Ist es erlaubt sich mit legal erworbenen Schusswaffen zu verteidigen?

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4 Antworten

Bei berechtigter Notwehr, nach §32StGB, darf man alles ! auch illegale Waffen ! einsetzen. Als WBK-Besitzer sollte man das bei der Sachkunde gelernt haben.

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Kommentar von ES1956
22.03.2016, 13:46

NOTWEHR wird geregelt in §32StGB, www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html
danach darf man alles ! tun was "erforderlich" ist einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Da steht nichts von Verhältnismässig. Es kann auch Notwehr sein einen unbewaffneten Angreifer zu töten,
man muss sich auch keinesfalls auf einen Kampf mit ungewissem Ausgang einlassen.
Andererseits wird jede Körperverletzung nachträglich durch unser Rechssystem im Einzelfall untersucht und
dann werden Unbeteidigte anhand der Fakten und Zeugenaussagen entscheiden ob die Tat "erforderlich" war oder bestraft wird.
Es gibt kein Rezept und keinen Freibrief für eine Situation die jemand von vornherein ein Recht auf ein bestimmtes Notwehrverhalten zuspricht.
Wenn du dir einen Überblick verschaffen möchtest was Gerichte für Urteile fällen lies hier:
https://dejure.org/dienste/lex/StGB/32/1.html

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du darfst dich "angemessen" verteidigen. geht er mit der faust auf dich los darfst du natürlich nicht auf ihn schiessen.

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Kommentar von ES1956
22.03.2016, 11:56

Es gibt im §32 StGB kein "angemessen" sonder nur "erforderlich"!

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Es ist auch erlaubt sich mit illegalen Schusswaffen in Notwehr zu wehren. Nur bekommt man dann Ärger wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Und ob eine Situation wirklich Notwehr gerechtfertigt hat, kann man nie im Vorfeld klären. Und unsere Gerichte haben damit auch Probleme, sonst würden nicht so viele Urteile von den höchsten Instanzen geklärt werden müssen.

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Solche Fälle hat es bereits gegeben und stets wurde das für den Hobby-Rambo äußerst unangenehm. Denn auch zu Hause darf man seine Sport- oder Jagdwaffe nicht geladen rumliegen haben. Man hat also auf jeden Fall gegen das Waffengesetz verstoßen. Da man dann illegal (!) eine geladene Waffe rumliegen hatte, wird ein  Staatsanwalt und auch ein Richter sich fragen, mit welcher Absicht jemand eine Schusswaffe nicht im Tresor liegen hat und die Munition dafür ebenfalls sicher weggeschlossen, sondern wieso jemand eine geladene Schusswaffe zugriffsbereit rumliegen hat.

Aktueller Fall: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/sportschuetze-nach-tod-von-einbrecher-vor-gericht-13955138.html

Grundsätzlich Infos zum Thema findest du gut zusammengefasst hier:

http://www.focus.de/finanzen/recht/schreien-schlagen-schiessen-notwehr-wie-weit-darf-ich-bei-einem-einbruch-gehen_id_5075382.html

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Kommentar von ES1956
22.03.2016, 12:19

Selbstverständlich handelt es sich um ein Einzelurteil. So wie jeder Fall von Notwehr einzeln beurteilt werden muss. Genau deshalb ist deine pauschale Behauptung falsch.

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Kommentar von DrCyanide
22.03.2016, 18:00

So kann man es natürlich auch abschmettern, wenn jemand die eigene falsche Behauptung widerlegt XD

Selbstverständlich darf man als legaler Waffenbesitzer seine Waffe zu Hause schussbereit führen. Diese muss nicht 24/7 verschlossen sein, wenn man selbst zu Hause ist und sichergestellt ist, dass sie niemand anderer in die Finger bekommt. Wenn ich einen Einbrecher nachts im Haus höre habe ich die Waffe (Tresor steht im Schlafzimmer) sehr schnell schussbereit und kann mich verteidigen. Und wer sagt, dass ich nicht gerade Trockenübungen gemacht habe und nur kurz das scharfe Magazin einlegen musste? ;-)

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Kommentar von DrCyanide
23.03.2016, 01:08

So lange er meine Aussage nicht widerlegen kann heißt es halt "In dubio pro reo" Aber ich merk schon, das hat keinen Sinn hier...

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