Alex247 am 24.05.2009 um 21:58 Uhr
Hi
also ich würde Obdachlosen in vielen Situationen mal gerne etwas Geld geben. Ich bin zwar keine Mutter Theresa (auch keine männliche:-)) aber wenn ich bedenke, wie schnell ich mal (selbst als armer Schüler) 2 oder noch mehr Euro für irgendeinen Müll raushaue...da könnte ich ja ab und zu auch mal etwas hergeben. Aber ich mache es oft nicht, weil ich mir dann irgendwie so blöd vorkomme. Ich weiss nicht wie ich das erklären soll...aber ich weiss dann nicht, wie ich den Obdachlosen dann anschauen soll, ob ich lächeln soll oder nicht und überhaupt bringt das denjenigen in so eine blöde, demütigende Situation finde ich, wenn er Almosen von jemand anders nehmen muss, obwohl ich natürlich weiss, dass die meisten Obdachlosen das gewöhnt sind und das wohl in Kauf nehmen müssen. Wie ist das bei Euch? Ist es Euch auch unangenehm und wenn nicht, habt ihr dann einen Tipp für mich?

Ich habe das schon einmal geschrieben und böse Schelte dafür geerntet, dennoch:
Ich frage denjenigen, ob ich ihm ein belegtes Brötchen und ein Getränk aus der nächsten Bäckerei anbieten kann. Seinem geäußertem Wunsch gemäss (der meistens mit einem erstaunten Ausdruck einhergeht) bringe ich ihm das Gewünschte mit einem freundlichen Lächeln, und bisher habe ich immer ein strahlendes Lächeln und ein "Dankeschön" zurück bekommen.
Ich finde nicht, dass ich denjenigen "beschäme", sondern habe das Gefühl, menschlich gehandelt und meinem Gegenüber eine Freude gemacht zu haben !!!

ist mir nicht unangenehm...
aber, fühle mich besser, wenn ich den zu einer bockwurst einlade und 5 min. labern kann

Vorausgesetzt er bettelt, dann bekommt er von mir seinen Obulus. Ihm aber ohne, dass er es verlangt Geld zustecken würde ich nicht. Auch Obdachlose haben ihren Stolz.
Alex247 am 24. Mai 2009 22:13 Jeder Mensch hat seinen stolz, na ja fast jeder

DH....dass du dir darüber überhaupt Gedanken machst.....und nein...mir ist es nicht peinlich oder unangenehm.....bisher hab ich immer dabei gelächelt, wenn ich ihnen Geld gegeben hab...und auch ein Lächeln dafür bekommen.....:-)) probiers einfach mal aus:-) schau ihnen ins Gesicht und du wirst sehen, wie du ihnen ein Lächeln auf die Lippen zauberst.
Alex247 am 24. Mai 2009 22:04 einmal habe ich das gemacht...da habe ich einem mit einem hund eine ganze tüte voll mit essen hingestellt und habe sie ihm mit den worten "für sie" in die hand gedrückt. aber ich war so verlegen, dass ich dann gleich wieder abgedampft bin. aber den blick werde ich nie vergessen...der hat so glücklich gelächelt und verwundert, als hätte er ein weltwunder erlebt...und das wegen einer ollen tüte lebensmittel:-) nur seitdem habe ich es mich nicht mehr getraut
babsi89 am 24. Mai 2009 22:07 mach es wiedermal....denn auch dir gings doch gut dabei...nicht wahr???
elfenstaub41 am 24. Mai 2009 22:08 trau dich wieder.....mach andere und damit dich glücklich!! lg elfi
Alex247 am 24. Mai 2009 22:13 Ja, ihr habt Recht, ich mache es mal wieder, warum nicht. Muss mich eben etwas überwinden, aber was soll's:-)

es gibt auch viele die das heutzutage nur aus faulheit tun. mein tipp: es gibt obdachlose die bieten dienste an oder verkaufen obdachlosenzeitungen. denen kannst du was geben ohne dass es almosen sind, du fällst nicht auf einen faulen bzw einen illegalen bettelring rein und du hilfst ihnen wirklich weil sie nämlich einen mini-mini-minijob HABEN

Hallo Alex, Deine Frage ist wirklich eine "Gute Frage" und die Antwort muß jeder mit seinem eigenen Gewissen klären.Ich (inzwischen pensionierter Sozialarbeiter) gebe grundsätzlich nichts, sondern verweise stets mit freundlichem Gesicht an die caritativen und staatlichen Hilfen. Geld sollte man aufgrund meiner Erfahrung keinesfalls geben (s.obige Antworten); wenn dann Sachspenden (Essen und/oder Bekleidung). Kann hier folgende Erfahrung einbringen: Ein frisch aus der Haft Entlassener steht in erbärmlichen Zustand mit Schild "Wohnungs- und arbeitslos" auf dem Kudamm (in Berlin). Um ihm zu helfen, spreche ich ihn an; er erkennt mich, wischt sich mit einem (mitgeführten) feuchten Tuch Gesicht und Hände sauber und zeigt mir seine Unterkunft im Hotel (drei Sterne)und seine Anzüge. Hat mir dann noch erklärt, wann und wo man sich hinzustellen hat, um in kürzester Zeit gute Einnahmen zu erzielen. Berichtete auch, wie die "Reviere" untereinander aufgeteilt sind und welche Probleme die Immigranten dem "alteingesessenen" Gewerbe mitspielen. Fragen? Hoffe keine!
Alex247 am 24. Mai 2009 22:25 Danke für Deine ausführliche Antwort! Ich bin mit meinen 17 Jahren diesbezüglich vielleicht noch etwas naiv, so bin ich froh, dass einige der Antworten hier mich etwas kritischer gestimmt haben. Wenn ich mich in Zukunft schon trauen werde, etwas zu geben, dann wird es wohl eher Essen sein. Aber wenn ich einen Obdachlosen vom Sehen kenne und weiss, dass er mehr oder weniger nichts hat, werde ich schon mal 2 € oder so geben. Wenn es dann doch ein Aufschneider ist, na ja ok, dann ist es eben so. Und oft sieht man ihnen ja an, dass es ihnen schlecht geht. Neulich lag einer in der Sonne mit nacktem Oberkörper und der war so abgemagert, dass ich kaum hinsehen konnte. Hinterher habe ich mir Vorwürfe gemacht, dass ich ihm nichts gegeben oder zu Essen gekauft habe, aber habe mich einfach nicht getraut, auf ihn zuzugehen
miir tun diie iima so leiid und dan geb iich den geld eiiq. jeden an dem iich vorbeiilaufe aber mein daddy saqt iich soll keiin qeld geben weiil diie meiisten siich damiit alkahol / biier und so was kaufen aba iich muss trz. iima geben... beii miia saqen diie iimma danqe und ich saq dann biitte und lächle eiiner hatt meiner sis aba gesaqt als siie iihm qeld qab : na maffia ??wie shoppen ?? dann nahm er das geld und lief weq vonn den lieeba abstand halten

Lächle und gib ihm das Geld oder was auch immer, ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte.
also ich gebe ihnen eig. nichts weil sie sich doch eh nur alkohol kaufen und andere anlabern.
ich gebe denen auch nichts, die verdienen da 100te von euro und vertrinken des sowieso nur, die könnten auch arbeiten gehen
Ich hab mal nem obdachlosen was zu essen gegeben. der hat sich riesig gefreut, ich mich dann auch, das ich helfen konnte. Peinlich ist das nicht, aber ich gebe kein geld. weil die sich dann wahrscheinlich alk davon holen.
Ein Obdachloser freut sich bestimmt auch über ein belegtes Brötchen.
Alex247 am 24. Mai 2009 22:02 aber da ist es ja genauso peinlich was zu geben
Als Junge hast Du es doch leichter. Wenn Du einen auf einer Bank sitzen siehst, gehst Du hin und fragst ihn freundlich, ob er ein Brötchen haben möchte. Du kannst Dich vielleicht auch ein wenig mit ihm unterhalten.
Alex247 am 24. Mai 2009 22:08 Vielleicht traue ich mich ja demnächst mal:-)
Wünsch Dir viel Erfolg. Du bist wirklich mutig!
Alex247 am 24. Mai 2009 22:20 Das werden wir sehen;-) Aber danke:-)

gebe ich generell nicht, da bei den meisten eine Organisation dahintersteckt
Alex247 am 24. Mai 2009 22:00 na ja das Risiko gehe ich dann gerne ein
Arwen45 am 24. Mai 2009 22:01 Das ist doch nur eine faule Ausrede für Geiz.
Nathylein am 24. Mai 2009 22:05 nicht immer. wenn mir 20 frauen entgegenkommen mit dem SELBEN Foto vom selben kind mit dem selben namen und der selben erkrankung dass aber immer ihr kind ist und für dass sie 10.000 euro erbetteln wollen dann ist das komisch. zumal es manchmal das geschlecht wechselt und in den 4 jahren noch nie gealtert ist
Alex247 am 24. Mai 2009 22:06 Ja, das stimmt schon, aber ich finde, man hat schon irgendwie einen riecher dafür. oft sehe ich auch die gleichen an den gleichen stellen, da weiss ich dann, dass sie wirklich obdachlos sind
Ich auch. Und unangenehm ist es mir nicht. Freundlich lächeln, "Spende" überreichen, fertig.
Aber da ist es ja genauso peinlich. Nur einmal konnte ich mich dazu auch überwinden und derjenige hat sich wahnsinnig gefreut, aber es war mir trotzdem unangenehm
würde ich auch machen... von dem geld holen sich die meisten eh nur alk...