Frage von bildchen987, 68

Ist es einem parteilosen Politiker möglich Kanzler zu werden?

Antwort
von Lennister, 17

Theoretisch ja. Dafür müsst er aber eine Mehrheit des Bundestags hinter sich haben, was für einen Parteilosen schwer zu machen wäre. Ausnahme wäre höchstens eine "Expertenregierung"(gab es in der BRD noch nie) oder die Nominierung eines Parteilosen als Kanzlerkandidat durch eine der großen Parteien(warum auch immer). 

Kommentar von Abahatchi ,

Nun, wenn jemand als einziger eine Direktmandat bekommt und alle anderen Parteien unter 5 % bleiben und keine Direktmandate bekommen, dann kann die einzelne Person so ziemlich jeden Hinz und Kunz in den Bundestag setzen, die dann wiederum alles abnicken, was ihr Gönner möchte.

Antwort
von Modem1, 9

Sehr unwahrscheinlich : Hierzulande spricht man oft  über Kanzlerwahlvereine und meint die Parteien welche den/die  Kanzler(in) stellen.

Antwort
von dompfeifer, 8

Grundsätzlich schon. Das ist aber kaum zu erwarten, weil man ohne Parteiorganisation schwerlich die erforderliche "Hausmacht" erwerben kann.

Kommentar von dompfeifer ,

Ludwig Erhardt wurde immerhin Bundeswirtschaftsminister ohne Parteiangehörigkeit. Dann trat er der CDU gleich als Bundesvorsitzender bei. Schließlich wurde er für knapp ein Jahr auch Bundeskanzler.

Antwort
von Interesierter, 48

Theoretisch wäre es möglich, wenn er ein Bundestagsmandat erringt. 

Es ist aber sehr unwahrscheinlich, da die parteigebundenen Abgeordneten wohl kaum einem parteilosen ihre Stimme geben und diesem dann auch über 4 Jahre folgen würden. 

Deswegen ist das nur eine theoretische Option.

Kommentar von atzef ,

Im Wesentlichen schon richtig. Der Bundeskanzler muss aber nicht zwingend Abgeordneter des Bundestages sei.

Kommentar von bildchen987 ,

Also könnte das Unwahrscheinliche doch zum Wahrscheinlichen werden?!

Naja, in der Theorie ist vielles möglich, aber wer entscheidet was wahr wird und was nicht?

Kommentar von Interesierter ,

Vorgeschlagen wird der Kanzlerkandidat vom Bundespräsidenten. 

Der Bundespräsident wird wohl kaum einen Kandidaten vorschlagen, der keine Mehrheit hinter sich hat. 

Entscheiden werden das der Bundespräsident und die Abgeordneten, denn diese wählen den Kanzler.

Antwort
von DrStrosmajer, 43

Das ist durchaus möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Immerhin hatten wir zu Zeiten der Weimarer Republik vier parteilose Reichkanzler (Cuno, Luther, v.Schleicher, v.Papen). Auch der Reichspräsident Paul v.Hindenburg war parteilos.

Wir haben allerdings in Deutschland keinen so fokussiert auf die Person bezogenen Wahlkampf wie z.B. die USA. - Ein Kanzlerkandidat ohne Parteibindung ist bei uns daher kaum denkbar.

Kommentar von bildchen987 ,

Ich habe jetzt mal nachgeschaut. Lt. Wiki wurde damals der "Reichspräsident für eine Amtszeit von sieben Jahren direkt vom Volk gewählt." Ob das so schlecht ist, wenn das Volk einen bestimmten Menschen nennen darf?!?!

Kommentar von DrStrosmajer ,

Über die Amtsdauer und die Frage der Direktwahl/Wahl durch Wahlmänner kann man sich durchaus streiten.

Einen Vergleich zwischen dem starken Reichspräsidenten der Weimarer Republik und dem heutigen Amt des Bundespräsidenten kann man aber kaum ziehen.

Der Reichspräsident hatte tatsächlich Machtbefugnisse. Der Bundespräsident ist im Prinzip nicht viel mehr als ein Frühstücksdirektor. Wenn es ihn nicht gäbe - wem würde das schon auffallen? Insoweit halte ich es für vernachlässigbar, sich über die Wahl des Bundespräsidenten überhaupt Gedanken zu machen.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 44

Nur theoretisch. Praktisch ist das kaum vorstellbar. das führt einem ja auch unmittelbar dein link vor Augen. :-)

Kommentar von bildchen987 ,

Vielleicht sollte jemand den Link auf Face posten ;)

Antwort
von H3LF3R, 48

Ja, es ist möglich. Soweit ich weiß.

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