändern, sollte der Hydrationstest regelmäßig durchgeführt werden.
Ergänzung: wenn du dich nicht wohl fühlst, dann solltest du Schluss machen. Ein Marathon sollte man nur laufen, wenn man wirklich gesund ist. Eine verschleppte oder nicht ausgeheilte Erkältung kann sogar lebensgefährlich werden (Stichwort: Myokarditis, Herzmuskelentzündung)! Wer ganz sicher gehen möchte, der kann beim Kardiologen oder bei einem sportmedizinischen Dienst ein paar Tage vorher einen Check machen, bei dem diverse Blutparameter hinsichtlich dieser Gefahr durchgeführt werden. Allerdings muss dieser Test, der auch teilweise bei Marathonveranstaltungen vor Ort angeboten wird, selbst bezahlt werden (etwa zehn Euro).