Frage von mindesten, 202

Ist es für Zeugen Jehovas schlimm Weihnachten zu zelebrieren?

Mein älterer Bruder ist Zeuge Jehovas. Er ist ziemlich gläubig und der Rest unserer Familie ist aber evangelisch. Wir feiern jedes Jahr Weihnachten indem wir in die Kirche fahren und dort auch beten und so weiter. Er wollte letztes Jahr nicht mehr in die Kirche mitfahren was man ja auch nachvollziehen kann. Dann hat er beim letzten Weihnachten aber sogar gesagt dass er nicht mal mehr Weihnachten mit uns feiern will... ist es für Zeugen Jehovas wirklich so schlimm Weihnachten zu feiern?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zischelmann, 60

Es sollte nicht vergessen werden das die früheren Zeugen Jehova( die hießen damals Ernste Bibelforscher-auch Weihnachten und Ostern feierten-ich glaube bis in die 20-er Jahre war es dort noch so.

Damals bestand auch bei denen noch Solidarität zu anderen Christen

Kommentar von Zischelmann ,

Dankeschön für das Sternchen!

Antwort
von warehouse14, 164

Eigentlich sollte die viel wichtigere Frage sein, was Gott zu solchen Feiern sagt... o.O

Und dann auch, ob es schlimm sein muss, wenn jemand eben nicht feiert.

Ich habe viele Zeugen Jehovas im Freundeskreis und habe schon einigemale erlebt, daß es eher von anderen Leuten als schlimm empfunden wird, wenn sie einer solchen Feier beiwohnen. Weil sie dann eben über ihren Glauben reden, für den sich die Partygäste nicht die Bohne interessieren. o.O

Zeugen Jehovas interessieren sich ja nicht nur an bestimmten Feiertagen für Gott. Für sie ist jeder Tag im gewissen Rahmen ein "Feiertag", an dem man Gott dient... Und zwar gemäß seinem Willen, nicht dem eigenen. ;)

Abgesehen davon ist es auch so, daß die Bibel ja jedem die Wahl lässt, bestimmte Speisegebote oder eben Feiertage zu Ehren Gottes zu beachten oder eben zu ignorieren. 

Lies dazu einfach mal in der Bibel das Buch Römer, Kapitel 14.

Dann verstehst Du einerseits, warum sich ein Zeuge Jehovas nicht eurer Weihnachtsfeier anschließt und andererseits, warum Du sein Fernbleiben als seine Art des Feierns sehen kannst. ;)

warehouse14

Kommentar von mindesten ,

Bist du Zeuge Jehovas?

Kommentar von warehouse14 ,

Nein, bin ich nicht. Ich kenne nur viele Zeugen Jehovas persönlich.

Und egal, was man von ihnen halten mag: die Bibel ist doch für jeden Christen maßgeblich. Also sollte man sie mal lesen... Und dann schauen, was die Kirche, der man angehört, aus dem, was da steht, so alles macht. o.O

warehouse14

Kommentar von OmaElfi ,

warehouse14, es dürfte aber auch nicht schlimm sein, wenn man auch an Weihnachten mal ganz fest daran denkt, dass Jesus Christus für uns geboren wurde und ihm und dem Vater dafür dankt! Oder denkst Du, dass Dich dann direkt der Blitz erschlägt?

Jehovas Zeugen denken ja nicht einmal an anderen Tagen besonders an unseren Herrn, nicht mal am Abendmahl, denn da danken sie nur ihrem "Jehova" für das große Opfer, dass aber unser Herr erlitten hat, nicht der Vater!

Und durch Jesu Tod haben wir das Leben, er ist  der Richter der Lebenden und der Toten!

Wenn man im NT liest, dann stellt man fest, wie viel Wert die ersten Christen und der Vater selber, auf den Herrn Jesus Christus legt!

ZB. in Lukas 9:35 sagt Gott selber, dass wir auf Jesus hören sollen und in Johannes 8:24 sagt unser Herr:"Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, auf den es ankommt, werdet ihr in euren Sünden sterben."

Darüber würde ich mal nachdenken, wie viel Ehre geben die Zeugen dem Herrn Jesus? Keine!

"..damit alle den SOHN EBENSO EHREN; WIE DEN VATER. Doch wer den Sohn NICHT EHRT, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat." Johannes 5:22,23

OmaElfi

Kommentar von warehouse14 ,

@OmaElfi:

"Darüber würde ich mal nachdenken, wie viel Ehre geben die Zeugen dem Herrn Jesus? Keine!"

Sie ehren ihn besser als Du es je für möglich halten willst.

Und was geht es Dich an, was andere tun? Bist Du deren Richter? o.O

Und was bedeutet bitte "wieviel"? Glaubst Du an einen Gott der Quantität oder Qualität?

warehouse14

Kommentar von anjatrago ,

Warum bist du kein Zeugen Jehovas warehouse14? 

Kommentar von warehouse14 ,

@anjatrago:

Warum interessiert Dich das?

Antwort
von BertRollmops, 165

Tja, sieht so aus! Zeuge ist nicht gleich Zeuge, aber in einer Phase der Abgrenzung und Identitätsfindung muss er so konsequent sein, um selber einen Stand zu bekommen. Wenn er bei den Zeugen bleibt, wird Weihnachten sein kleinstes Problem. Ich sehe ihn schon mit dem Wachturm in der Hand an der Ecke stehen.. schenk ihm nen Schal!

Antwort
von Philipp59, 83

Hallo

um zu verstehen, warum Jehovas Zeugen Weihnachten und das damit verbundene Brauchtum strikt meiden, wäre es gut, einige Hintergründe zu beleuchten.

Das Weihnachtsfest wurzelt nicht im Christentum, wie viele meinen, sondern in ehemals heidnischen Festen. In einem Nachschlagewerk heißt es zu diesem Fest: „Ursprünglich das heidnische Mittwinterfest (Julfest) . . ., welches . . . zu Ehren der Wiedergeburt der Sonne gefeiert wurde . . . Warum man . . . gerade den 25. Dec. dazu gewählt hat, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Nach einigen geschah es, weil dieser Tag im Alterthum als Tag der Sonnenwende angesehen wurde und daher bei den Römern Dies natalis invicti, Geburtstag der Unbesiegten (Sonne), hieß, eine Bezeichnung, die sich leicht auf Christus, das Licht der Welt, beziehen ließ“ (Meyers Konversations-Lexikon 3. Aufl., Bd. 15, 1878).

Die ersten Christen begingen diese Feier daher ebenfalls nicht. Erst etwa 300 Jahre nach dem Tod der Apostel Jesu finden sich geschichtliche Belege für die Feier des Geburtstages Christi. Man könnte sich nun fragen, warum es verkehrt sein soll, ein Fest mit diesen Ursprüngen zu feiern? Die Bibel zeigt, das ein Christ die falsche Religion von der wahren stets trennen muss. So heißt es beispielsweise im Korintherbrief: "Lasst euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “,und ich will euch aufnehmen.‘ “ (2. Korinther 6:14, 15, 17)

Es gilt auch zu bedenken, dass Jesus nirgendwo geboten hat, seinen Geburtstag zu feiern, wohl aber seinen Todestag zu begehen - siehe Lukas 22:19, 20. Das Feiern von Geburtstagen war ebenfalls ein heidnischer Brauch und die ersten Christen lehnten ihn daher ab. Außerdem ist nicht belegt, dass Jesus am 25. Dezember geboren wurde. Wie aus dem Bericht der Bibel hervorgeht, ist Jesus Christus offenbar nicht in der Winterzeit geboren, da sich zu dieser Zeit die Hirten mit Ihren Schafen draußen befanden. In Palästina ist nämlich im Winter Regenzeit und die Schafherden befinden sich ab Mitte November in Schafställen. Es gibt Hinweise dafür, dass Jesus im Frühherbst geboren wurde.

Manche meinen, dass wir die Sache mit Weihnachten viel zu eng sehen. Da wir jedoch die Bibel als Richtschnur für unser Handeln betrachten, orientieren wir uns in allem nach ihr. Dennoch respektieren wir das Recht derer, die Weihnachten feiern und wünschen uns, dass man uns in gleicher Weise Toleranz entgegenbringt.

LG Philipp

Kommentar von Scriptorium ,

Lk 22,19-20 Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet,
brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.


Die Zeugen Jehovas haben das Wort "immer" als Begründung Ihrer Feier (Gedächtnismahl) in den Text hineingeschrieben. Dabei weiß jeder gläubige Christ, dass Jesus auferstanden ist und daher nicht Tod.

1.Korinther 15,14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.

Kommentar von pietneli ,

Scriptorium, 

was hast du den da wider für alte Schreibweise.

Es lautet:

 Lukas 22:19 Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 20 Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.
NWÜ.

Kommentar von nowka20 ,

@piet!

dein übersetzung ist intellektuell und entspricht nicht dem urtext

Antwort
von Othetaler, 127

Für ihn ist Weihnachten ein heidnisches Fest. Also aus seiner Sicht schlimm.

Da das Fest (wie Geburtstage auch) nicht in der Bibel erwähnt werden, feiern sie es nicht.

Kann man zu stehen wie man will.

Antwort
von TheAllisons, 114

Ja, das ist es. Sie dürfen es nämlich nicht. Das ist halt so bei diesem Glauben

Antwort
von tiergartennbg, 55

Was heißt hier schlimm. Ich würde mich nicht an einen heidnischen Fest wie Weihnachten beteiligen

Antwort
von nowka20, 38

das ist für die zeugen streng verboten, da es als heidnisch angesehen wird

Antwort
von AmandaF, 122

Es ist nicht schlimm, würde aber nicht zu seinem Glauben passen.

Er macht es richtig. Man kann sich doch nicht aus jeder Religion die schönsten Feiertage raussuchen. Das wäre scheinheilig.

Kommentar von Ranzino ,

Na, die betreffenden Feiertage gibts gratis. Wären sie konsequent, dann müssten sie demnächst ( nämlich Ostern) fein arbeiten gehen. :D

Kommentar von drachenfreund ,

Ich feiere als Atheist doch auch Weihnachten als Familienfest und als besinnliches Winterfest (fällt ja auch beinahe auf die Wintersonnenwende). Ich lege es halt in meinem Sinne aus. Deswegen gibt es auch keine Krippenfigur im Haus.

Feiertage sind zum Feiern da. Daran ist nichts scheinheiliges. Ein ZJ muss deswegen noch lange kein Spielverderber sein und alles komplett ablehnen.

Kommentar von nowka20 ,

@drache!

jedem tierchen sein plesierchern

Antwort
von Chaoist, 118

Das schlimmste daran ist, dass sie ein Fest von und mit "Ungläubigen" feiern. Aus Sicht des Glaubens deines Bruders, ist der Rest seiner Familie ungläubig und fehlgeleitet. Er wird sich noch viel weiter von der Familie entfernen, bis ihr ihn überhaupt nicht mehr zu Gesicht bekommt.

Er wird auch versuchen alle davon zu überzeugen, dass nur die Zeugen Jehovas am Ende der Tage gerettet werden, und ihr deshalb alle zur Einsicht kommen und konvertieren solltet. Wer dies nicht tut ist eine Gefahr und zu meiden.

Kommentar von Octuline ,

Das verstehe ich nicht. Die Zeugen Jehovas glauben doch wohl auch an die Bibel, nur in anderen Auslegungen. Müsste er sie da nicht eher als Glaubensbrüder ansehen?

Kommentar von Chaoist ,

Es gilt in der Praxis immer die einzelnen Menschen zu sehen. Deshalb muss meine "Hiobsbotschaft" die ich als Antwort gegeben habe auch nicht unbedingt eintreffen. Es ist jedoch zu befürchten, da sich solche Geschichte sehr oft ereignen.

In fundamentalen Strömungen gibt es kaum bis keinen Platz vor "Geschwister im Glauben" wenn diese nicht der exakt selben Überzeugung sind.

Die Zeugen haben sich gegründet, weil sie mit der damals weit verbreiteten Auslegung und Praxis des christlichen Glaubens nicht einverstanden waren. Sie sind bis heute der Überzeugung, dass die Christenheit bereits von Antichristen geleitet wird. Nur sie selbst haben das erkannt und nur sie selbst interpretieren die Bibel richtig. Deshalb haben sie sie auch radikal umgeschrieben und alles was ihnen widersprach heraus gestrichen.

Antwort
von orashimen, 114

Weihnachten sehen zj als heidnischen ursprung an. Deswegen feiern zj auch keine andere Festtage wie Ostern. 

Das letzte Weihnachten feierten die zj 1926. Der neue Anführer Bruder Rotherford setzte all dem "heidnischen Gebräuchen" ein Schlussstrich. 

In meinen Augen, benutzte er diese Tatsache als Taktik, die Religion zj hervor zu heben. 

Kommentar von Scriptorium ,

Der Weihnachtsmann und die Osterhasen sind heidnische Bräuche. Die Geburt Christi und das Osterfest mit der Auferstehung und der Ausgiessung des Heiligen Geistes sind wichtige christliche Bräuche. Sicher, es ist nicht klar, wann denn nun wirklich Jesus geboren wurde. Die Kalender und Zeitchronikmessungen waren deutlich lachser als seit Beginn der Neuzeit.

Die Zeugen Jehovas hingegen sehen sich eher als Neue Juden und lehnen Jesu Lehren ab. Vordergründig aber leugnen Sie das. Der Teufel hat immer auch der Kirche Christi ähnliche Organisationen leuchten lassen. Die JW sind ein solcher Fake.

Kommentar von orashimen ,

zu ihrer Aussage: 

"Die Zeugen Jehovas hingegen sehen sich eher als Neue Juden und lehnen Jesu Lehren ab."

Als Neue Juden Sehen sich die ZJ nicht an. Nicht mal ansatzweise. Sie sehen sich als Gottes Volk. Hat nix mit Juden zu tun. ;-)

Jesus lehren werden auch nicht abgelehnt.  Es ist schlimmer!!! die WTG erlaubt sich Interpretation in die den Lehren Jesus.

Die WTG entstellt und verzerrt die lehre. Wie zum beispiel die Taufe. Jesus sagte, dass sie hinaus in die Welt gehen sollen und Jünger aus allen Nationen machen soll. Taufen im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Nirgends sagte er, dass man von Gottes geist geleiteten Organisation sich taufen lassen müsse. (Siehe 2. Tauffrage der ZJ)

Antwort
von Nightwing99, 109

Sie haben mit diesem Fest nichts zu tun und erkennen es nicht an als Zeuge jehovas glaubst du ja auch nicht an gott wie er in der bibel steht sondern an die Präsenz gottes also eine höhere macht als solche nicht an eine person.

Antwort
von BBuBDB, 108

Ja, Zeugen Jehovas feiern kein Weihnachten und auch keine Geburtstage

Kommentar von Ranzino ,

Ostern fällt auch flach ? Was machen die denn an den betreffenden Ferien/Feiertagen ?  ;)

Kommentar von Adlerauge4 ,

Ranzino: Sie genießen einfach die freien Tage. Manchmal gehen sie auch in den Predigtdienst. Ich habe sie schon sagen hören: "Jehovas Zeugen sind die einzigen, die etwas von Weihnachten, Ostern etc. haben: keine Kosten für Geschenke, keine zusätzliche Arbeit für die Hausfrau." Sie haben einfach etwas freie Zeit.

Kommentar von brettpit ,

ranzino sie machen das Gleiche wie du an Ramadan

Antwort
von viktorus, 94

"Weihnachten" ist das frühere heidnische Fest der Wintersonnenwende", das von der "Weltkirche" (2.Kor.4,4) beim Konzil zu Nizea im Jahre 325 n.Chr. in ein "kirchliches Fest" umgewandelt wurde.

Will man unserem ewigen Vater gefallen, "glaubt man seinem Sohn" (Joh.14,6).


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