Frage von Braunbe, 49

Ist es erlaubt den Überrollbügel legal in Deutschland abzumontieren?

Hallo Leute 😊 Ist es legal bei zum Beispiel den Porsche 914 den Überrollbügel abzumontieren? Da dann falls das Auto sich überschlägt keine Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Ich hätte noch eine Frage...das beispielt ist blöd aber zB ich will an meinen Porsche 914 eine 911 front bauen kann ich die einfach dran bauen? In Deutschland muss das doch sicher alles eingetragen werden und es gibt ganz strickte regeln oder? Danke für eure Hilfe 👍

Antwort
von IXXIac, 36

Hallo

- der "Überrollbügel" des 914 ist nicht geschraubt sondern in der Karosse integriert.

- Der "Überrollbügel" des 914 ist aber nicht so steif wie ein Stahlrohrbügel, wenn die 914 Rostfrass in der B-Säule im Versteifungsblech haben dann knickt der Bügel beim Überschlag Trapetzförmig weg (der 911 Targa ist wegen der Rundung besser aber bei Rost in der B-Säule auch auch nicht viel steifer)

- wenn man denn Bügel kappt sieht der 914 sch..lecht aus und die Verdeckkonstruktion ist auch recht aufwändig. Die meisten haben kein Verdeck nur einer Persenning.

- es gab einige Cabrioumbauten wo der Bügel gekappt wurde. Zur Festigkeiterhöhung wurde eine Strebe im Motorraum auf dem Schottblech wo die Heckscheibe sitzt eingeschweisst. Auch in der Seitenwand wird eine Konsole eingeschweisst. Solange man die Festigkeit und die Güte der Arbeit nachweissen kann (Und keine Schrottsubstanz hat) "kann" der TÜV das auch eintragen. Vorher einen Ingeneur suchen und mit dem die Arbeitspunkte besprechen hilft ungemein. Auch wenn jemand mit Schweissbrief oder ein Spengler/Karosseriebau das durchzieht und dafür denn Kopf hinhält (Haftung)

- Aber von Porsche gibt es dazu keine Unterstützung, die sind beim Typ 47 auch nicht Zuständig

- ein scenebekannter 914/6 (916) Cabrioumbau eines KFZ Ingenieur, in Breit (7" & 9" Turbo), war für den TÜV erfolgreich auf dem Torsionsprüfstand. Aber das Auto hat Gitterträger im Schweller und jede Menge Aussteifungen vom 916 und auch Eigenbaubleche.

- denn Cabrio Umbausatz von OTTO`s aus Venice hat der Peter Eckert in Neuburg vertrieben bzw TÜV Konform bekommen aber der hat sich soweit ich weiss zu schlecht verkauft. Evtl hat er ja noch welche auf Lager

- der Lenner hatte einen Cabrioumbau in Vorbereitung weiss nicht was daraus wurde

- in denn USA gab es in denn 90ern einen Umbau wo der Targabügel mit Heckscheibe elektrisch auf denn Motordeckel abgesenkt wurde. Da müsste man die AASE Brüder kontakten (vermutlich denn Dennis). Das Teil ist aber recht aufwändig und aus GFK. Nur die "Segel" sind aus Stahlrohr

- es gab in Houston auch den Versuch eine Honda Del-Sol Dachmechanik in einen 914 zu bauen

- 911er "Frontumbauten" sind eigentlich nicht elegant oder wenigstens Sauber machbar es gab diverse Umbauten die teilweise noch als Bildmaterial rumschwirren

- Es gab aber Umbaukits auf 930 Flachschnauzenlook mit 911er Stossstange zb von Mitchcom.

- ganz Grausam, Kitcarbauer Scheib aus Ansbach hat 959 Cabrios aus 914ern gemacht

- 914 sind jahrzehntelang mit billigem GFK Tuning verschandelt worden (einfacher und billiger als korrekte Rostreperaturen) die wenigen Überlebenden sind eigentlich schon zu "wertvoll" für Tunnigmurks. Da greift man besser zu billig kaufbaren Cabrios wie Audi TT, MG TF, Daimler SLK oder Opel Tigra/Astra

- das Design des 914 stammt vom Klie (der hat auch 911, 906, 907, 908, 909, 910, 917 mitgestaltet) und ist funktional, sauber und schön. Ein 74er mit Gummistosstangen und passenden Füchsen kann man nicht "schöner" oder besser machen.

- Wenn man einen 911 fahren will dann kauft man sich gleich einen 911 oder 912.

- in England gibt es 911 Nachbauten/Kits für VW Käfer Chassis. Ursprünglich waren das Filmmautos damit man keine Originalen schrotten musste.

Antwort
von Rockuser, 39

Nein, das ist nicht Erlaubt. Dann erlischt die ABE. 

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 15

Ein Stück Kulturgut verhunzen ist das der Bügel ist ein Stück der Karosserie und somit nicht entfernbar und wen dann ist das Auto Schrott . den bricht es zusammen . 

Und den 911er Müll dranmachen dann sieht das Ding ja noch schlimmer aus als ein Fiat Multipla und 914er Fans werden dich nicht nur anspucken sondern dafür ans Kreuz nageln ,da es kein reiner Porsche ist sondern der VW Porsche ist wirst Du auch von den 911er Fans als Tunnigmurkser bezeichnet und das ist dann noch harmlos es gibt welche die sich dann einen billigen Leihwagen holen und dir in die Karre fahre mit voller Absicht damit das Ding nie wieder auf die Strasse kommt  .   

Also Finger weg vom dem Auto was Umbauten anbetrifft . Nimm dafür was anders was neueres und was nicht so selten ist  Audi Bmw Mazda  usw. .  

Antwort
von PunkExpert9, 31

Wenn der Bügel zur Serienausstattung gehört dann ist er in die Karosserie mit reinkonstruiert und wird für die Stabilität gebraucht - das mit der Überrollsicherheit war ursprünglich eine Ausrede um die hässlichen Dinger verkaufen zu können. Wenn du den raussägst erlischt die Betriebserlaubnis.

Kommentar von IXXIac ,

Hallo

Californien, der Hauptmarkt für Cabrios hat in denn frühen 60er erhöhte Überschlagschutzsicherheit für die 70er Jahre gefordert/angekündigt. Wie auch Sicherheit in den 60ern generel immer mehr in denn Focus rückte (Es gab die UN Verkehrrsicherheitskonferenzen mit denn divseren Standardisierungen).

Diese Anforderungen waren für Frontmotorautos noch machbar (zb Daimler R107) aber nicht für Heckmotorautos. Aus dem Grund wurde das 911 Cabrio Projekt eingestellt (ein Prototyp ist ja beim Freisinger gelandet) und es kam die grosse "Targabügelwelle" oder die T-Tops.

Der 914 war als kostengünstiger Einsteigerporsche für 10000DM oder 4000 USD geplant und so was wie der Nachfolger des 356 Speedster. Der 914 ist extreem leicht gebaut für ein offenes Stahlblechauto und trotzdem noch Konform zu denn US Crash Regularien der 90er. (Bei Frontalcrash ist der 914 immer noch besser als viele Neuwagen)

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