Frage von Schwizz, 222

Ist es falsch das ich mich als Christ an den 3ten Mose (Leviticus)halte?

Für mich zählt dieses Buch genauso zur Bibel wie jedes andere und ist Gottes Wort

Antwort
von mexp123, 116

In leviticus gibt s schon die zehn Gebote, oder? Und die sind für mich das wichtigste. Aus denen leitet sich eigentlich alles ab, was danach noch kommt.
Die Bibel "korrigiert" sich in sich selbst, da sie in neueren Kapiteln auch alte Regeln wieder überarbeitet und verbessert. Deshalb ist es eher richtiger, nach dem neuen Testament zu gehen.
Aber solange man die 10 Gebote lebt kann man eigentlich nichts falsch machen.

Kommentar von RipeClown ,

Ja genauso wie es da steht du sollst homosexuelle umbringen.

Kommentar von mexp123 ,

Ah das Kapitel würd ich gern sehen. Wenn man nach den 10 geboten lebt darf man keinen umbringen.

Kommentar von Awngr ,

10 Gebote sind NICHT in Leviticus, sondern in Exodus und Deuteronomium...

Kommentar von mexp123 ,

Irre ich mich, aber ich dachte Exodus kommt nach Genesis, und damit vor leviticus -->  es gab die 10 Gebote schön und sie waren gültig...

Antwort
von quopiam, 53

Nicht falsch aber zu viel des Guten...

Wenn Du Leviticus schon ernst nehmen willst - wogegen ich nichts habe - dann aber bitte auch vollumfänglich. Also: Heiligkeitsgesetz, Opfervorschriften, Ackerbau, Produktion von Gütern, Umgang mit Sklaven und Frauen, Ehefragen und Konkubinat, Todesstrafe für bestimmte Verbrechen und vieles mehr. Das wird nicht ganz einfach werden; falls Du in Mitteleuropa lebst, solltest Du einen Umzug in Betracht ziehen, denn Leviticus kollidiert mit der Gesetzgebung aller Staaten in Europa.

Viel Glück, q.

Antwort
von SplitterFX, 48

Es wäre konsequent den Jesus Christus hat das alte Testament nicht verworfen, wie es die meisten Christen sehen, sondern teilweise sogar verschärft.
Ein Ausspruch von Christus:
"Wer auch nur ein Gesetz verändert ist der Geringstgeschätzte in Himmelreich "

Antwort
von josef050153, 19

Der Hauptunterschied zwischen Juden und Christen ist, dass sich Juden an das mosaische Gesetz halten MÜSSEN (zumindest theoretisch), Christen KÖNNEN sich daran halten, wie übrigens alle anderen Menschen auch.

Selbst unter den ersten Gemeinden gab es solche aus dem Judentum (unter ihnen auch Eiferer für das Gesetz) und Heidenchristen, die Mose mehr oder weniger einen guten Mann sein ließen.

Du musst dich davon verabschieden, dass es bei unwichtigen Dingen im Christentum eine alleinseligmachende Wahrheit gibt.

Antwort
von nowka20, 5

es ist immer richtig, solange du noch kein eigenständiges denken entwickelt hast

Antwort
von Netie, 42

Abschrift aus: Alte Testament im Überblick von Arend Remmers:

Zweck der Niederschrift von 3. Mose

Das 3. Buch Mose (Leviticus: Levitenbuch) ist das Buch der Gemeinschaft. Es werden die Grundsätze des Nahens zu Gott dargestellt. Daher spricht der Herr hier in erster Linie aus dem Zelt der Zusammenkunft. (1 Vers 1)

In den ersten 7 Kapiteln finden wir die Opfer, die das Volk Gott darbringen sollte. Sie sind der Ausdruck der Gemeinschaft in der Anbetung aufgrund der Sühnung. Danach folgt in 8-10 die Weihe der Priester, die ja die Mittler dieser Gemeinschaft waren. In Kapitel 11-15 werden die Hindernisse der Gemeinschaft behandelt. Das Herzstück des Buches ist der große Versöhnungstag in Kap. 16, der im Hebräerbrief (Kap. 9-10) als Typus des ein für allemal geschehenen Opfers Christi erklärt wird.

Weitere Anordnungen für die praktische Reinheit des Volkes Israel folgen in den Kap. 17-22. In Kap. 23 werden die 7 israelitischen Feiertage beschrieben, die eine geistliche und prophetische Bedeutung haben. Anschließend folgen Vorschriften über die Stiftshütte, über die Handhabung der Strafgesetze und das Sabbathjahr, sowie das Jubeljahr, alles mit prophetischer Bedeutung (Kap. 24-26).

Mit einem Anhang über Gelübde und gottgeheiligte Dinge in Kap. 27 schließt das Buch.

Dem 3. Buch Mose entspricht im Neuen Testament der Hebräerbrief, dessen Thema ebenfalls das Nahen des Menschen zu Gott ist.

Antwort
von Schwimmpanse, 82

Das alte Testament sollte dir als Christ eigentlich keinerlei Vorbild für dein Handeln im Alltag sein. Man sollte es eher als Vorgeschichte über die Entstehung der Welt, verschiedener Werte und Gegebenheiten betrachten.

Der für Christen als 'Handlungsempfehlung' relevante Teil ist das neue Testament, da du dich als Christ ja am Handeln des Gottessohnes orientieren solltest, dessen Leben und Wirken ausschließlich im zweiten Abschnitt der Bibel thematisiert wird.

Insofern steht z. B. 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' nicht auf deiner Agenda, da Jesus auf dem Berg der Seligpreisung predigt: 'Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu'.

Kommentar von SplitterFX ,

Jesus Christus hat das alte Testament allgemein bestätigt.

Kommentar von GoimgarDE ,

SplitterFX Schwachsinn widerpsricht das neue Testament in sehr vielen Dingen direkt dem Alten Testament...

Kommentar von Schwimmpanse ,

Jesus Christus war Jude; die 5 Bücher Mose sind mehr oder minder identisch mit dem, was die Juden als Tora kennen. Sicherlich wird das - wenn wir von einem historischen Jesus ausgehen - großen Einfluss auf sein Leben gehabt haben. 

Jedoch gibt es gerade in seinem im NT beschriebenen Wirken enorme Abweichungen von alttestamentarischen Vorstellungen.

Auf welche Stelle bezieht sich denn die Aussage hinsichtlich 'bestätigen'?

Antwort
von PWolff, 36

Das ist ausdrücklich an die Nachkommen Jakob Israels gerichtet.

Paulus diskutiert diese Frage in seinem Brief an die Galater.

(Übrigens könntest du dich gar nicht mehr wörtlich daran halten, weil sowohl das Versammlungszelt ("Stiftshütte") als auch der Tempel untergegangen sind. Aber wenn du zur Mosaischen Religion konvertierst - das wäre letztlich die Konsequenz -, wird man dir schon erklären, wie man das heute handhabt.)

Antwort
von Awngr, 3

wie denn das? du willst Opfer bringen? Oder die Reinheitsgebote einhalten?

Antwort
von nachdenklich30, 7

Die Grundfragen sind: Wenn man die Bibel für Gottes Wort hält:
Muss dann jede Geschichte historisch so gewesen sein?
Kann die Bibel dann Widersprüche enthalten?
Muss jede Anweisung von allen Menschen so umgesetzt werden?
Darf man Gottes Wort auch widersprechen?

Antworten:

Ja, ich halte die Bibel für Gottes Wort.
Aber so, wie sie ist. Mit allen Widersprüchen und Doppelungen.

Nein, ich halte Gott nicht für einen historischen Bürokraten, der alles minutiös dokumentieren wollte.
Sondern ich halte Gott für jemanden, der auch Kunst und Literatur schätzte.

Ganz offensichtlich war es für Gott wichtig, dass der gleiche Sachverhalt von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich beschrieben wurde.

In der Bibel finden sich viele Geschichten, in denen Gott ausdrücklich positiv auf Widerspruch reagiert und deutlich macht, dass man nicht alles umsetzen darf, was einem als göttliche Offenbarung erschienen ist.

Insbesondere wurde Isaak eben nicht geopfert.

Wer der Meinung sein sollte, es gäbe eine Garantie dafür, sich richtig zu verhalten, nur weil man einen Bibelvers kennt, der dieses Verhalten beschreibt, vorschlägt, oder verordnet, hat
erstens die Bibel nicht verstanden; nimmt
zweitens seine eigene Verantwortung für sein Handeln nicht ernst und wird
drittens sehr überrascht sein, wie viel Fehlverhalten Gott ihm einmal vorwerfen wird.

Der Gott der Bibel ist augenscheinlich auch ein Liebhaber von guter Literatur, von Satire, aber auch von historischen Registern in all ihren Unterschieden.

Um auf Deine Frage zu antworten:
Ja, es kann in vielen Fällen völlig falsch sein, sich an den Wortlaut von Leviticus zu halten, und zwar egal, ob man Christ, Jude oder etwas anderes ist.

Antwort
von Franz1957, 19

Wenn Du das 3. Buch Mose als Gottes Wort ernst nimmst, dann solltest Du auch respektieren, daß er die darin gegebenen Anweisungen ausdrücklich nur ganz bestimmten Leuten gegeben hat. Es heißt da nämlich immer:

"Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: ..."

Wenn Du ein Nachkomme des Erzvaters Jakob bist, dann darfst Du Dich davon angesprochen fühlen, solltest aber nicht ohne die Beratung durch einen Rabbiner versuchen, Dich daran "halten" zu wollen.

Bist Du aber, wie es scheint, ein Christ aus den Heiden, dann darfst Du dankbar dafür sein, daß Gott sein Volk als Licht für die Nationen berufen hat. Du mußt nicht einer von ihnen werden, und Dir die Last der Torah nicht aufbürden, um in diesem Licht zu wandeln. Nicht einmal den Aposteln, die ja selbst Israeliten waren, ist das gelungen, und sie sagen Dir ausdrücklich, daß Du Dir das nicht aufzuerlegen brauchst, um in dem Herrn froh und getröstet zu sein. Lies Apostelgeschichte 15. Schalom!

www.bibel-online.net/buch/luther_1912/apostelgeschichte/15/

Antwort
von pinkyitalycsb, 6

Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, sich daran zu halten, aber meiner Ansicht nach auch nicht falsch!

Die Reinheitsgesetze halte ich sogar für sehr sinnvoll und finde es keineswegs falsch sondern sehr nützlich, sie zu befolgen.

Von vielen Tieren wusste damals niemand außer Gott selbst, dass sie der Gesundheit mehr oder weniger schaden konnten, wie zum Beispiel die Schalentiere mit ihrem großen Cholesteringehalt.

Ich denke, jeder sollte all das befolgen, was er als richtig und gut erkannt hat!

Antwort
von Wandkosmetiker, 41

Wenn du an eine Gott glaubst, ist das wie du es tust einzig und allein Sache zwischen dir und deinem Gott. Alle vorgefertigten "Anweisungen" dazu sind nichts anderes als menschengemachte Doktrinen um den Glauben in eine willfährige Richtung zu lenken.

Antwort
von Nadelwald75, 47

Hallo Schwizz,

als Christ sollst du dich an das halten, was die Lehre Christi ist. Auch Jesus Christus hat sich (Bergpredigt, sog. Antithesen u.a.) mit den Geboten des AT auseinandergesetzt und aktualisiert.

Insofern ist Levitikus schon wichtig. Auch im Glaubensbekenntnis der ev. und kath. Kirche tauch die Formulierung auf: "....gemäß der Schrift ...", woraus sich der Anlass ergibt, sich mit dem AT auseinanderzusetzen. Es ist immer zu fragen, was das Gebot heute in der aktuellen Situation verlangt.

Verbindlich ist aber nicht, was da im AT an Vorschiften steht, sondern, was Christus darüber sagt und - nach meiner Auffassung - auch die Kirche unter Mitwirkung des Heiligen Geistes.

Falsch ist es auf jeden Fall, wenn du alle Gebote wörtlich nimmst und wörtlich ausführst, ohne zu fragen, was das Gebot heute bedeutet. Gebote sind immer wie ein Finger, der auf etwas hinweist.

Du sollst aber nicht auf den Finger starren, sondern darauf, auf was hingewiesen wird.

Beispiel:

Dann soll er das Opfer abhäuten und es in Stücke zerlegen.7Die Söhne Aarons, die Priester, sollen Feuer auf den Altar bringen und Holz darauf schichten.8Hierauf sollen die Söhne Aarons, die Priester, die Stücke sowie den Kopf und das Fett auf das Holz über dem Altarfeuer legen. .....

Willst du das jetzt alles ausführen? - Gemeint ist, dass Gott ein Opfer gebracht wird. Zu fragen ist, was es heute bedeutet, ein Opfer zu bringen, und nicht, dass man Kopf und Fett auf ein Feuer legt.

Antwort
von stine2412, 32

Schwizz, lies mal nachfolgenden Link! Da wird beschrieben, als Jesus von einem Pharisäer nach dem höchsten Gebot gefragt wurde. Jesus nannte ihm daraufhin zwei neue Gebote - Matth.22:37-40. In diesem Link wird auch angeführt, dass schon im mosaischen Gesetz diese beiden Gesetze die höchsten Gesetze waren - 3. Mose 6:5 und 3. Mose 19:18.

Es gibt aber Gesetze, wie das Hygienegesetz, das immer noch Gültigkeit hat. Es ist schon erstaunlich, dass das Volk Gottes damals solch ein Gesetz bekam, wo ringsum bei den anderen Völkern ganz andere, z.T. gefährliche Methoden gang und gäbe waren. Das mosaische Gesetz war eben ein Lehrmeister bis der Messias kommt.

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2006885

Antwort
von fricktorel, 19

Das ist tatsächlich "Gottes Wort" (Offb.22,18-19), aber wo steht etwas von "Christ" in diesen Kapiteln ?

Die (physischen) "Schlachtopfer" wurden mit Christi Tod aber abgeschafft (Hebr.10,8-12).

Das heutige "Schlachtopfer" sollte geistlich sein (1.Petr.2,5).

Antwort
von RipeClown, 33

Jap lasst uns homosexuelle töten und Frauen steinigen für ihren Ehebruch und Ehepaare töten, die Geschlechtsverkehr haben während die Frau ihre Periode hat, denn es steht so in Leviticus geschrieben.

Kommentar von mexp123 ,

Also von homosexuellen hab ich in der Bibel noch nie was gelesen ... Und das war damals ja alles Gang und Gäbe. Und in den zehn Geboten, die Moses später empfangen und weitergegeben hat (oder einfach selber aufgeschrieben, wie man das sieht), steht dass man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst ohne Ausnahme, und dass man nicht töten soll.

Aber klar dass man es auch überspitzt darstellen kann, wenn man sich überholte Aussagen anschaut. (Wohlgemerkt wurden die bei den Christen dann schon hunderte Jahre vor Christus überholt und manche Nationen haben diese Ansichten immer noch)

Kommentar von RipeClown ,

3 Mose 20:13
Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, dann haben beide einen Greuel verübt Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.

Kommentar von Katsa1 ,

Damals war Homosexualität nach aktuellem Stand der Wissenschaft noch nicht bekannt. Wenn ein Mann Sex mit einem Mann hatte ging es meist um Macht. Der Mann, der die Rolle der Frau übernahm sollte dadurch gedemütigt werden. In manchen Kulturen "nahmen" Männer alles was sie bekommen konnten z.B. Tiere, Frauen, Lustknaben. Das die Bibel Vergewaltigung etc verbietet ist echt fortschrittlich. Wenn die Rede von Steinigung ist sollte man sich auch immer "Du sollst nicht töten" vor Augen führen. Wenn damals jemand andere vergewaltigt hat hat man ihn getötet. In manchen Staaten ist die Todesstrafe heute noch Gang und Gebe. Hätte das Volk Israel die Möglichkeit gehabt jemanden in den Knast zu stecken?

Kommentar von OhNobody ,

Dann nehmt doch das "Neue" Testament (christlich-griechische Schriften):

"... denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte." (Römer 1:26, 27)

Jesus hat nie gesagt, dass jeder leben kann, wie er will. Nur wer ‚Glauben an ihn ausübt‘, wird gerettet werden (Johannes 3:16). 

Glauben an Jesus zu praktizieren bedeutet unter anderem, sich an Gottes Moralgesetze zu halten, und Gott verbietet nun mal Homosexualität“.

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