Frage von Coja987, 314

Ist es ethisch betrachtet Kindsmord, wenn das Kind einer schwangeren Frau abgetrieben wird, die vergewaltigt wurde?

Antwort
von Suboptimierer, 127

Da streiten sich die Geister. Egal in welches Lager du dich jedoch bewegst, sollte es dort keinen Unterschied bei der Bewertung der Abtreibung als Mord oder nicht Mord machen, ob die Frau vergewaltigt wurde, oder das Kondom gerissen ist oder sie es erst wollte und es sich dann anders überlegt hat.

Wenn man das Heranwachsende schützt, muss man es in allen Fällen gleich schützen, denn das Heranwachsende kann nichts für den Umstand, zu dem es gezeugt wurde.

Antwort
von passaufdichauf, 101

Mord ist fest definiert:

wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,  heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet, der ist ein Mörder.

Ein Fötus ist kein Mensch, somit kann er auch nicht ermordet werden.

Von daher ist die ganze Fragestellung absurd.

Ein Fötus kann auch nichts für den Umstand seiner Entstehung. Wäre er für dich weniger wert, nur weil er

  • unehelich ist
  • durch eine Straftat entstanden ist
  • behindert sein wird
  • homosexuell sein wird
  • usw...

Es ist die freie Entscheidung jeder Frau, eine Schwangerschaft auszutragen oder eben nicht. Und das kann nur die einzige Lösung in einem Rechtstaat sein.

Kommentar von passaufdichauf ,

Negativ bewerten, aber keinen Mumm, seine Meinung hier zu begründen?

Kommentar von carn112004 ,

das ist normal;

manche sind auch zimperlich und wenn man ihnen hinschreibt, was man an ihrem Kommentar falsch findet, motzen sie rum, dass man doch keinen Kommentar drunter setzen soll;

aber da du Kritik möchtest, hier meine (habe keinen Daumen runter gesetzt habe):

"Ein Fötus ist kein Mensch, somit kann er auch nicht ermordet werden."

1. Das das ganze nicht unter Mord fällt, liegt daran, dass für den Schutz vor Einsetzen der Geburtswehen der StGB 218 da ist und erst nach dem Einsetzen 211, 212; diese Grenzziehung ist auch keine Aussage über Mensch und Nichtmensch, sondern die gibts halt, weil Abtreibung wie Mord mal strikt verboten waren und irgendwo muss man da eine Grenze ziehen, damit der Staatsanwalt weiß, was anzuwenden ist; z.b. hat das BGB mit § 1 eine Grenze nach Abschluss der Geburt, was aber wiederum keine Aussage übers Menschsein ist, sondern irgendwann braucht es halt einen Zeitpunkt, ab dem das Zivilrecht angewendet wird und der sollte praktisch nicht völlig idiotisch sien

2. Wenn juristisch irgendwas bestimmt, ob etwas ein Mensch ist, dann Art. 1 GG "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt..."; damit die staatliche Gewalt ihrem Auftrag gerecht werden kann, muss sie irgendwie wissen, was denn diese Menschen sind, sonst kann die staatliche Gewalt sie ja schlecht schützen; einzig befugt auszulegen, was unter "Menschen" im Art. 1 GG fällt oder nicht, ist das BVerfG; das sagte allgemein dazu folgendes:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

" 1. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1 Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2 Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet.

2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter."

Es sagt zwar nicht explizit, dass ungeborene Menschen seien (nebenbei beschränkt sich dieses Urteil auf nach-Nidation), genau genommen drücken sie sich regelrecht vor dieser Aussage, aber wenn ungeborene individuell Menschenwürde und individuell das Recht auf Leben haben, dann ist es zumindest ziemlich fragwürdig zu behaupten, im Sinne des GGs seien ungeborene Menschen Nichtmenschen. Deshalb "Ein Fötus ist kein Mensch" ist zumindest vom GG her fraglich.

3. Da das GG es - aufgrund der für den Staat bindenden Auslegung durch das BVerfG - zumindest nahelegt, dass ungeborene doch irgendwie wenigstens so ein bischen Mensch sind, ist die Frage, ob und warum es "Mord" ist, ob und warum es erlaubt ist, usw. eigentlich nicht absurd, wenn auch Mord natürlich falsch ist. Denn wenn ungeborene das Recht auf Leben haben, sollte ja wenigstens seitens des Staates eine Begründung existieren, warum er trotzdem Frauen in den ersten 3 Monaten ziemlich freie Hand lässt, in dieses Recht auf Leben einzugreifen. Normalerweise, wenn irgendwo irgendwer vorsätzlich final in ein Recht auf Leben eingreift, kommt die Polizei vorbei und versucht das zu unterbinden. Deshalb ist der Vorwurf "absurd" nicht gerechtfertigt.

"Und das kann nur die einzige Lösung in einem Rechtstaat sein."
Stimmt, aber daraus folgt,

"Ein Fötus kann auch nichts für den Umstand seiner Entstehung."
dass der Staat sich fragen muss, wann und wie er zum Schutz des Rechtes auf Leben eines ungeborenen in die Rechte der Frau eingreifen darf. Da dies auch davon abhängt, was der Frau zumutbar ist (z.b. ist es ihr eher nicht zumutbar, sie zwecks Überleben des ungeborenen zu zwingen, den eigenen Tod in Kauf zu nehmen), ist die Entstehung eben nicht völlig egal.

Ist der Frau, die geplant schwanger wurde und nun abtreiben will, weil das ungeborene blöderweise weiblich/männlich ist, ein staatliches Nein zur Abtreibung genau gleich zumutbar, wie einer, die sich mit Händen und Füßen gegen die Vergewaltigung gewehrt hat und jede Nacht Alpträume davon hat, dass das Kind aussieht wie der Vergewaltiger und der eines Tages vor der Tür stehen könnte, um sein Kind zu sehen?

Eher nicht.

Aufgrund der Pflicht des Staates, etwas zum Schutz ungeborener zu tun, und aufgrund der Pflicht dabei die Rechte der Frau zu achten, sind die Umstände teilweise nicht egal. Und zwar nicht im Sinne, dass der ungeborene im Wert anders ist, sondern dass es anders ist, was sich der Staat gegenüber der Frau "erlauben" darf.

Kommentar von passaufdichauf ,

Danke für deine guten Ausführungen!

Kommentar von annemarie37 ,

Tja, diese Auseinandersetzung hatten wir ja schon mal. Trotzdem wiederhole ich hier:

das Urteil des BVerfG ist höchst widersprüchlich. Es schafft zwei Kategorien von Lebensrecht: dasjenige - quasi absolute - für geborene Menschen, und dasjenige für Embryonen, das verwirkt ist, wenn sich die Frau vor dem Schwangerschaftsabbruch hat beraten lassen und dann 3 Nächte über ihre Entscheidung geschlafen hat.

Kommentar von carn112004 ,

Und wie ich dir bereits sagte:

Auch geborene haben kein absolutes Lebensrecht und auch kein quasi-absolutes Lebensrecht.

Der durstige, der seinen bewusstlosen Kumpel durch die Wüste trägt, kann den auch durch Liegenlassen töten, ohne dass er eine Strafe fürchten müsste, wenn er keine andere Möglichkeit sah.

Das heißt nicht, dass der Bewusstlose kein Lebensrecht hätte.

Sondern halt nur, dass das eine so dämliche Situation ist, dass Strafe da keinen Sinn macht.

Antwort
von voayager, 62

Nach dem 3. Monat sicherlich. Innerhalb von 3 Monaten hatte das Opfer genug Zeit abzutreiben. Irgendwann ist eben eine Obergrenze einzusetzen, sonst ginge es als weiter bis hinauf zum 8. oder gar 9. Monat.

Antwort
von Waldfrosch5, 75

Nein .

"Mord" ist ein rechtlicher Begriff ,kein ethischer .

Daraus schlussfolgert , dass dies _kein_ Kindsmord sein kann .

Ein Embryo oder Fötus kann auch nicht als "Kind" bezeichnet werden ...

Kommentar von annemarie37 ,

;)

Antwort
von Waldfrosch10, 16

Du scheinst nicht zu wissen, dass rechtlich gesehen :Abtreibung kein  "Mord " ist .Daher ist es für keinen User im Netz gesund zu sagen : Abtreibung wäre Mord Damit macht sich eine User  nämlich im Jahre 2012 strafbar .

  • Moral und Recht sind zwei Grundverschieden Dinge .Und Ethik ist  doch lediglich ein Konsens über Sittliches Verhalten in einer  eigentlichen  schon Gottlosen Gesellschaft .
  • Moral wäre das Verhalten das wir an den Tag legen in der Beziehung auf Gott hin .Da ist Abtreibung  sicherlich ,egal aus welcher Indikation immer Falsch und  Unrecht .
Kommentar von telesphorus ,

Geht Moral für dich zwingend mit Gott einher?

Kommentar von Waldfrosch10 ,
    Wer einmal etwas mit Moraltheologie zu schaffen hatte ,kennt den Begriff in seiner eigentlichen Bedeutung .

Das ist auch der Grund warum man heute den Begriff : Ethik als Ersatz  dafür eingeführt hat . Was würde Moral für Sinn machen in deiner Gesellschaft wo Gott kaum noch eine Rolle spielt ?

Während kaum noch jemand den Begriff Moral kennt .Moral bedeutet heute für die meisten  ---blinden dummen Gesetzesglauben er ist negativ  belegt .

  • Was möchtest du  konkret  in der Beziehung auf Gott hin an den Tag legen, wenn es für dich  gar keinen Gott gibt ?
Mo·ra̱l Substantiv [ die]
    1.aus kultureller und religiöser Erfahrung gebildetes Regel-, Normen- und Wertesystem, das in einer Gesellschaft als Verhaltensmaßstab betrachtet wird.Synonyme:Ethik, veralt. Sittlichkeit

    E̱thik Substantiv [ die]
      1.PHILOS.Sittenlehre. 2. geh.alle sittlichen Normen, auf denen verantwortungsbewusstes Handeln fußt.
Kommentar von Waldfrosch10 ,
    Gewiss wieder mal nur ein "Zufall" das im Netz , nur  der Ethik  Verantwortungsbewusstsein konstantiert  wird ,nicht aber der Moral 
Kommentar von telesphorus ,

Mir kam nur der Gedanke, da es ja auch bespielsweise solche Texte gibt wie die Nikomachische Ethik von Aristoteles, in der es ja auch um Moralvorstellubg geht, nur ganz ohne eine bestimmte Vorstellung von einem Gott. 

Antwort
von Kiboman, 141

das ist genau die streitfrage, auf die du hier keine klare antwort bekommst

das muss jeder für sich selber wissen

Antwort
von DundF, 115

Besorge Dir das Buch "Kind des Schicksals". Da setzt sich eine betroffene Frau aus verschiedensten Sichtweisen  damit auseinander, bis sie zu einem persönlichen Ergebnis kommt.

Antwort
von DJFlashD, 124

Es ist nur mord wenn das kind schon denken konnte und in dem sinne schon gelebt hat... Als embryo oder so ist es noch kein mord

Antwort
von Raubkatze45, 114

Abtreibungen werden so problemlos erlaubt und durchgeführt, dass "ethisch" dem fast nichts mehr entgegensteht und es immer Gründe geben wird, die Ausnahmen zum Regelfall machen. Aus religiöser Sicht dagegen ist eine Abtreibung niemals gerechtfertigt, auch nicht nach einer Vergewaltigung.

Als Mord  bezeichnet man die heimtückische und geplante Tötung eines Menschen. Die ist in diesem Fall nicht gegeben, weil eine Notsituation und ein erheblicher Leidensdruck vorliegt. Dennoch bleibt auch die Abtreibung nach einer Vergewaltigung Tötung eines unschuldigen Menschenlebens, dessen Recht auf Leben nicht in Menschenhand liegt.

In der Praxis ist es aber doch so, dass nach einer Vergewaltigung nicht gewartet wird, bis der Fötus sich weiter entwickelt. Es gibt in solchen Fällen vor einer Abtreibung  die erlaubte Möglichkeit, durch Medikamente die eigentliche Befruchtung von vornherein  zu verhindern.

Kommentar von annemarie37 ,

Was ist, wenn es nach einer Vergewaltigung zu spät ist für die "Pille danach", die du hier propagierst? Es ist ja so, dass diese Pille nur dann sicher wirkt, wenn sie vor dem Eisprung genommen wird und den Eisprung verhindert oder verzögert. Wenn die Vergewaltigung wenige Tage nach dem Eisprung stattfindet, das Ei aber immer noch befruchtungsfähig ist, wäre diese Pille dann wirkungslos.

Aus religiöser Sicht dagegen ist eine Abtreibung niemals gerechtfertigt

Das stimmt so nicht. Es kommt auf die ethische Argumentation an. Da gibt es verschiedene Sichtweisen. Du meinst mit "religiös" deine persönliche moralisch-religiös-konservative Überzeugung. Das ist aber nicht die einzig richtige.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@Anemarie 37

Das stimmt so nicht. 
Immer  wieder witzig wenn Atheisten uns Christen den christlichen Glauben erklären wollen ...

Du machst den Bock zum Gärtner ..und meinst  auch noch, keiner wird es merken ...:   )

Kommentar von CalicoSkies ,

Raubkatze45 schreibt "aus religiöser Sicht", nicht "aus christlicher Sicht"

Es gibt durchaus Religionen, die kein Problem mit Schwangerschaftsabbrüchen haben ;)

Daher ist dein Einwand öllig fehl am Platz und du hast anscheinend weder den Kommentar noch die Antwort gelesen.

Kommentar von Raubkatze45 ,

Eine "religiöse Sicht" ist in diesem Fall auch eine christliche Sicht. Mir ist nicht bekannt, dass es mehrere christliche Religionen gibt, das Christentum ist eine Religion. Es gibt wohl verschiedene Konfessionen und da kenne ich keine, welche Abtreibung  gutheißen würde.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Ich kenne auch keine Christen die Abtreibung Gutheissen .

Kommentar von Zicke52 ,

@Raukatze: Aber es gibt noch andere Religionen als das Christentum! Deshalb ist "religiöse Sicht" keineswegs mit "christlicher Sicht" gleichzusetzen!

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@CS 

@Annemarie hat also  als Abtreibungslobbystin und  Mensch keine weltanschaulischen Motive für ihr kruden Antworten ,...während @ Raubkatze eine solche  hat .

Deine Logik ist wahrlich eine bequeme art durchs leben zu kommen !!

Antwort
von peterobm, 148

Nein, das kann bei einer Frau ein lebenslanges Trauma auslösen; Sie wird zigfach an diesen Tag erinnert. 

Antwort
von lenaaaaa1, 140

Wenn dich das wirklich interessiert kannst du ja die EKD Denkschrift lesen :) 

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Oder die 10 Gebote in der Bibel ! 

Kommentar von CalicoSkies ,

Wovon kein einziges Anwendung findet, da "Du sollst nicht töten" nicht einschränkt, wen man nicht töten soll - es sei denn, die Hebräer hatten ein extra Wort für "Menschen töten"

Ein Embryo ist kein Mensch - und mit anderen Tötungen (bspw. von Tieren) habt ihr Christen ja kein Problem ;)

Antwort
von catchan, 105

Auf diese Frage wirst du unterschiedliche Antworten hören.

Abtreibungsgegner werden auf den Mord beharren.

Meiner Ansicht nach ist es kein Mord, da das Kind alleine noch nicht überlebensfähig ist und die Gesundheit der Frau wichtiger ist.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Sexualitaet, 97

Eine Abtreibung ist weder ethisch noch rechtlich Mord.

Die Frage ist generell, was du als "ethischen Mord" bezeichnest - "Mord" ist nämlich ein Rechtsbegriff, kein ethischer Begriff..

Auch der Begriff "Kind" ist hier falsch - was bei einem Schwangerschaftsabbruch abgetrieben wird ist kein Kind, sondern ein Embryo oder ein Fötus.

Man könnte nun also diskutieren, ob das Abtreiben eines Embryos oder eines Fötus ethisch gesehen eine Tötung ist oder nicht - aber auch hier lautet meine Antwort nein.

Es kommt hier darauf an, wann du ethisch den Punkt ansetzst, wo menschliches Leben beginnt; ich setze den bspw. nicht vor der 23. oder. 24. Woche an (aufgrund neuronaler Entwicklung)

Kommentar von carn112004 ,


"Man könnte nun also diskutieren, ob das Abtreiben eines Embryos oder eines Fötus ethisch gesehen eine Tötung ist oder nicht"

Wie kann man ethisch die Frage diskutieren, ob etwas "töten" ist?

http://www.duden.de/rechtschreibung/toeten

"

Bedeutungsübersicht

  1. (umgangssprachlich) bewirken, dass etwas zerstört, vernichtet wird

"

Bedeutung Selbstmord ist es nicht.

In der Bedeutung, dass etwas zerstört, vernichtet wird, ist es sicher zutreffend, eindeutig wird etwas zerstört.

Ob "den Tod von jemanden, etwas herbeiführen" zutreffend ist, ist nach dem Begriff "Tod":
https://de.wikipedia.org/wiki/Tod
"
Der Tod ist der endgültige Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen.

"

eine rein biologische Frage, nämlich ob ein Lebewesen vorhanden war und ob es einen Verlust der Lebensfunktionen gab oder nicht.

Wie kann man also diskutieren, OB etwas ETHISCH gesehen eine Tötung ist?

Man kann doch eigentlich nur diskutieren, ob eine Tötung ethisch in Ordnung war oder nicht, und wie das getötete ethisch zu werten ist.

Aber ob eine Tötung stattfand ist keine ethische Frage, sondern eine biologische.

Kommentar von CalicoSkies ,

Na aber selbstverständlich ist es eine ethische Frage, ob es eine Tötung ist oder nicht - denn wenn der Embryo ethisch als Teil des Körpers der Frau betrachtet wird, ist ein Schwangerschaftsabbruch vergleichbar mit dem Entfernen einer Zyste o.ä.

Eine Zyste ist ebenfalls menschliches Gewebe, wird aber sicherlich nicht "getötet" beim Entfernen - also ist es durchaus eine ethische Frage, nämlich die Frage, wann menschliches Leben beginnt.

Kommentar von carn112004 ,

Du bist also echt wissenschaftfeindlich eingestellt, erkennbar daran, dass du nicht akzeptieren willst, dass "Lebewesen" und "Tod" in der Biologie definierte Begriffe sind.

Wenn der Embryo ein Lebewesen ist - was eine rein biologische Frage ist - und er vor der Abtreibung lebt und danach tot ist - was wieder eine rein biologische Frage ist - dann wäre es völliger Quark davon zu reden, dass keine Tötung stattgefunden habe, egal was man sich für ethische Argumente aus den Fingern saugt.

Und die Zyste ist nunmal biologisch kein Lebewesen. Und wenn der Philosoph sagt, menschliches Leben beginnt erst mit dem Ich-Bewusstsein, dann ist ein Neugeborenes trotzdem ein Lebewesen und es umzubringen wäre eine Tötung; ethik wertet nur was ist; was ist, bestimmt nicht die Ethik.

Kommentar von CalicoSkies ,

Diskutier mit jemand, den deine unnötigen Ergänzungen interessieren - mir sind sie nämlich völlig wumpe. :3

Du hast hier deine Meinung dargelegt und ich meine - wir beide werden niemals zu einem Konsens kommen, weder was unsere Meinungen angeht noch was unsere Begriffswahl angeht. ;)

Antwort
von armeskaenguru, 86

Hallo

Nein, Abtreibung ist kein Mord. Und wenn eine Frau vergewaltigt wurde, dann erst recht nicht. Es kann doch nicht sein, dass einer Frau, die Gewalt angetan wird, eine Abtreibung als Mord ausgelegt wird. Es ist ihr Recht, diese ungewollte Schwangerschaft abzubrechen. Ein solches Kind würde sie erinnern an die Vergewaltigung und auch für das Kind ist es nicht einfach zu wissen, dass es aus einer Vergewaltigung entstanden ist.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von Omnivore10, 109

Abtreibung ist weder ethisch, noch rechtlich betrachtet ein Mord. Kindsmord erst recht nicht! Der Paragraph wurde zum Glück vor vielen Jahren abgeschafft!

Kommentar von annemarie37 ,

Welchen Paragraphen meinst du ? der § 218 ist leider noch nicht abgeschafft.

Kommentar von Omnivore10 ,

der § 218 ist leider noch nicht abgeschafft.

warum leider?

Welchen Paragraphen meinst du ?

Ich meine die alte Fassung des Strafgesetzbuches bis zum 1. April 1998:

Da hieß es im § 217: Kindestötung.:

(1)Eine Mutter, welche ihr nichteheliches Kind in oder gleich nach der Geburt tödtet, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Dieser Paragraph wurde zum Glück abgeschafft!

Warum der Schwangerschaftsabbruch straflos werden soll, für Schwangerschaften ab der 12 Woche, bleibt mir ein Rätsel!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community