polarfuchs am 09.09.2007 um 11:10 Uhr
Mir ist bei den diversen Auswanderungssendungen aufgefallen, wie schlecht vorbereitet die Menschen in ein neues Land gehen. Sollte nicht auch ein gewisses Maß an Integrationsbereitschaft schon im Vorfeld vorhanden sein? Denn der Job ist doch schliesslich nicht das "Non plus ultra". Sondern mindestens gleichwertig sollte die Gewichtung auf den neuen Lebensraum ausfallen, in dem man sich die nächsten Jahre mittelfristig aufhalten wird.

Da hast du vollkommen recht, Fuchs. Ich stelle auch fet, dass bei den Auswanderern eher der Gedanke herrscht "Schlimmer kanns nicht mehr werden"; so eine Art sozialer Selbstmord mit möglichem Netz. Offensichtlich ist die Verzweiflung der Menschen so gross, dass sie ums Überleben kämpfen (hierzulande ist das oft direkt vom Job abhängig). Insofern ist schon eine gewisse Integrationsbereitschaft vorhanden: Wenn man ins Wasser geschmissen wird, muss man schwimmen lernen; sonst geht man unter.

Total blauäugig in ein anderes Land zu gehen nur des Jobs wegen ist nur jemandem möglich, der hier so abgeschlossen hat, dass es seiner Meinung nach im Ausland für ihn nicht mehr schlimmer kommen kann. Ein fataler Fehler! Egal, aus welcher Situation heraus man den Job im Ausland sucht, sollte man sich so gründlich wie möglich vorbereiten und informieren über Menschen, Gebräuche, Arbeitsrecht, Wohnrecht, um nicht auf Anhieb unerwartet Schlimmes zu erleben. Das Erlernen der Fremdsprache ist das A und O, wenn man sich für längere Zeit oder vielleicht sogar dauerhaft ins Ausland begeben möchte. Die Sprache ist der Schlüssel zu allem.

Die Macher solcher Sendungen stürzen sich auf Menschen, die schlecht vorbereitet diesen Schritt wagen, um diese Leute anschl. öffentlich lächerlich zu machen. Solche Formate laufen nur, wenn nicht immer alle glatt geht und Familien dargestellt werden, deren Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Ich finde so etwas zum k....

Man sollte sicher in kein Land auswandern, wenn man die Menschen und den Lebensstil gar nicht mag.
Andererseits ist ein Leben als Dauerarbeitsloser in Deutschland natürlich auch nicht gerade der Hit.
Persönlich habe ich schon in verschiedenen Ländern gearbeitet - längerfristig, aber ohne deshalb dauerhaft auszuwandern - und habe dabei festgestellt, dass die "Vorurteile", die man über ein Land hat, sich beim Leben in dem Land häufig als genau solche herausstellen.

Ich kenne Auswanderer (ExArbeitslose), die als Handwerker/Servicekräfte in Skandinavien, Niederlande und Schweiz arbeiten. Grundkenntnisse der Sprache sind enorm wichtig. Sich vorher mit dem Land und der Region befassen, sollte jedem klar sein.
Ob es empfehlenswert ist gleich auszuwandern weiss ich nicht , eins weiss ich , ich bin ausgewandert und ich habe den Schritt nicht bereut. Allerdings ich hatte erst den Job und bin dann ausgewandert. Ich kann Dir nur empfehlen such Dir im Land Deiner Wahl einen Job, Arbeitsamt hilft Dir, oder im Internet, lerne das Land kennen wenn vorhanden zeig es Deiner Familie und entscheidet dann gemeinsam ob es der richtige Schritt für Euch ist .
polarfuchs am 9. September 2007 15:33 Danke für den Hinweis Brummi666. Auch ich bin schon ausgewandert. Allerdings in ein Land meiner Wahl und nicht, weil ich mich auf Grund der persönlichen Situation genötigt fühle. Und gerade weil ich es gut vorbereitet habe, die Integration gut verläuft, kann ich einen solchen Schritt, wie er über die Dokus rüber kommt, nicht nachvollziehen.
Du hast recht wie unvorbereitet Menschen in ein anderes Land gehen.Ich bekomme eine Krise, wenn man in ein Land auswandern will und nicht mal sich richtig verständigen kann..Wenn man mit Wörterbuch zu Behörden gehen müß, das wäre für mich Stress Pur. Wenn ich nochmal jung wäre, dann würde ich erst mal die Sprache lernen.Warte mal ab es kommt ja bald die Sendung "Die Rückkehrer " Dann kommem die meisten und sagen, daß es überall Probleme gibt. Es gibt ja Ausnahmen, das hast du ja auch schon gesehen. Manche schaffen es andere nicht.Man kann ja wegen eines Jobs übergangsweise mal im Ausland arbeiten und dann kann man ja auch sehen, ob es einem dort gefällt.Es kommt ja auch auf den Beruf oder die Arbeit an, ob es sich lohnt.

Das wichtigste ist eine fundamentale Planung, eine realistische Vorstellung und das nötige Kapital um im Ausland Fuß fassen zu können. Wenn man ohne Jobangebot auswandert, sollte das Startkapital für mindestens ein Jahr ausreichen und Geld für die Rückreise bereitliegen...........
Nur wegen eines Jobs auszuwandern halte ich für dumm. Man muß sich auch für das neue Leben ansich interessieren. Für das Land, die Sprache, die Kultur, die Menschen. Sonst wird man garantiert nicht glücklich. Arbeiten ist eben nicht alles.
natuerlich kann man wegen eines jobs auswandern. ich bin wegen der auslaenderfeindlichkeit im d-land ausgewandert. jeder hat seine gruende.
wichtig scheint mir zu sein das jeder sich erstmal ueber das land seiner wahl informiert. durch das internet und urlaube ist es heutzutage sehr einfach alle noetigen informationen zu bekommen.