Frage von mariopummelf33, 181

Ist es für Veganer oder Vegetarier ethisch okay Pferdewetten zu machen?

Antwort
von Achwasweissich, 132

Für Veganer die aus Gründen des Tierwohls auf Sachen wie Leder etc. verzichten kann es kaum angehen Wetten für Pferde anzunehmen die für den Sport kaputtgemacht werden. natürlich sterben für dieses "Vergnügen" keine Tiere (zumndest nicht direkt...) aber das tun sie ja für Milch und Honig auch nicht und leiden dabei oft weniger wie ein Sportgerät namens Pferd..

Kommentar von neonreklame ,

Für Milch sterben Tiere - nämlich die männlichen Kälber, die durch die Zwangsbefruchtung (damit es überhaupt Milch gibt) dann geboren und zum Schlachter gebracht werden, weil sie für die Milchindustrie wertlos sind.

Kommentar von Omnivore10 ,

Genau aus dem Grund werden sie gar nicht als Kälber zum Schlachter gebracht! Da ist gar nichts dran! Das sind keine Fleischrinder.

Die Kälber werden eine Zeit lang aufgezogen, damit überhaupt was dran ist! Teilweise gelten sie dann gar nicht mehr als Kälber (bis 6 Monate), sondern als Jungbullen zum Beispiel!

Männliche Kälber sind NICHT wertlos! Das ist der größte Quark überhaupt! Männliche Kälber sind Teil der Milchwirtschaft, welche mit einkalkuliert ist! genauso wie ausgediente Milchkühe. Auch die sind nicht wertlos (auch wenn der Preis stark von einem Fleischrind sich unterscheidet). Für Hackfleisch reicht sowas nämlich. Solche Rinder landen dann als Patties bei McDonalds.

Wertlos sind diese beiden Tiere aber NICHT! Das solltest du dir aus dem Kopf schlagen! So eine "wertlos"-Wirtschaft kann sich der Milchwirt gar nicht leisten!

Kommentar von neonreklame ,

Ähm, den Satz hast du wohl völlig falsch verstanden - nämlich, mit männlichen Kühen kann man keine Milch produzieren (logisch). Und Milchkühe werden in der heutigen Industrie bei dem unvorstellbaren Bedarf eh künstlich befruchtet. Ob dann die Kälber nun noch ein paar Tage oder länger leben "dürfen" (wow, die haben als Lebewesen wie wir alle doch auch ein Recht darauf, bis zu ihrem natürlichen Tod in Freiheit zu leben). 

Natürlich wird ein Leben dann als wertlos eingestuft, sobald beschlossen wird, dass es sterben bzw. geschlachtet werden soll. Das "wertlos" ist nicht im Sinne von Geldscheffelei oder Wirtschaft gemeint. 

Kommentar von beglo1705 ,

Stimmt so nicht. Dann wären Milchkühe genau so "wertlos" denn die sterben auch irgendwann mal. Nur das diese (logischerweise) anders verwertet werden, da man aus einer alten Milchkuh kein zartes Steak mehr bekommt (bestenfalls Burgerfleisch für McDonald´s) dafür braucht man Jungbullen, was wesentlich lukrativer (und einfacher) ist, als die olle Milchwirtschaft.

Der unvorstellbare Bedarf an Milch ist ganz einfach zu erklären: Die Milch ist zu billig, die Wertschätzung fehlt und beim Fleisch ist man auch auf dem besten Weg dahin.

Natürlich steckt da ein Wirtschaftszweig dahinter, woher kommen denn die ganzen Ställe mit Solaranlage drauf? Genau, Masse statt Klasse, die Menge macht´s und der Landwirt mit Stall und Grund hat sich eben auch Gedanken gemacht, denn von der Milch allein kann man bei den Preisen nicht mehr leben.

Kommentar von neonreklame ,

Ja, sind sie dann auch und vorübergehend sind sie für die Milchindustrie natürlich nicht wertlos. Jedoch sind die das sofort, sobald sie keine Milch mehr geben können, meistens schon nach wenigen Jahren, dann heißt es "Und weg damit.", ergo wertlos. (Wobei sie während der Milchproduktion auch keinen sonderlich tollen Wert zuteil bekommen. Ausbeutung bis an die Grenzen.)

Und nein, der unvorstellbare Bedarf liegt natürlich bei den Konsumenten selbst. Alle wollen an dieser Milch nuckeln, deshalb müssen die Milchkühe liefern und liefern und liefern... Die Kuh hat wie jedes andere Tier auch, einschließlich dem Menschen, die Milch nur für ihre Kinder.

Kommentar von Achwasweissich ,

Meine Oma hatte eine Milchkuh, die musste man nicht zwingen zum Bullen zu gehen ;)

In ihrem langen Leben hat sie 3 Kälber bekommen die aber alle nicht aufstehen wollten und starben. Trotzdem hat sie etwa 12 Jahre lang jeden Tag ihre 2 Eimer hervorragende, fettreiche Milch gegeben. Später wurde sie verkauft weil meine Urgroßeltern und Oma die Landwirtschaft endgültig drangegeben haben und führte ein ruhiges Leben als Amme und "Tante" für verwaiste und frisch abgesetzte Kälber bei einem anderen Bauern bis sie mit etwa 20 eines natürlichen Todes starb.

Vieles ist heute anders aber ich sehe jedes Jahr sowohl männliche als auch weibliche Kälber aufwachsen und jede menge Milchkühe auf den Weiden - einige mit Selbstmelk-Service, andere bekommen Besuch vom Bauern aber alle führen ein ganz normales Kuhleben. Das Kälber oder junge Rinder dann irgendwann zum Metzger wandern ist auch nichts Neues, ohne dieses Schlachtvieh gäb es verdammt wenig Grillgut für "böse Leute" wie mich die nur Weiderind essen mögen...

Kommentar von Omnivore10 ,

Naja....Paar Milchkühe ist ja was anderes. Tut mir leid, dass sie einfach so wegstarben!

Also unserer Milchbetrieb im Dorf hat ca. 100 Milchkühe. Ich kenne noch einen anderen mit ca. 250. Da kann man sich das gar nicht leisten die einfach wegsterben zu lassen. Außerdem wäre das gar nicht rechtens. Und bei 100 Milchkühen kommt man vielleicht auf ca. 60 männliche Kälber pro Jahr. Das wäre unwirtschaftlich, wenn man die verenden lassen würde! Vorallem bei den niedrigen Milchpreisen derzeit!

Da hat deine Oma auch noch schönere Zeiten erlebt! Als ich noch zur Schule ging sah ich auch noch unser Vieh auf der Weide. Jetzt sind es reine Stalltiere mit Terasse. Den Tieren geht es nicht schlecht, aber die Kälber sind alles andere als wertlos.

Was dein letzten Absatz angeht: Also Grillgut von Milchkühen landet bei mir ganz sicher nicht auf dem Grill ^^ Das ist keine Qualität für Steaks! Meine Steaks stammen von Mutterkühen. Jungbullen eher weniger. Und kalb auf dem Grill? Eher auch nicht. Und wenn dann auf keinen Fall aus der Milchwirtschaft. Rindersteaks kommen mir nur von Mutterkühen auf den Grill. Keine Ahnung, vielleicht ist das bei dir anders :)

Kommentar von neonreklame ,

Das ist natürlich kein Vergleich zur mächtigen Milch- und Fleischindustrie, denn die Millionen Menschen, die unbedingt fremde Muttermilch trinken wollen, kann man nicht mit den paar Rindern, die man mal im Jahr auf der Weide sieht, versorgen.

Und Fleisch-Grillgut braucht man in der heutigen Zeit ja sowieso auch nicht zum (Über)leben ;-) 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 44

ja. weil das jeder selbst für sich entscheiden muss.

ich bin gemischtköstler.

Antwort
von Undsonstso, 46

Zumindest für die vegane Lebensphilosophie sollten sich Pferdewetten verbieten...

Allerdings gibt es vegane Reiter, die Reiten als natürlich empfinden, dass da quasi ein Veganer auf einem anderen sitzt und diese Veggis blenden dabei aus, dass Pferde (Hauspferde!) domestiziert wurden , damit man unter anderem auf ihnen sitzen kann.

Antwort
von Gymgirl02, 17

Finde ich nicht.Ich war früher mal auf einer pferderennbahn es sind alle Pferde gestartet doch am Ende kam eines nicht im Ziel an. Später hat man gehört es ist zusammengebrochen (tot).
Das war jetzt meine Geschichte und seitdem gehe ich nie wieder auf solche Veranstaltungen.

Antwort
von AppleTea, 32

Das kommt auf jeden Menschen persönlich an. Ich finds nicht okay.

Antwort
von SJ7IFVQ5, 92

Ich denke das kommt darauf an wie es den Pferden ging.... Sprich wurden sie mit Gewalt und Züchtigung trainiert

Antwort
von kklszjklm, 53

Wenn diese Person auf Tierprodukte verzichten, weil ihnen die Tiere leid tun, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das erfreuen würde.
Konplizierter Satz aber ja ... ;)

Antwort
von MrSasa77, 107

Kommt drauf an aus welchem Grund diese Person vegetarisch/vegan lebt. Manche machen es aus gesundheitlichen Gründen, in diesem Fall wäre eine Pferdewette moralisch unbedenklich. Wenn diese Person aber aus Willenskraft etwas gegen Tiere in Gefangenschaft o.ä. Zu verändern vegetarisch/vegan lebt ist es ethisch gesehen eher zweifelhaft eine Pferdewette einzugehen, da die Tiere für Pferderennen ebenso gefangen gehalten werden und man dieses Unterfangen mit einer Pferdewette finanziell unterstützt.

Antwort
von sommerpferde, 67

Hallo, Ich würde sagen, dass es unterschiedlich ist. Jeder Vegetarier und Veganer wird eine andere Meinung haben. Schließlich haben Veganer und Vegetarier auch unterschiedliche Gründe, warum sie keine tierischen Produkte essen/verwenden. Die einen machen es wirklich aus ethischen Gründen, andere wegen ihrer Gesundheit und wieder andere, weil sie z.B. einfach kein Fleisch mögen. Ich kenne eine Vegetarierin, für die wären bzw. Sind Pferderennen bzw. Damit Pferdewetten völlig ok, solange die Pferde gut behandelt werden.

Antwort
von beglo1705, 51

Nein, weder als Veganer noch als Nichtveganer ist das vertretbar.

Das ist eine ganz üble Machenschaft. Den Preis bezahlen die Pferde mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben, denn das ist alles, was sie haben.

Da muss man kein Veganer sein, um das zu verstehen.

Antwort
von Schweinsbraten4, 64

Das ist ethisch nicht vertretbar. Pferderennen verbrauchen auch Tiere! Das ist wie wenn ein Veganer Fleisch isst, es aber wieder rauskotzt. Das Tier wurde trotzdem verbraucht. 

Kommentar von AppleTea ,

es wird nicht verbraucht sondern ausgebeutet.. lol

Antwort
von ollikanns, 76

Nein, ist es nicht. Pferderennen ist Tierquälerei. Und ein Veganer sollte Achtung und Respekt vor Tieren haben und nicht durch Wetten das tierquälerische Verhalten der Rennpferde-Besitzer unterstützen.

Kommentar von sommerpferde ,

Sorry, aber du hast dich schon mal über Pferderennen informiert?!  Klar gibt es Besitzer, die schlecht mit den Pferden umgehen, aber das sind noch lange nicht die Mehrheit.  Auch diesen Pferden geht es gut. 

Kommentar von ollikanns ,

Ich war letztes Jahr in Paris auf der Rennbahn Longchamps. Dort sind während eines Rennens Pferde mit der Peitsche blutig geprügelt worden. Sorry, aber DU hast absolut gar keine Ahnung von Pferderennen. Das ist PURE Tierquälerei.

Kommentar von Urlewas ,

Hier in Deutschland wird jeder rennreiter, der sein Pferd Widerholt schlägt, vor laufender Videokamera zur Verantworung gezogen!

Und mit der 40 cm rennklatsche kann man kaum ein Pferd blutig schlagen.

Kommentar von neonreklame ,

Sie mögen zwar gut oder besser behandelt werden, werden aber trotzdem ausgebeutet bzw. benutzt. Die Pferde durften schließlich ja auch nicht sagen, ob sie das wollen oder nicht, sondern werden zu ihrem "Glück" gezwungen.

Kommentar von melinaschneid ,

während des Rennens blutig geprügelt worden? Sorry aber Nein. Es gibt da regeln. die besagen sie oft und auf welche Art die peitscht eingesetzt werden darf. So eine Aktion hätte sofort zu Disqualifikation geführt.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 21

Dann geh bloß über keine Wiese! Du trittst sonst unweigerlich auf arme Regenwürmer und Käfer.

Und iß keinen Bio Apfel - sonst ist der Wurm, der drin wohnt, des Todes!

Antwort
von Liesche, 56

Das Pferderennen hat doch nichts mit Essen zu tun!

Antwort
von Michel2015, 16

Absolut Oke

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