Frage von EinstAstral, 228

Ist es für eine Bank verdächtig wenn ich wöchentlich 1000 Euro Bar auf mein Konto einzahle?

Nehmen wir mal an, ich würde durch einen Nebenjob pro Woche 1000 Euro verdienen und bekomme dieses Geld Bar in die Hand gedrückt. Wie ist das jetzt wenn ich diesen Beitrag in regelmäßigen Abständen auf mein Konto einzahle? Wird die Bank irgendwann fragen "yo, woher hasch du Kohle?" oder juckt die das nicht? Ich will nicht, dass die Bank auf den Gedanken käme, ich würde schwarz arbeiten (was ich natürlich nicht tue!!). Bei besonders hohen Summen wäre das natürlich auffällig aber 1000 Euro in der Woche is ja nich viel :D

Antwort
von Interesierter, 151

Ein Tausender pro Woche ist schon recht üppig.

Die Bank wird das nicht groß interessieren. Das Finanzamt wird aber danach schauen. Wenn also das Finanzamt hiervon Wind bekommt, wirst du mit Sicherheit gefragt, woher das Geld stammt. Spätestens dann bist du fällig.

Schwarzarbeit ist heute auch nicht mehr so einfach wie früher. Um dir das Geld geben zu können, müsste ja irgendjemand bezahlen. Das heisst, das Geld, welches du erhältst, muss ja woanders abgehoben werden. Das heisst, es muss bei deinem potentiellen Arbeitgeber auch schon aus einer schwarzen Kasse kommen.

Kommentar von EinstAstral ,

Wäre es möglich vielleicht im Ausland, sagen wir mal in Mexiko (lol) ein Konto zu eröffnen und das Geld dort einzuzahlen? Das FA ist in solchen Ländern bekanntlich nicht so penibel wie hier :D

Kommentar von Interesierter ,

Wenn du es bar machen wolltest, dann müsstest du jede Woche nach Mexiko fliegen. Da würde wohl das Geld schon für den Flug draufgehen. 

Ansonsten bliebe nur die Überweisung. Mit dieser hättest du dann das selbe Problem, da du dein Bargeld ja bei einer deutschen Bank einzahlen und überweisen müsstest. 

Antwort
von Zappzappzapp, 29

Leider bisher viele falsche Angaben gemacht worden.

Es gibt keine Grenzen von € 5.000 oder € 10.000 und die Banken sind auch nicht grundsätzlich verpflichtet, Bargeldeinzahlungen in irgendeiner Höhe zu melden. Eine Grenze von € 5.000 wird "erwogen", gibt es aber zur Zeit noch nicht:

http://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-geldwaesche-was-soll-das-bargeld-...

Die Banken sind verpflichtet, ab einem Betrag von € 15.000 die Identität des Einzahlers zu erfassen:

Wer große Mengen Bargeld bei der Bank einzahlen will, muss sich ausweisen. Ab 15 000 Euro will das Institut einen Personalausweis, einen Reisepass oder ein anderes amtliches Dokument sehen. Ist man als Kunde bekannt, notiert der Bankmitarbeiter nur den Namen

Nur wenn ein begründeter Verdacht auf Geldwäsche besteht, ist die Bank verpflichtet, eine Meldung abzugeben. Diese geht aber nicht an das Finanzamt, sondern dann

müssen die Betreffenden eine Verdachtsmeldung an die Zentralstelle für Verdachtsmeldungen beim Bundeskriminalamt und an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden richten.

Wenn beispielsweise der Betreiber einer Eisdiele regelmäßig jede Woche € 20.000 bar bei seiner Bank einzahlt, wird und muss das nicht gemeldet werden.

Für die Verdachtsmeldungen dagegen, zu denen eine Bank verpflichtet ist, gibt es wiederum keine Betragsgrenzen. Dazu genügt wie der Name sagt, der Verdacht auf Geldwäsche. Es kann durchaus sein, dass bei einer regelmäßigen täglichen Bareinzahlung von € 500 über einen längeren Zeitraum eine Meldung erfolgt (Ebenso wie bei einer regelmäßigen wöchentlichen Einzahlung von € 1.000 lt. Fragesteller). Muss nicht, aber kann.

Die Banken sind da heute sehr vorsichtig, weil sie bei einer fahrlässig nicht erfolgten Verdachtsmeldung in die Verantwortung genommen werden können. Die Computer sind so programmiert, dass Verdachtsfälle automatisch gemeldet werden.

Zur Fragestellung, ein "Nebenjob" mit € 1.000 pro Woche bar und keine Schwarzarbeit:

Entweder schlecht ausgedacht oder Du willst alle hier für dumm verkaufen und das solltest Du nicht tun, wenn Du ernsthafte Antworten erwartest.

Kommentar von EinstAstral ,

"Entweder schlecht ausgedacht oder Du willst alle hier für dumm verkaufen"

Lies noch mal: "Nehmen wir mal an" hieß es! Das ist also eine "was wäre wenn" Frage...

Kommentar von Zappzappzapp ,

Deswegen habe ich ja auch "Entweder ... oder ..." geschrieben, dann ist es eben schlecht ausgedacht.

Wie ich schon sagte, "Nebenjob" mit € 1.000 pro Woche bar, dabei keine Schwarzarbeit und das Geld vielleicht in Mexiko einzahlen, dazu die Anmerkung "Noch habe ich kein Geld bekommen".

Aber sei es wie es sei, Du hast ja eine korrekte Antwort von mir erhalten, belassen wir es dabei.

Antwort
von DerHans, 129

Der Bank ist es an und für sich egal, woher dein Geld kommt.

Allerdings ist für das Finanzamt ein stetiger Bargeldeingang höchst interessant.

Das Geldwäschegesetz greift aber erst bei 5.000 €

Kommentar von EinstAstral ,

Das heißt also, selbst wenn ich auf konstanter Basis 4.999€ einzahle, kann mir nix passieren weil der Betrag unter 5.000 Euro ist? 

Kommentar von DerHans ,

Ab 5.000 € ist die Bank VERPFLICHTET, das zu melden.

Natürlich kann einem aufmerksamen Angestellten auch eine gehäufte Menge Bargeld in einer bestimmten Periode auffallen.

Wenn es dafür keine Erklärung gibt, kommt ja auch schnell der Verdacht, der Finanzierung illegaler Geschäfte oder des Terrorismus

Antwort
von RefaUlm, 67

Das kann so nicht funktionieren wenn es legal sein soll! Ab 450€ im Monat bist du Sozialversicherungspflichtig, das heißt dir wird neben deiner Lohnsteuer, Beiträge die deinem Verdienst entsprechen an die jeweiligen Versicherungen abführen. Das wird normalerweise von deinem Arbeitgeber so gehandhabt, was du da machst ist definitiv schwarz arbeiten! Da kommt dann einiges auf dich zu, allen voran strafzahlungen wegen Steuerhinterziehung usw...

Kommentar von EinstAstral ,

Mein Gott, ich schrieb "würde"! Noch habe ich kein Geld bekommen und eingezahlt erst recht nicht, also habe ich mich nicht strafbar gemacht. Ich wollte nur mal etwas genauer wissen wie die Sache so läuft ^^

Antwort
von Joeng, 51

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Die Bank wird dich nicht fragen - geht sich auch nichts an (auffallen wird es ihnen mit Sicherheit....aber Geld ist nun mal ihr Geschäft und sie werden niemandem auf den Zahn fühlen, der ihnen Geld zufließen lässt). Aber das FA... ich würde dort mit offenen Karten spielen. Lieber ein paar Euro weniger, dafür....siehe oben.


Antwort
von Miete187, 107

Mich hat die Bank noch nie gefragt, wo kommt den genau dieses Geld nun her....auch beim einzahlen an jedem 2. Tag nicht.

Antwort
von Yodafone, 115

Solange du das Geld nicht wöchentlich mit einer Maske über dem Kopf bei der Bank abhebst,ist es der Bank egal.....

Antwort
von vedo16, 82

Natürlich ist das verdächtig. Kann sein, dass dein Bankberater dich wegen den Unsummen kontaktiert und fragt, woher du das ganze Geld hast. Ich würde jeden Monat 1000€ einzahlen, damit es nicht allzu verdächtig ist.

Antwort
von KanzleiVonHinze, 41

Wie viel du nebenbei auf dein Konto einzahlst, geht keinem etwas an. Und die Bank wird da in keinster Weise etwas daran auszusetzen haben.

Erst ab 10.000€ musst du nachweisen woher das Geld kommt. 

Kommentar von EinstAstral ,

Ich dachte schon ab 5.000 Euro?

Kommentar von KanzleiVonHinze ,

Dies ist rein rechtlich falsch. 10.000€ ist die derzeit gesetzliche Grenze

Antwort
von TheHeckler, 113

Nein, ist nichts besonderes.
Jeder Kiosk um die Ecke wird wohl wöchentlich höhere Bareinzahlungen vornehmen!

Antwort
von pimpmymobile, 111

Wenn du jede Woche 1000 bar verdienst, IST es Schwarzarbeit. Kein Unternehmer zahlt den Lohn in bar aus.

Kommentar von EinstAstral ,

Quatsch, wenn ich den Verdienst beim Finanzamt melde dann ist es eben nicht Schwarzarbeit. Mich interessiert aber ob die Bank da eventuell Probleme damit hat...

Kommentar von GanMar ,

Nein, die Bank hat damit kein Problem. Es gibt eine Menge Leute, die täglich einen deutlich höheren Betrag zur Bank bringen.

Kommentar von PatrickLassan ,

, wenn ich den Verdienst beim Finanzamt melde dann ist es eben nicht Schwarzarbeit

Klar, deshalb auch dein anderer Kommentar, in dem du fragst, ob es möglich ist, sich ein Konto in Mexiko zuzulegen.

Kommentar von EinstAstral ,

Ja wieso denn nicht? Auch sauberes Geld kann ich im Ausland anlegen :D

Antwort
von EliasFragtNicht, 100

Ach. Der bank ist das doch egal.

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