Frage von arasrsg, 48

Ist es für Griechenland sinnvoll in solch einer Situation in der EU zu bleiben?

Antwort
von voayager, 14

Griechenland ist nicht in der Lage seine Schulden zurückzuzahlen, das dürfte wohl bekannt sein. Nur ein Schuldenschnitt brächte es da weiter. Dann müßten auch die Reichen dieses Landes ganz anders herangenommen werden, was mit dieser jämmerlichen Syriza indes nicht geschieht. Auch der viel zu große Militärhaushalt müßte drastisch abgespeckt werden, auch da tut sich nix.

Würde Griechenland aus der gemeinsamen Währung aussteigen, wäre evtl. was gewonnen, es könnte dann massiv die Drachmen abwerten, so dass der Export angekurbelt wäre. Auif der anderen Seite wären so die Importe arg erschwert.

Wenn Griechenland ernsthaft aus der Eurozone aussteigen würde, könnte es passieren, dass die Troika, der deutsche Staat und sonstige maßgebliche EU-Kräfte Hellas mehr entgegenkommen könnte. Es wäre zumindest vorstellbar und sollte in Athen ernsthaft erwogen werden. Ein weiteres Trumpf für Griechenland könnte es sein, aus der NATO auszusteigen, auch das könnte ggf. die EU-Kreditgeber weicher stimmen.

Antwort
von Stefanos, 26

Du verwechselt EU (Europäische Union) und die Währung Euro. Griechenland ist der Wegbereiter Europas und gehört sprachlich, kulturell und vom Standpunkt der Religion in die Europäische Union - bei der Währung sieht das anders aus. Aber auch der Zug ist abgefahren. Jahrelang wurde uns in den Medien ein falsches Bild eingeflößt; das Land Griechenland sollte uns als "systemrelevant" vorgegaukelt und als Sündenbock (Pleitegriechen, Giergriechen, etc.) an den Pranger gestellt werden. Die griechische Bevölkerung wurde dabei komplett ausgeplündert - Renten, Gehälter, Alimentationen drastisch gekürzt, während die Verbraucherpreise teils massiv anstiegen (Bsp. 2.15€ pro Liter Benzin Sommer 2010 bei einem Einkommen von 800€). Man hätte geordnet aus dem Euro austreten sollen, stattdessen wurdem dem Land lächerlich hohe Kredite aufgedrängt, an denen die kreditgebenden Staaten und Banken monatlich perverse Unsummen verdienen.

Ich empfehle dir mal diese Sendung:

https://ww.youtube.com/watch?v=2x1-lyzW5PE (bitte ein zusätzliches "w" bei www. einfügen)

und diese Facebookseite, die sich mit dem Thema beschäftigt:

https://ww.facebook.com/Hellas-News-From-Germany-662956247147992/ (bitte auch hier ein zusätzliches "w" bei www. einfügen)

Antwort
von Herb3472, 32

Es wäre für Griechenland sinnvoll, ihre Wirtschaft in Ordnung zuj bringen - egal, ob innerhalb oder außerhalb der EU (Außerhalb der EU wirds halt noch ein wenig schwieriger werden).

Antwort
von berkersheim, 24

Aber ja doch! Griechenland ist seit 1981 in der EU - immer nur als Nettoempfänger. Das ist doch für die Parteibonzen dort lukrativ. Die EU-Abgeordneten sahnen ordentlich Sitzungsgelder ab. Die von den Parteien gestellten Brüsselbeamten verdienen auch nicht schlecht und Jahr für Jahr fließen Millionen Subventionen, deren Verwendung die EU-Bürokratie kaum kontrolliert. Seit 2001 haben sie sich in die Gruppe der EURO-Länder gemogelt (mit Hilfe von Herrn Draghi), bekamen dadurch günstige Kredite, die sie als Griechenland nie bekommen hätten und werden seit 2010 mit Milliarden gerettet.

Natürlich nicht ganz Griechenland. Bei den Armen und in der kleinen Wirtschaft ist nie was von dem Euro-Segen angekommen. Aber die entscheiden ja auch nicht über den Verbleib im EURO. Da sind Präsidenten von maroden Banken (natürlich mit Parteibuch), die trotz marodem Zustand ordentliche Gehälter beziehen, die hier einem ehrlichen Arbeiter die Tränen in die Augen treiben. Und die Regierungsposten und oberen Beamtenposten gehen auch nicht unterbezahlt nach Hause. Gespart wird an den Rentnern. Die Griechenlandrettung ist in Wirklichkeit eine Geldumverteilungsmaschine, an der europäische und US-Finanziers ordentlich absahnen, was vor allem die deutschen Steuerzahler berappen. Und die freuen sich darauf, weil sie dafür ein großes Europa bekommen, auch wenn dabei ihre Renten flöten gehen. Aber Achtung: Ich habe nur gelogen.

Kommentar von Stefanos ,

Eine ziemlich voreingenommen Darstellungsweise der Ereignisse, insbesondere der erste Teil Ihres Kommentars. Ich muss gestehen, beim ersten Lesen ergriff mich der Gedanke, dass ich mich auf BILD.de verirrt hatte. Es ist mir schleierhaft, wie Jemand mit dem Zusatz "Community-Experte für Wirtschaft", tatsächlich den Begriff "retten" im Zusammenhang mit Griechenland verwendet. Insbesondere jetzt, 6 Jahre später und nachdem mittlerweile bekannt sein sollte, dass weniger als 10% aller Gelder den griechischen Staat überhaupt erreicht haben und nicht zur "Rettung" (hier gehört der Begriff hin) diverser nationaler und internationaler Banken verwendet wurde.

Kommentar von berkersheim ,

Verehrter Herr Stefanos,

könnte es sein, dass Sie des Deutschen nicht mächtig sind oder wie soll ich erklären, dass Sie, was ich geschrieben habe, so vollkommen daneben interpretieren? Habe ich nicht ausdrücklich erwähnt, dass bei den Menschen unten nichts ankommt? Ich kenne das Gutachten, auf das Sie sich beziehen. Dabei ist zu beachten, dass es sich dabei nur um den Jetzt-Zustand handelt, dass haufenweise Kredite geflossen sind und die Rettung jetzt im Prinzip nur die Zinsen an die Kreditgeber zahlt, die eigentlich für das eingegangene Risiko den Schuldenschnitt ertragen müssten. Statt dessen sind die Schulden immer mehr den europäischen Steuerzahlern aufgelastet worden und die privaten Kreditgeber haben ihren guten Schnitt gemacht.

Hatte ich nicht ausdrücklich erwähnt, dass die ganze Farce eine Geldumverteilungsmaschine ist? Nur, Verehrter, bevor jetzt nur noch Altkredite mit Neukrediten umgewälzt werden und sogar Zinszahlungen mit Neukrediten bewältigt werden, statt der Wirtschaft auf die Beine zu helfen: Als diese Kreditmenge angehäuft wurde, sind ja in Griechenland massenhaft über die eigenen Verhältnisse hinaus Gelder ausgegeben worden. Wer hat denn von den ursprünglichen Krediten profitiert? Wohin sind denn die Milliarden geflossen, die jetzt nur noch umgewälzt werden? Ich wäre ein schlechter Experte für Wirtschaft, wenn ich mich durch ein Gutachten blenden lasse, das nur die Jetzt-Situation beleuchtet. Aber jede Jetzt-Situation hat ja eine Historie!

Antwort
von arasrsg, 10

Ich brauche pro und contra Argumente! :/

Antwort
von Toqra, 24

Ohne die EU könnte Griechenland nun einflocht aufgeben und sich einem anderen Land anschließen. Alleine schaffen die das nicht.

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