Frage von UUschii, 23

Ist es eine Persönlichkeitsverletzung, eine psychiatrische Therapie einzufordern,weil private,definitiv ungeschulte, angebliche(!) Verdachtsmomente vorliegen?

Ich bitte ausschließlich um ernst gemeinte, verwendbare, aussagekräftige und, wenn möglich, fachliche Antworten. Derzeit schließt mich meine Familie aus dem Familienbund aus. Um wieder aufgenommen zu werden, fordert sie, dass ich "meine" psychische Erkrankung erkennen soll und mich in Behandlung geben muss. Ist alleine dieser Fakt eine Rechtsverletzung? Die genauere Situation ist wie folgt: Im September war ich stationär wegen psychischer Überbelastung in einer psychiatrischen Klinik. Der behandelnde Stationsarzt verordnete auf Grund der ihm vorliegenden Situation keine Psychotherapie in Form von Gesprächstherapie mit einem Psychotherapeuten. Dafür gab es keine ärztliche Grundlage. Deshalb wurde mir ausschließlich Ruhe verordnet, damit sich praktisch mein Inneres erholen und stabilisieren kann. Auf Grund familiärer Ereignisse und Abläufe bräuchte ich nun erneut eine solche Auszeit. Einfach, weil ich wieder am Rand einer Überbelastung stehe. Ich hatte bereits wieder die Entscheidung für so eine Auszeit in der Klinik beschlossen, als mich meine Familie mit dieser Forderung konfrontierte. Zu meiner Entlastung und um eine PSYCHISCHE ERKRANKUNG ärztlich zu widerlegen, machte ich sofort den Vorschlag, mich auf eine solche Erkrankung hin untersuchen zu lassen. Daraufhin änderte meine Familie den Verdacht einer Erkrankung in eine bestehende psychische Erkrankung um und will, dass ich diese Erkrankung erkenne, akzeptiere und behandeln lasse. Sie hätten doch genügend Verhaltens- und Handlungs-Anhaltspunkte bei mir gesehen, die auch im Internet so beschrieben seien.
Für meine Familie steht in den nächsten Wochen oder eher Monaten, eine WICHTIGE Entscheidg. aus, die in aller aller erster Linie meine Schwester und ich zusammen mit meiner Mutti zu treffen haben. Es geht um die Entscheidung, wo und wie unsere Mutti nach der Schlaganfall-Reha lebt und ob dafür eine Pflegeeinrichtung in Anspruch genommen werden muss. Noch steht aber längst nicht der Endzustand von Mutti fest, so dass eine endgültige Entscheidg. darüber bisher nicht getroffen werden kann. Diese Entscheidg. will meine Schwester aber ALLEIN treffen und ich weiß, dass sie Mutti dahingehend "bearbeitet" hat, dass sie sich dieser Entscheidung anschließt und also vernünftig ist. Aus zuverl. Quelle weiß ich, dass meine Schwester eine Anmeldg. im Pflegeheim bei sich um die Ecke vorgenommen hat. Zu mir hat Mutti andere Wünsche und Vorstellungen geäußert. Muss ich das Vorgehen meiner Schwester SO hinnehmen ? Und wie ist dabei die rechtliche Seite zu sehen. Wie weit darf meine Schwester hier Entscheidungen AN SICH ZIEHEN ? Ohne mich einzubeziehen. Bisher informierte sie mich über keine ihrer Unternehmungen diesbezüglich. ALLE meine Kontaktversuche waren erfolglos. Sie setzt mich und meine Stimme außer Kraft und verwendet dafür das Mittel einer nicht existenten Krankheit. Kann allein die reine Krankheitsunterstellung meine Stimme null und nichtig machen??

Antwort
von Heduda12, 7

Deine Mutter entscheidet alleine. Wo sie weiterhin leben will, mit wem oder wie. Einzige Ausnahme wäre, sie ist besachwaltet. Dann entscheidet der Sachwalter. Egal was du oder deine Schwester denkt. Dass evt. deine Schwester Einfluss nimmt, kann keiner verhindern, wenn deine Mutter mit der Pflegelösung einverstanden ist. Wirkliches Recht hat in diesem Fall einzig und alleine deine Mutter. Denn es ist unerheblich was du oder deine Schwester sich wünscht.

Kommentar von UUschii ,

Hallo Heduda12,  vielen Dank für die schnelle Antwort.  leider gibst du keine Antwort auf meine vordergründige Frage bzw.  meine Vordergründigen Fragen. Es geht mir nicht darum,  was meine Schwester oder ich will,   sondern darum,  dass meine Schwester hier alles daran setzt,  die alleinige Entscheidung darüber zu treffen und  bearbeitet unsere Mutti dahingehend,   dass Mutti das dann auch so will,  weil sie von Natur aus vernünftig ist.  DAS nutzt meine Schwester aus.   Und vor allem,  setzt sie AUCH ALLES daran,  mich dabei mundtot zu machen.   Dafür ist ihr  JEDES Mittel recht,  angefangen bei allen bereits unternommenen Schritten,   von der ich keine Kenntnis erhalte,   jedenfalls NICHT VON IHR.  Kenntnis habe ich aber  NUR über die Anmeldung im Pflegeheim - ZUFALL!!!   Über alle weiteren Schritte,   die sie mit Sicherheit bereits eingeleitet hat, habe ich keine Kenntnis.   DASS  meine Schwester auf die Pflege-Entscheidung Einfluss hat, steht MIR nicht im Weg.  Dieser Einfluss versteht sich von selbst,  weil sie ja genauso leibliche Tochter ist,  wie ich.  Das Problem, das sich hier darstellt, ist das,   dass ich ganz offensichtlich meiner  Schwester im Weg bin und sie mich mit allen Mittel mundtot machen will.  Dass meine Stimme im Keim erstickt wird. Und wenn das nicht reicht,   wird meine Stimme eben mittels einer Krankheit,  von der man bei mir ausgehen müsse,  NULL und NICHTIG gemacht.   Das ist das Problem, um das es hier geht.   Insgesamt und letztlich um eine Persönlichkeitsverletzung mir   gegenüber.  

Kommentar von Heduda12 ,

Hallo!

Ich habe keine Kenntnis darüber wie eure Familie aufgestellt ist.  Tipp: Familienaufstellung :)

Wieso es in eurer Familie aus deiner Sicht einen Zwist gibt.

Um Objektiv eine Meinung zu sagen, müsste ich deine Schwester genauso wie deine Mutter befragen. Wie sie die Sache sehen.

Ich habe die Vermutung, dass ihr euer Problem mit unterschiedlichen Gesichtspunkten seht. Deine Schwester macht dir Vorwürfe bezüglich deiner Psyche, du machst deiner Schwester Vorwürfe, usw.

Zielführend in diesem Fall ist ein ausenstehender Mediator, der Euch alle anhört, und dann Versucht, dass alle zu Wort kommen, und sich so dann alle verstandne fühlen.

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