Frage von ProfMemo, 99

Ist es eine Straftat den Täter nicht zu nennen?

Ich hatte heute eine Zeugenaussage bei der Polizei, ich habe alles gesagt was ich weiß bzw. gesehen habe.

Der Polizist meinte das er denkt das ich mehr weiß, angenommen es wäre so, wäre es eine Straftat?

Antwort
von whabifan, 23

Lediglich vor Gericht bist du dazu verpflichtet eine vollständige Aussage zu machen. 

Ich weiss jetzt nicht wie alt du bist und wie die Umstände sind, aber ich kann mir vorstellen dass das seitens des Polizisten einfach ein Blindschuss war bzw. eine "Verhörungstechnik". 

Der Polizist unterstellt dir nicht alles zu sagen. Im Falle dass du wirklich nicht alles sagen würdest setzt er dich damit ein wenig unter Druck. Er hofft dann wiederum dass du vielleicht doch noch ein paar zusätzliche Details lieferst. 

Das ist aber wiederum nur Spekulation meinerseits. Mach dir auf alle Fälle keine Sorgen. Wenn du alles wahrheitsgemäss wiedergegeben hast, dann hast du deine Pflicht sehr gut erfüllt. Lg 

Antwort
von kevin1905, 21

Wenn dir kein Zeugnisverweigerungsrecht zusteht (§§ 52 ff StPO), musst du die Leute nennen, ansonsten kann Erzwingungshaft für maximal 6 Monate angeordnet werden.

Das setzt natürlich eine Vernehmung bei Gericht voraus.

Ob hier eine Strafvereitelung in Betracht käme hängt davon ab, ob du wirklich dazu beiträgst einen Straftäter der Rechtsverfolgung zu entziehen, ohne z.B. mit diesem verheiratet zu sein.

Antwort
von wfwbinder, 27

Die/eine Falschaussage bei der Polizei ist als solche nicht strafbar.

Wenn Du aber den Täter kennen würdest udn es kein naher Angehöriger von Dir ist, dann ist es Strafvereitelung udn das ist strafbar.

Antwort
von vitus64, 36

Nein, das wäre keine Straftat.

Erst vor Gericht musst du wahrheitsgemäße und vollständige Angaben machen.  

Antwort
von Raimund1, 43

Es ist ein großer Unterschied zwischen Falschaussage ( entspricht dem Meineid) oder dem Nicht-Wissen.

Wenn du alles gesagt hast, was du weißt oder gesehen hast, kann dir niemand etwas vorwerfen.

Kommentar von ProfMemo ,

Ich kann auch beweisen das ich es nicht gesehen habe

Kommentar von Raimund1 ,

musst du etwas beweisen, nur weil irgendwer sagt, es ist anders?

Aber wenn du Beweise hast, kann es nicht schaden, die Beweise offen darzustellen.

Kommentar von Bitterkraut ,

man kann nichts beweisen, was nicht geschehen ist.

Kommentar von kevin1905 ,

Eine uneidliche Falschaussage ist ein Vergehen, ein Meineid ein Verbrechen.

Antwort
von Utraris, 44

Ja, das ist eine Falschaussage §153 StGB, allerdings nur vor Gericht. Bei Zweifeln kannst du vor Gericht vorgeladen werden und musst dann deine Aussage wiederholen

Kommentar von Bitterkraut ,

Etwas nicht zu sagen ist eine Falschaussage?

Kommentar von winstoner14 ,

Das nicht, aber das Gericht kann bei Verweigerung Hohe Ordnungsgelder oder sogar Beugehaft verhängen! 

Kommentar von kevin1905 ,

Wenn kein Zeugnisverweigerungsrecht vorliegt.

Kommentar von Utraris ,

Ja, da du wissentlich etwas verschweigst, Schließlich wurdest du vorher belehrt, da wird dir gesagt, dass du die Wahrheit sagen musst und nichts weglassen oder dazu erfinden darfst

Antwort
von astroval18, 47

Ich denke man kann eine Zeugenaussage verweigern oder? Aber ich bin mir nicht 100% sicher

Kommentar von Utraris ,

Das ist falsch, du musst als Zeuge aussagen

Kommentar von vitus64 ,

Aber doch erst vor Gericht und nicht bei der Polizei.

Antwort
von punkexpert14, 37

Wenn die Aussage wichtig ist musst du sie vor Gericht wiederholen - auch und gerade wenn sie Zweifel an der Vollständigkeit haben. Und dann wirst du ziemlich sicher vereidigt. Und wenn dann einer mit einem Überraschungszeugen um die Ecke kommt der belegt dass du was verschwiegen hast...dann bist du am Gesäß.

Antwort
von Bitterkraut, 34

Nein.

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